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Wie sag ich's meinen Eltern?

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Kommen wir zu einer Problematik, die mir erstens wichtiger und zweitens weniger anstößig erscheint: Meine Eltern waren eigentlich noch nie so richtig überzeugt davon, dass ich frühzeitig und vor allem neben Schule und Ausbildung studiere. Als ich vor einiger Zeit meine Eltern davon überzeugen wollte, mein "Früh"studium zu beginnen, fragten sie mich, was ich mir denn als Studiengang vorstellen könnte und ich nannte das Beispiel Mathematik. Als sie das hörten, fragten sie mich, was man denn als Mathematiker später machen würde, rein nach dem Motto: Die kriegen doch ohnehin keinen Job. Wir reden hier von Mathematikern, wer als Mathematiker nicht zumindest einen Job als Software-Entwickler (sog. "Frickler-Jobs") bekommt...
Jetzt habe ich mich (wie euch bekannt ist) für den Studiengang KuWi angemeldet und da meine Eltern so schon kritisch genug sind, habe ich es erst einmal versäumt (natürlich völlig beabsichtigt) ihnen von meiner Wahl zu erzählen, da Philologen bekanntlicherweise nicht die besten Jobaussichten haben und das ist maßlos untertrieben.
Wie gehe ich am Besten an die Sache heran, es meinen Eltern (und auch Großeltern) überzeugend beizubringen? Das Argument, das es mein großer Wunsch bzw. meine Leidenschaft ist, überzeugt meine Eltern nicht annähernd. Denn was mir gefällt, ist von vornherein erst einmal völlig egal.

Liebe Grüße
Dennis

@Uli S.: Ich wollte dich natürlich in keinster Weise beleidigen, aber diese Fremdwörter haben in Bezug auf die alltägliche Bedeutung keinerlei Bezug zur NS-Zeit. Ich benutze diese Wörter lediglich sinngemäß und nicht als Assoziation der Geschichte. Ich muss mich nicht schuldig fühlen, wenn ich besagte Fremdwörter benutze, da ich sie weder mit der NS-Zeit in Verbindung bringe noch irgendeine Schuld am Handeln des NS-Regimes trage.

Comments

Kuhlmann wrote:

Kommen wir zu einer Problematik, die mir erstens wichtiger und zweitens weniger anstößig erscheint: Meine Eltern waren eigentlich noch nie so richtig überzeugt davon, dass ich frühzeitig und vor allem neben Schule und Ausbildung studiere. Als ich vor einiger Zeit meine Eltern davon überzeugen wollte, mein "Früh"studium zu beginnen, fragten sie mich, was ich mir denn als Studiengang vorstellen könnte und ich nannte das Beispiel Mathematik. Als sie das hörten, fragten sie mich, was man denn als Mathematiker später machen würde, rein nach dem Motto: Die kriegen doch ohnehin keinen Job. Wir reden hier von Mathematikern, wer als Mathematiker nicht zumindest einen Job als Software-Entwickler (sog. "Frickler-Jobs") bekommt...
Jetzt habe ich mich (wie euch bekannt ist) für den Studiengang KuWi angemeldet und da meine Eltern so schon kritisch genug sind, habe ich es erst einmal versäumt (natürlich völlig beabsichtigt) ihnen von meiner Wahl zu erzählen, da Philologen bekanntlicherweise nicht die besten Jobaussichten haben und das ist maßlos untertrieben.
Wie gehe ich am Besten an die Sache heran, es meinen Eltern (und auch Großeltern) überzeugend beizubringen? Das Argument, das es mein großer Wunsch bzw. meine Leidenschaft ist, überzeugt meine Eltern nicht annähernd. Denn was mir gefällt, ist von vornherein erst einmal völlig egal.

Liebe Grüße
Dennis

Ich kann Dir nicht annähernd einen Tipp geben, obwohl ich selbst Mutter mehrerer Kinder bin, die zw. 14 und 20 Jahren alt sind. Ich pers. käme nie auf den Gedanken, meinen Kindern vorzuschreiben, was (welche Fächer) sie studieren sollten. Ich glaube, dass Deine Eltern am Besten mit guten Klausuren überzeugt werden können. Daran können sie sehen, dass DAS die richtige Wahl für Dich ist. Vielleicht brauchen sie auch nur Zeit, darüber nachzudenken, welche Entwicklung Du gerade durchmachst und dies müssen sie erst mit ihren eigenen Vorstellungen in Einklang bringen. Welchen Studiengang hättest Du denn besser wählen sollen?

Viele Grüsse
viele-worte

Wahrscheinlich Informatik, Ingenieurswissenschaften etc. Da wäre ich sicher auch erfolgreich (und die Jobaussichten und der Verdienst bei IngW sind sehr rosig), aber ich folge lieber meiner Begeisterung und Leidenschaft, zumal man auch als Philologe Erfolg haben kann, wenn man sich engagiert und das tue ich definitiv.

Was die Klausurnoten angeht: Vorerst muss mein Notendurchschnitt von 1,3 bleiben wie er ist. Eventuell bekomme ich ihn noch auf 1,2 oder sogar 1,1, aber 1,0 ist nicht drin. Und der FOS-Schnitt (Abschlussjahrgang) wird auch definitiv bei 1,x liegen. ;)

Liebe Grüße
Dennis

Dennis,

Ich denke, dass für unsere Zeit symptomatisch ist , dass man weder mit einer Schreinerlehre noch im Medienbereich, Medizin, Ingeneursberufen...whatever- eine sichere Prognose in Bezug auf Berufschancen hat. Deswegen würde ich meinen Söhnen raten etwas zu lernen, an dem sie soviel Freude haben, dass sie darin richtig gut werden können.

Wenn Du Dich mit der Geschichte der Kulturwissenschaften befasst, findest Du schnell die Antwort auf die Frage was man denn mit KuWi anfangen kann.
Es hat sich herauskristallisiert, dass sich die einzelnen Geistes -und Naturwissenschaften totlaufen. Ich glaube fest daran, dass interdisziplinäre Studiengänge in einer Weelt, die immer komplexer wird und in der zunehmend Flexibilität gefordert wird, eine großartige Zukunft haben.
Die KuWis sind noch jung und wie bei jedem Paradigmenwechsel wird es eine Zeit brauchen, bis man auch auf breiter Ebene deren Wert erkennt.

(wäre auch ein schönes Thema für einen eigenen Threat)

Es ist völlig egal, ob Du jung bist oder nicht: ich kenne viele Leute an der FU, denen die gleichen Vorbehalte begegnen nur unter anderen Vorzeichen...warum tust Du Dir das mit 40 noch an....mit 60...Du bist doch eh zu alt um einen Beruf daraus zu machen...usw.
Also, lass Dich nicht unterkriegen und mach das, woran Du glaubst.

Zu dem Thema Euthanasie ( das hier nicht hergehört)möchte ich Dir noch sagen, dass Du völlig recht hast mit Deiner Argumentation. Was zählt ist immer der Kontext, in welchem Begriffe verwendet werden - man kann nicht jede hermeneutische Eventualität miteinkalkulieren - der Kontext oder die Begriffsdefinition sollte jedoch dargestellt werden. Vielleicht ist dies ja im vorliegenden Fall nicht ganz gelungen, aber ich finds' albern Deine ansich reife und reflektierte Argumentation mit Deiner Jugend zu parieren.
..aber das gehört hier ja nicht hin *Räusper*

schöne Grüße
vom
enfant terrible

Dennis und ihr,
bin mit meinen Mitte 40 selbst diesen, sagen wir mal "schnippischen" Nachfragen bzgl. Studium ausgesetzt und muss mich laufend rechtfertigen. Da ich aber schon lange in einem (anderen) Berufsleben stehe, kann ich mich immer leicht daruaf zurückziehen und schnippisch antworten "ach, gehts immer nur ums Geld?" usw. Mein Ältester steht auch vor der Frage, was es denn nun für ein Studiengang werden soll und ich finds einfach nur wichtig, dass er weiß: Egal welchen er sich aussucht, wir stehen hinter ihm.
Also, viele-wortes Worte sind an dieser STelle absolut richtig: Ich habe meine Eltern mit meiner so späten Studienentscheidung und SZP beeindruckt, unser Neffe (Religionswissenschaften; "was kann man denn damit werden??!!") hat seine Eltern mit guten Zensuren beeindruckt und Dennis wirds auch damit packen. Ansonsten hilft manchmal noch der Anhang: ...wissenschaftlerIn.

Übrigens: Unsere Nichte hat sich den elterlichen Wünschen gefügt und das, obwohl sie mathemäßig nie eine Leuchte war: Anstelle von Politikwissensschaften und später Richt. Journalismus hat sie sich für irgendeine Wiwi entschieden. Das ist hart. Naja, vielleicht wacht sie ja noch auf.

Da die Diskussion im Vorstellungsthread meiner Ansicht nach nichts zu suchen hat, mache ich für Dennis' Thema mal einen neuen Thread auf :)!

Der Titel des Threads lässt ein unkonventionelles Thema vermuten, aber nun gut. Danke für meinen eigenen Thread :p

Ich weiß jetzt nicht, wo meine Antwort landet da vittoriacolonna einen neuen Thread aufmachen möchte. Auch auf die Gefahr hin, dass mein Artikel im Nichts landet, antworte ich bzw. gebe meinen Senf trotzdem dazu.

Ich habe fast die gleiche Situation erlbet wie Hedwigs Nichte.
Von klein auf hieß es bei meinen ELtern:" Sie studiert, egal was aber sie studiert." Aus dem egal was wurde Wirtschaft oder Jura. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich immer gute Noten in der Schule. Als ich das dann mitbekam rutschten die Noten in den Keller. Jetzt weiß ich warum. Mit den Noten konnte ich auf keinen Fall Jura studieren und Wirtschaft nur bedingt. Dann kam Abi und die Bewerbung an einer Uni. Ich habe Wiwi gewählt. Ich wurde abgelehnt und habe mich für Mathe und Sozialwissenschaften auf Lehramt eingeschrieben( da kein NC).(das war schön)
Doch dann kam die Zusage für WIWI, (2.Wahlverfahren). Meine Eltern freuten sich wie Irrsinnige, dass ich doch kein Sozialwis. studieren würde, dafür aber Wiwi. Damit hätte ich soviele Chancen, bla bla.
Was daraus wurde: Ich bin jetzt im 7. Semster, Im Grundstudium( ja sowas gibts) und bis vor kurzem noch psychisch am Boden. Das Lernen fiel mir nie schwer, und ich hatte nie irgendwelche Blockaden beim Lernen, jetzt schon!!.
Ich habe in einem Kampf mit mir selbst entschieden jetzt meinen Weg zu gehen, und wenn ich ehrlich bin, ist mir egal was andere denken. Habe gestern meine Unterlagen an die Uni geschickt und fange im SS 09 mein PSychologiestudium an.

Jeder muss für sich selbst entscheiden. Aber ich weiß, wie es ist, wenn man seinem Herzen nicht folgt. Meiner Meinung nach misshandelt man sich selbst damit.
Seit meinem Entschluss meinen STudiengang zu ändern bin ich aufgeblüht und fühle mich so als wäre ich neu geboren. Sogar Menschen die mir nahe und nicht so nahe stehen, merken, dass ich mich stark verändert habe.

Ich glaube mit guten Noten wirst du deine Eltern nicht überzeugen können. Wenn du, wie du schreibst so einen guten Abschluss machst, werde sie sagen (jedenfalls würden das meine sagen: " ja natürlich hat er gute Noten, hatte er ja immer, das beweist nicht, dass seine Zukunft gesichert ist."
Dazu kann ich nur sagen, du musst mit deinem Leben zufrieden sein. Wenn sie sich für dich freuen, dann ist das doppelt schön. Aber an erster Stelle in deinem Leben stehst DU,(auch wenn es für manche egoistisch klingt)

So jetzt habe ich viel geschrieben, da kamen so viele Gefühle bei mir hoch. Hoffe es ist nicht all zu schlimm.

Liebe Grüße aus dem Bergischen Land
Asumra

Ich glaube, bei dir ist das noch ein wenig anders als bei mir (du beziehst dich ja auf Hedwig, aber sei's drum). Deine Eltern wollten ja, dass du etwas studierst, was dir die Zukunft sichert. Bei meinen Eltern habe ich das Gefühl, dass sie überhaupt nicht wollen, dass ich studiere. Bei meinem Bruder ist es egal, was er studiert, sie haben ihm sogar Architektur vorgeschlagen! Das muss man sich mal überlegen: Bei mir fragen sie sich, was ich denn mit Mathe anfangen will und meinem Bruder schlagen sie den Studiengang mit den schlechtesten Jobaussichten vor, den man sich vorstellen kann. Ich glaube, meine Eltern denken, das Studium sei eine Art Berufsausbildung, aber das ist es nicht. Es verleiht einen akademischen Grad und eröffnet dem Studenten neue Wege; eine Berufsausbildung zielt explizit auf die Ausübung eines bestimmten Berufes ab. Eine Berufsausbildung auf Wunsch der Eltern ist eine Sache (so wie es bei mir bedauerlicherweise der Fall ist), aber das Studium ist nur für mich.

Liebe Grüße
Dennis

Dennis,

ja du hast recht. Ich habe mich auf Hedwig bezogen. Trotzdem habe ich gedacht, du die gleiche Struktur erkennst.

Unsere Eltern befürworten unser Handeln und unsere Entwicklung nicht.
Meine wollen, dass ich was "richtiges"studiere.(richtig in ihren Augen) Deine sehen den Sinn deines Studiums nicht.

Ich würde nur an deiner Stelle mal ein Denkspiel machen.
Stell dir vor du hast noch ca. 60 Jahre vor dir zu leben.(ich schätze du bist so Anfang/Mitte zwanzig) wenn anderes Alter, dann rechne dir die Jahre aus bis zu dem 80 Geburtstag( naja wenn du (Un)glück hast, je nachdem wie du das Altern siehst)

Willst du wirklich einen Beruf ausüben, der dich nicht zufrieden stellt, bis du in Rente musst (mit 67,oder vielleicht muss man noch länger arbeiten) um dann in der Rentenzeit festzustellen, du hast dein Leben nicht gelebt, weil deine Eltern gegen ein Studium in Mathe waren. Außerdem kommt es nicht nur auf den Beruf an, sondern ob du allgemein mit deinem Leben zufrieden bist.

Für mich war das meine erste Überlegung, und ich fand das schrecklich, dass so was passieren könnte.
Naja, falls das jetzt zu hart oder wieder nicht passend ist, dann wünsche ich dir vom ganzen Herzen, dass du eine Entscheidung für dich triffst mit der du zufrieden bist und auch leben kannst.

Liebe Grüße
Asumra

Warum tut ihr einfach nicht was ihr wollt?

Aus finanzieller Sicht sind die Eltern verpflichtet euch bei der Erstausbildung bzw. Erststudium zu unterstützen. Es gibt noch die Möglichkeit der Unterstützung durch Vater Staat oder eben Teilzeitarbeit und Teilzeitstudium.

Wenn man etwas will muss man es auch tun, über das Problem nur zu diskutieren führt zu keiner Lösung.

Gruß

Klar, es besteht die Möglichkeit, das zu tun, was frau will ... aber nicht immer wird das von Anfang an erkannt. Und manchmal fehlt auch einfach die Kraft, sich durchzusetzen - kommt auf die jeweilige Sozialisation an.

@ bydgo:
Das habe ich dann auchgemacht. Ich arbeite jetzt Teilzeit und wechsle jetzt den Studiengang. Ich wollte nur Dennis helfen, dass er es schafft, seine eigene Entscheidung zu treffen.

@Hedwig:
Die Kraft an sich fehlt in den meisten Fällen nicht. Es ist meist Angst abgestoßen zu werden. Und Familie ist für die meisten das Wichtigste- wie du es sagst, es kommt auf die jeweilige Sozialisation an.

Die FernUni ist voll von Leuten, die aufgrund solcher -elterlicher "Entscheidungshilfen" etwas anderes geworden sind, als sie sich vielleicht erträumt haben. Es ist verdammt schwierig, sofern man sich in wirtschaftlicher Abhängigkeit von Eltern befindet, sich deren Wünschen oder Vorgaben entgegenzustellen.

Es gibt aber ganz viele Wege seine Ziele zu erreichen - man muss halt bereit sein Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen und auch seine Träume zwischenzeitlich mal auf Eis zu legen, ohne sie zu begraben.
Es ist vermutlich nicht üblich, aber ich erzähle jetzt einfach mmal mal meinen Werdegang, um das zu veranschaulichen:

Als ich in der 12 war, meinte meine Mutter, dass 12 Jahre Schule ausreichend für ein Mädchen wären und ich musste eine Ausbildung als Krankenschwester machen. Während meine Schulfreunde ihr Abi machten und hinterher in großen Städten Fächer, wie Philosophie und Ethnologie studierten und dabei hier mal 3 Monate nach Südamerika, dort mal ein halbes Jahr nach Kuba reisten, saß ich in einem winzigen Kaff im Kloster um mich täglich von irgendwelchen Ordensschwestern schikanieren zu lassen.
Für mich war immer klar, dass ich studieren würde...irgendwann.
Nachdem ich dann nach dem Staatsexamen 1,5 Jahre gearbeitet hatte, hab ich von heute auf morgen meinen Job geschmissen und bin nochmal zur Schule gegangen, um mein Abi nachzumachen.
Daneben habe ich eine halbe Stelle in der Klapse gearbeitet, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Obwohl das hart war, gehört diese Zeit zur besten meines Lebens, weil ich entgegen aller Widerstände und Vernunftsüberlegungen meinen Traum gelebt habe.
Pünktlich zum Abi bin ich dann schwanger geworden und dann war erst mal Asche mit studieren. Habe mich während der Kinderphase dann an einem Kunststudium versucht, was aber gnadenlos gescheitert ist. Dann habe ich eine Ballettausbildung (Was auch auf wenig Verständnis stieß) angefangen und die auch durchgezogen und mich erst im stolzen Alter von 35 Jahren von der Bühne zurückgezogen.
Ja, und dann kam das Fernstudium und wieder sind die Umstände mehr als schwierig.
Tatsächlich muss ich aber sagen, dass mir meine (ungeliebte) Ausbildung immer nützlich war: ich habe immer Möglichkeiten gehabt meinen Lebensunterhalt zu verdienen und mich schließlich auf diese aufbauend an der FH für soziale Suchtarbeit fortbilden können und habe jetzt einen wirklich guten Job, mit dem ich meine kleine Einheit und mich ganz gut über Wasser halten kann....
...und bin randvoll mit Optimismus, dass ich mit dem Studium nochmal durchstarten kann, wenn meine Jungs dann in ein paar Jahren ihrer Wege gehen. Im Nachhinein war die Entscheidung erst eine Ausbildung zu machen dann doch ganz gut...das muss nicht für jeden gelten, was ich zeigen wollte, war oder ist, dass man auch auf Umwegen ans Ziel gelangen kann. Vielleicht macht das Mut.
schöne Grüße
Angelika

Angelika B. wrote:

...Die FernUni ist voll von Leuten, die aufgrund solcher -elterlicher "Entscheidungshilfen" etwas anderes geworden sind, als sie sich vielleicht erträumt haben.


Das ist wohl war! Zu denen gehöre ich auch. Eltern kein Abi, da braucht das Mädel doch auch keines. Man heiratet ja mal und kriegt Kinder - wozu dann studieren? Lehre reicht doch!

Naja - und dann hat es eben bis zum Jahr 2001 gedauert, bis ich zumindest mal die FH-Reife nachgeholt habe (mehr ging nicht, weil ich keine zweite Fremdsprache hatte ...). Und dann nochmal weitere sechs Jahre, bis ich endlich hier gelandet bin. Jetzt studiere ich nur noch aus Spaß an der Freude - aber wer weiß, vielleicht wird ja noch was daraus!

vittoriacolonna wrote:

Das ist wohl war! Zu denen gehöre ich auch. Eltern kein Abi, da braucht das Mädel doch auch keines. Man heiratet ja mal und kriegt Kinder - wozu dann studieren? Lehre reicht doch!

Naja - und dann hat es eben bis zum Jahr 2001 gedauert, bis ich zumindest mal die FH-Reife nachgeholt habe (mehr ging nicht, weil ich keine zweite Fremdsprache hatte ...). Und dann nochmal weitere sechs Jahre, bis ich endlich hier gelandet bin. Jetzt studiere ich nur noch aus Spaß an der Freude - aber wer weiß, vielleicht wird ja noch was daraus!

KLAR wird da was draus!!! und wenn es 2011 nur die Sekt-nee Champagnerflaschen sind , die wir knallen lassen!!!!!!

vittoriacolonna wrote:

Das ist wohl war! Zu denen gehöre ich auch. Eltern kein Abi, da braucht das Mädel doch auch keines. Man heiratet ja mal und kriegt Kinder - wozu dann studieren? Lehre reicht doch!

Da hab ich ja Glück gehabt! Für meine Eltern, besonders für meinen Vater, war es wichtig, dass ich Abitur mache, falls ich die Eignung dafür habe. Mein Vater musste in der 7. Klasse das Gymnasium verlassen, da meine Großeltern das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnten, das hat ihn sehr geprägt.
Dafür wurde mir dann aber auch bei der Berufswahl reingeredet, meinen Wunsch hole ich jetzt indirekt nach:D. Meine Kinder machen die Berufsausbildung, die sie sich selbst ausgesucht haben und die ihnen Freude macht. Eine Jobgarantie gibt es nirgendwo, nur mit einer guten Ausbildung (dem jeweiligen Können und Neigungen entsprechend) und lebenslangem Lernen kommt man weiter. Was einen aber nicht vor dem Unverständnis seiner Mitmenschen schützt, aber wir haben ja alle ein Ziel, das auch noch Spaß macht.;)

LG Kuni