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Wir müssen viel mehr machen, als die auf Präsenzunis

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Bin gerade schockiert! Eine Freundin von mir studiert Geschichte und Germanistik an der Uni Essen. Deren BA-Arbeit muss 25 Seiten lang sein ([URL]https://www.uni-due.de/imperia/md/content/zentralverwaltung/bereinigte_sammlung/8_46_6.pdf[/URL]), unsere 40-50 Seiten ([URL]https://www.fernuni-hagen.de/KSW/download/ordnungen/aktuell/po_ba.pdf[/URL]). Das ist unfair!!!

Comments

Also 25 Seiten find ich schon wenig... das ist doch gerade mal eine etwas längere Hausarbeit! :eek::p
Die 40-50 Seiten find ich jetzt aber auch wieder nicht soooo schlimm. Meine Diplomarbeit umfasste damals 110 Seiten (reinen Text, Anhang und Verzeichnisse natürlich nicht mitgerechnet).

Du hast eine Diplomarbeit geschrieben!!? Respekt!! Welches Thema denn?

naja, wer weiß. kommt ja nicht nur auf die länge sondern auch auf den intellektuellen gehalt an. kürzer ist zuweilen schwieriger.
dann wird ja im bachelor system die abschlussarbeit gewichtet mit den modulnoten verwurschtelt. (war zu meinen diplomzeiten nicht so.)

ist so eine krankheit, mit dem finger auf andere zu zeigen und zu sagen, die hättens leichter. vermutlich behaupten sie das auch von uns. nennt man wohl gerechte verteilung oder so.

_jg_ wrote:

Du hast eine Diplomarbeit geschrieben!!? Respekt!! Welches Thema denn?

Schick ich dir per PN.

meister_lampe wrote:

(war zu meinen diplomzeiten nicht so.)

Haben hier etwa alle außer mir ein Diplom??:cool: Kommt grad ein wenig so rüber! (Achtung: Dramatisierun!!;))

ts, ts, ts schon wieder ein geheimbund

ich lese übrigens auf den ersten blick immer:

[h=1] Wir müssen viel mehr lachen, als die auf Präsenzunis
[/h]
hmm, hats mir so groß hier reinkopiert, keine lust jetzt das richtige knöpfchen zu suchen

meister_lampe wrote:

ts, ts, ts schon wieder ein geheimbund :D

Pst!! Schrei das doch nicht so laut hier herum! *flüster*

meister_lampe wrote:

Wir müssen viel mehr lachen, als die auf Präsenzunis

Also das stimmt sicher auch. ;)
Wenn ich da an alle unsere Lachnummern hier im StuSe denke... :rolleyes

Oftmals haben die an den Präsenzunis aber auch während des Semesters mehrere Prüfungen - da schreibe ich lieber doppelt so viele Seiten in der BA-Arbeit, als mir mehr als eine Modulprüfung anzutun.

Vielleicht sind die einzelnen Prüfungen aber überschaubarer.

das glaub ich nicht....

Außerdem müssen die armen Präsenzler dauernd Referate halten. Nääää...

und noch schlimmer, sie müssen schlechte Referate hören.....:rofl::fiesgrins

Die sind nicht wirklich zu beneiden...

du sagt was wahres!

Das Schlimmste sind doch die ganzen Vorlesungen... ich möchte nicht mit ihnen tauschen.

Und wir können unsere Zeit frei einteilen und müssen nicht morgens um 8 im kalten Hörsaal sitzen, keine Renerei von einem Hörsaal zum nächsten, kein undefinierbares Mensa-Essen, können auch im Freien lernen etc.

DAS ist es : Studieren wo´s am Schönsten ist.....

Und als FUler muß keiner einsam und alleine vorsich hinwurschteln. Wer das tut ist selber schuld!

Mich hat an der Präsenzuni die Teilnahmepflicht an den Seminaren (mittlerweile z.T. sogar in den Vorlesungen) ziemlich genervt. Außerdem sind Vorlesungen per se nicht einfach nur gut sondern mitunter schlecht - und da ist mir ein schlecht geschriebener Kursband lieber.

Ich finde auch die Hausarbeiten, die da geschrieben werden viel einfacher. Die Freundin von mir schreibt gerade eine HA zum Thema "Brauchen wir einen neuen Textbegriff?" und für eine Hausarbeit stand auf ihrer Literaturliste nur ein einziges Buch.

grenoble wrote:

Mich hat an der Präsenzuni die Teilnahmepflicht an den Seminaren (mittlerweile z.T. sogar in den Vorlesungen) ziemlich genervt. Außerdem sind Vorlesungen per se nicht einfach nur gut sondern mitunter schlecht - und da ist mir ein schlecht geschriebener Kursband lieber.

Genau, und dann gibt es teilweise echt grottenschlechte Dozenten, die keine Skripts austeilen, leise irgendwelche abgehackten und sinnbefreiten Halbsätze in das kaputte Mikrofon nuscheln und man/frau sich 90 Minuten lang anstrengen muss, alles mitzuschreiben und im Anschluss einen Sinn daraus zu entziffern. Ne, ne, ne, für mich bitte niemals nie nie wieder Präsenzuni!

laratte wrote:

Ich finde auch die Hausarbeiten, die da geschrieben werden viel einfacher. Die Freundin von mir schreibt gerade eine HA zum Thema "Brauchen wir einen neuen Textbegriff?" und für eine Hausarbeit stand auf ihrer Literaturliste nur ein einziges Buch.

Du musst es aber auch mal so sehen: bei uns sind die Hausarbeiten schon sehr anspruchsvoll, wodurch wir viel besser auf die BA-Arbeit und einen eventuellen Masterstudiengang vorbereitet werden. An meiner Präsenz-FH waren die HA-Arbeiten im Vergleich mit hier ein echter Witz. Die Länge war zwar auch so bei 15 Seiten angelegt, dafür hat es keinen interessiert wie du zitierst und wie du wissenschaftlich vorgehst. Hauptsache, du hast ein paar lustige Schaubildchen eingefügt, eine Einleitung, einen Hauptteil und ein Fazit gehabt.

Unmittelbar bevor ich mich an der Fernuni einschrieb, war ich an einer Präsenzuni für die Studiengänge Französisch und Philosophie immatrikuliert.

Philosophie war unter jeder Kanone, denn es war absolut unklar, warum, wieso, weshalb wir welche Texte vorgestellt bekamen. Das verpflichtende Seminar dazu hielt ein um 13h noch unausgeschlafener Dreißigjähriger ab. Die Klausur war zwar einfach - aber die sechs Monate im Vergleich zu den P2-Kursbänden "für die Füße".
Die Vorlesung in Französisch war sehr interessant. Der Prof. konnte packend erzählen, aber richtig hilfreich für die Klausur war das trotzdem nicht. Da seine Vorlesungen auch von den Lehramtsstudenten besucht wurden, war der Hörsaal immer brechend voll und ein pünktliches Kommen bedeutete: Draußen vor der Tür bleiben. In den Sprachkursen mussten wir Hausaufgaben erledigen, die zwar nicht immer eingesammelt wurden, aber trotzdem erledigt werden mussten (0 Punkte hätten bei Nichtablieferung gedroht = Wiederholung des Kurses). Außerdem bestand die Anwesenheitspflicht und eine Dozentin konnte männliche Studenten absolut nicht ausstehen (War sehr unschön, was es da an Kommentaren hagelte).

Aus den früheren Zeiten meines Oecotrophologiestudiums ist mir nur eine einzige Vorlesung als wirklich tolle, gut vermittelte in Erinnerung geblieben: Mathematik und Statistik. Den Namen dieses Professors werde ich nie vergessen. Wirklich prima erklärt, sehr gutes Skript.

Das Durchwursteln an einer Präsenzuni, den roten Faden einer Vorlesung zu finden, die vielen Gängeleien bzgl. Anwesenheitspflicht etc., launige Dozenten, volle Hörsäle = da lob' ich mir doch, studieren zu können, wo es am schönsten ist (Die Fristensetzung in den P-Modulen oder auch im LL.B. nerven mich aber auch).

bruja wrote:

An meiner Präsenz-FH waren die HA-Arbeiten im Vergleich mit hier ein echter Witz. Die Länge war zwar auch so bei 15 Seiten angelegt, dafür hat es keinen interessiert wie du zitierst und wie du wissenschaftlich vorgehst. Hauptsache, du hast ein paar lustige Schaubildchen eingefügt, eine Einleitung, einen Hauptteil und ein Fazit gehabt.


Naja, Du vergleichst hier aber auch eine FH mit einer Universität. Das sind zwei verschiedene Institutionen mit sehr unterschiedlichen Lehrzielen.
Andererseits halte ich die hier pauschal unterstellte Niveaulosigkeit der Präsenzunis für etwas kurz gedacht...:eek:. Zumindest meine eigene kurze Erfahrung an 'ner Präsenzunis zeigt mir das Gegenteil. HA unterlagen dort den gleichen wissenschaftlichen Regeln wie hier an der FU auch. Niveau kann ich nicht abschätzen, da ich noch auf das Ergebnis meiner HA warte. Die Magisterarbeiten und Diplomarbeiten, die ich von Freunden und Bekannten gelesen habe, haben nicht selten die 100-Seiten überschritten und alleine die Literaturverzeichnisse waren mehrere Seiten lang.
Wie überall auch wird das Niveau zwischen den einzelnen Unis, den einzelnen Fakultäten oder auch zwischen den Seminaren unterschiedlich sein, aber mich würde es doch sehr wundern wenn es an allen Präsenzunis 'leichter' als an der Fernuni wäre. Schließlich haben unsere Dozenten und Professoren ihr Handwerk meistens an einer Präsenzuni gelernt und sie werden sicherlich überall den gleichen Anspruch an ihre Studenten haben.

zu Zeiten von FH-Doplom und Magister (ich kann nur für Geistes- und Sozialwissenschaften sprechen), war es wirklich ein Klacks, was da verlangt wurde... Aber hier in Hagen ist das Niveau schon recht anspruchsvoll, seitdem der BA durch ist. Der Magister war auch in Hagen (früher) einfacher zu bekommen.

Aber WIR wissen ja: das Leben ist kein Ponyhof und Hagen keine VHS ;)))

Quya wrote:

Naja, Du vergleichst hier aber auch eine FH mit einer Universität. Das sind zwei verschiedene Institutionen mit sehr unterschiedlichen Lehrzielen. .

Ja und nein. Das Lehrziel ist die Praxis, soweit stimmt es. Die Diplomarbeit musste aber genau den gleichen wissenschaftlichen Kriterien entsprechen, wie an einer Universität auch. Im Laufe des Studiums sollten wir durch die Hausarbeiten das wissenschaftliche Arbeiten erlernen um es in der Dipl.-Arbeit anwenden zu können. Haben wir aber nicht, da die HA-Arbeiten wie oben geschildert abliefen. Ende vom Lied: wir mussten noch zusätzliche Vorbereitungskurse besuchen, um zu lernen, was wir eigentlich schon längst hätten können müssen. Mag sein, dass es an anderen FHs anders war aber meiner war es leider so.

Wie überall auch wird das Niveau zwischen den einzelnen Unis, den einzelnen Fakultäten oder auch zwischen den Seminaren unterschiedlich sein, aber mich würde es doch sehr wundern wenn es an allen Präsenzunis 'leichter' als an der Fernuni wäre.

Es gibt von Uni zu Uni Qualitätsunterschiede und die Präsi-Studis haben es auch schwer, nur anders schwer als wir Fernstudis. Obwohl ich habe schon manchmal den Eindruck, dass die FU in einigen Bereichen deutlich anspruchsvoller ist als viele Präsenzuniversitäten, vor allem, weil es für den BA keinen NC gibt. Wenn man sich alleine schon mal anschaut, wie bei den Psychos in den ersten Modulen ausgesiebt wird und eine 3,5 selbst bei den wirklich guten Studenten schon als riesen Erfolg gilt. Dass da viele von den Psychos neidisch auf die Kommilitonen von den Präsis gucken, kann ich schon verstehen. Wir erklärt man denn hinterher dem Arbeitgeber, dass die Gesamtnote schlechter ist als bei den Mitbewerbern? "Entschuldigung, aber meine Uni hatte keinen NC und deshalb wurde in den ersten Semestern durch extrem schwierige Klausuren aussortiert." Ach so, ja klar, ja dann haben Sie den Job...

Aber WIR wissen ja: das Leben ist kein Ponyhof und Hagen keine VHS ;)))

So isset :D (Obwohl sich letzteres Gerücht wirklich erstaunlich hartnäckig hält... :D)

ich würde mit meiner Diplomarbeit hier in Hagen nicht weit kommen......

Dachte , naja, weißt ja wie es geht, alles kein Problem, das machste mict Links.
Ja, Pustekuchen... ich war nach meiner zweiten HA ganz schnell auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet!

Ach, noch jemand mit Diplom?! So viele.....:o

balina wrote:


Dachte , naja, weißt ja wie es geht, alles kein Problem, das machste mict Links.
Ja, Pustekuchen... ich war nach meiner zweiten HA ganz schnell auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet!

Jup, ich auch. Den Boden der Tatsachen habe ich aber schon vor der ersten HA erreicht. Alleine die Themenfindung... tztztz :confused

_jg_ wrote:

Ach, noch jemand mit Diplom?! So viele.....:o

du hast halt das Glück der Jugend.....

(wir sind alle schon ein wenig älter als du)

balina wrote:

ich würde mit meiner Diplomarbeit hier in Hagen nicht weit kommen......

Dachte , naja, weißt ja wie es geht, alles kein Problem, das machste mict Links.
Ja, Pustekuchen... ich war nach meiner zweiten HA ganz schnell auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet!

Tja, ich hab auch sehr schnell gemerkt, dass die Anforderungen hier ganz andere sind als bei meinem damaligen Studium. Ich würde zwar nicht unbedingt meinen, dass die ungleich höher sind, aber eben - ganz ANDERS. Die wissenschaftlichen Zugänge und Denkweisen kann man mit meinem damaligen Wirtschaftsstudium überhaupt nicht vergleichen; geschweige denn die Zitierregeln, Hausarbeiten oder sonst irgendwas. Jede Disziplin, jede Uni, jeder Prof. haben eben ihre ganz bestimmten Anforderungen und Vorstellungen - was jetzt besser, schlechter, schwieriger oder leichter ist, sei dahingestellt und ist mMn auch gar nicht vergleichbar. Und vor allem sind solche Vergleiche auch nicht wirklich zielführend. Viel wichtiger ist doch, dass WIR wissen, was wir hier alle leisten und lernen.

Mich verwirrt sowieso die ganze Umstellung auf Bachelor. Mal heisst es, dass der Bachelor "leichter" ist, was für andere Fächer und die ganzen neuen Spezial-Fächer, die beispielsweise in den Wirtschaftswissenschaften aus dem Boden schiessen, vielleicht ja zutrifft. Mal heisst es, dass gerade in den geisteswissenschaftlichen Fächern das alte Magisterstudium (also die ersten Semester) zeitlich ziemlich komprimiert, aber nicht unbedingt leichter wurde, um soviel wie möglich in den Bachelor reinzupacken.

Ausserdem wüsste ich nicht, dass es Kulturwissenschaften bzw. Geschichte als FH überhaupt gibt. Das ist doch immer Uni!

Meine Schwester hat Magister Geschichte, das war definitiv nicht einfach. Sie beklagte eher die Schwierigkeiten, an den Präsenzunis alles mühsam zusammen zu suchen, was noch dazu oft genauso einsam ist wie ein Fernstudium. Da gibts keine Anleitung, keine wirklich umfassenden Einführungen, alles ist sehr speziell, den Rest muss man sich selbst anlesen.

Die Präsenzunis haben nach ihrer Auskunft in Geschichte auch unterschiedliches Niveau, aber noch dazu auch unterschiedliche Lehrmeinungen. Wenn man die nicht vertritt, dann ist Essig.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Fernuni in Punkto Einführung wesentlich umfangreicher ist, aber dafür in einzelnen Bereichen nicht so detailliert in die Tiefe geht. Das kann aber auch daran liegen, dass wir nicht direkt Geschichte, sondern Geschichte mit immer kulturwissenschaftlichem Bezug studieren.

Da ich noch nicht viel weiss, konnte ich das bisher nicht genauer diskutieren und bin gespannt.

Dass der Anspruch der Fernuni hoch ist, daran zweifle ich nicht. Das ist dann aber auch ein Abschluss, der was wert ist.

Ein klassisches geisteswissenschaftliches Fach wie Geschichte oder gar Philosophie würde ich nicht mit Wirtschaftswissenschaften, Jura, oder natürlich auch Naturwissenschaften vergleichen. In gewisser Hinsicht - Argumentation, Darstellung, Interpretationen usw. - glaube ich, dass Geisteswissenschaften einen ganz anderen Anspruch stellen. Nicht im platten Sinne höher, aber wirklich ganz anders!

Von praxis-bezogenen FH-Fächern ganz zu schweigen. Ich hab ein FH-Diplom, das war vermutlich, nach dem was ich bisher hier weiss und lese, wirklich leichter, sicher auch viel (banalen) Stoff zu lernen, aber dennoch leichter, muss ich ehrlich zugeben!

Maud wrote:

Ein klassisches geisteswissenschaftliches Fach wie Geschichte oder gar Philosophie würde ich nicht mit Wirtschaftswissenschaften, Jura, oder natürlich auch Naturwissenschaften vergleichen.

Tu ich auch nicht. ;) Und ich meinte ja, es wäre auch gar nicht möglich, weil es eben etwas völlig anderes ist.

Myrmid wrote:

Tu ich auch nicht. ;) Und ich meinte ja, es wäre auch gar nicht möglich, weil es eben etwas völlig anderes ist. ;)

Das war selbstverständlich nicht auf dich gemünzt, sondern hat einen privaten Hintergrund. Ich höre von Wirtschaftswissenschaftlern oder sonstigen Leuten mit Studium sehr oft, dass sie die Geisteswissenschaften nicht ganz Ernst nehmen oder behaupten, dass sie das auch "können".

genau: geisteswissenschaften sind nur gelabere, da kann man vor sich hinblubbern, was man will, weil ja sowieso alles und nichts wahr ist.

während in den naturwissenschaften natürlich immer klar ist, was wahr und echt ist, nämlich das, was experimentell bewiesen werden kann. also eine einzige bezugsgröße und wenn es mal mehr als ein modell zur erklärung eines phänomens gibt, kippen schon alle vor aufregung aus dem anzug.

über sowas lacht man dann nur noch nach dem philo einführungs (!) modul.

Maud wrote:

Das war selbstverständlich nicht auf dich gemünzt, sondern hat einen privaten Hintergrund. Ich höre von Wirtschaftswissenschaftlern oder sonstigen Leuten mit Studium sehr oft, dass sie die Geisteswissenschaften nicht ganz Ernst nehmen oder behaupten, dass sie das auch "können". :D

Typisches interdisziplinäres Naserümpfen; jeder hält seinen Fachbereich für die einzig wahre Offenbarung. Wissenschaftler sind in der Hinsicht echt schlimmer und sensibler als Künstler :D Einer meiner damaligen Profs hat mal gesagt, dass ein vernünftiger Studiengang Mathematik und Statistik enthalten müsste, sonst wäre es kein echtes Studium.

Deshalb finde ich es ja besonders spannend und auch wichtig, wenn man sich mal an eine andere Disziplin wagt und seinen Horizont erweitert. Ich erlebe das zumindest absolut als Bereicherung - obwohl ich natürlich auch schon vorher nicht schlecht über die Geisteswissenschaften gedacht habe, ganz im Gegenteil (sonst hätte ich mich ja nicht für das KUWI-Studium entschieden...;)).

meister_lampe wrote:

über sowas lacht man dann nur noch nach dem philo einführungs (!) modul.

Richtig:D!! Naturwissenschaftler meinen, dass nur sie den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit haben. Alle anderen Erkenntnisse sind nicht objektiv, bla bla.....:rolleyes: Nach den Philo-Einführungsmodulen kann ich solche Leute richtig schön in Grund und Boden argumentieren. Welch ein Spaß

MollyleiN wrote:

Ich hab auch kein Diplom jg !

Schätze mal, damit sind wir hier Raritäten;) Hast du vor, irgendwann eines zu machen?

ich glaube da gibt es nicht viel Auswahl....

oder wie wäre es damit?

[url]https://www.moriazwo.de/index.php/index.php?option=com_content&view=article&id=91:das-jodeldiplom&catid=61:clips&Itemid=74[/url]

eek: Nee, danke, gar nicht mein Ding!! Aber falls das hier jemand hat oder machen sollte, bitte auch ein solches Video davon hierrein stellen:p Gibt's vll auch ein Zeichendiplom??

bruja wrote:

Ja und nein. Das Lehrziel ist die Praxis, soweit stimmt es. Die Diplomarbeit musste aber genau den gleichen wissenschaftlichen Kriterien entsprechen, wie an einer Universität auch. Im Laufe des Studiums sollten wir durch die Hausarbeiten das wissenschaftliche Arbeiten erlernen um es in der Dipl.-Arbeit anwenden zu können. Haben wir aber nicht, da die HA-Arbeiten wie oben geschildert abliefen. Ende vom Lied: wir mussten noch zusätzliche Vorbereitungskurse besuchen, um zu lernen, was wir eigentlich schon längst hätten können müssen. Mag sein, dass es an anderen FHs anders war aber meiner war es leider so.

es muss jedoch auch einen qualitiativen Unterschied geben - auf den ich eigentlich hinauswollte - da ja, meines Wissens ein FH-Diplom nicht ohne weiteres zu einer Promotion befähigt. Damit will ich nicht sagen, dass manche Diplomarbeit (FH) nicht qualititativ mit einer Uni-Dipl.-Arbeit mithalten kann. Aber rein formell gibt's den Unterschied schon... oder gab's mal, mit Bachelor und Master scheinen sich diese Unterschiede auch aufzuheben.
Bin mir nicht sicher, was für dich wissenschaftliche Kriterien einschließt. Zitieren, Belegen und Co. ist ja Handwerkszeug, das zwar zu lernen und anzuwenden lästig ist, aber nach einer Ha dürfte man es drauf haben bzw. man weiß wo man in Zweifelsfall nachschlägt oder fragt ;). Daran würde ich jetzt nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Einrichtung messen. Eher im Umgang mit wissenschaftlichen Texten, Darstellung, Argumentationsaufbau, Entwicklung eigener wissenschaftlichen Gedankengänge etc. -

Wie gesagt, ich habe bisher keine Ahnung was Hagen hier bei HAs fordert. Anhand der Studienbriefe, meiner Mündlichen Prüfung und den bisherigen Klausuren sehe ich keinen großen Unterschied zu meiner Ex-Präsenzuni (war dort ebenfalls im geisteswissenschaftlichen Bereich/ Magister eingeschrieben).

noch schnell 'ne kurze info, das eingangsposting betreffend. da es mich ja auch gewundert hatte, dass 'die da so wenig schreiben' müssen :eek: hab' ich mir mal die studienordnung näher angeschaut: schreibzeit beträgt auch 'nur' 10 wochen, bei uns ja drei monate. is' jetzt nicht so der mega-zeitunterschied, aber doch 3-4 wochen.
fazit: vergleiche führen zu nichts, weil einfach nicht möglich.

Quya wrote:

es muss jedoch auch einen qualitiativen Unterschied geben - auf den ich eigentlich hinauswollte - da ja, meines Wissens ein FH-Diplom nicht ohne weiteres zu einer Promotion befähigt

Ich steige auch noch nicht ganz durch, aber so ungefähr:

Ein FH-Diplom ist bzw. war sozusagen ein fetter und oft praxisbezogener Bachelor und war weniger theorielastig und auch kürzer als als das "wissenschaftliche" Uni-Diplom bei Naturwissenschaften, technischen Fächern usw. Das gibts ja jetzt nicht mehr richtig, wurde also durch einen Bachelor ersetzt. Dieser FH-Bachelor ist (habs jedenfalls so gelesen) heute theoretisch gleichgesetzt mit einem heutigen Uni-Bachelor. Von qualitativen Unterschieden ist daher (zumindest auf dem Papier) nicht mehr die Rede, es mag aber qualitative Unterschiede je nach Uni/FH geben.

An den Bachelor (und auch an das frühere Diplom) kann man heute den fachlich passenden Master anschliessen, danach promovieren.

Naja, und Kulturwissenschaften (bzw. Geschichte, Philosophie usw.) gibts ja gar nicht an FHs, jedenfalls wüsste ich da nix. Da ist einfach nur der Magister durch Bachelor (unterschiedlicher interdisziplinärer Ausrichtung) und Master ersetzt worden. Und das auch nicht nur so einfach, sondern der Bachelor gilt in den Fächern als sehr komprimiert und vollgepackt.

Jedenfalls hat das dadurch ja immer Uni-Anspruch.

_jg_ wrote:

Schätze mal, damit sind wir hier Raritäten;) Hast du vor, irgendwann eines zu machen?

diplom kannst du in D nicht mehr machen. das entsprechende äquivalent (mehr oder weniger genau) ist der master. ich heule dem diplom nicht hinterher. wenn du mehrere jahre studiert hast und eine wissenschaftliche abschlussarbeit geschrieben hat, bekommst du einen abschluss und da steht noch ne note drauf. ob das ding diplom oder master heißt ... und ob da hier oder da ein bisschen die richtung geändert wurde macht längerfristig gesehen (z.b. nach 10 jahren im beruf) keinen großen unterschied.

im englisch sprachigen raum gibt es diplome ohne ende, da kannst du dir ganz einfach eins besorgen, allerdings hat das wort dort eine ganz andere bedeutung. es ist ein scheinchen/abschluss für einen kurs - und nicht für ein studium. weshalb ich bei jedem lebenslauf hinter meinen abschluss schreiben muss: equivalent to MSc.

meister_lampe wrote:

diplom kannst du in D nicht mehr machen. das entsprechende äquivalent (mehr oder weniger genau) ist der master.

Upps, die Verwirrung bleibt! :)

Das alte FH-Diplom reicht nämlich nicht für die Promotion (das Uni-Diplom dagegen schon), da muss man auch heute noch den Master erstmal anschliessen. Meins reicht jedenfalls nicht!

Maud wrote:

Upps, die Verwirrung bleibt! :)

Das alte FH-Diplom reicht nämlich nicht für die Promotion (das Uni-Diplom dagegen schon), da muss man auch heute noch den Master erstmal anschliessen. Meins reicht jedenfalls nicht!

Genau.

   .

Auch wenn viele sich gegen Bologna und die daraus resultierende Reform gewehrt haben: die Vereinfachung der Abschlüsse hatte schon so seine Berechtigung. Das sieht man ja alleine schon an dieser Diskussion: keiner steigt richtig durch. Man konnte glaube ich früher, also Pre-Bologna, mit dem FH-Dipl zur Uni gehen und musste quasi ein Uni-Upgrade machen. Da das für mich aber nie zur Debatte stand, ist das nur gefährliches Halbwissen. Ich meine mich nur daran erinnern zu können, dass uns mal ein Prof erzählt hatte, wie man mit einem FH-Abschluss promovieren könnte.

bin ganz selbstverständlich von uni ausgegangen, wer macht schon FH :D
also mit einem FH-Master könnte man jetzt promovieren ? weil master ist master ?

bruja wrote:

Auch wenn viele sich gegen Bologna und die daraus resultierende Reform gewehrt haben: die Vereinfachung der Abschlüsse hatte schon so seine Berechtigung. .

ich finde es gut, dass man nach dem Bachelor erstmal schluss machen kann und anfangen zu arbeiten. und wenn man später das bedürfnis hat, richtig wissenschaftlich zu werden oder wenn man bemerkt hat, welche spezialisierung nun wirklich für den beruf zählt, sucht man sich den entsprechenden master.

war ja blöd, die prüfungen fürs vordiplom gemacht zu haben, aber wenn jemand danach abgebrochen hat, hatte er trotzdem keinen abschluss. viele hatte eine volle wissenschaftliche ausbildung und sind in berufe gegangen, in denen sie das in diesem umfang gar nicht gebraucht haben.

Etwas einfacher ist die Einteilung von Bachelor/Master auf dem Papier schon! Uni-Bachelor und FH-Bachelor sind nämlich echt gleich, das bemisst sich in diesen komischen Stunden.

ABER: Unklar ist, wieviel Schwierigkeitsgrad die Institutionen in den Bachelor reinpacken. Es gibt so Schmalspur-Bachelor-Fächer ganz neu für spezifische Bereiche (sowas wie integriertes Was-Weiss-Ich-Managment, ne Art Ingenieur oder WiWi-Abschlüsse, oft nur an einer oder zwei FHs/Unis angeboten).

Das gibts aber in den klassischen Fächern der Geisteswissenschaften nicht: Die sind immer noch der (halbe oder dreiviertel) alte Magister in diversen Kombis. Das ist von Institution zu Institution (in dem Fall Unis) unterschiedlich.

Ich glaube auch, dass daher von Arbeitgebern inoffiziell drauf geschaut wird, wo man den Bachelor eigentlich macht und was er genau spezifisch umfasst.

meister_lampe wrote:

bin ganz selbstverständlich von uni ausgegangen, wer macht schon FH :D
also mit einem FH-Master könnte man jetzt promovieren ? weil master ist master ?

Jup. Mit einem FH-Master kannst du auch an einer FH mittlerweile promovieren. Und du musst auch nicht mehr im Titel "FH" schreiben, was ja auch irgendwie immer eine leichte Abwertung war.

meister_lampe wrote:

bin ganz selbstverständlich von uni ausgegangen, wer macht schon FH :D
also mit einem FH-Master könnte man jetzt promovieren ? weil master ist master ?

Heute ja! Das ist echt gleichgestellt aufm Papier, habs extra nochmal nachgeschaut.

Aber inoffiziell weiss ich von Informatikern oder Wirtschaftswissenschaftlern, dass für bestimmte Positionen auch heute noch (oder heute erst recht) Leute von (bestimmten) Unis gesucht werden, inoffiziell gibts da nen Ruf zu verteidigen!

In Österreich kann man unter bestimmten Voraussetzungen auch mit dem "alten" FH-Diplom (vor der BA/MA-Umstellung) an einer Uni promovieren. Man muss allerdings vorher noch ein paar Prüfungen nachmachen und braucht einen entsprechend guten Abschluss. Aber prinzipiell ist es möglich und ich kenne auch zwei Leute, die das gemacht haben.

Ganz allgemein wird bei uns auch nicht soooo streng zwischen Uni- und FH-Abschluss unterschieden. Die Matura berechtigt ja auch sowohl für ein FH- als auch für Uni-Studium, also da gibt's ja auch keine Unterschiede so wie in D.

Maud wrote:

Heute ja! Das ist echt gleichgestellt aufm Papier, habs extra nochmal nachgeschaut.

Aber inoffiziell weiss ich von Informatikern oder Wirtschaftswissenschaftlern, dass für bestimmte Positionen auch heute noch Leute von (bestimmten) Unis gesucht werden, inoffiziell gibts da nen Ruf zu verteidigen!

Ähnlich dem interdisziplinären Naserümpfen, schauen sich Uni-Wissenschaftler und FH'ler gerne gegenseitig etwas abschätzig an :D Den Uni-Profs sind die Kollegen von der FH zu wenig wissenschaftlich-methodisch eingerichtet, die FH'ler belächeln ihre Freunde von der Uni als weltfremde Theoretiker. Jedenfalls in den Wirtschaftswissenschaften hatten unsere Profs nicht unbedingt ein positives Bild von der Uni-Lehre und anders rum wird es ganz genauso sein. Irgendwie süß

Für uns KuWis hält sich die Verwirrung in gewissen Grenzen, lach!

Da gibts nur Unis, ABER die bieten Kulturwissenschaften in unterschiedlichen interessanten Komis an. Zum Beispiel auch mit Ethnologie, Religionswissenschaften oder Soziologie. Hätte ich auch gerne gemacht, aber gibts nur präsent.

Die FernUNI ist aber "beruhigend" klassisch!

Myrmid wrote:

Ganz allgemein wird bei uns auch nicht soooo streng zwischen Uni- und FH-Abschluss unterschieden. Die Matura berechtigt ja auch sowohl für ein FH- als auch für Uni-Studium, also da gibt's ja auch keine Unterschiede so wie in D.

österreich wird mir immer sympathischer. nicht immer so verquer und verkopft wie D:rolleyes

Myrmid wrote:

Die Matura berechtigt ja auch sowohl für ein FH- als auch für Uni-Studium, also da gibt's ja auch keine Unterschiede so wie in D.

Die Matura ist doch das klassische Abi, und mit klassischem Abi kannste bei uns alles machen. Es gibt halt hier noch Fachabis nach dem 12. Schuljahr an diversen, auch Berufsschulen, die berechtigen (nur) für FH. Gibts das bei euch nicht, wunder?

meister_lampe wrote:

ich finde es gut, dass man nach dem Bachelor erstmal schluss machen kann und anfangen zu arbeiten. und wenn man später das bedürfnis hat, richtig wissenschaftlich zu werden oder wenn man bemerkt hat, welche spezialisierung nun wirklich für den beruf zählt, sucht man sich den entsprechenden master.

war ja blöd, die prüfungen fürs vordiplom gemacht zu haben, aber wenn jemand danach abgebrochen hat, hatte er trotzdem keinen abschluss. viele hatte eine volle wissenschaftliche ausbildung und sind in berufe gegangen, in denen sie das in diesem umfang gar nicht gebraucht haben.

Ja, das stimmt und verhindert heute echt das Tief nach abgebrochenem Uni-Studium!

Damals waren sogar für bestimmte Berufszweige FH-Diplome, weil direkt praxisorientiert und auf die Tätigkeit konkret ausgerichtet, solchen wissenschaftlichen Vordiplomen absolut überlegen. In meinem Exoten-Beruf wollte und will man definitiv nur die, die das an der FH gemacht haben, denn die sind sofort praktisch einsetzbar.

Ähnlich dürfte das für viele Ingenieur-Fächer oder Informatik-Fächer gewesen sein, deren FH-Absolventen auch immer gute Aufstiegschancen und direkte Berufsbilder hatten.

Maud wrote:

Die Matura ist doch das klassische Abi, und mit klassischem Abi kannste bei uns alles machen. Es gibt halt hier noch Fachabis nach dem 12. Schuljahr an diversen, auch Berufsschulen, die berechtigen (nur) für FH. Gibts das bei euch nicht, wunder?

Es gibt bei uns noch die Möglichkeit der sog. "Berufsreifeprüfung" für diejenigen, die ursprünglich einen Lehrberuf erlernt haben. Diese ist der Matura gleichgestellt und berechtigt grundsätzlich zu SÄMTLICHEN Studien an FH's UND Universitäten.
Dann gibt es daneben auch noch die sog. "Studienberechtigungsprüfung", die nur einen eingeschränkten Zugang zu dem Studium (FH oder Uni - je nachdem, was man möchte) ermöglicht, für das sie abgelegt wird. Die macht man ja aber auch nur dann, wenn man schon genau weiß, was man studieren möchte und legt sie dann gezielt für dieses Studium ab. Voraussetzung ist jedoch, dass man aus einem affinen Bereich kommt und dort schon entsprechende Berufserfahrung hat. Dazu gibt es dann auch noch spezielle Vorbereitungslehrgänge, die einen auf diese Studienberechtigungsprüfung entsprechend vorbereiten.

Aber jedenfalls gibt es bei uns grundsätzlich keine Studienberechtigungen, die eingeschränkt "nur" für FH's gelten. FH's bzw. deren Absolventen haben bei uns auch keinen merklich schlechteren Ruf als Unis, teilweise sogar einen besseren, weil sie von der Wirtschaft oft lieber genommen werden (wg. Praxisbezug!). Auch beim Gehalt werden zwischen FH- und Uniabsolventen kaum Unterschiede gemacht. Die Unterschiede liegen hauptsächlich in den angebotenen Disziplinen, die traditionell mal eher von den Unis oder mal von den FH's bedient werden - beide ergänzen sich somit eigentlich ganz gut und stehen weniger in direkter Konkurrenz zueinander.

FH's haben außerdem noch den großen Vorteil, dass sie viele Studiengänge (auch) berufsbegleitend anbieten und somit in großer Zahl von Berufstätigen zur Höherqualifizierung genutzt werden, was an einer Präsenzuni kaum möglich wäre.

Myrmid wrote:

Auch beim Gehalt werden zwischen FH- und Uniabsolventen kaum Unterschiede gemacht.

Das dürfte sich für die meisten Fächer ja langsam auch aufheben, durch Bachelor und Master.

Früher hatte ein höheres Einstiegsgehalt für die Uni-Absolventen aber auch einen guten Grund. Ein Uni-Ingenieur studierte einfach um Jahre länger. Die Aufstiegschancen allerdings hielten sich in den Fächern ungefähr gleich, auch ein FH-Ingenieur kann heute irgendwann echt viel verdienen, das bemisst sich nur noch nach Position in der Firma und Berufserfahrung.

Ähm, in den Geisteswissenschaften oder Sozialwissenschaften oder berufsorientierten kulturellen FH-Abschlüssen (wie Archivar oder so) leider nicht so. Oft irgendwie "unterbezahlt" je nach Job, falls sie was finden.

Man muss dazu sagen, dass bei uns die FH-Studien in Zeiten vor BA/MA auch alle 8 Semester dauerten - Abschluss war dann eben mit Mag. (FH) oder DI (FH). 6semestrige FH-Studien gibt es bei uns überhaupt erst seit Einführung des BA. Also es gab auch keinen Unterschied in der Studiendauer zwischen FH und Uni. (Wenn man mal davon absieht, dass natürlich manche Unistudien noch längere Mindeststudiendauern haben, wie z.B. Medizin, aber das sind und waren schon immer reine Unistudien).

Myrmid wrote:

Wenn man mal davon absieht, dass natürlich manche Unistudien noch längere Mindeststudiendauern haben, wie z.B. Medizin, aber das sind und waren schon immer reine Unistudien.

Und die Juristen? Die studierten damals auch ewig, also allein bis zum 1. Staatsexamen (und Volljurist braucht noch das 2. Staatsexamen oben drauf) sicher eine Regelstudienzeit von so ca. 8 Semestern, praktisch viel länger. Dürfte doch bei euch auch so sein, oder nicht?

Ich hab auch bewusst den Diplom-Ingenieur (Uni) herausgegriffen, denn das war mit Sicherheit ein hartes und langes Uni-Studium, und immer länger als FH-Ingenieur-Studiengänge. Da mir ingenieurwissenschaftliche Zusammenhänge ein echtes Rätsel sind...habsch da echt Respekt, wenn das wer an der Uni geschafft hat.:D

Und da waren noch die Magister-Studiengänge Geisteswissenschaften. Immer Uni, immer 10 Semester, ob nun Geschichte, Philosophie oder sonstwas. Und auch nicht an FHs erhältlich. Das ist heute nur besser gestaffelt.

Konnte man bei euch echt klassische Philosophie oder Geschichte an einer FH studieren?

Maud wrote:

Und die Juristen? Die studierten damals auch ewig, also allein bis zum 1. Staatsexamen (und Volljurist braucht noch das 2. Staatsexamen oben drauf) sicher eine Regelstudienzeit von so ca. 8 Semestern, praktisch viel länger. Dürfte doch bei euch auch so sein, oder nicht?

Jus hatte bei uns eine Mindeststudiendauer von 8 Semestern. Danach war man zwar fertiger Jurist (Mag.), jedoch natürlich noch lange nicht Anwalt. ;) Aber als Jurist konnte man dann schon unselbständig tätig werden, zB. in großen Unternehmen, Personalabteilungen etc. Wer allerdings eine Berufslaufbahn als Anwalt anstrebte, hatte natürlich noch einiges vor sich. Man musste dann nach dem Studium eine mind. 9monatige Gerichtspraxis anhängen (das sog. "Gerichtsjahr"), musste dann mind. 3 Jahre in einer Anwaltspraxis arbeiten und daneben auch versch. Ausbildungsseminare besuchen und konnte dann nach insgesamt 5 Berufsjahren die Rechtsanwaltsprüfung machen, die erst zur selbständigen Berufsausübung berechtigte.

Maud wrote:

Konnte man bei euch echt klassische Philosophie oder Geschichte an einer FH studieren?

Nein, das sind und waren immer reine/klassische Unistudien.

Für mich ist das Studium an der FU mein erstes Studium überhaupt. Ich habe es nach dem Abi vorgezogen eine Ausbildung zu machen und kann deshalb beim Vergleich nicht so richtig mitreden. Aber die FU einen großen Vorteil: Schon in der Oberstufe gab es bei uns einige Lehrer, deren Unterricht eher wie eine Vorlesung gestaltet war. Um ehrlich zu sein fiel es mir nicht so leicht, dem Unterricht zu folgen - was vor allem für die Naturwissenschaften gilt. Bin schon immer eine langsame Schreiberin gewesen und musste mir viele Aufschriebe meiner Mitschüler in den Pausen im Sekretariat kopieren.

Was aber interessant (aber auch irgendwie traurig) ist, ist der Vergleich zwischen Leuten die ein naturwissenschaftliches oder kaufmännisches Studium abgeschlossen haben mit Geisteswissenschaftlern. Ich kenne so einige Leute, die einen Magister in Philosophie oder Geschichte haben und denen es auf dem Arbeitsmarkt alles andere als gut geht. Die meisten Leute arbeiten als wissenschaftliche Hilfskräfte auf irgendwelchen Unis auf 400-Euro-Basis und leben sonst von Hartz IV :( .

Wühlmaus 08 wrote:

Was aber interessant (aber auch irgendwie traurig) ist, ist der Vergleich zwischen Leuten die ein naturwissenschaftliches oder kaufmännisches Studium abgeschlossen haben mit Geisteswissenschaftlern. Ich kenne so einige Leute, die einen Magister in Philosophie oder Geschichte haben und denen es auf dem Arbeitsmarkt alles andere als gut geht. Die meisten Leute arbeiten als wissenschaftliche Hilfskräfte auf irgendwelchen Unis auf 400-Euro-Basis und leben sonst von Hartz IV :( .

Genau deshalb habe ich auch den umgekehrten Weg gewählt. ;) Ich verdiene meine Brötchen mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Studienabschluss und mache KUWI nun aus Spaß an der Freude nebenbei. Ich befürchte nämlich, dass ich damit nie richtig Geld verdienen könnte bzw. nicht soviel wie jetzt. Aber es ist ein sehr schönes Hobby.

Das ist natürlich sehr vernünftig. Nur leider gibt es Menschen, die für Zahlen absolut keine Begabung haben. Für solche Leute ist ein Studium auf Lehramt eine Möglichkeit. Aber das ist sicher auch nicht jedermanns Ding. Ich z. B. könnte nicht als Lehrerin an öffentlichen Schulen arbeiten, höchstens in der Erwachsenenbildung.

Ah, Diplom ist heute gleich Master! Bei den ganzen Titeln, Abschlüssen etc. blicke ich manchmal nicht durch:o Ich konzentrier mich sowieso jetzt erstmal auf den BA...

nee, nicht ungbedingt ;)))
aber magister = Master :))))

Ach, da muss frau nicht durchblicken! @_____@

_jg_ wrote:

Ach, da muss frau nicht durchblicken! @_____@

Ach, vergiss einfach das frühere Diplom und Vergleiche, das war eh nur eine Diskussion.

Es gab in Geschichte eh nur Magister, und der ist Bachelor und Master. Hat für uns den Vorteil, dass wir das etappenweise machen können. Der Bachelor an der FU ist bekanntlich schwer genug, die FU ist absolut anerkannt und sehr strukturiert. Die können sich es nicht leisten, einen Schmalspur-Bachelor anzubieten.

Und für mich gilt auch: Erstmal Bachelor schaffen!:cool

bei mir wars ne regelstudienzeit von 10 semestern für diplom. man hatte auch nicht so wahnsinnig viel möglichkeiten. die, die sich wirklich beeilt haben, waren vllt ein oder 2 monate früher fertig.

So, jetzt bin ich genauso schlau wie vorher:D
Naja, egal...... Darüber könnte man sicher ganze Dissertationen verfassen;) (Hm, welchen Abschluss hat man dann??:p)

Wusstet ihr, dass die HA der Studis in Politik- und Verwaltungswissenschaft ganz anders aufgebaut sind als bei uns? Die bekommen 3 Texte vorgegeben und müssen sich für einen als Thema entscheiden... im Vergleich zu denen geht uns noch gut :).

@wühlmaus

Das stimmt so nicht ganz: Das ist nur in der allerersten HA der Fall, durch die man nachweisen soll, dass man die Grundprinzipien wissenschaftlichen Arbeitens kennt. Dazu sind anhand eines von drei vorgebenen (englischsprachigen) Texten eine Reihe von Aufgaben zu bearbeiten (Zusammenfassung schreiben, Argumentationslinien herausarbeiten, Wissenschaftlichkeit bewerten, ergänzende Literaturrecherche, Entwicklung des Gliederungsgerüsts für eine potentielle eigene HA mit angrenzender Thematik und noch einiges mehr ).

Die eigentlichen HA der Politik- und Verwaltungswissenschaftler "funktionieren" aber genauso wie die kulturwissenschaftlichen HA (ein präferiertes, zum Modul passendes Thema auswählen, eigenen Ansatz der Themenbearbeitung entwickeln, Exposé einreichen und mit dem Betreuer absprechen etc.).

Klingt ganz so, als hättest du schon ein paar Module des BA Politik- und Verwaltungswissenschaft hinter dir

Also ich habe Physik auf Diplom studiert (10semester Regelstudienzeit) noch als einer der letzten die das durften und fand das für Physik das System BA/MA für Physiker schrecklich. Ich habe viele Studenten unterrichtet und deren Niveau war so viel schlechter aber dies liegt einfach daran dass Physik so ein schweres Fach ist mit so vielen Grundlagen die man nicht so leicht in einem Bachelor abdecken kann. Es ist auch so dass man z.B. in England oder USA den PhysikDiplom als Master plus ein halbes Jahr anerkannt bekommen hat wenn man Doktorarbeit machen wollte, also Diplom mehr wert war einfach weil die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens deutlich besser gegeben waren.

Für andere Fächer finde ich das System BA/MA deutlich besser allerdings gibt es hier das Problem dass die Unis sich plötzlich überlegt haben nur noch 1/10 aller BA-Studenten (oft) zum MAsterstudium zuzulassen sodass man sehr gute Noten haben muss um weiterstudieren zu können. So verhauen sich die UNis aber ihren eigenen wissenschaftlichen Nachwuchs und haben nicht mehr genug Leute die in der Forschung egal welcher Richtung bleiben. Das finde ich sehr schade, vor allem da der BA erst ganz langsam immer mehr anerkannt wird von Arbeitgebern. Ausserdem ist es auch doof dass man nicht mehr Bafög kriegen kann für das Masterstudium. Für die Leute, die also weiterstudieren wollen bietet das neue System also schon erhebliche Nachteile was ich sehr schade finde.

Grundsätzlich habe ich nur ein bisschen den Eindruck dass die Fernuni anspruchsvoller ist. Das hängt aber auch sehr stark vom Fach und vom Studenten ab. Ich kann z.B. viel besser beim lesen als beim hören lernen daher ist das System Fernuni für mich ideal. Auch die Betreuung ist teils besser, teils schlechter. Die Anforderungen müssen ja auch einen am Ende dazu befähigen wissenschaftlich zu arbeiten und sich schnell und gut neue Sachen zu erschliessen. Ich finde es schade wie manche Professoren einfach die Anforderungen heruntersetzen z.B. bei einer Klausur damit sie eine bessere Statistik und Bewertung kriegen aber es dem Studenten im Endeffekt nichts bringt. Es darf natürlich auch nicht zu schwer sein, ich kannte mal einen Professor der die Klausuren immer so schwer gemacht hat im Vergleich zur Vorlesung das man mit dem Wissen was man gelernt hatte in der Vorlesung unmöglich mehr als 8 von 20 Punkten kriegen konnte.

Am Magister finde ich gut, dass jeder bis zum Ende studieren kann solange er alle Prüfungen besteht. Beim BA muss man auf einen bestimmten Notendurchschnitt kommen um zum Master zugelassen zu werden. Das erhöht den Druck schon enorm.