Leute,
im Moment studiere ich noch an der TU in München Mathe mit Nebenfach Bauingenieurwesen. Nachdem ich schon lange lieber aus Büchern oder guten Skripten lerne interessiere ich mich sehr dafür ob es für mich nicht besser wäre über eine FernUni zu studieren.
Jetzt hätte ich da ein paar Fragen bei denen ich Euch um guten Rat bitten würde.
1. Wie gut sind die Skripten? Kommt Ihr soweit klar damit Euch damit das notwendige Wissen anzeignen? Sind das jedes Mal die gleichen Skripten und wurden diese daher schon mehrmals überarbeitet, ausgebesert, ... ?
Z.B. Analysis 1 und 2 habe ich fast ausschließlich aus dem gleichnamigen Buch von "Otto Forster" gelernt. Sehr empfehlenswert! Für spätere Vorlesung fehlten mir gute Bücher da jeder Prof sein eigenes Ding macht... da ging meine Strategie nicht mehr so gut auf...
Gibts irgendwo ein Skript in welches ich mal einsehen kann?
2. Habe ich Chancen mir das Nebenfach Bauingenieurwesen anerkennen zu lassen? Immerhin habe ich ein Vordiplom hinbekommen ;)
Für guten Rat was das Studium an der FernUni betrifft wäre ich sehr dankbar - ich bin mir noch etwas unschlüssig ob es das Richtige für mich ist.
Vielen Dank,
hansmann
Comments
mickey
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View profileZu 1. Die Qualität der Skripte reicht - ganz pauschal über den Daumen gebrochen - von "absolut katastrophal" bis "supergenial". Wobei das natürlich auch ein wenig im Auge des Betrachters liegt. Was Mathe-Skripte angeht, würde ich nach erstem Einblick in so einige HS-Kurse grob sagen, dass die meisten Unterlagen durchaus zu gebrauchen sind (was ich bspw bei manchen Wiwi-Skripten nicht so allgemein behaupten wollte).
Dennoch wird man gerade im HS eher selten ohne jegliche Sekundärliteratur auskommen wollen, darin unterscheidet sich die FeU in Nix von jeder anderen Uni ;) Und wenn man ein wenig aufpasst, bzw. in die Literaturliste schaut, merkt man meienr Erfahrung nach auch recht schnell, auf welchen Büchern der Prof "sein Ding" basiert.
zu 2. Nur das Vordiplom? Dann würd ich spontan vermuten, dass Du damit schlechte Karten hast. Ein Anruf beim Prüfungsamt dürfte auf alle Fälle Klarheit bringen. Da dürftest Du auch gleich klären, ob bzw. unter welchen Bedingungen ein Einstieg in den Diplomstudiengang in höherem Fachsemester überhaupt noch möglich ist, und welche Deiner bislang erbrachten Leistungen anerkennt werden können.
panikmobil
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View profileSind denn die Materialien, die einem z.B. in "Mathemat.Grundlagen" zu Verfügung gestellt werden, eher mit Skripten vergleichbar, die einem an einer Präsenzuni angeboten werden oder gibt es hier Besonderheiten? (Herangehensweisen, Erklärungen und Beschreibungen usw.) Immerhin ist so ein Selbststudium doch etwas anders als ein Präsenzstudium, gerade was Fragen oder fachliche Diskussionen mit Mitstudierenden angeht.
Und noch eine Frage an diejenigen, die Mathe bereits an einer Präsenzuni studiert haben:
Wie wichtig zum Verstehen des Stoffs waren für euch
1. die Vorlesungen,
2. die Übungen und
3. das anschließende Selbststudium "nach Feierabend" (Lösen von Altklausuren, Skript/ Sekundärliteratur durcharbeiten usw)?
Denn möglicherweise überbewerte ich auch die tatsächliche Präsenz an einer Uni und in Wirklichkeit sind gerade autodidaktische Fähigkeiten für ein Mathestudium erfolgversprechend... Viele Grüße
Hansmann
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View profileUnterlagen eher mit Buch als mit PräsenzUni-Online-Skript vergleichbar
Hallo Panikmobil,
Vorlesungen, die ich an der FernUni bisher bearbeitet habe:
-Gewöhnliche DGLs
-Mathematische Methoden der Physik und Technik
-Numerik 1
-Numerische Behandlung gewöhnliche DGLs
-Diskrete Mathematik
-...
Bisher habe ich mit den Unterlagen zu 90% gute Erfahrungen gemacht und bin damit zufrieden.
Ein Skript an der FernUni ist meist schon eher mit einem Buch vergleichbar wie mit einem Online-Skript einer PräsenzUni.
Was die Unterlagen natürlich nur sehr schwer hergeben können ist das was ein guter/sehr guter Prof mit tollen Erklärungen noch leisten kann wenn er merkt, dass im Moment kaum jemand im Hörsaal mitkommt.
Notfalls kann man sich aber immer noch mit dem jeweiligen FernUni Prof in Verbindung setzen oder an Online-News-Gruppen teilnehmen. Beides braucht anfangs halt relativ viel Zeit.
Falls Du mal Hilfe suchst - ich bin ein sehr erfahrener Nachhilfe-Lehrer und arbeite auch mit toller Online-Konferenz-Software mit welcher man sich auch in Unterlagen gut verständigen kann.
hansi
AndreasD
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View profiledie ersten 100 Seiten des Skriptes zu den mathematischen Grundlagen kann man irgendwo herunterladen (im Forum war wo der Link). Das Skript machte auf mich einen vernünftigen Eindruck und hatte eher "Buchform" als "Skriptform". Ich hatte an einer Präsenzuni vor fünfzehn Jahren mal Mathe angefangen. Das ist eine Weile her, daher lasse ich auch nichts davon anrechnen - schließlich brauche ich das Wissen ja wieder.
Das wichtigste an Mathe ist üben, üben, üben. Gerade in Mathe sind Vorlesungen meiner Meinung nach eher zweitrangig, wenn man aus Büchern gut lernen kann (was in meinem Fall der Fall ist). Gerade Mathe scheint daher als Fernstudium ideal.
Gruß, Andreas
mbuerckel
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View profile"Irgendwo herunterladen" ist hier: [URL]https://vu.fernuni-hagen.de/lvuweb/lvu/app/Kursangebot?function=demos[/URL]
Fratz
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View profileDas ist das, was mich an Mathe-Vorlesungen am meisten nervt. Da steht so ein Virtuose rum, erzählt Zeugs das nicht zum Thema passt und feiert sich damit selber was er für ein toller Kerl ist. Wenn man nur die Übungen besucht hat man seine Zeit effektiver genutzt.
Allein wenn ich die hausinternen E-Mails zu Probevorträgen für Professoren in Spe lese. Was die da vortragen wollen, also da zieht es mir die Schuhe aus. Total abgehoben, weit weg von jeglicher Realität und auch weit weg vom Studium.
panikmobil
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View profileDanke für die Antworten. Also täglich Übungen machen und ggf. nochmal nachlesen bzw. im Forum nachfragen. Gut zu wissen. Was mir stets Sorgen macht ist die Tatsache, dass ich zwar gern versuche, Beweise nachzuvollziehen. Aber selbst darauf kommen...das klappt irgendwie ziemlich selten. Das wurde damals in der Schule auch kaum thematisiert. Diese Methodik ist mir somit fremd, ich hoffe stark, dass der Knoten irgendwann platzt. (eventuell nach Oktober, wenn ich mathematische Grundlagen belege)
Hansmann
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View profilepanikmobil,
das Thema Beweise ist interessant! Also ich bin froh, wenn ich die erstmals einfach nur nachvollziehen kann. Selbst draufkommen ist meist ziemlich ziemlich übel.
Meiner Meinung nach ist die Stoffmenge dafür ja auch viel zu viel und die Zeit zu wenig.
Hätte man viel Zeit sich mit einem Thema intensiv zu beschäftigen hätte man evtl. dann auch nach einer Zeit so viel Gefühl für ein Gebiet, so dass man von selbst auf weiteres schließen kann.
Also meiner Einschätzung nach darfst Du stolz sein, wenn Du alle Beweise in den Skripten nachvollziehen kannst. Und als Chef darfst Du Dich fühlen wenn Du Sie sogar rekonstruieren kannst. Die meisten Professoren sind ja schon ganz angetan wenn man bei einer mündl. Prüfung zumindest die Beweisidee im Kopf hat.
hansi
krid
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View profileNaja, auf die Beweise im Kurs sollst Du ja auch nicht selbser kommen, das haben so Herren wie Gauss, Newton, Hilbert, Cantor, Riemann oder Lebesgue schon erledigt (Frauen waren kaum welche dabei, außer vielleicht Emmy Noether).
Wenn man selbst etwas beweisen soll, geht es meist darum, Gelerntes in anderer Form anzuwenden.
Thema Vorlesung: Ich weiß noch, dass ich damals mit dem Mathe-LK an der Uni in Düdeldorf war, wo es eine "Werbeveranstaltung" für das Mathestudium gab. Die Vorlesung war so grässlich, dass sich - soweit ich weiß - niemand aus dem Kurs sich für ein Mathestudium entschieden hat...
Ich hab mein Leben auch erstmal verpfuscht und BWL studiert... :rolleyes
Fratz
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View profileDas wundert mich nicht. Was könnte man mehr an Mathematik-Studenten haben, wenn viele Profs es nicht so schlimm darstellen würden.\
Erzähl das mal denen nebenan im Wiwi-Forum!
RelativEgal
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View profileHaha! Wer nichts wird wird (Betriebs-)Wirt o.s.ä.
Blockhaun
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View profileDie lesen hier gelegentlich vorbei und merken sich alle Unverschämtheiten.
vienna
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View profilehaha !
Wer nichts will und wer nichts kann,
geht zu Post und Bahn !