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xenforo

Wie schwer ist Psychologie tatsächlich?

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Ich weiß die Frage ist natürlich immer personenabhängig, würde aber trotzdem mal eure
Meinung zu dem Thema hören. Besonders von denen die schon beim studieren sind. Hattet ihr es euch leichter vorgestellt? Ist Psychologie nur was für Inteligenzbestien oder können es auch Durschnittsmenschen gut schaffen? Und wie sieht es im Vergleich zu anderen Sozialwissenschaften aus? Da mich besonders Bildungswissenschaften interessiert hätte ich
gerne mal einen Vergleich von jemanden der beides kennt.

Comments

Wenn ich die Psychologiemodule mit den mir bekannten Biwi-Modulen (2b, 2c, 1d) vergleiche, ist Psycho deutlich schwieriger. Es ist mehr auswendig zu lernen, und Statistik/Methodenlehre zieht sich durch fast alle Module. Da merkt man den B.Sc. - es ist ein wissenschaftlich orientierter Studiengang. Man muss sich ordentlich ran halten (nicht, dass die BiWis nicht auch fleißig sein müssten...) und es gibt viele, die sich von der Stofffülle erschlagen fühlen. Aber wenn man es studieren will, lässt sich das machen.

Ich kann das bestätigen, Statistik und Methodenlehre zieht sich wirklich durch so gut wie alle Module. Nicht, dass das nicht machbar wäre, aber man sollte sich darüber im Klaren sein. Es gibt einige, die davon überascht werden.

blöde frage. wofür braucht man in psychologie die wahrscheinlichkeitsrechnung und die statistik?

Psychologie ist eine empirische Wissenschaft, d.h. Theorien und Hypothesen werden anhand von Studien nachgeprüft. Um die auswerten zu können, braucht man eine Menge Statistik-Kenntnisse. Allein schon, um die wissenschaftlichen Veröffentlichung lesen und verstehen zu können, braucht man mindestens gute Grundkenntnisse der Methoden (und gute Englischkenntnisse).
In Modul 6 wird dann alles praktisch angewendet, da führt man im Team eine eigene kleine Studie durch, von der Planung, Durchführung, Auswertung, bis zum Bericht, der nach wissenschaftlichen Standards anzufertigen ist.
Für die Auswahl, die Durchführung und Auswertung von Tests (Intelligenztests, Konzentrationstests...), was ja eine wichtige Tätigkeit von Psychologen ist, sollte man das Berechnen von Standardmeßfehlern, Konfidenzintervallen, und kritischen Differenzen beherrschen. Nur mal so als Beispiel.

Wer denkt, Psychologie sei ein Fach, wo man ein wenig über das menschliche Verhalten spricht, ist auf dem falschen Dampfer.

Auf der Hagener Infoseite heißt es nicht ohne Grund:

Für ein qualifiziertes psychologisches Studium sind darüber hinaus gute Kenntnisse der englischen Sprache erforderlich (insbesondere gute Lesekompetenzen). Zudem sind Kenntnisse der Mathematik, der Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie und der EDV empfehlenswert.

Aber das ist keine Besonderheit von Hagen - auch an Präsenzunis ist Statistik ein wichtiges Fach.

Einige Lücken kann man durchaus noch während des Studiums schließen, das bedeutet aber noch einmal Mehrarbeit.

um nicht noch ein Thema zu erstellen dass schon sooo oft abgehandelt wurde wurzele ich mich hier mal an :)
Eigentlich möchte ich in eine andere Richtung Studium gehen aber diese Psychologie lässt mich nicht los,
also hoffe ich könnt ihr mir entweder die Vorstellung eines Studiums ganz austreiben oder mich vor die Wahl stellen :)
Evtl möchte ich damit später mal in der Gemeinde arbeiten oder weiter studieren zum Therapeuten mal sehen evtl.

Die Erklärung wozu man in der Psychologie Statistik und Methodenberechnung braucht ist schon mal klasse, danke !

Die klassische Mathematik (Realschulniveau) hat mich damals schon arg an meine Grenzen gebracht...Hat so jemand wie ich in dem Studiengang eine Chance ?
Ich wäre durchaus bereit vor dem Studium noch einiges zu tun daran (muß wahrscheinlich ja eh sein) aber ich habe die Hoffnung das die Mathematik in dem Studiengang nicht so sehr klassisch ist...
Es geht ja mehr um Statistische Erhebungen und Wahrscheinlichkeitsberechnungen und ich glaube doch sehr wenn das Interesse dahinter rrwacht und ich einen Bezug herstellen kann, (ihnen Leben einhauchen kann) zwischen -log c einer Geraden und den Aussagen befragter psychisch Kranker wird es mir gelingen durchzusteigen und meinen Ehrgeiz wecken...
Ich habe schon gelesen dass der Studiengang nicht nach dem Motto verläuft: "Ich sage Dir nach 2 Modulen was Du denkst und finde den Mörder" aber sind meine Annahmen was den Mathepart angeht auch zu rosarot eingefärbt ?

Wäre dankbar für eine objektive Einschätzung. Viele Grüße !!!

Ich selbst studiere nicht Psychologie an der FU, aber habe hier schon viel über den Statistikteil gelesen. Guck am Besten auch mal hier im Forum. Da gibt es einen eigenen Punkt Statistik.

Außerdem kannst du auf der Seite der FU mal im [URL="https://www.fernuni-hagen.de/KSW/bscpsy/schaukasten.shtml"]Schaukasten der Psychos[/URL] gucken. Da sind ein paar Seiten der Statistikskripte einsehbar. Das gibt schon mal einen ersten Eindruck.
Ansonsten kannst du auch mal in die Unibib in Hagen fahren. Da sind alle Skripte einsehbar.

Statistik ist ein elementarer Teil in der Psychologie. Da kommt niemand drum rum.
Bedenk aber auch (da ich gelesen hab, dass du gerne Therapeut werden würdest) dass in Hagen keine klinische Psychologie angeboten wird. Das musst du dann wo anders nachholen.

LG
Stina

Eine objektive Einschätzung wird dir da niemand geben können - jeder hat andere Vorkenntnisse und entsprechend mehr oder weniger Probleme mit Statistik.
Zu dem "Schaukasten" : das was man da einsehen kann ist nur der einfachere Teil von Statistik 1. Dazu kommt noch Statistik 2 (Inferenzstatistik) und SPSS , ein Statistik-Auswertungsprogramm, mit dem man auch im weiteren Studienverlauf immer wieder arbeiten muss. In der Bachelorarbeit wird auf jeden Fall ein Statistik-Teil verlangt. Du kannst das Thema also nicht nach dem Bestehen von Modul 2 abhaken und vergessen (das scheinen manchmal einige Erstsemester zu denken).
Ich kenne Leute, die sich auch mit einem Realschulabschluß durch die Statistikmodule gearbeitet haben - möglich ist das. Aber es erfordert schon Ausdauer.

Danke für die Infos, habe mich auf der HP schon ein wenig umgeschaut aber ich finde es da etwas schwierig die gesamtheit zu erfassen...

kann man denn sagen das sich der Matheanteil auf Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung beschränkt ?
Oder kann man den Mathebedarf irgendwie anders eingrenzen ? (Nur um den Schrecken zu nehmen)
Ich würde einfach gerne wissen ob ich mich auf bestimmte Matheanteile konzentrieren kann und mich so vorzubereiten?

Wenn man nämlich so ein Studium anfängt und man von vorne herein weiß das einem die Grundlagen fehlen...finde ich das etwas sinnfrei :) das möchte ich vermeiden.
Ich sage es mal ganz platt: Würde in einem Studium Algebra, Kurvendiskussion und Integralrechnung verlangt wäre das nichts für mich. Ich kann innerhalb eines Bc Studiums nicht 10 Jahre "MatheLooser" aus der Realschule nachholen ;)

Grüße !!! Atta

Dann würde sich für dich am Besten der Trip nach Hagen lohnen. Da kannst du in Ruhe in die gesammelten Werke reinschauen und gucken was verlangt wird.
Hoffe, du wohnst da halbwegs in der Nähe

Es gibt die Lehrtexte doch auch in jedem? Studienzentrum oder etwa nicht?

Nicht unbedingt. Da würde ich vorher lieber mal anfragen ob die da sind.

ja ich denke das wird das beste sein...bevor ich vor lauter Vermutungen noch durchdrehe ;)
Habe hier in Bonn auch ein Studienzentrum, ganz frisch eröffnet evtl hab ich ja Glück :)

Dnke euch !! Viele Grüße !!!

ist zwar schon etwas her, aber vielleicht hilft meine Antwort ja noch weiteren, die über dieses Thema stolpern. Da weiter vorn was von Integralrechnung, Algebra, Kurvendiskussion gesagt wurde: Ja, das braucht man! Es ist nicht so, dass wir in irgendeiner Form Kurvendiskussionen durchgeführt haben, aber es ist einfach sehr hilfreich, dieses Wissen im Hinterkopf zu haben, damit man versteht, was man da macht. Es geht sicherlich auch ohne, aber dem Verständnis wäre dies nicht zuträglich.
Was jedoch weitaus wichtiger ist, ist Matrizenrechnung. Man sollte zumindest die Grundzüge dessen beherrschen, schonmal was von Vektoren gehört haben oder es sich aneignen. In M6 stößt man wieder darauf und es hilft sehr, das zu verstehen.

Ich denke, dass es sich für "Neueinsteiger" in die Mathematik durchaus lohnt, den Brückenkurs Mathematik bei der Fakultät für Mathe& Informatik zu bestellen! Dieser Kurs soll eigentlich die eventuell vorhandenen Lücken schliessen, die vorm Mathestudium noch da sein könnten, aber er fängt wirklich ganz klein an und wäre daher meiner Ansicht nach jedem, der nicht mit frischem Abiwissen in Mathe an Psychologie geht, zu empfehlen (Kursnummer 01010).

Zur Frage, ob Psychologie schwer sei - ich persönlich finde das Auswendiglernen, das wirklich nötig ist, ziemlich anstrengend. Es ist kein Fach, bei dem man (ausser im Umfangreichen Mathe/Methodenteil) wirklich Dinge herumwälzen muss, bis man sie versteht, sondern basiert eher auf "hier gibt es eine Theorie, wie Kinder sich entwickeln/Entscheidungen getroffen werden/Das Bewußtsein Informationen filtert - und hier noch eine. Und noch eine. Und noch drölfzig andere - jetzt lernen Sie bitte alle und lernen Sie auch, sie voneinander abzugrenzen und welche Testmethoden es dafür gibt und auf welcher Seite Fußnote nummer 4676 steht".
Es ist wirklich nicht untertrieben zu sagen, dass jedes, wirklich jedes Detail in Klausuren abgefragt werden kann - bis hin zu der Zeitdauer, die bestimmte Untertests von Testbatterien im Schnitt benötigen - und das bei mehreren hundert Seiten Pflichtlektüre, die potentiell alle in dieser Detailversessenheit abgeprüft werden können. Das finde ich persönlich wirklich anstrengend, auch wenn ich das Fach mag. Den Matheteil empfand ich dagegen als erholsam im Vergleich, da es dort wirklich aufs Verstehen und Anwenden können ankommt (wobei es nun überarbeitete Skripte gibt und ich nicht weiß, ob es noch ähnlich ist - wir hatten in Statistik II weniger zu lernen, da unser Skript ziemlich unterirdisch war und entsprechend wenig aus diesem Teil drankam. Außerdem ist meine Ansicht vielleicht nicht repräsentativ, da ich Mathe sehr gern mag).

Viele Grüße!