Skip to content
xenforo

Wie schwer ist eigentlich Mathe?

Content

Comments

Wirtschaftsmathe ist in etwa vergleichbar mit einem guten Mathe-LK, halt alles etwas straffer (und vieles aus dem LK auch schon bekannt). Viel hängt da aber auch vom FU-Kurs ab: Der 00053/00054 ist da didaktisch eine absolute Katastrophe. Ohne Sekundärliteratur musst du schon ziemlich fit sein, um da durchzusteigen.

Mathe/Info hingegen schon "richtige" Mathematik, nicht unbedingt "schwer", aber so mit der Schulmathematik und auch oben genanntem absolut nicht mehr vergleichbar. Ging es hier eher darum, vorgegebene Methoden richtig auszuwählen und anzuwenden, zielt Mathe/Info eher darauf hin, eben diese Methoden auch selbst zu entwickeln. Zumindest zu Mathe I kann sagen, der dürfte da eine recht gute Stütze sein, nach dem ersten Durchblick würd ich den als "gut brauchbar" einstufen.
Also, ich hab den Mathe I für Dipl.Mathe Ib, welcher aber meines Wissens ziemlich übereinstimmend mit dem Info-Kurs sein müsste.

Zur algorithmischen Mathematik kann ich nichts sagen, da der Kurs noch unbekannt ist.

Ging es hier eher darum, vorgegebene Methoden richtig auszuwählen und anzuwenden, zielt Mathe/Info eher darauf hin, eben diese Methoden auch selbst zu entwickeln.

du lernst nicht "anwenden", wie in der ingenieursmathematik oder, wie mickey schon sagte, in der schule, sondern techniken der beweisführung, logik, und dann natürlich noch das gebiet der numerik (fehlerberechnungen) und stochastik.\

Und so völlig neu ist das sogar nicht. Wir nehmen derzeit Stochastik in Mathe durch, Teile der Logik wurden bereits in Informatik behandelt und ein paar Bestandteile der Numerik komme mir auch bekannt vor. (ich habe etwas gegoogelt und in ein paar Skripte reingeschaut ;))

marcusx wrote:


Und so völlig neu ist das sogar nicht. Wir nehmen derzeit Stochastik in Mathe durch, Teile der Logik wurden bereits in Informatik behandelt und ein paar Bestandteile der Numerik komme mir auch bekannt vor. (ich habe etwas gegoogelt und in ein paar Skripte reingeschaut ;))\

Wie sagten schon meine Dozenten in den Grundlagenfaechern Mathe und Physik im Erststudium: Die meisten lernen hier nichts Neues, sondern vertiefen es auf einem hoeheren Niveau ;) .. (hatte insgesamt 20 SWS Mathe)

Wenn Du Abi hast, wird Dir wahrscheinlich vieles bekannt vorkommen, aber der Stoff ist um einiges umfangreicher. Kenn' den aktuellen Plan nicht, aber vor einiger Zeit war fuer Diplom II 'Mathe fuer Informatiker' genauso umfangreich wie fuer angehende Mathematiker.

Aber es macht die Sache schwieriger, weil man als Fuzzy die meiste Zeit allein mit dem Stoff kaempft

mickey wrote:

Wirtschaftsmathe ist in etwa vergleichbar mit einem guten Mathe-LK, halt alles etwas straffer (und vieles aus dem LK auch schon bekannt). Viel hängt da aber auch vom FU-Kurs ab: Der 00053/00054 ist da didaktisch eine absolute Katastrophe. Ohne Sekundärliteratur musst du schon ziemlich fit sein, um da durchzusteigen.

Mathe/Info hingegen schon "richtige" Mathematik, nicht unbedingt "schwer", aber so mit der Schulmathematik und auch oben genanntem absolut nicht mehr vergleichbar. Ging es hier eher darum, vorgegebene Methoden richtig auszuwählen und anzuwenden, zielt Mathe/Info eher darauf hin, eben diese Methoden auch selbst zu entwickeln. Zumindest zu Mathe I kann sagen, der dürfte da eine recht gute Stütze sein, nach dem ersten Durchblick würd ich den als "gut brauchbar" einstufen.
Also, ich hab den Mathe I für Dipl.Mathe Ib, welcher aber meines Wissens ziemlich übereinstimmend mit dem Info-Kurs sein müsste.

Zur algorithmischen Mathematik kann ich nichts sagen, da der Kurs noch unbekannt ist.


Toll und ich hab gerade den Kurs 0053 :-( ist der trotzdem irgendwie zu schaffen???

da bist du hier auch im falschen Forum. Frag doch mal bei den WiWis nach.

Danke für die Antworten! :)

Wie sieht es denn mit dem Stoff aus dem Bachelor-Studiengang so aus: Wird sehr viel Wert auf abstraktes, formales Zeug gelegt, muss man bei den Übungsaufgaben viele Beweise führen und sowas oder liegt der Schwerpunkt eher auf Anwendung und wird einem der Stoff mit Beispielen aus der Praxis näher gebracht?

Und wie ausführlich ist eigentlich so das Lehrmaterial? Wird man schön Schritt für Schritt und leicht verständlich an der Hand geführt oder wird man da wie bei der Mathematik-Standardliteratur nur so mit Lemmas, Sätzen, Definitionen und Beweisen in formaler Mathe-Sprache überrumpelt?

Das würde mich wirklich sehr interessieren! :hmmm

marcusx wrote:

Danke für die Antworten! :)
Und wie ausführlich ist eigentlich so das Lehrmaterial? Wird man schön Schritt für Schritt und leicht verständlich an der Hand geführt oder wird man da wie bei der Mathematik-Standardliteratur nur so mit Lemmas, Sätzen, Definitionen und Beweisen in formaler Mathe-Sprache überrumpelt? Das würde mich wirklich sehr interessieren! :hmmm:

Also in der Algorithmischen Mathematik gibts da in der Tat eine ganze Menge davon - und mit dem Niveau der Schulmathematik hat das nichts zu tun, obwohl man manche Sachen natürlich wiederfindet (wie vollständige Induktion zB).

Der Kurs ist schon sehr formal und für meine Begriffe auf relativ hohem Abstraktionsniveau, andererseits gibts es SEHR viele Übungs- und (nicht klausurzulassungsrelevante) Einsendeaufgaben sowie umfangreiche Unterstützung duch die sehr engagierten Kursbetreuer, zB in der Newsgroup zum Kurs. Zweimal im Semester gibts es Studientage, von denen ich gerade komme - sind ebenfalls sehr empfehlenswert.

Thomas

Danke für die Antwort!

Hmm... jetzt bin ich doch etwas enttäuscht. Laut Beratungsheft ist der Studiengang ausdrücklich "praxisorientiert". Mich würden sehr die verschiedenen mathematischen Anwendungen interessieren, für die man die höhere Mathematik braucht: Im naturwissenschaftlichen Bereich sind es z.B. Differentialgleichungen im wirtschaftlichen Bereich ist es die Stochastik/Statistik. Die Mathematik an sich um ihrer selbst Willen interessiert mich weniger.

Meint ihr, der Bachelor wäre trotzdem machbar?

Und werden in den Lehrmaterialien wenigstens Beispiele aus der Realität gebracht? Der Papula z.B. führt in die höhere Mathematik ein und das alles anhand von Beispielen aus den Naturwissenschaften. Sowas macht mir Spaß.

marcusx wrote:

Laut Beratungsheft ist der Studiengang ausdrücklich "praxisorientiert". Mich würde sehr die verschiedenen Anwendungen interessieren, für die man die höhere Mathematik braucht: Im naturwissenschaftlichen Bereich sind es z.B. Differentialgleichungen im wirtschaftlichen Bereich ist es die Stochastik/Statistik. Die Mathematik an sich um ihrer selbst Willen interessiert mich weniger.

Ich verstehe wohl nicht ganz, was Du eigentlich für Antworten erwartest. Die höhere Mathematik unterscheidet sich eben deutlich von der Schulmathematik, und sehr gewöhnungsbedürftig ist in der Tat die sehr formale Darstellung. Ich würde das aber nicht mit "wenig praxisorientiert" gleichsetzen; im Gegenteil, in meinem Studiengang finde ich die Themen aus Wirtschaftsmathe in praktisch allen anderen Fächern wieder; die aus Algorithmischer Mathematik sind aus meiner Sicht absolut praxisrelevant (Permutationen etc. beispielsweise für Datenbanken, Graphentheorie für Netzwerkdesign, Matrizen werden überall in BWL und VWL gebraucht) etc. Aber letztlich ist es eben doch sehr wissenschaftlich - vielleicht entspricht ein FH-Studium dann eher Deiner Vorstellung von Praxisbezug.

Gruß
Thomas

Thorkel wrote:

Ich verstehe wohl nicht ganz, was Du eigentlich für Antworten erwartest. Die höhere Mathematik unterscheidet sich eben deutlich von der Schulmathematik, und sehr gewöhnungsbedürftig ist in der Tat die sehr formale Darstellung. Ich würde das aber nicht mit "wenig praxisorientiert" gleichsetzen; im Gegenteil, in meinem Studiengang finde ich die Themen aus Wirtschaftsmathe in praktisch allen anderen Fächern wieder; die aus Algorithmischer Mathematik sind aus meiner Sicht absolut praxisrelevant (Permutationen etc. beispielsweise für Datenbanken, Graphentheorie für Netzwerkdesign, Matrizen werden überall in BWL und VWL gebraucht) etc. Aber letztlich ist es eben doch sehr wissenschaftlich - vielleicht entspricht ein FH-Studium dann eher Deiner Vorstellung von Praxisbezug.

Gruß
Thomas

Die Antwort war super, denn ich wollte ja wissen wie das Studium an der FU so ist und das weiß ich ja jetzt. :)
Ich will keine Schulmathe machen, sondern anwendungsorientierte, höhere Mathematik. Ich hatte ja Beispiele genannt. Leider gibt es kein FH-Fernstudium der Mathematik hier in Deutschland. Vielleicht beginne ich mit einem Mathe-Kurs an der FU im nächsten Semester und schaue, wie das Fernstudium so ist. Ich kann ja jederzeit wieder aufhören.

Soweit ich das bis jetzt überblicken kann, bezieht sich das Wörtchen praxisorientiert vor allem darauf, dass man im Mittelteil des Studiengangs doch eher anwendungsorientierte Kurse wie Numerik, Wahrscheinlichkeitstheorie und Lineare Optimierung belegen muss. Die Liste der Wahlfächer ist auch recht anwendungsorientiert. Wenn man in die höheren Sphären abdriften will muss man auf jeden Fall noch den Master dranhängen.

chris* wrote:

Soweit ich das bis jetzt überblicken kann, bezieht sich das Wörtchen praxisorientiert vor allem darauf, dass man im Mittelteil des Studiengangs doch eher anwendungsorientierte Kurse wie Numerik, Wahrscheinlichkeitstheorie und Lineare Optimierung belegen muss. Die Liste der Wahlfächer ist auch recht anwendungsorientiert. Wenn man in die höheren Sphären abdriften will muss man auf jeden Fall noch den Master dranhängen.

Danke für die Infos! Mit welchen Büchern ist man denn z.B. bei Analysis I auf der sicheren Seite? Reichen die zu Analysis I gehörenden Bücher von Papula und Behrends aus oder muss man wirklich zu den dicken Dickern greifen, wie zum Forster, Königsberger oder Hildebrandt?

Ich hab noch keine Analysis belegt, und bei der Linearen Algebra hab ich bisher keine Bücher gebraucht.

chris* wrote:

Ich hab noch keine Analysis belegt, und bei der Linearen Algebra hab ich bisher keine Bücher gebraucht.

Ich auch nicht. Manchmal sind andere Darstellungen sehr hilfreich, aber da helfen ja Wikipedia und Google - darüber findet man von Uniskripten bis Matheboard wirklich Darstellungen auf jedem Niveau.

Thomas

Ich habe bisher auch fuer LinA und Ana keine Buecher gebraucht. Kenne Papula zwar nicht, da das aber ein Werk fuer Ingenieure/Natwiss ist, wuerde ich schaetzen, dass das nicht geeignet ist.

Habe selber Mathe fuer Ing gemacht und mit dem was in Analysis I drankommt hat es nur wenig zu tun, weil man als Ing rechnen koenne muss und als Mathematiker beweisen und die Hintegruende zur Anwendung von Formeln etc. (...soweit wieder zum 'Praxisbezug'.)

Soweit ich das bis jetzt überblicken kann, bezieht sich das Wörtchen praxisorientiert vor allem darauf, dass man im Mittelteil des Studiengangs doch eher anwendungsorientierte Kurse wie Numerik, Wahrscheinlichkeitstheorie und Lineare Optimierung belegen muss. Die Liste der Wahlfächer ist auch recht anwendungsorientiert. Wenn man in die höheren Sphären abdriften will muss man auf jeden Fall noch den Master dranhängen.

Das sehe ich auch so, einige Faecher wie Algebra koennen halt im BSc nicht gewaehlt werden.

Die Papula-Reihe sind sehr gute Mathe-Buecher fuer den Ingenieur. In meinem Erststudium hatten wir die Buecher auch verwendet. Nach meiner Einschaetzung reichen die Buecher aber fuer Informatik nicht aus.

Wie schon Doppelpi richtig gefolgert hat: Der Schwerpunkt der Papula-Buecher liegt ja auch auf dem 'Rechnen'.. In der Informatik oder Hoehere Mathematik braucht man nur noch einen Taschenrechner, um seinen Notendurchschnitt zu berechnen :D

Gut, dann weiß ich ja was Sache ist und mache mir keine falschen Illusionen über das Mathe-Studium an der FU! Danke!

Ich bin auch mit Doppelpi zustimmen. Im Vorfeld Mathematik gibt es nur von Rechner benötigen und Informatik ist sehr unterschiedlich Thema. Ich denke vor Mathe braucht mehr konzentrieren.