Studenten!
Sorry, ich sage gleich, das wird jetzt etwas lang, aber mir ist das echt wichtig und ich weiß nicht was ich machen soll!!!!
Ich stehe momentan vor der Entscheidung Fernuni vs. Präsenzuni bei Psychologiestudium.
Hier mal kurz die Fakten:
Habe bereits ein Jahr an einer Präsenzuni studiert. Bin aber dann umgezogen und habe mich an einer Präsenzuni dort beworben. Gleichzeitig, für den FAll dass ich an der PU (Präsenzuni) nicht genommen wurde, aber auch noch an der FU. An der FU bin ich natürlich genommen worden, bei der PU warte ich noch auf die Zulassung.
Hier mal die Vor- und Nachteile aus meiner Sicht:
Vorteile FU:
- Keine Fahrerei (bei PU fast 1 Std. Fahrt hin UND zurück jeden Tag!)
- freie Zeiteinteilung (bei PU bin ich so gut wie den ganzen Tag (ich rechne locker mit 10-14 Std.) weg bzw. unterwegs, da sie zu weit von meinem Zuhause weg ist als dass ich dazwischen heim könnte (1 Std. Fahrt)).
- schätze mich eher als FU-Lerntyp ein (also ich denke nicht dass es mir Schwierigkeiten macht "alleine" zu lernen)
- hätte mehr Zeit für Hobbys, aufgrund der freien Zeiteinteilung und da es nicht schon nacht ist wenn ich heimkomme, da ich ja dann eh immer daheim bin
- billiger, da ich die FAhrtkosten spare
Nachteile FU:
- sozialer Anschluss fehlt (da ich ja dann außer ein paar Freunden daheim, keine richtige "Klassengemeinschaft" mehr habe)
- müsste komplett von vorne anfangen, da mir die bisher erbrachen Leistungen nicht anerkannt werden
- will u.U. in Richtung Therapie, und müsste mich daher für den Master definitv an einer PU bewerben (hab auch schon bei meiner Wunsch-PU nachgefragt, und sie nehmen Hagen-Studenten)
- ich habe mich bereits zweimal bei der PU beworben, davon habe ich einmal die Zulassung abgelehnt (das war im Jahr davor und da hatte ich noch andere Ziele) und einmal die Bewerbung zurückgezogen und jetzt komme ich ein drittes Mal daher und habe sogar einen Härtefallantrag gestellt (aus anderem Grund), und hätte ehrlich gesagt ein bisschen ein schlechtes Gewissen denen gegenüber wenn ich dann wieder absage. Was meint ihr dazu?
Im Grunde hat für mich die FU mehr Vorteile, jedoch habe ich eben ein bisschen Angst mit dieser ganzen Therapie-Sache, denn man hat mir zwar auf Nachfrage gesagt, dass es auf den Notendurchschnitt beim Bachelor ankommt, aber meint ihr nicht, dass die nicht eher auch Leute aus den "eigenen Reihen" bevorzugen, bevor sie "fremde" Studenten nehmen und noch dazu Hagener?
Was meint ihr denn?
Stelle ich mir das Studium als Fernstudent vielleicht schöner vor als es ist?
Würdet ihr lieber an dei PU gehen obwohl dann euer Tag quasi von früh bis spät durchgeplant wäre?
Ich weiß echt nicht was ich machen soll!!!!
PS: Wenn mich die PU natürlich nicht nimmt, dann hat sichs eh erledigt
Comments
Andi2
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View profileBeides ist vermutlich ähnlich von der zeitlichen Belastung, wobei zur PU noch die Fahrzeiten kommen, aber bei der FU wird nichts angerechnet. Nachdem Du PU kennst und glaubst FU wäre auch kein Problem für Deinen Lernstil hängt es wohl davon ab was Dir mehr Spaß macht und wo Du hinwillst. Im klinischen haben die PUler eben schon Vorkenntnisse die sicher in der einen oder anderen Form im Master erwartet werden, aber die man auch zB an der FU in der Schweiz sich aneignen kann. Bzgl. der Zulassung gibt es vermutlich keine Probleme denn idR gibt es objektive Kriterien für dei Auswahl.
vroni0815
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Wenn ich könnte (finanziell, Nc etc.) würde ich das Studium an der PU vorziehen. Da hast Du auch Labore für Forschungspraktika etc. Kannst die Profs ansprechen, wenn Du etwas nicht verstehst............ ich würde eher parallel an der fernuni noch was machen.........machen manche, wenn sie es denn schaffen. Meiner Meinung nach lässt sich ein Studium an einer Präsenzuni durch nichts ersetzen. Aber wenn es nicht anders geht, ist FernUni auch gut. Ich finde es klasse, dass es die Möglichkeit gibt. Muss jeder selbst wissen. Du solltest aber wissen, das es oft schwieriger ist, sich selbst zu motivieren und allein zu studieren. In PU ist mehr Struktur vorgegeben, ich finde auch ein wenig mehr Druck, das Studium in der vorgegebenen Zeit zu schaffen, die Gemeinschaft zieht einen mit. Hier ist es ja im Prinzip anderen egal, ob Du dich zur Klausur anmeldest oder nicht.
Eine Stunde Fahrt täglich ist natürlich nervig, aber machbar.
CooleJuule
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View profilemach dir nicht so einen Kopf bzgl. der Thematik "Hagener Fernstudent". I.d.R. sind die gar nicht so ungern gesehen. Sie haben gelernt (naja...mussten es ja lernen) sehr eigenständig und auf verschiedenen Ebenen zu arbeiten.. Daher ist das Ansehen als solches in Ordnung, in einigen Bereichen sogar vorteilhaft.
Die Zulassung zum Master: Informier dich nochmal genau. Wenns heißt die Note zählt bist drin, wenn zugefügt ist "bei gleicher Note werden studies der PU bevorzugt"... naja, dann müsste man neu überlegen.
Was mich etwas beunruhigt ist deine Aussagen, dass FU mehr Zeit für Hobby bedeuten würde. Vorsicht. Man muss sich reinfinden, sein Maß finden. Ein paar Sachen dauern länger, weil Wahrnehmungen aus Vorlesungen, Übungen etc. fehlen. Da merkt man ja oftmal was der Lehrstuhl wie einordnet an "blöden Sprüchen" dazu, am Tonfall...alles das gibts hier nur sehr reduziert.
Fehlende "praktische" Kenntnisse sehe ich kaum. Es gibt Präsenzveranstaltungen, außerdem bleibt die Möglichkeit des Reinschupperns. Ich bin z.B. nebenher immerwieder in einer Selbsthilfe-/Beratungseinrichtung unterwegs. Dort kann ich auch Dinge aus dem Studium besprechen (z.b. momentan diagnostik und psychosoziale Beratung).
Könntest du dir eine Art "Probesemester" leisten? Oder den Akademiestatus. Da kannst reinschnuppern. Bin bei den WiWi´s, den Bildungswissenschaftlern und den psychos unterwegs....is oki. Man muss sich halt reinfinden. Sozialkontakte sind bei Interesse auch nicht so schwer zu finden, wenn mans braucht und will.
Wenn ich das von dir aber so lese, kommt bei mir der gedanke auf, dass irgendwo die Tendenz eher Richtung FU geht. Hinderungsgrund Therapie. Den kann man aber "ausschalten".
Nu genug der weiteren Verwirrung. Wenns gar nicht aders geht, wirf ne Münze. Klingt blöde, aber bevor man sich im Kreis dreht und zu nix kommt, ist das dann wenigstens eine Entscheidung, was den Alltag ruhiger macht. Irgendwann musst dich eh entscheiden.
Viele Grüße
CooleJuule
Misha
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View profileFalls du den Platz an der Präsenz kriegen solltest, würde ich den nehmen. Wie du schon selber sagst, willst du in die Therapeutische Richtung und da wäre es ziemlich dämlich sich für die FernUni zu entscheiden, da diese einfach nicht in die Richtung geht.
Lg
Maria
CooleJuule
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View profilenaja, bisher ging das mit präsenzveranstaltungen ganz gut. Wie es jetzt aussieht weiß ich nicht. Aber das könntest nachlesen/-fragen. Bei mir ist durch Praktika eher unproblematisch.
fraeuleinwunder
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View profileich habe hier an der FU angefangen und dann einen Wechsel für ein Semester versucht, bin aber zurückgekommen, da es einfach nicht gut geklappt hat (falls notorische FU-Zweifler jetzt "Ha! Das war zu erwarten!" denken, möchte ich darauf hinweisen, dass es an der generell wenig vorhandenen Vergleichbarkeit der Studienverlaufspläne lag und es sich nicht um ein FU-spezifisches Problem handelte).
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das Studieren an der Präsenzuni auf einer anderen Ebene anstrengender fand als an der FU. An der Präsenzuni geht (so böse das jetzt vielleicht klingt) einfach sehr viel Zeit für Sozialisierungsaktivitäten drauf. Klar kann das auch Spaß machen, aber mich persönlich stört es eben schon, wenn man viele "Freistunden" zwischen den Veranstaltungen hat, in denen man sich meist den Kommilitonen anschliesst und wenig effizient "rumhängt". Das mag weniger ein Problem sein, wenn man diese Zeitfenster nutzen kann um zB in der Bibliothek zu lernen, aber das kann ich zB nicht gut, weshalb diese Zeit für mich von der "Lernzeit" abgeht.
Ein großer Nachteil an Präsenzunis ist auch, dass die Studiengebühren vorhanden sind und man gleichzeitig mangels Flexibilität wenig Möglichkeit hat, zu arbeiten, wenn man nicht gerade einen HiWiJob findet. Das geht an der FU besser, da man eben schnell mal einspringen kann ohne Vorlesungen ausfallen lassen zu müssen. Wie schon geschrieben wurde, ist die Möglichkeit, den Stoff über andere sensorische Kanäle aufzunehmen nicht zu unterschätzen - Vorlesungen bringen viel, auch wenn man im Endeffekt auch an der PU viel lesen sollte. Auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen, über das Gelernte zu reden und zu diskutieren, fehlt an der FU. Dem kann man mittels Lerngruppen (real/virtuell) Abhilfe schaffen, aber ungezwungene Abschweifungen beim gemeinsamen Kaffee sind eher unwahrscheinlich.
Was den fachlichen Inhalt angeht - es läuft aufs selbe hinaus. Unterschiedliche Unis haben unterschiedliche Schwerpunkte, aber ich konnte im direkten Vergleich keine Niveauunterschiede feststellen. In manchen Fächern legt die FU ziemlich vor, in anderen hält sie sich eher an die Grundlagen - das war an der PU ebenfalls der Fall.
Wo Du Dich jedoch in keinem Fall Illusionen hingeben darfst, ist die zu erwartende Note. Es ist wesentlich schwerer, an der FU gute Noten zu erzielen als an den PUs. An "meiner" PU war es zB so, dass alle, die bestimmte Aufgaben, die ohnehin zur Klausurzulassung nötig waren, pauschal 0.3Punkte pro Aufgabe auf die Klausurnote angerechnet bekommen haben. Der Schnitt wurde damit quasi kollektiv um 0.9 nach oben gehievt - daran kann man sehr gut sehen, dass den Unis viel einfällt, um ihren Studenten einen Startbonus für den Master zu geben (selbige Uni gibt auch "Ortsvorteile" aus, wenn man schon dort studiert hat). Wenn Du also unbedingt in die klinische Richtung willst, überleg Dir das gut! Bessere Noten gibt es woanders wesentlich einfacher, wirklich.
Viele Grüße!
Ishya Sawyer
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View profileKann man eigentlich nach Abschluss der Fernuni Hagen noch die Module der Fernuni Schweiz (klinische Psychologie) auch machen? Die beiden Fernunis arbeiten doch in Partnerschaft miteinander und müssten logischerweise die bereits absolvierten, übereinanderstimmenden Fächer anerkenn. So müsste es doch möglich sein, an der Fernuni Schweiz die Module der klinischen Psychologie auch zu machen und die Klausur darin.
Oder stell ich mir das zu simple vor?
StinaF.
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View profileWo hast du denn gefunden, dass das ne Partneruni ist?
Ich würd da mal vorsichtig anfragen ob das geht mit dem nachmachen.
fraeuleinwunder
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View profileWenn Du Dich an der anderen Uni auf den Bachelorstudiengang bewirbst, darfst Du noch keinen Bachelorabschluss im selben Fach vorweisen können - die Möglichkeit, NACH dem Bachelor der Fernuni dort noch die klinische mitzunehmen ist also nicht vorhanden. Was möglich sein dürfte, ist es, komplett in den Studiengang dort zu wechseln (parallel belegen geht auch nicht, da man nicht zweimal im selben Studiengang eingeschrieben sein darf an unterschiedlichen Unis), je nach Aufnahmekriterien hast Du dann die selben Chancen wie jeder andere Ortswechsler auch (wobei ich nicht weiß, wie sich das in der Schweiz gestaltet und ob die Fernuni dort einen NC hat). Für einen Wechsel gälten dann die selben Probleme/Einschränkungen hinsichtlich der Anerkennung wie an der Präsenzuni.
Es wäre bei Annerkennunsproblemen sicherlich auch möglich, sich dort auf einen Studienplatz zu bewerben bzw sich einzuschreiben bei gleichzeitiger Exmatrikulation von der Fernuni Hagen, das Semester mit der klinischen Psychologie zu füllen (sofern die Voraussetzungen zur Belegung erfüllt sind, man bedenke Modulschranken ähnlich dem 2. und 3. Studienabschnitt hier!) und nach diesem Semester wieder an die FU zurückzuwechseln. Damit hätte man jedoch auch "nur" das zusätzliche Modul in klinischer Psychologie, das man gegebenenfalls bei der Masterbewerbung mit angeben kann - in irgendeiner Form in den Schnitt einbezogen wird es nicht werden, da die FU kein gleichwertiges Modul anbietet, anstatt dessen sie es anerkennen könnte.
Viele Grüße!