dieses Thema gab es zwar schon ein paar Mal in unterschiedlichen Foren, aber ich möchte zum (Erst-)Semesterstart mal erörtern, ob es sich für KuWis lohnt fürs Exzerpieren, Wiederholen und Lernen den Textmarker und Stift aus der Hand zu geben und anstatt dem weißten Papier unsere Erfahrungen dem PC anzuvertrauen.
Ich stell mal kurz vor, welche Programme ich bisher ausprobiert habe, und bitte Euch, vielleicht auch die älteren Semester (gemeint als älter an Weisheit, nicht an biologischen Jahren *hust*), Eure Erfahrungen mit diesem Thema kundzutun, vor allem, ob es sich für Euch rentiert hat, und ob ihr ein Programm durchgehend für das ganze bisherige Studium nutzen konntet.
Klein und schnörkellos ist der Zettelkasten von Daniel Lüdecke - [URL]https://zettelkasten.danielluedecke.de/[/URL] - In Form und Funktion ist das eine Portierung des klassischen Zettelkastens eines Geisteswissenschaftlers auf den PC. Man legt zu einem Thema eine Karteikarte an, ergänzt dazu den Autor und ein paar Schlagwörter. Später kann man die Datei durchblättern, sich alle Einträge zu Schlagwörtern anzeigen lassen, oder den Lauftext durchsuchen.
Vorteil des Programms sind die einfache Eleganz und die guten Suchfunktionen. Außerdem ist es Freeware. Nachteil ist, dass man sein gesammeltes Wissen nur über die Reihenfolge und Schlagwörter organisieren kann. Für eine komplexere Baumstruktur langts nicht.
Ganzheitlicher im Ansatz kommt citavi - [URL]https://citavi.com/[/URL] - daher, dass eine komplette Literaturverwaltung darstellt. Man gibt den Autor und Werk ein und fügt dem einzelne Zitate oder Abstracts hinzu. Die Zitate und Gedanken lassen sich dann noch in einer Baumstruktur gliedern. Das ganze Programm ist ganz auf das Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit ausgelegt, und weniger als Lernhilfe gedacht, kann dafür auch recht gut genutzt werden.
Vorteile sind die ansprechende Präsentation und die wirklich einfache Bedienung sowie die Gliederungsmöglichkeiten. Auch citavi ist kostenfrei, sofern man nicht mehr als 100 Werke verwalten will, darüber kostet's was. Das Einzige, was mich an diesem Programm wirklich fuchst, ist die grottenschlechte Suchfunktion. Es findet zwar auch das kleinste Textstelle, zeigt aber dann nur den Titel des Werks an, der das Zitat beinhaltet, nicht das Zitat selbst. Wenn man zu einem Werk mehrere hunderte Zitate eingegeben hat, kann das, glaube ich, eine labyrinthische Herausforderung werden.
Vermutlich ist es wohl so, dass jemand mit klassischem Handwerkszeug von Block und Schreiber keinesfalls schlechter dran ist, als jemand, der mit dem PC arbeitet. Für Leute wie mich aber, die an einer pathologischen Aversion gegen die eigene Handschrift leiden, oder deren Zettelsysteme leicht einer schleichenden Entropie anheimfallen, ist es wohl eine gangbare Alternative.
Ich bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen!
Ciao,
Peter
Comments
Jeanne
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View profileBuenos días,
bin zwar nicht wirklich älteres Semester und habe erst durch den Kurs "Techniken" (modul1) von diesem Zettelkastensystem gehört, danach allerdings den Entschluss gefasst mir ein handschriftliches anzulegen. Mein Systementwurf war äußerst komplex und würde sicherlich auch wunderbar funktionieren, wenn ich nicht festgestellt hätte, dass jeder Zettel, soll er meinem Anspruch genügen, eine Menge Zeit in Anspruch nimmt.:( Ich habe also mehr oder weniger aufgehört. Vielleicht ist ein Computerprogramm da hilfreich, aber im Moment genügt mir noch mein Kopf und mein Arbeitsjournal, in dem ich dann aber pflichtbewusst Titel und Autor sowie interessante Seiten festhalte.
Jeanne
vittoriacolonna
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View profile@Peter: Das Handschriftenproblem kenne ich - aber solange ich mich nur selber lesen muss, geht's ja ...
Ich bin derzeit noch total unsicher, ob ich mit dem PC arbeiten soll. Ich nutze ihn derzeit hauptsächlich für (mehr oder weniger) sinnbefreite Beiträge hier. Aber auch im Internet wühle ich herum, um z.B. Fremdwörter zu klären etc.
Ich habe mir für den Kursband lediglich ein Word-Dokument mit Begriffsklärungen erstellt (wobei ich immer noch nicht weiß, was "stipulativ" bedeutet). Ansonsten arbeite ich im Kursband direkt bzw. verfasse Mindmaps (von Hand). Ich bin wahrscheinlich wirklich zu alt für diesen neumodischen PC-Krempel (bin ja froh, dass ich überhaupt hier und in den Newsgroups zurecht komme!).
Habe die Erfahrung gemacht, dass ich das, was ich von Hand geschrieben habe, auch besser behalten kann. Außerdem ist es sicher eine gute Übung, mit der Hand zu schreiben (im Hinblick auf stundenlanges Kritzeln später bei den Klausuren).
Soviel von mir dazu,
Sandra
Diana_M.
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View profileLitLink 2
Hallo,
dann gebe ich auch mal meinen Senf zu diesem Thema ab. ;)
Ich habe mich eine ganze Weile damit beschäftigt, welche Software ich zur Wissensorganisation verwenden soll. Ich bin dann im Internet auf das Literaturverwaltungsprogramm LitLink 2 gestossen.
:guckstduh [URL="https://www.lit-link.ch"]www.lit-link.ch[/URL].
Dieses Programm ist etwas umfangreicher als die meisten die ich mir sonst so angesehen habe. Man muss sich ein wenig einarbeiten und evtl. auch mal einen Blick in die Anleitung riskieren. Es ist aber trotzdem intuitiv in der Bedienung und inzwischen komme ich sehr gut damit zurecht.
Was mich besonders überzeugt hat, ist die Tatsache, dass dieses Programm speziell für Geistes- und Sozialwissenschaftler programmiert wurde. Da ich ja auch noch nicht abschätzen kann, welche Anforderungen ich in einigen Semestern an eine solche Informationsverwaltung stellen werde, habe ich mich für den scheinbar schwierigeren Weg der umfangreicheren Einarbeitung entschieden. Ich hoffe dadurch natürlich, meine mühevoll zusammengetragenen Informationen und Gedanken später nicht an ein anderes Programm übertragen oder mit zwei verschiedenen Programmen arbeiten zu müssen. Wirklich wissen werde ich es vermutlich aber erst, wenn ich meine Bachelor-Arbeit geschrieben habe. :ka: ;)
Wenn jemand Fragen zu LitLink hat, werde ich gerne versuchen sie zu beantworten.
Grüße aus dem endlich wieder ruhigen Oktoberfestviertel :),
Diana (die andere :D)
Agent Cooper
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View profiledie andere Diana,
wie schaut's denn aus, kann man denn mit Lit-link Bäumchen pflanzen und wachsen und gedeihen lassen?
Ja, ich weiß, wir sind KuWis und keine Biologen...
Diana_M.
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View profileAgent Cooper,
wär' nicht schlecht. Sollte ich mal ausprobieren. ;) Bei mir geht nämlich alles ein wenn ich es nur anschaue. - Grünzeug mein ich natürlich. :o
Mich würde aber trotzdem interessieren ob noch jemand mit lit-link arbeitet. Vielleicht jemand aus nem höheren Semester. Wäre super wenn sich jemand melden würde.
Grüße, Diana
Dr. Evening
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View profileBuenos Tardes
Erstmal ein Gruss an alle Kommilitonen aus Barcelona !!! Ich denke, dass komplexere Sachverhalte nur sehr schwer mit Computerprogrammen zu bewältigen sind. Diese setzen eigentlich meistens eine sehr grosse Abstraktion des Lernstoffes voraus und dieses geht meiner Meinung nach am besten und am schnellsten handschriftlich. Vermutlich koennen aber kurze Definitionen und Begriffe mit obengenannten Programmen archiviert werden und erfolgreich zum Lernen eingesetzt werden.
Habe heute auch den Technikenkurs erhalten.....das liest doch keiner wirklich oder ???
Hasta luego und viel Spass !!!
GunnarMuenchow
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Dr. Evening,
Herzlich Willkommen beim Studienservice !
Ein Molekularbiologe, den es in die Kulturwissenschaft verschlägt...:cool-s
Dr. Evening
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View profileAlder ! So sagt man doch in norddeutsch ?
Neben all den fiesen Sachen, die ich im Labor so anstelle....scheint eine geisteswissenschaftliche Beschäftigung ein guter Ausgleich zu sein. Bei Gelegenheit werde ich dann mal ein paar stumpfsinnige Fragen in die Runde werfen. Na denn....
Gruss in den (kalten) Norden.......und natürlich auch in den Rest der Welt aus dem sonnigen Barcelona
Agent Cooper
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View profileReib uns das immer nur schön unter die Nase... ;)
schönen Abend noch, Dr. Evening,
und ciao,
Peter