Igitt. Eine Zusammenlegung mit Verwaltungswissenschaft.
:(
Vielleicht werden sie zukünftig aber ein Schwerpunktstudium anbieten wie in Kulturwissenschaften.
Aber an und für scih ist so eine Zusammenlegung von drei völlig unterschiedlichen Fächern ein Unding, weil am Ende ein Schmalspurstudium herauskommt, mit dem man unter Absolventen regulärer Soziologie- und Politikstudiengänge nicht mithalten werden kann bzw. die Anerkennung für Masterstudiengänge an anderen Unis wahrscheinlich schwierig werden wird bzw. nur unter der Bedingung des Nachstudierens bestimmter Module möglich sein wird.
Ein Studium Verwaltungswissenschaft hat meiner Meinung nach an einer Universität nichts verloren. Ursprünglich ist dieser Studiengang an FHs für öffentliche Verwaltung angesiedelt und bereitet auf Arbeitsbereiche bei Behörden vor. Entsprechend läuft die Ausbildung dort im Wechsel mit mehrmonatigen Praxisphasen ab.
Universitätsabsolventen sind dagegen reine Theoretiker. Wo sollen die Hagener Absolventen damit später unterkommen?.
Meine Güte, wenn ich so einen Schwachsinn lese, frage ich mich, warum man sich nicht besser informiert, bevor man seine Meinung in den Raum wirft.
Schon mal einen Blick in das Curriculum des hiesigen Studiengangs Politik- und Verwaltungswissenschaften geworfen? Die einschlägigen Lehrinhalte gesichtet, bevor man zu populistischem Getöse "das hat an einer Universität nichts verloren" ansetzt?
Darüber informiert, was an den einschlägigen Universitäten mit universitären Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft gelehrt wird (Potsdam, Konstanz)?
Sich möglicherweise Gedanken darüber gemacht, dass es sich dabei um einen wissenschaftlich-analytischen Forschungsansatz handeln könnte, der auf administrative Prozesse angewendet wird, die immerhin für jedes politische System von maßgeblicher Bedeutung sind.
Echt traurig, dass es immer wieder Leute gibt, die auf Basis ihres Unwissens Stimmung machen.
[url=https://www.fernuni-hagen.de/KSW/bapo/studieninhalte/2011ws/modul1_2b.shtml]B.A. Politik- und Verwaltungswissenschaft - Fakult[/url] (Modul 1.2b: Verwaltung im modernen Staat)
[url=https://www.fernuni-hagen.de/KSW/bapo/studieninhalte/2011ws/modul2_7.shtml]B.A. Politik- und Verwaltungswissenschaft - Fakult[/url] (Modul 2.7: Verwaltung und dritter Sektor)
Wie alle verwaltungswissenschaftlichen Fragestellungen im übrigen mit explizit soziologischen Analyseansätzen, weil organisationstheoretische Konzepte eingebunden werden.
Meine Güte, wenn ich so einen Schwachsinn lese, frage ich mich, warum man sich nicht besser informiert, bevor man seine Meinung in den Raum wirft.
Und wenn ich hier einen Post in diesem Ton lese, frage ich mich auch so einiges ;)) ... Nun denn, ich denke, dass fräuleinungeduld nicht Stimmung macht, sondern ihre Meinung kundtut und das ist hier im SoziologInnen-Forum mehr als erlaubt und gewünscht, sofern der Ton sachlich und angemessen bleibt! Bisher hatten wir hier keine Holterdipolter-Posts und ich würde mich freuen, wenn dies auch so bliebe - danke vorab!
Die Studiengänge VW an Universitäten sind relativ neu und wohl erst im Zuge des Bologna-Prozesses entstanden. Eine Tradition haben sie meines Wissens an Universitäten nicht. Natürlich habe ich mir die Curricula durchgelesen. Der Ansatz ist analytischer. Aber bewerbt euch hinterher mal auf dem Arbeitsmarkt damit. Die Behördler werden sich erst mal verwundert die Augen reiben, weil das, was ein VW-Absolvent aus zB Hagen mitbringt sich völlig von dem unterscheidet, was ein FHler mitbringt. Und die Leute in den Behörden werden diesen Studiengang vorrangig mit der Fh assoziieren. Bis die Absolventen solcher Studiengänge ihre Nischen auf dem Arbeitsmarkt gefunden haben, wird es sicher etliche Jahre brauchen.
Außerdem ändert für mich dieser Einwurf nichts an der Tatsache, dass das klassische Soziologiestudium in so einem zusammengewürfelten Studiengang völlig untergehen wird. Wer hinterher in einen Master Soziologie an einer anderen Uni einsteigen möchte, wird wahrscheinlich große Probleme haben. Man hat letztlich dann nichts Ganzes und nichts Halbes in der Tasche. Absr naja, noch habe ich Hoffnung, dass man wenigstens. einen Fachschwerpunkt wählen können wird ähnlich sie in Kuwi.
Stichwort: Höherer Dienst. Die werden überschwemmt mit Bewerbungen von Verwaltungswissenschaftlern und -angestellten aller Art und die Stellen reduzieren sich im Zuge öffentlicher Sparmaßnahmen zusehends, sodass die Luft für solche Bewerber immer dünner wird. Bessere Stellenaussichten an Behörden haben tlw noch Fachwissenschaftler wie Ingenieure, die ohnehin auf dem Arbeitsmarkt Mangelware sind, aber nicht der Spezialist für öffentliche Verwaltungsstrukturen.
Ich kenne eine junge Frau, die VW an einer FH für öffentliche Verwaltung studiert hat und die direkt danach nur einen befristeten Vetrag bei der ARGE bekam. Kann sich ja jeder denken, wie anstrengend diese Arbeit ist, zumal sie in direktem Kontakt mit den Antragstellern steht. Inzwischen hat sie zwar einen unbefristeten Vertrag. Aber dafür hat sie in Kauf genommen, einen Arbeitsplatz andererorts in der Pampa anzunehmen. Und auch dort ist sie wieder bei der ARGE hängengeblieben. Sie verrichtet dort Aufgaben, für die auch eine dreijährig ausgebildete Verwaltungsfachangestellte noch überqualifiziert wäre.
Ich denke, was einem heute noch am ehesten Türen öffnet , ist langjähriges freiwilliges und engagiertes Engagement bei Parteien und anderen Institutionen. Gute und begehrte Stellen werden als erstes dem internen Kreis angeboten, den man schon kennt. Das ist meine Erfahrung, v.a. im NP-und NGO-Sektor. Dies sollte man immer bedenken, wenn man solche Studiengänge verfolgt.
Derartige universitäre Studiengänge qualifizieren nämlich nicht für einen bestimmten Beruf oder auch nur bestimmte Tätigkeiten, sondern nur für bestimmte Berufsfelder und Aufgabenbereiche.
@vittoriacolonna
Ich muss mich doch wundern: Es gibt hier tatsächlich Menschen, die Politik- und Verwaltungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft studieren und auch wissen, warum sie das tun. Ich frage mich, wer sich im Ton vergriffen hat, wenn ein Beitrag mit dem Ausruf "Igitt Verwaltungswissenschaft" beginnt. Wieso wird dieser Beitrag - immerhin Auslöser für diese unsägliche Debatte - nicht ob seines unsachlichen Tons angemahnt? Wo ziehst Du denn die Grenze zu Stimmungsmache? Das Existenzabsprechen ("gehört nicht an eine Uni") ist es nicht? Solche Aussagen sind erlaubt und erwünscht?
Ich glaube allerdings nicht, dass Diskussionen auf dieser Plattform einer höheren moralischen Gewalt bedürfen, die über Tonfälle (und möglicherweise auch noch Inhalte) richtet. Warum darf sich die Debatte nicht selbst regulieren? Welche Kriterien werden bei Deiner Beurteilung überhaupt angelegt, gibt es überindividuelle? Wenn ja, ich lausche gespannt.
@fräuleinungeduld: Schon wieder halbgar: Studiengänge mit Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft sind nur im sehr begrenzten Rahmen im Zuge der Bologna-Reform dazugekommen, das Gros existiert weitaus länger, die Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer beispielsweise seit 1947.
Dass diese Zusammenlegung keine optimale Lösung ist (oder meint ihr tatsächlich, dass sich irgendein Politologe respektive Verwaltungswissenschaftler darüber freut), steht im übrigen auf einem ganz anderen Blatt.
Was aber überhaupt nicht sein kann, ist diese offenkundige Diffamierung eines wissenschaftlichen Studiengangs, der überdies in Hagen bereits studiert werden kann. Und bei dieser Meinung bleibe ich!
@fräuleinungeduld:
Kann es im übrigen sein, dass Du Verwaltungswirte und Verwaltungswissenschaftler verwechselst oder zumindest in einen Topf wirfst?
Die FHs bilden keine Verwaltungswissenschaftler aus, die Probanden sind im Endprodukt Verwaltungswirte, das war zumindest bis vor kurzem die recht einheitliche Bezeichnung (vor Bologna Dipl. Verwaltungswirt (FH), nach Bologna B.A. mit diversen kreativen Anhängen, die ggf. den Begriff Verwaltung beinhalten, gerne auch Public Management heißen, aber nicht B.A. Verwaltungswissenschaft).
Gerne würde ich ja wissen, von welchen Nischen Du eigentlich redest, in denen sich die Verwaltungswissenschaftler einrichten müssten, das sind nämlich die gleichen, in denen die Politologen und Soziologen auch sitzen. Als (bisheriger) Anwärter des Bachelor Soziologie würde ich an Deiner Stelle ohnehin das Fass nicht aufmachen, in dem die Frage nach der konkreten beruflichen Zukunft schwimmt.
Was ich damit sagen will: Die Diskussion über berufliche Qualifizierung ist für alle drei Studiengänge im Grunde müßig und kann nicht pauschal geführt werden, sie hat aber auf jeden Fall rein gar nichts mit der Existenzberechtigung eines Studiengangs an der Uni zu tun.
@vittoriacolonna
Ich muss mich doch wundern: Es gibt hier tatsächlich Menschen, die Politik- und Verwaltungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft studieren und auch wissen, warum sie das tun. Ich frage mich, wer sich im Ton vergriffen hat, wenn ein Beitrag mit dem Ausruf "Igitt Verwaltungswissenschaft" beginnt. Wieso wird dieser Beitrag - immerhin Auslöser für diese unsägliche Debatte - nicht ob seines unsachlichen Tons angemahnt? Wo ziehst Du denn die Grenze zu Stimmungsmache? Das Existenzabsprechen ("gehört nicht an eine Uni") ist es nicht? Solche Aussagen sind erlaubt und erwünscht?
Ich glaube allerdings nicht, dass Diskussionen auf dieser Plattform einer höheren moralischen Gewalt bedürfen, die über Tonfälle (und möglicherweise auch noch Inhalte) richtet. Warum darf sich die Debatte nicht selbst regulieren? Welche Kriterien werden bei Deiner Beurteilung überhaupt angelegt, gibt es überindividuelle? Wenn ja, ich lausche gespannt.
@fräuleinungeduld: Schon wieder halbgar: Studiengänge mit Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft sind nur im sehr begrenzten Rahmen im Zuge der Bologna-Reform dazugekommen, das Gros existiert weitaus länger, die Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer beispielsweise seit 1947.
Dass diese Zusammenlegung keine optimale Lösung ist (oder meint ihr tatsächlich, dass sich irgendein Politologe respektive Verwaltungswissenschaftler darüber freut), steht im übrigen auf einem ganz anderen Blatt.
Was aber überhaupt nicht sein kann, ist diese offenkundige Diffamierung eines wissenschaftlichen Studiengangs, der überdies in Hagen bereits studiert werden kann. Und bei dieser Meinung bleibe ich!
Au weia, ich mache das hier schon ein paar Jährchen und es ist mir lediglich ein Anliegen, dass man immer schön bei sich bleibt. Fräuleinungeduld spricht von SICH, Du dagegen verurteilst ANDERE. Und das ist das Einzige, was mich stört. Klar, darfst Du eine Meinung haben und sie auch hier schreiben. Aber andere diffamieren (nicht Studiengänge oder andere DINGE sondern LEUTE) ist einfach hier nicht angesagt. Und das ist es auch schon, worum es mir ging. Ich weiß, dass es hier in einigen Unterforen recht harsch zugeht - in den von mir betreuten Foren allerdings nicht. Und ich wünsche mir einfach nur, dass es so bleibt. Okay?
Okay, ich werde diese Diskussion jetzt von meiner Seite beenden. Allerdings bin ich auch schon ein paar Jährchen auf dieser Plattform angemeldet und kann mich nicht erinnern, jemals Beiträge gelesen zu haben, in denen anderen Studiengängen die Daseinsberechtigung in ähnlicher Weise abgesprochen worden wäre. Interne Kritik meinethalben, auf Argumenten gründende Zweifel am eigenen Studiengang, aber einzig auf Unkenntnis und Bauchgefühl aufsetzende Nichtung eines fremden Studiengangs?
Im übrigen diffamiert diese Art der Äußerung natürlich nicht nur Studiengänge, sondern auch Menschen.
Soll ich mir jetzt vorbehalten, in Zukunft ähnlich undifferenzierte Schreckensschreie (IGITT, Zusammenlegung mit den Soziologen!! Warum sollte man das denn heute noch studieren, die hocken am Schluss alle beim Arbeitsamt auf den Fluren) bei den Politologen auszustossen?
Sorry: DAS IST STIMMUNGSMACHE! Die verurteile ich, da darf (und muss!) ich natürlich den Stimmungsmacher selbst angreifen.
Deine Argumentation, man solle immer schön bei sich bleiben, hat doch hoffentlich dort eine Grenze, wo grundlegende Rechte und Anliegen anderer eingeschränkt werden sollen. Und es ist mir in diesem Fall ziemlich egal, ob Dein persönliches Harmoniebedürfnis gestört wird oder nicht.
Deine Argumentation, man solle immer schön bei sich bleiben, hat doch hoffentlich dort eine Grenze, wo grundlegende Rechte und Anliegen anderer eingeschränkt werden sollen. Und es ist mir in diesem Fall ziemlich egal, ob Dein persönliches Harmoniebedürfnis gestört wird oder nicht.
Mach einfach was Du willst, aber mach es doch einfach freundlicher! Ist doch gar nicht so schwer.
Magari, ich finde es ehrlich gesagt sehr seltsam, wie sehr du eine allgemeine Kritik auf dich beziehst. Ich habe hier nicht meine Meinung kundgetan, um DICH anzugreifen. Ich kenne dich nicht, ich habe nicht damit gerechnet, dass sich jemand wie du so empfindlich-aggressiv angegriffen fuehlt. Mir ging es nur darum, mir mal kurzerhand Luft zu verschaffen und dachte auf Solidaritaet zu stossen. Bin ich hier nicht im Soziologie-Unterforum? Denn mich frustriert es sehr, dass der Soziologie-Studiengang eingestampft wurde, zumaln ich bin mir sicher bin, dass Soziologie im neuen zusammengelegten Master nicht mehr oder hoechstens den Stellenwert eines Nebenfachs einnehmen wird.Dieses Zusammenschmelzen einst autonomer Faecher fuehrt zum Aussterben kleinerer und fuer die Wirtschaft unbedeutender Oder laestiger Faecher. Ich wollte an der Fernuni Hagen eigentlich noch mal meinen Traum vom Zweitstudium realisieren. Im Gegenzug zu anderen gehts mir mit dem Studium nicht um das Verfolgen einer Karriere, sondern um das Studium aus reinem Interesse und Leidenschaft. Ich habe schon direkt nach dem Abi studiert und schon laenger mein Studium beendet, die Entwicklungen im Zuge des Bologna-Prozesses aber noch mitbekommen. An meinet alten Uni in Muenster hat sich diese Entwicklung genauso gezeigt: Kleinere Studiengaenge wurden zusammengelegt oder werden nur noch als Master angeboten. Bsp. sind zB die Allgemeine Sprachwissenschaft, welche man einst als Haupt-oder Nebenfach auf Magister studieren konnte und die es nun nur noch als Master gibt. Dann wurden kleinere Nebenfaecher wie Oeffentliches Recht aufgeloest. Um die Lehrstuehle zu sichern, hat man das Fach mit Politikwissenschaft verschmolzen. Usw usw. Traurige Entwicklung...
Nur um Deine erneut irrige Annahme zu korrigieren: Ich bin nicht direkt betroffen. Ein Blick in mein Profil verrät, dass ich im M.A. Governance eingeschrieben bin, was eine spezifische politikwissenschaftliche Perspektive bezeichnet, in der es keinen expliziten Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft gibt.
Aber als Politologe scheine ich zumindest zu wissen, dass Verwaltungswissenschaft ein respektables universitäres Fach ist und Verwaltungswissenschaftler keine Verwaltungswirte sind. Hättest Du Dich über einen beliebigen anderen Studiengang in ähnlicher Form ausgelassen und wären Deine Argumente in meiner Wahrnehmung ähnlich diffus und unqualifiziert gewesen, hätte ich vermutlich ebenso reagiert.
Ich wiederhole nochmal: Diese Zusammenlegung bedeutet für alle betroffenen Studiengänge m.E. nichts Gutes, da gehen unsere Meinungen nicht auseinander und da hast Du natürlich meine Solidarität!!!
Darum ging es in meiner Kritik an Deinen Äußerungen aber nicht. Dass Dich die Entwicklung frustriert, verstehe ich und akzeptiere auch jede Form des emotionalen Ausbruchs, insofern er sich einigermaßen kanalisiert auf den eigentlichen Verursachungskern richtet. Das sind in diesem Fall aber hochschulpolitische Entscheidungen und nicht der böse böse Studiengang Verwaltungswissenschaft und die vermeintlich unwissenden Studenten, die gar nicht ahnen, auf was sie sich mit ihm einlassen (= mehr oder weniger Deine Aussagen).
Ich darf Dich explizit daran erinnern, dass sich Dein Bedauern über das Aussterben kleiner und wirtschaftlich unbedeutender Fächer im Kontext der Beurteilung der Verwaltungswissenschaft leider ganz anders angehört hat. Da wolltest Du einen Studiengang, der nach Deiner Meinung zu keiner geeigneten beruflichen Qualifikation führt und dessen Probanden allenfalls Nischen besetzen, mit eben dieser Begründung am liebsten umgehend aus dem universitären Fächerkanon streichen.
ich habe auch gehört, dass ebenfalls die professur "handeln und strukturen" bald regulär besetzt werden soll. eine naive frage: einerseits geht es bei den berufungen anscheinend vorwärts, andererseits werden die soziologiestudiengänge getilgt. sehr merkwürdig, wohin steuert denn nun die hagener soziologie? vielleicht weiß vittoria etwas dazu?
Jaaa - ich weiß was dazu. Aber da gab es doch schon was Offizielles, oder? Es wird einen neuen BA geben, der eine Mischung aus Gouvernance und Soziologie sein wird. Ähnlich wie beim jetzigen BA KuWi kann man da einen Schwerpunkt wählen und daher relativ viele Soziologie-Module reinwählen.
Außerdem ist zwar der alte MA ein Auslaufmodell, aber auch hier soll ein neuer MA kommen.
Insofern werden die Profs dringend benötigt und wir arbeiten auch mit Hochdruck daran.
Lässt sich schon abschätzen, wann es den neuen Master geben wird und ob dieser auch eine Mischung aus Governance und Soziologie wird? Ich interessiere mich für Governance, aber auch für Soziologie. Der jetzige Master Governance wäre für mich zulassungsfrei (also ohne vorherige Leistungsnachweise), daher überlege ich, ob ich mich jetzt für das kommende Semester für Governance einschreibe und dann ggf. in den neuen Masterstudiengang wechsele, wenn dies möglich ist.
Lässt sich schon abschätzen, wann es den neuen Master geben wird und ob dieser auch eine Mischung aus Governance und Soziologie wird? Ich interessiere mich für Governance, aber auch für Soziologie. Der jetzige Master Governance wäre für mich zulassungsfrei (also ohne vorherige Leistungsnachweise), daher überlege ich, ob ich mich jetzt für das kommende Semester für Governance einschreibe und dann ggf. in den neuen Masterstudiengang wechsele, wenn dies möglich ist.
Leider gibt es noch nichts Genaueres - ich weiß nur, dass der jetzige Sozi-Master eine letztmögliche Einschreibefrist bis WS 12/13 hat, man dafür aber gewisse Module braucht. Der neue Master soll wohl in Richtung Struktur und Wandel gehen (jetzt ist das ja mehr so Individualität und Gesellschaft). Aber ob es einen Misch-Masch-Master geben wird, ist noch unbekannt.
v
vroni0815
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ich finde es gut, das es einfach wieder sozi gibt an der fu. ich mache es zwar nicht, aber freut euch einfach, dass es überhaupt die möglichkeit gibt!
Comments
_Juli_
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View profileHab ich auch schon gelesen....und gefällt mir überhaupt nicht.
Onkel Lu
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View profileda steht die soziologie sicher hinten an..ist eigentlich schade..
vittoriacolonna
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View profileIch bin zur Zeit in der Berufungskommission für einen neuen Soziologie-Prof (Gegenwartsdiagnosen), es geht also wieder bergauf *hoff*.
_Juli_
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View profilewie bist du denn dazu gekommen???
vittoriacolonna
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View profileOooch, ich wurde halt gefragt, ob ich daran Interesse habe, wurde dann vorgeschlagen und gewählt. Ist kein Hexenwerk, war eher Zufall.
_Juli_
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View profilefind ich trotzdem gut
vittoriacolonna
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View profileIch auch ;)) Vor allem hat man das Ohr dann mal gaaaanz dicht dran am Geschehen!
Onkel Lu
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View profileja da hast du recht!! kannst uns ja auf dem laufenden halten ;))
vittoriacolonna
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View profileDarauf kannste wetten ;))
fräuleinungeduld
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View profileIgitt. Eine Zusammenlegung mit Verwaltungswissenschaft.
:(
Vielleicht werden sie zukünftig aber ein Schwerpunktstudium anbieten wie in Kulturwissenschaften.
Aber an und für scih ist so eine Zusammenlegung von drei völlig unterschiedlichen Fächern ein Unding, weil am Ende ein Schmalspurstudium herauskommt, mit dem man unter Absolventen regulärer Soziologie- und Politikstudiengänge nicht mithalten werden kann bzw. die Anerkennung für Masterstudiengänge an anderen Unis wahrscheinlich schwierig werden wird bzw. nur unter der Bedingung des Nachstudierens bestimmter Module möglich sein wird.
Ein Studium Verwaltungswissenschaft hat meiner Meinung nach an einer Universität nichts verloren. Ursprünglich ist dieser Studiengang an FHs für öffentliche Verwaltung angesiedelt und bereitet auf Arbeitsbereiche bei Behörden vor. Entsprechend läuft die Ausbildung dort im Wechsel mit mehrmonatigen Praxisphasen ab.
Universitätsabsolventen sind dagegen reine Theoretiker. Wo sollen die Hagener Absolventen damit später unterkommen?.
Echt traurig diese Entwicklung.
Magari
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View profileMeine Güte, wenn ich so einen Schwachsinn lese, frage ich mich, warum man sich nicht besser informiert, bevor man seine Meinung in den Raum wirft.
Schon mal einen Blick in das Curriculum des hiesigen Studiengangs Politik- und Verwaltungswissenschaften geworfen? Die einschlägigen Lehrinhalte gesichtet, bevor man zu populistischem Getöse "das hat an einer Universität nichts verloren" ansetzt?
Darüber informiert, was an den einschlägigen Universitäten mit universitären Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft gelehrt wird (Potsdam, Konstanz)?
Sich möglicherweise Gedanken darüber gemacht, dass es sich dabei um einen wissenschaftlich-analytischen Forschungsansatz handeln könnte, der auf administrative Prozesse angewendet wird, die immerhin für jedes politische System von maßgeblicher Bedeutung sind.
Echt traurig, dass es immer wieder Leute gibt, die auf Basis ihres Unwissens Stimmung machen.
Magari
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View profileEinfach mal nachlesen...
[url=https://www.fernuni-hagen.de/KSW/bapo/studieninhalte/2011ws/modul1_2b.shtml]B.A. Politik- und Verwaltungswissenschaft - Fakult[/url] (Modul 1.2b: Verwaltung im modernen Staat)
[url=https://www.fernuni-hagen.de/KSW/bapo/studieninhalte/2011ws/modul2_7.shtml]B.A. Politik- und Verwaltungswissenschaft - Fakult[/url] (Modul 2.7: Verwaltung und dritter Sektor)
Wie alle verwaltungswissenschaftlichen Fragestellungen im übrigen mit explizit soziologischen Analyseansätzen, weil organisationstheoretische Konzepte eingebunden werden.
Andi2
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View profileAußerdem wurde die BW-Uni und Speyer vergessen und der Weg in den höheren Dienst^^
vittoriacolonna
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View profileUnd wenn ich hier einen Post in diesem Ton lese, frage ich mich auch so einiges ;)) ... Nun denn, ich denke, dass fräuleinungeduld nicht Stimmung macht, sondern ihre Meinung kundtut und das ist hier im SoziologInnen-Forum mehr als erlaubt und gewünscht, sofern der Ton sachlich und angemessen bleibt! Bisher hatten wir hier keine Holterdipolter-Posts und ich würde mich freuen, wenn dies auch so bliebe - danke vorab!
fräuleinungeduld
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View profileDie Studiengänge VW an Universitäten sind relativ neu und wohl erst im Zuge des Bologna-Prozesses entstanden. Eine Tradition haben sie meines Wissens an Universitäten nicht. Natürlich habe ich mir die Curricula durchgelesen. Der Ansatz ist analytischer. Aber bewerbt euch hinterher mal auf dem Arbeitsmarkt damit. Die Behördler werden sich erst mal verwundert die Augen reiben, weil das, was ein VW-Absolvent aus zB Hagen mitbringt sich völlig von dem unterscheidet, was ein FHler mitbringt. Und die Leute in den Behörden werden diesen Studiengang vorrangig mit der Fh assoziieren. Bis die Absolventen solcher Studiengänge ihre Nischen auf dem Arbeitsmarkt gefunden haben, wird es sicher etliche Jahre brauchen.
Außerdem ändert für mich dieser Einwurf nichts an der Tatsache, dass das klassische Soziologiestudium in so einem zusammengewürfelten Studiengang völlig untergehen wird. Wer hinterher in einen Master Soziologie an einer anderen Uni einsteigen möchte, wird wahrscheinlich große Probleme haben. Man hat letztlich dann nichts Ganzes und nichts Halbes in der Tasche. Absr naja, noch habe ich Hoffnung, dass man wenigstens. einen Fachschwerpunkt wählen können wird ähnlich sie in Kuwi.
fräuleinungeduld
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View profileStichwort: Höherer Dienst. Die werden überschwemmt mit Bewerbungen von Verwaltungswissenschaftlern und -angestellten aller Art und die Stellen reduzieren sich im Zuge öffentlicher Sparmaßnahmen zusehends, sodass die Luft für solche Bewerber immer dünner wird. Bessere Stellenaussichten an Behörden haben tlw noch Fachwissenschaftler wie Ingenieure, die ohnehin auf dem Arbeitsmarkt Mangelware sind, aber nicht der Spezialist für öffentliche Verwaltungsstrukturen.
Ich kenne eine junge Frau, die VW an einer FH für öffentliche Verwaltung studiert hat und die direkt danach nur einen befristeten Vetrag bei der ARGE bekam. Kann sich ja jeder denken, wie anstrengend diese Arbeit ist, zumal sie in direktem Kontakt mit den Antragstellern steht. Inzwischen hat sie zwar einen unbefristeten Vertrag. Aber dafür hat sie in Kauf genommen, einen Arbeitsplatz andererorts in der Pampa anzunehmen. Und auch dort ist sie wieder bei der ARGE hängengeblieben. Sie verrichtet dort Aufgaben, für die auch eine dreijährig ausgebildete Verwaltungsfachangestellte noch überqualifiziert wäre.
Ich denke, was einem heute noch am ehesten Türen öffnet , ist langjähriges freiwilliges und engagiertes Engagement bei Parteien und anderen Institutionen. Gute und begehrte Stellen werden als erstes dem internen Kreis angeboten, den man schon kennt. Das ist meine Erfahrung, v.a. im NP-und NGO-Sektor. Dies sollte man immer bedenken, wenn man solche Studiengänge verfolgt.
Derartige universitäre Studiengänge qualifizieren nämlich nicht für einen bestimmten Beruf oder auch nur bestimmte Tätigkeiten, sondern nur für bestimmte Berufsfelder und Aufgabenbereiche.
Magari
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View profile@vittoriacolonna
Ich muss mich doch wundern: Es gibt hier tatsächlich Menschen, die Politik- und Verwaltungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft studieren und auch wissen, warum sie das tun. Ich frage mich, wer sich im Ton vergriffen hat, wenn ein Beitrag mit dem Ausruf "Igitt Verwaltungswissenschaft" beginnt. Wieso wird dieser Beitrag - immerhin Auslöser für diese unsägliche Debatte - nicht ob seines unsachlichen Tons angemahnt? Wo ziehst Du denn die Grenze zu Stimmungsmache? Das Existenzabsprechen ("gehört nicht an eine Uni") ist es nicht? Solche Aussagen sind erlaubt und erwünscht?
Ich glaube allerdings nicht, dass Diskussionen auf dieser Plattform einer höheren moralischen Gewalt bedürfen, die über Tonfälle (und möglicherweise auch noch Inhalte) richtet. Warum darf sich die Debatte nicht selbst regulieren? Welche Kriterien werden bei Deiner Beurteilung überhaupt angelegt, gibt es überindividuelle? Wenn ja, ich lausche gespannt.
@fräuleinungeduld: Schon wieder halbgar: Studiengänge mit Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft sind nur im sehr begrenzten Rahmen im Zuge der Bologna-Reform dazugekommen, das Gros existiert weitaus länger, die Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer beispielsweise seit 1947.
Dass diese Zusammenlegung keine optimale Lösung ist (oder meint ihr tatsächlich, dass sich irgendein Politologe respektive Verwaltungswissenschaftler darüber freut), steht im übrigen auf einem ganz anderen Blatt.
Was aber überhaupt nicht sein kann, ist diese offenkundige Diffamierung eines wissenschaftlichen Studiengangs, der überdies in Hagen bereits studiert werden kann. Und bei dieser Meinung bleibe ich!
Magari
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View profile@fräuleinungeduld:
Kann es im übrigen sein, dass Du Verwaltungswirte und Verwaltungswissenschaftler verwechselst oder zumindest in einen Topf wirfst?
Die FHs bilden keine Verwaltungswissenschaftler aus, die Probanden sind im Endprodukt Verwaltungswirte, das war zumindest bis vor kurzem die recht einheitliche Bezeichnung (vor Bologna Dipl. Verwaltungswirt (FH), nach Bologna B.A. mit diversen kreativen Anhängen, die ggf. den Begriff Verwaltung beinhalten, gerne auch Public Management heißen, aber nicht B.A. Verwaltungswissenschaft).
Gerne würde ich ja wissen, von welchen Nischen Du eigentlich redest, in denen sich die Verwaltungswissenschaftler einrichten müssten, das sind nämlich die gleichen, in denen die Politologen und Soziologen auch sitzen. Als (bisheriger) Anwärter des Bachelor Soziologie würde ich an Deiner Stelle ohnehin das Fass nicht aufmachen, in dem die Frage nach der konkreten beruflichen Zukunft schwimmt.
Was ich damit sagen will: Die Diskussion über berufliche Qualifizierung ist für alle drei Studiengänge im Grunde müßig und kann nicht pauschal geführt werden, sie hat aber auf jeden Fall rein gar nichts mit der Existenzberechtigung eines Studiengangs an der Uni zu tun.
vittoriacolonna
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View profileAu weia, ich mache das hier schon ein paar Jährchen und es ist mir lediglich ein Anliegen, dass man immer schön bei sich bleibt. Fräuleinungeduld spricht von SICH, Du dagegen verurteilst ANDERE. Und das ist das Einzige, was mich stört. Klar, darfst Du eine Meinung haben und sie auch hier schreiben. Aber andere diffamieren (nicht Studiengänge oder andere DINGE sondern LEUTE) ist einfach hier nicht angesagt. Und das ist es auch schon, worum es mir ging. Ich weiß, dass es hier in einigen Unterforen recht harsch zugeht - in den von mir betreuten Foren allerdings nicht. Und ich wünsche mir einfach nur, dass es so bleibt. Okay?
Magari
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View profileOkay, ich werde diese Diskussion jetzt von meiner Seite beenden. Allerdings bin ich auch schon ein paar Jährchen auf dieser Plattform angemeldet und kann mich nicht erinnern, jemals Beiträge gelesen zu haben, in denen anderen Studiengängen die Daseinsberechtigung in ähnlicher Weise abgesprochen worden wäre. Interne Kritik meinethalben, auf Argumenten gründende Zweifel am eigenen Studiengang, aber einzig auf Unkenntnis und Bauchgefühl aufsetzende Nichtung eines fremden Studiengangs?
Im übrigen diffamiert diese Art der Äußerung natürlich nicht nur Studiengänge, sondern auch Menschen.
Soll ich mir jetzt vorbehalten, in Zukunft ähnlich undifferenzierte Schreckensschreie (IGITT, Zusammenlegung mit den Soziologen!! Warum sollte man das denn heute noch studieren, die hocken am Schluss alle beim Arbeitsamt auf den Fluren) bei den Politologen auszustossen?
Sorry: DAS IST STIMMUNGSMACHE! Die verurteile ich, da darf (und muss!) ich natürlich den Stimmungsmacher selbst angreifen.
Deine Argumentation, man solle immer schön bei sich bleiben, hat doch hoffentlich dort eine Grenze, wo grundlegende Rechte und Anliegen anderer eingeschränkt werden sollen. Und es ist mir in diesem Fall ziemlich egal, ob Dein persönliches Harmoniebedürfnis gestört wird oder nicht.
vittoriacolonna
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View profileMach einfach was Du willst, aber mach es doch einfach freundlicher! Ist doch gar nicht so schwer.
fräuleinungeduld
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View profileMagari, ich finde es ehrlich gesagt sehr seltsam, wie sehr du eine allgemeine Kritik auf dich beziehst. Ich habe hier nicht meine Meinung kundgetan, um DICH anzugreifen. Ich kenne dich nicht, ich habe nicht damit gerechnet, dass sich jemand wie du so empfindlich-aggressiv angegriffen fuehlt. Mir ging es nur darum, mir mal kurzerhand Luft zu verschaffen und dachte auf Solidaritaet zu stossen. Bin ich hier nicht im Soziologie-Unterforum? Denn mich frustriert es sehr, dass der Soziologie-Studiengang eingestampft wurde, zumaln ich bin mir sicher bin, dass Soziologie im neuen zusammengelegten Master nicht mehr oder hoechstens den Stellenwert eines Nebenfachs einnehmen wird.Dieses Zusammenschmelzen einst autonomer Faecher fuehrt zum Aussterben kleinerer und fuer die Wirtschaft unbedeutender Oder laestiger Faecher. Ich wollte an der Fernuni Hagen eigentlich noch mal meinen Traum vom Zweitstudium realisieren. Im Gegenzug zu anderen gehts mir mit dem Studium nicht um das Verfolgen einer Karriere, sondern um das Studium aus reinem Interesse und Leidenschaft. Ich habe schon direkt nach dem Abi studiert und schon laenger mein Studium beendet, die Entwicklungen im Zuge des Bologna-Prozesses aber noch mitbekommen. An meinet alten Uni in Muenster hat sich diese Entwicklung genauso gezeigt: Kleinere Studiengaenge wurden zusammengelegt oder werden nur noch als Master angeboten. Bsp. sind zB die Allgemeine Sprachwissenschaft, welche man einst als Haupt-oder Nebenfach auf Magister studieren konnte und die es nun nur noch als Master gibt. Dann wurden kleinere Nebenfaecher wie Oeffentliches Recht aufgeloest. Um die Lehrstuehle zu sichern, hat man das Fach mit Politikwissenschaft verschmolzen. Usw usw. Traurige Entwicklung...
Magari
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View profileNur um Deine erneut irrige Annahme zu korrigieren: Ich bin nicht direkt betroffen. Ein Blick in mein Profil verrät, dass ich im M.A. Governance eingeschrieben bin, was eine spezifische politikwissenschaftliche Perspektive bezeichnet, in der es keinen expliziten Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft gibt.
Aber als Politologe scheine ich zumindest zu wissen, dass Verwaltungswissenschaft ein respektables universitäres Fach ist und Verwaltungswissenschaftler keine Verwaltungswirte sind. Hättest Du Dich über einen beliebigen anderen Studiengang in ähnlicher Form ausgelassen und wären Deine Argumente in meiner Wahrnehmung ähnlich diffus und unqualifiziert gewesen, hätte ich vermutlich ebenso reagiert.
Ich wiederhole nochmal: Diese Zusammenlegung bedeutet für alle betroffenen Studiengänge m.E. nichts Gutes, da gehen unsere Meinungen nicht auseinander und da hast Du natürlich meine Solidarität!!!
Darum ging es in meiner Kritik an Deinen Äußerungen aber nicht. Dass Dich die Entwicklung frustriert, verstehe ich und akzeptiere auch jede Form des emotionalen Ausbruchs, insofern er sich einigermaßen kanalisiert auf den eigentlichen Verursachungskern richtet. Das sind in diesem Fall aber hochschulpolitische Entscheidungen und nicht der böse böse Studiengang Verwaltungswissenschaft und die vermeintlich unwissenden Studenten, die gar nicht ahnen, auf was sie sich mit ihm einlassen (= mehr oder weniger Deine Aussagen).
Ich darf Dich explizit daran erinnern, dass sich Dein Bedauern über das Aussterben kleiner und wirtschaftlich unbedeutender Fächer im Kontext der Beurteilung der Verwaltungswissenschaft leider ganz anders angehört hat. Da wolltest Du einen Studiengang, der nach Deiner Meinung zu keiner geeigneten beruflichen Qualifikation führt und dessen Probanden allenfalls Nischen besetzen, mit eben dieser Begründung am liebsten umgehend aus dem universitären Fächerkanon streichen.
balina
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View profiledachte mir, dass es auch für die Sozis interessant ist.
vittoriacolonna
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View profileNeues zum Thema: Mit ein wenig Glück haben wir schon zum Sommersemester 2012 die Stelle wieder besetzt.
charly32
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View profileich habe auch gehört, dass ebenfalls die professur "handeln und strukturen" bald regulär besetzt werden soll. eine naive frage: einerseits geht es bei den berufungen anscheinend vorwärts, andererseits werden die soziologiestudiengänge getilgt. sehr merkwürdig, wohin steuert denn nun die hagener soziologie? vielleicht weiß vittoria etwas dazu?
grüße, charles
vittoriacolonna
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View profileJaaa - ich weiß was dazu. Aber da gab es doch schon was Offizielles, oder? Es wird einen neuen BA geben, der eine Mischung aus Gouvernance und Soziologie sein wird. Ähnlich wie beim jetzigen BA KuWi kann man da einen Schwerpunkt wählen und daher relativ viele Soziologie-Module reinwählen.
Außerdem ist zwar der alte MA ein Auslaufmodell, aber auch hier soll ein neuer MA kommen.
Insofern werden die Profs dringend benötigt und wir arbeiten auch mit Hochdruck daran.
Mike72
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View profileLässt sich schon abschätzen, wann es den neuen Master geben wird und ob dieser auch eine Mischung aus Governance und Soziologie wird? Ich interessiere mich für Governance, aber auch für Soziologie. Der jetzige Master Governance wäre für mich zulassungsfrei (also ohne vorherige Leistungsnachweise), daher überlege ich, ob ich mich jetzt für das kommende Semester für Governance einschreibe und dann ggf. in den neuen Masterstudiengang wechsele, wenn dies möglich ist.
vittoriacolonna
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View profileLeider gibt es noch nichts Genaueres - ich weiß nur, dass der jetzige Sozi-Master eine letztmögliche Einschreibefrist bis WS 12/13 hat, man dafür aber gewisse Module braucht. Der neue Master soll wohl in Richtung Struktur und Wandel gehen (jetzt ist das ja mehr so Individualität und Gesellschaft). Aber ob es einen Misch-Masch-Master geben wird, ist noch unbekannt.
vroni0815
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ich finde es gut, das es einfach wieder sozi gibt an der fu. ich mache es zwar nicht, aber freut euch einfach, dass es überhaupt die möglichkeit gibt!
vittoriacolonna
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View profileJa, das finde ich auch. Und wenn die Professuren wieder besetzt sind, wird da auch wieder mehr los sein.
Lutz13
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View profileVittoria, offenbar nicht. Oder habe ich was verpasst? ciao, L