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Wo als BiWi'ler arbeiten?

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Wo als BiWi'ler arbeiten?

Hallo,
mich würde einmal interessieren, was ihr nach Abschluss des Studiums gerne arbeiten würdet. Die Frage richtet sich vor allem an die, die jetzt gerade fertig werden oder halt im nächsten Semester fertig sind. (so wie ich)

Ich bastle selber gerade an meiner BA Arbeit (bin aber noch nicht angemeldet) nur ein Blick auf die Stellenanzeigen lässt nichts gutes Ahnen. Es gibt in meiner Region, die ich von Bremen über Hamburg bis nach Hannover ausgedehnt habe, keine Stellen als Bildungswissenschaftler. Aber man kann als BiWi'er ja (angeblich) überall arbeiten wo Pädagogen sitzen, nur wissen das viele Arbeitgeber irgendwie nicht. :(

Hier gibt's fast nur Stellen für Sozialpädagogen oder Lehrkräfte für BAE oder Reha Maßnahmen die vom Arbeitsamt gefördert werden. Und auf Stellen die schon Bildungsbegleiter(!) heißen erhielt ich eine Absage, wegen fehlender Erfahrung. Die Agentur für Arbeit gibt 2 Jahre Berufserfahrung vor, kennt aber den Studiengang BiWi nicht mal und man wird mit "Wir wissen nicht was ein BiWi'ler macht" erst mal abgelehnt. Man kommt nur mit Berufserfahrung in Sachen Jugend- oder Erwachsenenbildung an diese Stellen ran. Die habe ich nicht. Das typische Ei-Henne Prinzip was wohl viele Absolventen kennen.
Dozenten Jobs gibts noch, wären aber nichts für mich. Ich empfand das Studium nie so, als das es mich für einen Dozenten Job qualifiziert. Außerdem wüsste ich auch kein Thema über das ich Lehren könnte...
Die Themen meiner Hausarbeiten waren zwar interessant und wissenschaftlich, aber halt nicht tauglich für die meisten schulischen Einrichtungen.

Ich wäre also über ein paar Anregungen bzw. Berufsfelder in denen ihr arbeitet oder arbeiten wollt sehr dankbar.

LG
Tobi

Comments

tobi,
ich fange erst an, habe mich aber vorher erkundigt. das wichtigste ist, dass man während des studiums erfahrungen sammelt. ich kenne pädagogen und sogar eine psychologin, die nach ihrem abschluss absagen bekamen oder nur jobs auf 400€ basis. der grund war, dass sie keine erfahrungen hatten.
praktika erwarten viele unternehmen, es ist aber schwer wenn man arbeiten muss und dann soll man noch zeit haben um ein "vernünftiges" praktikum zu machen. ein freund von mir, biologe, hat nach seinem abschluss halbes jahr an einer uniklink praktikum gemacht und erst danach wurde er genommen. am we war er jobben und hat pizza verkauft, jetzt macht er das was er schon immer machen wollte.
es ist nicht immer einfach, aber ich würde mich überall bewerben...auch an schulen! habe gehört,dass viele schulen bildungslotsen suchen. vielleicht berufsschulen, hauptschulen...
wenn das nicht klappt, dann vielleicht wirklich nach einem praktikum fragen, vielleicht kannst du deine ba-arbeit mit einem praktikum kombinieren.

viel glück

also, einfach mal bewerben

Ich würde mich bei allem Bewerben, wo Pädagogen oder Sozialpädagogen oder Geisteswissenschaftler gesucht werden. Du hast doch das halbe Jahr Praktikum machen müssen für das Studium, oder? Konntest Du da nicht in irgendwas reinschnuppern, Erfahrung sammeln? Also bewerben kannst Du Dich z.B. bei Jugendhilfeeinrichtungen, Erziehungshilfe, frag auch mal beim Jugendamt nach, Quereinstieg als Berufsschul- oder Grundschullehrer vielleicht?, Beratungsstellen, Arbeitsamt sucht Geisteswissenschaftler für Arbeitsvermittlung oder ARGE. Es gibt leider in diesen Bereichen oft nur halbe Stellen (20 Stunden/ Woche). Achja Caritas oder kirchliche Einrichtungen bieten auch Arbeitsplätze, z.B. Migrationsarbeit etc. Es ist schwer, man muss auch Persönlichkeit haben und damit überzeugen. Wegen der mangelnden Erfahrung bieten viele erstmal das Hospitieren an (unbezahlt, aber danach winkt der Job, wenns klappt). In Kinderheimen gibts Jobs. Also bei uns wird echt gesucht.
Viele übernehmen einen gerne, aber mehr als 1000 Euro netto hat man nicht raus. Reich wird man nicht! Aber wenn man idealistisch ist, dann wird man glücklich! Kannst auch Erziehungsbeistandshilfe werden, Integrationshilfe in Schulen etc......... im Prinzip hast Du einen Studienabschluss und kannst auch Quereinsteigen.

HalloAsira,
Hallo Verena,

die nach ihrem abschluss absagen bekamen oder nur jobs auf 400€ basis. der grund war, dass sie keine erfahrungen hatten.

Ja das ist ja leider das bekannte Henne-Ei Problem.

dass viele schulen bildungslotsen suchen.

Hier suchen das leider nicht so viele. Habe nur eine Schule gefunden und die Arbeiten schon mit einem privaten Bildungsträger zusammen. Also keine Chance für eine Selbstständigkeit und bei dem Bildungsträgern kommt man nur sehr schwer rein. Zum einen kennen sie den BiWi Studiengang nicht zum anderen wieder die Sache mit der Berufserfahrung. Ohne 2 Jährige Erfahrung mit der Zielgruppe (teilweise Vorgabe der Arge) dürfen die einen nicht mal einstellen. Und dann lese ich oft, dass ehrenamtliche Bildungslotsen gesucht werden. Als Pädagoge mag man spätestens dann keine ehrenamtlichen Tätigkeiten mehr, wenn die einem ständig den potenzielle Arbeitsplatz weg schnappen. Aber im Prinzip wäre das schon ein Job der mir Spaß machen würde.

Praktika..., naja ich wollte eigentlich nicht mehr als Praktikant auflaufen. Habe Berufserfahrung im kaufmännischen Bereich (hab Kfm. im Einzelhandel vor dem Studium gelernt), war Selbstständig in einem anderen Bereich, also da kommt man sich etwas komisch vor wenn man ein unbezahltes Praktikum machen soll (darf). Ich sträube mich dagegen der Generation Praktikum beizutreten, vor allem wenn man auf dem Papier genauso gut qualifiziert ist, wie der Vorgesetzte und Miete/Strom, Lebensmittel, Nebenkosten wollen ja auch bezahlt werden. Da kann man nicht umsonst arbeiten. So eine Stelle wurde mir zwar schon angeboten, aber kostenlos arbeiten sehe ich nicht ein, vor allem da gleich gesagt wurde das es keine Festanstellung im Anschluss geben wird. Dagegen ist ja ein Hartz IV'ler Topverdiener....

@biwi_verena:

Also bewerben kannst Du Dich z.B. bei Jugendhilfeeinrichtungen, Erziehungshilfe, frag auch mal beim Jugendamt nach, Quereinstieg als Berufsschul- oder Grundschullehrer vielleicht?, Beratungsstellen, Arbeitsamt sucht Geisteswissenschaftler für Arbeitsvermittlung oder ARGE

Ja das sind schon mal ein paar gute Adressen. Vielen Dank.
Leider kommt man beim Arbeitsamt nicht rein. Hat meine Freundin mit dem Schwerpunkt Berufsberatung(!) und eigenem ehrenamtlichen Berufsberatungsprojekt (was über 2 Jahre gut lief) vor einem Jahr schon versucht,...und wurde aber abgelehnt. Die sitzen auf einem sehr hohen Ross und deren Beratungskonzept gefällt mir gar nicht. Wenn ich als Berufsberater arbeiten würde, würde ich den Menschen helfen wollen. Bei der Arge geht es nur darum, die Leute aus der Arbeitslosenstatistik zu bekommen indem man sie oft in irgendwelche Maßnahmen vermittelt, die dann total unsinnig sind.
Beim Jugendamt wird's auch schwer, die suchen hier zumindest nichts. Vor allem aber fehlt mir hier der sozialpädagogische Anteil, genauer die ganzen gesetzlichen Sachen. Also die ganzen § nach denen etwas bewilligt wird oder nicht. Das ist ja nicht Teil des BiWi Studiums. (und mein Interesse daran, dass KJHG zu lernen hält sich in grenzen :) )
An die Caritas oder Lebenshilfe habe ich schon gedacht, da könnte man sich bewerben!
Kirchen sind so ne Sache, müsste ich extra wieder eintreten....
Kinderheime sind für mich persönlich nichts, ich würde eher mit älteren Menschen als mit Kindern arbeiten. Meine BA-Arbeit dreht sich auch um die Kommunikation und Beziehung zwischen älteren Menschen und Tieren. Also ich tendiere eher in Richtung Tiertherapie oder ein eigenständiges Mehrgenerationenhaus. Das ist aber noch Zukunftsmusik denn die Investitionskosten sind ja viel zu hoch.
Weitere Alternativen wären betreutes Wohnen ggf. auch als Träger anzubieten. Man ist zwar abhängig vom Jugendamt, aber da werde ich mich erkundigen.

Dennoch, vielen Dank für eure guten Anregungen!!!

Zwar gibt es noch ein paar Tätigkeiten die mich interessieren, aber dann kommen in vielen Fällen wieder die ehrenamtliche Helfer ins Spiel und nehmen einem die Stellen weg. Ich glaub ich werde Buchautor. Wie wäre es mit dem Titel: "Das Ehrenamt ist des Pädagogen sein tot" *lach*.
Ok sorry, aber der musste jetzt noch sein :)

PS.: Drei halbwegs interessante Stellen habe ich erst mal gefunden, vielleicht wird ja was daraus.

LG
Tobi

hmmm, dass du kein Praktikum machen möchtest kann ich verstehen, irgendwie muss man ja noch das geld verdienen. dabei will ja die politik in der bildung nicht sparen. ich habe mich erinnert, dass mal einer geschrieben hat, dass auf dem zeugnis "erziehungswissenschaften" steht, und ich habe es gefunden.

"Was die beruflichen Aussichten betrifft: 1. auf dem Abschlusszeugnis steht auch Erziehungswissenschaftler/Pädagoge (oder so ähnlich). Auch wenn wir uns gottseidank davon unterscheiden, so ist es doch natürlich für potentielle Arbeitgeber einfacher zu lesen ;)"

das steht in diesem Forum : [url]#?t=54321#post883397[/url] von MiJu geschrieben, vielleicht mal direkt sie ansprechen. Wenn das stimmt, hat man es wirklich einfacher.

oder du fragt bei diesen privaten bildungsträgern nach.
viel glück!!!!!

Wie wäre es denn als Honorarkraft in der ambulanten Erziehungspflege in einem Jugendamt?

Wie wäre es denn als Honorarkraft in der ambulanten Erziehungspflege in einem Jugendamt?

Das müsste sich sehr mit den Arbeiten eines Sozialarbeiters decken oder?
Habe gerade mit einer Bewerbung als Sozialarbeiter begonnen, ob ich sie abschicke...hm weiß ich noch nicht.
Das sozialpädagogische schreckt mich etwas ab, da ich weder große Lust auf problematische Familien habe und zum anderen kommt wieder das KJHG zum tragen. Und von Erziehung habe ich nicht wirklich eine Ahnung und müsste das vom Bauchgefühl her machen.
Naja unseren Hund haben wir gut erzogen und Super Nanny schau ich auch ab und an, aber ob das reicht bzw. ob ich mich da wohlfühle? Wird schwer da bei einem Vorstellungsgespräch überzeugend zu argumentieren
Hm...

Aber die Idee lassen wir gerne stehen, vor allem für alle anderen die ggf. später vor dem selben Problem stehen wie ich.
Also vielen Dank für den Vorschlag Muellste.

Also bei uns im Jugendamt suchen sie öfter Leute für diesen Bereich. Meistens Studenten im höheren Semester (Lehramt, Psychologie, Päda.) Es geht vor allem darum, meistens ein Kind oder Jugendlichen Nachmittags zu betreuen, das heißt viele Gespräche und Unternehmungen, Hausaufgabenhilfe oder Hilfe bei der Suche nach einen Ausbildungsplatz. Diese Kinder ernst nehmen, mit ihren Problemen und ihnen Motivation geben. Oft gibt es niemanden der sich in irgendeiner Weise für die Belange interessiert. Es müssen dann immer wieder kurze Protokolle geschrieben werden; meistens hat man so ein Ziel vor Augen, z. B. Erreichen des Schulabschlusses, oder nicht sitzen-bleiben etc. Es sind nicht immer die ganz harten Fälle. Das ist selten so. Man hat eine intensive Einzelbeschäftigung mit einem oder zwei Kindern/Jugendlichen über einen abgesteckten Zeitraum. Vielleicht kann sich daraus eine Festeinstellung ergeben. Erfahrung sammelt man alle mal, und verdienen tut man auch etwas.

ich habe im Rahmen meiner Zertifizierung durch den VFP (Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater) ein Praktikum in zwei Heilpädagogischen Jugendwohngruppen eines privaten Dienstleistungsunternehmens geleistet. Da sind dann unter anderem die "Härtefälle". Die Unterbringung läuft über das Jugendamt, bzw. wird auch von dort kontrolliert.
Es hat wahnsinnig Spaß gemacht und ich durfte wegen meiner Vorbildung (Lerntherapeutin, HP-Psychotherapie, Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin, usw.) gleich eigenständig arbeiten und eigene Projekte entwickeln, umsetzen und auswerten. Das hat anscheinend so beeindruckt, dass ich gleich ein konkretes Job-Angebot bekommen habe!
Ich werde nun ab Oktober stundenweise in den Wohngruppen die Jugendlichen während der Lernzeit betreuen. Ich freu mich schon total auf die Arbeit und die Jugendlichen sind für jede Aufmerksamkeit dankbar. Ansonsten bin ich seit drei Jahren selbstständig als Lerntherapeutin und ab Herbst als Dozentin der VHS tätig.
Da ich schon viele Ausbildungen vor dem Studium gemacht habe (Hypnose, Entspannungspädagogik usw.) habe ich viele Themen, über dich ich referieren könnte. Ich habe mich erst dieses Jahr als Dozentin bei der VHS beworben und bekam lange keine Antwort, bis ich dann innerhalb von ein paar Stunden schnell mal ein Konzept für zwei Kurse vorlegen sollte. Aus den Kursen wurde dann ein Vortrag für Eltern zum Thema Lernen und einen für Kinder (Lerntrickkiste) und dann noch ein Entspannungskurs, der aber noch nicht genehmigt ist. Ich weiß nicht, ob ich ohne den Hinweis "BiWi-Studentin der Fernuni Hagen" eine Chance gehabt hätte...

Liebe Grüße,

Conny

Conny,

super Nachrichten, herzlichen Glückwunsch von mir.

LG Peter

Also ich arbeite nebenbei als Erziehungsbeistandshife und ab Oktober als Intgerationshilfe zur Schulbegleitung eines Kindes mit Asperger Syndrom- beides über die Johanniter (machen aber auch andere: rotes Kreuz, Vereine....). In einem Kinderheim hätte ich auch anfangen können, nebenbei und später voll. In diesem Bereich hat man auch gute Chancen übernommen zu werden. Allerdings wird man nicht reich. 1200 Euro netto- mehr ist da, glaub ich , nicht drin. Habe jetzt bei 20 Stunden die Woche in etwa 700 Euro netto, als studentische Angestellte (Krankenversicherung ist nicht mit drin). Außerdem gibt es soetwas wie Jugendintegrationsdienste bei uns von der Caritas, die kümmern sich um Jugendliche mit Migrationshintergrund zwecks Deutsche Sprache etc. Da hätte ich für 2 Wochen Deutschkurs täglich von 9 - 13 Uhr 200 Euro erhalten. Es ist halt alles eher wenig Geld, aber man kann was finden.

@ Peter: Vielen lieben Dank für die Glückwünsche. Ich hoffe mal, ich bekomme das zeitlich auch alles so hin, wie ich mir das vorstelle! :eek:

@ Verena: Wohnst du in einem größeren Ballungsgebiet? Bei uns sind solche Angebote eher rar und deshalb sind die Plätze in den Jugendwohngruppen auch immer belegt. Geht einer, kommt gleich der nächste usw.

Liebe Grüße,

Conny

@Biwi Verena.
Erstmal toll das du eine Stelle hast. Aber 1200 Euro netto, ohje. Ich komme ja aus dem Einzelhandel und selbst dort verdient man zum Teil mehr....und das ohne Studium.
Im Grunde lohnt sich dafür das Studium nicht wirklich, zumindest wenn man vorher schon eine Ausbildung hat.

Gestern hatte ich mein erstes Vorstellungsgespräch als Bildungsbegleiter aber die Agentur f. Arbeit kennt den BiWi Abschluss nicht und es muss erst geprüft werden ob der auch ausreichend ist.(der Bildungsträger wollte mich dennoch schon mal kennenlernen, auch wenn es noch kein OK vom Arbeitsamt=Auftraggeber des Bildungsträgers gab)
Aber das beste ist ja noch, dass man als Diplom Erziehungswissenschaftler die Stelle sofort bekommen würde.
Das sich die Abschlüsse inhaltlich sehr ähneln ist der Agentur f. Arbeit wohl noch nicht bekannt.(was machen denn die Berufsberater dort? Schlafen...??)

Hier in der Region sind mittlerweile einige Stellen für Sozialpädagogen ausgeschrieben aber an die kommt man auch nur wenn man explizit Sozialpädagoge ist. Bildungswissenschaftler werden nicht genommen. Vielleicht ändert sich das, wenn es bald mehr Absolventen mit dem BA Bildungswissenschaften Abschluss auf dem Markt gibt?!

ich fange dieses Semester an Biwi in Vollzeit zu studieren.
Auf der Seite der Fernuni steht doch überall, dass der Abschluss in Bildungswissenschaften die Berufsfelder des Sozialpädagogen ersetzen werden. Wann soll das denn dann sein? Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Abschluss noch so "unbekannt" ist und es so schwierig ist einen Beruf zu finden

Katharina,

Auf der Seite der Fernuni steht doch überall, dass der Abschluss in Bildungswissenschaften die Berufsfelder des Sozialpädagogen ersetzen werden.

Ich kann nur nach meinen bisherigen Erfahrungen urteilen. Ich denke, dass das von den Unis auch so gewollt ist, aber ob die Arbeitgeber da mitziehen steht auf einem ganz anderen Blatt. Immerhin gibt es ja auch den Studiengang Sozialpädagogik und der ist bei den Ämtern nun mal bekannt. Genauso wie z.B. der Diplom Erziehungswissenschaften. Das kennt jeder, da weiß man was man hat....

Inhaltlich sehe ich nicht, dass der BiWi den Sozialpädagogen ersetzen wird. Dafür sind die Inhalte zu verschieden. Zwar kann man sich als BiWi in die jeweilig gewünschte sozialpädagogische Arbeit einarbeiten, aber man ist und bleibt Konkurrent des Sozialpädagogen.
Wie immer gilt, ist man einmal in der Arbeitswelt, hat man sicher mit dem BiWi gute Chancen, nur ohne Berufserfahrung und mit einem Abschluss wo nicht Sozialpädagoge drauf steht, hat man es schwer wenn man sich auf entsprechende Stellen bewirbt. Sobald die Arbeitgeber aber merken, dass der BiWi dem Erziehungswissenschaften sehr ähnelt, hat man auch bessere Chancen als neuer Mitarbeiter eingestellt zu werden.
Gut ist das Studium schon, denn da BiWi ja ein interdisziplinäres Studium ist welches auf Inhalte aus der Philosophie, Psychologie, Soziologie und den Erziehungswissenschaften aufbaut, bekommt man einen guten Überblick über die Geisteswissenschaften.
Aber was nützt einem all das Wissen, wenn vor allem die Agentur für Arbeit oder auch das Jugendamt halt damit (noch) nichts anfangen können.

PS.:
Ich bin jetzt dazu übergegangen in meinen Bewerbungen einen kurzen erklärenden Satz zum BiWi Studium zuschreiben, um potenziellen Arbeitgebern kurz und bündig mitzuteilen, was ein BiWi eigentlich ist. Ob das was bringt wird sich zeigen, aber immerhin muss ich dann nicht ständig erklären was ich eigentlich studiert habe :)

Ich glaube am einfachsten schafft man den Übergang von Studium zum Job, wenn man schon vorher in der Erwachsenenbildung gearbeitet hat und das Studium als Weiterbildung ansieht. Für Quereinsteiger oder Leute die direkt mit dem Abi von der Schule kommen wird es auf jeden Fall schwerer.

Darf man eigentlich nach dem BiWi - Bachelor Abschluss auch als Erzieher (in) im Kindergarten arbeiten?

Eigentlich fehlt dazu einiges, wie ich gehört habe. Aber wenn du vorher Praktikas machst, wer weiß, dann klappt es vielleicht? Manchmal steht ja bei dass man eine abgeschlossene Berufsausbildung im päd. Bereich braucht und nicht dass man explizit Erzieherin sein muss, versuchen kann man es vielleicht...

ich studiere zwar nicht BiWi, aber mein Erststudium war ein Magisterstudium mit dem Hauptfach Pädagogik. Den von manchen hier genannten Diplom-Erziehungswissenschaftler gibt's ja nach Einführung des Bachelor/Master-Systems sowieso nicht mehr. Was viele Präsenzhochschulen jetzt anbieten ist ein 2-Fach-Bachelor mit Pädagogik als Haupt- oder Nebenfach. Und den BiWi-Studiengang kann man inhaltlich mit dem Bachelor-Pädagogikstudium anderer Unis vergleichen.
Ich hatte mich ein paar Mal spaßeshalber beworben, um meinen Marktwert zu testen, bevor ich mich entschieden habe noch ein Zweitstudium, diesmal an der FU Hagen im KuWi-Studiengang, zu machen. Ich habe mich vor allem auf Jobs aus dem Sozialbereich (Sozialpädagogenjobs, aber auch Erzieherinnenjobs in privaten Kindertagesstätten und Dozentenjobs bei Weiterbildungsakademien) beworben und hätte einige Stellen haben können. Das einzige, wo man rechtlich als Magister-Pädagoge, Diplom-Erziehungswissenschaftler, Diplom-Sozialwirt, Bachelor-Pädagoge, Bildungswissenschaftler und ähnliches nicht arbeiten darf, ist als Lehrer in einer Schule, denn dafür bedarf es (zumindest bei uns in Bayern) eines Lehramtstudiums mit 2 Staatsexamen. Aber ansonsten kann man sich auf alle Stellen aus dem sozialen oder außerschulischen Bildungsbereich (Volkshochschulen, Seniorenbildungsstätten, Hausaufgabenhilfe etc), in der Schulsozialarbeit, im Bereich Gesundheit und Resozialisierung (Arbeit mit Obdachlosen, Straffälligen, Drogenanbhängigen, Straßensozialarbeit, Krankenhaussozialarbeit etc.) sowie im Kulturbereich (Ausländerarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Kultur- und Museumspädagogik etc.), in der Betriebssozialarbeit ... bewerben.
Es ist halt so, dass man als Uni-Pädagoge (egal ob jetzt Bachelor-Pädagogik, Bachelor-Bildungswissenschaft, Bachelor-Erziehungswissenschaft, Bachelor-Sozialwirt) stark mit den Bachelor-Sozialpädagogen von der FH konkurriert. Aber wenn man noch Zusatzqualifikationen hat, z.B. in der Ausländerarbeit arbeiten will und Türkisch kann oder ein Zusatzzertifkat in DiDaZ/DaF hat, oder wenn man mit Obdachlosen arbeiten will und bereits eine ehrenamtliche Tätigkeit in einer Suppenküche vorweisen kann, hat man genau so gute Chancen wie ein FH-Sozialpädagoge. Ich weiß jetzt nicht genau die Module des BiWi-Studiengangs, aber wenn ihr ein empirisches Modul mit Statistik habt, ein soziologisches und/oder psychologisches Modul, dann führt es in Eurer Bewerbung/im Lebenslauf auf, denn diese Kenntnisse sind für Jobs im sozialarbeiterischen Bereich wichtig. Natürlich auch alle gemachten Praktika aufzählen, die für den zukünftigen Job relevant sind. Und darauf hinweisen, dass Ihr ein Diploma Supplement nachreichen werdet, sobald Ihr das Uni-Zeugnis in Händen haltet, in welchem die Studieninhalte genau erläutert werden, falls ein Arbeitgeber/das Arbeitsamt sagt, dass sie nicht wissen, was BiWi ist.
Und noch ein Hinweis: Wenn in einer Stellenanzeige ein Sozialarbeiter gesucht wird und nicht explizit ein Diplom-Sozialpädagoge oder Sozialpädagoge FH, dann kann man sich ruhig bewerben, denn "Sozialarbeiter" ist, anderes als der Dipl-Sozpäd. FH, kein geschützter Begriff und meint damit eigentlich alle Menschen, die im sozialen Bereich tätig sind oder sein wollen. Sprich: Wenn ein Magister-Pädagoge, Diplom-Erziehungswissenschaftler oder Bildungswissenschaftler im sozialen Bereich arbeitet, kann er sich ruhig Sozialarbeiter nennen, er darf sich nur nicht Dipl.-Sozpäd. FH nennen.

Oh oh, da schreiben die im Biwi-Cafe aber anders....Außerdem sind wir nicht nur für die Pädagogik (sind wir eigentlich eh nicht wirklich) zuständig, sondern auch im Bereich Medienentwicklung etc., oder in der Personalabteilung, usw. Das ist es ja, wir ersetzen nicht den Studiengang Erziehungswissenschaft, den es davor gab, Bildungswissenschaft ist etwas anders.
Ein Studium an der FH ist viel mehr praxisorientierter als an einer Uni, wir sind die Theoretiker, die FH-ler die Praktiker, habe ich mir mal sagen lassen. Darauf gucken Arbeitgeber schon.
Ansonsten stimme ich dir aber weitestgehend zu. Wobei,wir haben nichts über Frühpädagogik etc, was ja in der Ausbildung als Erzieherin dran kommt, wir lernen nichts übers dokumentieren wie es jetzt in Kigas üblich ist. Diese Dinge fehlen. Nette Liedchen, Bewegungskram, etc. lernen wir auch nicht. Da wäre man in der Mittagsbetreuung in einer Schule schon besser aufgehoben, nur wird das seeehr übel bezahlt. Meistens.

Ich kann nur von meinen Erfahrungen reden, was ich für Jobs nach dem Studium bekommen hätte und in welchen Jobs ehemalige Kommilitonen jetzt arbeiten.

Also ich finde, egal ob man jetzt Erziehungswissenschaften, Bildungswissenschaft, Magister-Pädagogik, Sozialwirtschaft, Sozialpädagogik etc. studiert hat, man deckt doch im Studium nie das ganze Spektrum ab, und das egal ob Uni oder FH. Wenn jemand Dipl.-Sozpäd. an der FH mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik studiert, hat der nach dem Studium auch keinen Plan von Behinderten oder alten Leuten, kann aber trotzdem in einem Altenheim oder einer Behinderten-WG arbeiten. Oder jemand, der während der Erzieherausbildung nur Praktika in Kinderkrippen und Kindergärten gemacht hat, kann trotzdem danach in einem Kinderheim arbeiten, auch wenn er von Heimarbeit nicht die Bohne weiß. Ich kenne eine Diplom-Sozialwirtin (Univ.), die als Sozialarbeiterin in einem Frauenhaus arbeitet, eine Diplom-Pädagogin (Univ.), die als Krankenhaussozialarbeiterin arbeitet, alles klassische Stellen von Diplom-Sozialpädagogen (FH).
Es wird halt erwartet, dass man sich die fehlenden Bestandteile selbst aneignet. Ich hatte in meinem Pädagogikstudium weder Psychologie, noch Früherziehung, nicht mal Praktika mussten wir machen, und trotzdem hätten mich private Kindergärten und sogar 2 Krankenhäuser als Sozialarbeiterin genommen, wenn ich denn dort arbeiten hätte wollen. Und in meinem Magisterstudium war Null Sozialpädagogik dabei. Wir hatten so lustige Seminare wie: Geschichte der Pädagogik, pädagogische Anthropologie, Bildungstheorien, Vielfalt und Wandel der Jugend usw. Was will man denn damit auf dem Arbeitsmarkt konkret anfangen? Entweder man bewirbt sich dann auf ähnliche Gebiete, wie eben Sozialpädagogik, Erzieherjobs (natürlich macht man dann bestenfalls während des Studiums noch freiwillig ein paar Scheine in anderen Fächern, z.B. einen Schein in Entwicklungspsychologie oder einen Schein in Sozialrecht, den man dann bei potentiellen Arbeitgebern als Kenntnisse anführen kann) oder man hängt ein Zweitstudium an, bzw. bildet sich sonst irgendwie weiter als Supervisor, Mediator und was es noch alles für Zusatzqualifikationen gibt.

Naja, Zeiten ändern sich auch...wie lange ist dein Studium denn her?
Wir haben genau damit angefangen: Geschichte der Pädagogik, aber das ist schon ganz nützlich, so kann man viel besser die Trends beurteilen oder ..ach noch so einiges. Habe anfangs auch keinen Sinn dahinter gesehen, jetzt aber schon.
Ich denke auch, auch nachdem ich mich mit jemanden derletzt genau über so etwas unterhalten habe, dass man, wenn man sich schon nebenher auf etwas vorbereitet, dann gute Chancen hat eine Anstellung im Wunschbereich zu bekommen. (Aber davon abgesehen: viele setzen das Biwistudium nur als I-Tüpfelchen auf ihre jetzige berufl. Position...)

> Außerdem sind wir nicht nur für die Pädagogik (sind wir eigentlich eh nicht wirklich) zuständig, sondern auch im Bereich Medienentwicklung etc

Hm, das wäre aber schon eine starke Einschränkung der Arbeitsmöglichkeiten, wenn alles was mit Pädagogik zu tun hat, schon mal weg fällt, weil BiWis nicht für Pädagogik zuständig sind. Ich hab mich jetzt mal auf der Studiengangs-Website umgesehen und die Tätigkeitsfelder sind doch fast alles klassische pädagogische Arbeitsfelder.

Mögliche Tätigkeitsfelder sind:\

[LIST]
[*]Außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung
[*]Eltern/Familienbildung
[*]Aus- und Weiterbildung
[*]Personal- und Organisationsentwicklung
[*]Unternehmensberatungen
[*]Bildungsabteilungen
[*]Produktion von Bildungsmedien
[*]Medienagenturen und Softwarefirmen
[*]Medienpädagogische Angebote, E-Learning
[*]Lehre und Forschung
[/LIST]Mein Studium habe ich im Wintersemester 2009/10 abgeschlossen.
Ich meine, mir kann es ja egal sein, wo sich BiWi's bewerben oder zuständig fühlen. Ich wollte eigentlich nur ein wenig Mut machen, dass man sich ruhig auch auf andere Stellen bewerben kann, die nicht so 100%ig ins Studienprofil passen.

Wir sind keine Pädagogen wenn wir fertig sind. Das sagt 'jeder'.
Naja, also, Personal-u. Organisationsentwicklung; Unternehmensberatungen, Bildungsabteilungen, Produktione von Bildungsmedien, Medienagenturen, E-Learning ist ja nicht grade ein klassisches pädagogisches Arbeitsfeld? Das hat eher mit Pc-Arbeit, nicht direkter Menschenkontakt (wie in der richtigen Pädagogik) zu tun...
Ich denke, es kommt darauf an, wenn man noch keinen Beruf hat, wie man sich das Studium gestaltet, ob man sich schon beizeiten um Praktikas oder andere Fortbildungen oder so kümmert.
Erzieherin steht hier nicht bei...Was ja die Ausgangsfrage war. Aber probieren kann man alles, manchmal kann man ja Glück haben! Wer nicht wagt der nicht gewinnt...also sollte man einfach probieren was man möchte.

Wir sind keine Pädagogen wenn wir fertig sind. Das sagt 'jeder'. \


Auch Pädagogik ist, wie Sozialarbeiter, kein geschützter Begriff. Wenn ein Bildungswissenschaftler einen Job im pädagogischen Bereich hat, arbeitet er als Pädagoge, ist er ein Pädagoge. Eigentlich dürfte ich mich dann auch nicht Pädagogin nennen, denn mein Studiengang hieß nicht Pädagogik, sondern Magister Artium und ich habe halt das Fach Pädagogik als eines von vielen angebotenen Magisterfächern gewählt.

Aber ich hör jetzt lieber auf, hat irgendwie eh keinen Sinn, wenn man sich so vehement gegen den Begriff "Pädagogik" wehrt. Ist nur schade für all jene, die sich nicht auf pädagogische oder soziale Jobs bewerben, weil sie denken, dass sie als BiWiler eh kein Recht haben in solchen Tätigkeitsfeldern zu arbeiten, und dem ein oder anderen dadurch eine Arbeitsmöglichkeit entgeht.

Ich wusste das anfangs doch auch noch nicht und musste es einsehen! Außerdem sage ich doch gar nicht man soll sich nicht bewerben, sondern man soll ruhig...man kann ja Glück haben. Naja.

Ich sehe das auch so, ich arbeite als Mitarbeiterin in der Jugendhilfe (Teilzeit) und als Tagesmutter (vom Jugendamt) und habe noch gar keine Erfahrung in dem Bereich. Ich habe den Job bekommen, weil ich Biwi studiere. Meine Kollegen sind gemischt: Magister Psychologie im Nebenfach, Dipl.-Psychologin, Dipl- Sozialarbeiter (FH) etc und arbeiten alle offiziell als Sozialpädagogische - Fachkraft.
Ich denke, man kann sich auch im Jugendamt bewerben z.B.... es gibt viele Möglichkeiten, es kommt auf das individuelle Profil an! Außerdem kann man an der Uni Koblenz via Fernstudium den Master Soziale Arbeit machen, was auch mit Bachelor Biwi geht, wann man es denn möchte.

[QUOTE="CampusFrankonia, post: 829355"]

[B]
[/LIST]
Mein Studium habe ich im Wintersemester 2009/10 abgeschlossen.
[/QUOTE]

Sag mal, wenn du dein Studium mit dem Schwerpunkt Pädagogik erst abgeschlossen hast, warum willst du gleich ein neues Studium (Kulturwissentschaften) anfangen?

Oder hast du schon eine Arbeitsstelle?

in Moodle war vor längerer Zeit mal eine Disskusion zum Thema und da wurde bekannt, dass man sich von irgendeinem Ministerium eine Anerkennung ausstellen lasse könne, um sogar in sozialpädagogischen Bereichen arbeiten zu können; da in manchen Stellenausschreibungen explizit nach Sozpäds gefragt wird, weil diese Stellen bezuschusst werden können...

Ausserdem sehe ich das alles überhaupt nicht so pessimistisch und finde Diskussionen ätzend, die Schwarzmalerei betreiben...

Ich persönlich sehe mich als Pädagogin!!!

Sag mal, wenn du dein Studium mit dem Schwerpunkt Pädagogik erst abgeschlossen hast, warum willst du gleich ein neues Studium (Kulturwissentschaften) anfangen?

Oder hast du schon eine Arbeitsstelle?


Ehrlich gesagt, ich finde diese Frage - so wie Du sie gestellt hast - ganz schön unverschämt. So nach dem Motto: "Was willst denn gleich schon wieder studieren. Schau zu dass Du arbeiten gehst".
Ich brauche mich vor Dir schon mal gar nicht darüber rechtfertigen wann ich was und wieviel studiere. Nur soviel: Für den Bereich, in dem ich arbeiten will ist die Kombination Pädagogik/Geschichte bzw. Kultur sinnvoll, die erreiche ich nur durch ein Zweitstudium in KuWi bzw. Geschichte/Philosophie. Und das konnte ich nicht gleichzeitig mit Pädagogik studieren, da ich nur die fachgebundene Hochschulreife für die Fächer Pädagogik und Soziologie hatte und erst durch meinen ersten Studienabschluss die allgemeine Hochschulreife erreichte.
Ich hab mir finanziell und zeitlich den A.... aufgerissen, um endlich mein Traumstudium machen zu können und dann muss ich mir sowas anhören, da werd ich echt sauer.

Hier noch Infos über das Zweitstudium, denn wenn Du schon so provokativ fragst, dann doch bitte auch über die Sinnhaftigkeit eines Zweitstudiums informieren:

[URL="https://www.studium-ratgeber.de/zweitstudium-infos.php"]Zweitstudium[/URL]

[URL="https://www.studieren-im-netz.org/nach-dem-studium/karriere/zweitstudium"]Das Zweitstudium kann Chancen verdoppeln![/URL]

So, und jetzt setz ich Dich ganz einfach auf Igno!

Entschuldige mich bitte! Das habe ich nicht so gemeint!!! Ich beabsichtige mein zweites Studium anzufangen (also fast genau so wie du) und das Studium sollte Bildungswissentschaften sein (also mit Pädagogik zu tun haben). Ich mache mir nur Sorgen, dass das neue Studium umsonst wird ....

Und noch eine Bemerkung: liebe Leute, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Deutsch nicht meine Muttersprache ist. Kann sein, dass genau deswegen klingen meine Fragen zu direkt oder sogar frech .....Tut mir leid. Alles was ich wollte - Gedanken-, Meinung-, Erfahrungaustaush über das obengenannte Thema! Wir alle wollen doch etwas studiern, um einen guten Job zu bekommen und nicht um nach dem Studium festzustellen, dass keinen Stellen in diesem Bereich gibt. Ich weiß auch sehr gut was bedeutet mehrmals studieren, hart arbeiten und trotzdem keine gute Persprktiven am Arbeitsmarkt zu haben! Ich würde nie Leute beleidigen, die studieren und was erreichen wollen! Sogar wenn umgekehrt manchmal geht ..

Hey Juliet, äh, hm, ich muss mich wohl auch entschuldigen, hab wohl etwas überreagiert. Großes:SORRY!

Aber man bekommt von außen (also von Leuten, die nicht studieren und ganz blöde Vorstellungen von Studenten haben usw.) oft so blöde Sprüche wie: "Hast nicht schon genug studiert?", "Glaubst ein zweites Studium bringt dich weiter, wenn dir das erste schon keinen Job eingebracht hat?" und das ganze blablabla und da hab ich mir nach Deiner Frage gedacht: "Das gibts nicht, jetzt fängt das bei Kommilitonen auch schon an".

Vielleicht solltest Du Dir wirklich mal meine beiden eingestellten Links durchlesen. Da steht ein wenig darüber drin, inwieweit ein Zweitstudium nützlich sein kann und vielleicht macht es Dir in Deinem BiWi-Studium auch Mut. Manche Tätigkeitsfelder schreien geradezu danach 2 Sachen zu studieren.

Wie schon gesagt, nach meinem Erststudium hätte ich einige Jobs im Sozialbereich haben können, also klassische Sozialarbeiter-/Sozialpädagogenjobs, aber das ist so gar nicht mein Ding. Ich hab nicht die Nerven für Multiproblemfamilien oder straffällige Jugendliche und mit einer wilden Horde Kindergartenkinder komme ich auch nicht zurecht. Mein Traum ist die Kulturpädagogik, Museumspädagogik oder die Erwachsenenbildung. Aber bei Bewerbungen in diesem Bereich bekam ich immer wieder die Rückmeldung: "Sie haben zwar durch ihr Studium die pädagogischen Voraussetzungen, aber Ihnen fehlen die kulturellen/historischen Kenntnisse". Und die eigne ich mir jetzt im Zweitstudium an.
Natürlich wäre es am idealsten gewesen, gleich im Erststudium die Kombination Pädagogik und Geschichte zu studieren, aber wenn man nur fachgebundene Hochschulreife hat, die nicht die gewünschten Studienfächer abdeckt, muss ein Zweitstudium her. Zumal, ich muss auch zugeben, ich hatte gedacht es reicht, wenn ich im Pädagogikstudium ein paar kulturpädagogische Seminare belege, aber es reicht halt für eine Bewerbung im kultur- und museumspädagogischen Bereich doch nicht aus.

Ach Mädels,

wir sitzen doch alle in einem Boot...

Hier noch der Link zur oben erwähnten Moodle-Disskusion:

[URL]https://moodle.fernuni-hagen.de/mod/forum/discuss.php?d=426993[/URL]

und noch eine Diskusion zum Thema:

[URL]https://moodle.fernuni-hagen.de/mod/forum/discuss.php?d=450822[/URL]

Genau. Wir sitzen alle in einem Boot, und da man hier ja nur schreiben kann, geht etwas falsch verstehen leider immer sehr schnell. Aber das scheint sich ja schon geklärt zu haben.
Ich finde es gut, wie ihr das macht mit dem Studium. Und schließlich muss jeder selbst wissen, wie, wo und was er studieren will und warum. Ich überlege mittlerweile auch ob ich nach meinem Master hier noch den BA Psychologie machen soll :D Irgendwie macht FU schon süchtig.

Ich wünsche euch allen viel Erfolg weiterhin!

Und hier noch einen Link von der Uni Hamburg (zum Mutmachen) zu verschiedenen Arbeitsfeldern:

[url=https://www.epb.uni-hamburg.de/de/node/2446]Mögliche Arbeitsfelder für Studierende im Hauptfach Erziehungs- und Bildungswissenschaft (Dipl., BA, MA) | Fakultät EPB[/url]

immanuella wrote:

Und hier noch einen Link von der Uni Hamburg (zum Mutmachen) zu verschiedenen Arbeitsfeldern:

[url=https://www.epb.uni-hamburg.de/de/node/2446]Mögliche Arbeitsfelder für Studierende im Hauptfach Erziehungs- und Bildungswissenschaft (Dipl., BA, MA) | Fakultät EPB[/url]

LG


Danke für den Link. Den werde ich mir mal speichern und falls wieder jemand Frust hat hochholen

Ich hab auch noch einen Tipp: In England und Irland werden Pädagogen gesucht. Woher ich dat weiß? Hab neulich von der Arbeitsagentur (die haben anscheined irgendwie vergessen, dass ich wieder studiere) ein Jobangebot bekommen, dass eben in UK und Republic Ireland dringend Pädagogen, Sozialarbeiter, Erzieher und Leute mit ähnlichen Abschlüssen gesucht werden und wenn man sich vorstellen könnte 2 Jahre befristet dort zu arbeiten usw. usf., dann soll man sich mit seiner zuständigen Arbeitsagentur oder ARGE in Verbindung setzen.