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Zwei Neustarts auf einmal

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Tagebuch und Leser,

ich habe zwar noch nie zu den Tagebuchschreibern gehört, aber vielleicht hilft es mir, mich a) beim Lernen zusammen zu reißen und b) einfach drüber "reden" zu können, was in mir vorgeht, mich freut bzw. nervt, denn außer meinem Mann weiß keiner, dass ich es noch einmal mit einem Studium versuchen möchte.

Zu mir: Bin 34 Jahre alt, hab Wirtscahftsingenieurwesen studiert, im 7. Monat schwanger und arbeite (noch) Vollzeit in der Internetbranche.
An sich hat mir mein Job immer Spaß gemacht, allerdings hab ich in den letzten 1,5 Jahren immer wieder festgestellt, dass mir der immer größer werdende Verwaltungsteil meines Jobs (die Jahre davor lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung eines neuen Produkts) keinen wirklichen Spaß macht und dazu noch der sozial inkompetente Idiot von Chef (bin von seinem Vor-Vorgänger eingestellt worden) den Job / die Atmosphäre auch nicht attraktiver macht. Und so hatte ich mich nun dazu entschieden, doch endlich mal die Familienplanung in Angriff zu nehmen (jünger werd ich ja auch nicht) und bin schwanger geworden.
Tja, mit dem Wissen um die Schwangerschaft (nur um Kind und Haushalt kümmern, ist mir definitiv zu wenig geistige Herausforderung) und der immer größer werdenen Langeweile in meinem Job, kam in mir der Drang hervor, mich endlich wieder mit was Anspruchsvollem bzw. irgendeinem Logikkram zu beschäftigen. Aber nur Sudokus lösen oder mal wieder etwas Sinnfreies programmieren ist mir dann auf Dauer doch zu fad und so hab ich mir überlegt, könnte ich mich ja wieder in Hagen einschreiben, auch wenn ich keine Ahnung hab, ob ich die Doppelbelastung mit Kind und Studium auch nur ansatzweise in den Griff bekommen werde. Aber nur "Versuch macht kluch...". Und so hab ich mich nun wieder für Mathe NF Info eingeschrieben.

Wieder? Ich war bereits vor 5 Jahren dafür eingeschrieben, weil ich den Studentenausweis gebraucht hab (ich gehörte zur Generation Praktikum und konnte mich mit dem Ausweis in der Tasche wenigstens gut bezahlen lassen i. Vgl. zu Praktikanten) und doch ein bisschen gehofft hab, ein bisschen Begabung dafür zu haben und damit evtl. noch mal was Neues machen zu können. Aber wie soll's auch anders sein: Begabung hab ich für Mathe / IT genauso wenig, wie für irgendwas sonst. Der einzige Unterschied: irgendwie fasziniert es mich. Ich kann noch nicht mal sagen, was genau, aber da ist irgendwas... Dennoch hab ich es damals nicht geschafft, mich soweit aufzuraffen, die Lineare Algebra verstehen bzw. lernen zu wollen, um überhaupt nur die Einsedeaufgaben bewältigen zu können. Aber war ja egal, denn ich hab ja schon ein Studium abgeschlossen und von daher nicht kriegsentscheidend. Noch dazu kam zu Beginn des 2. Semesters dann auch endlich die langersehnte richtige Festanstellung. Folge: Ende des Studiums.

Nun, Dank bevorstehender Elternzeit und der immer größer werdenden Abneigung meinem Job gegenüber, bin ich wieder auf die Idee mit dem Mathe-Studium in Hagen gekommen. Und damit verbunden die Hoffnung, mit einem Mathe-Studium vielleicht die Attraktivität meiner Person, trotz Kind, für einen Jobwechsel nach der Elternzeit steigern zu können. Denn ehrlich gesagt, sehe ich keine Zukunft mehr für mich in diesem Laden, denn der Chef ein A**** und die Jobaussichten, also das genaue Tätigkeitsfeld, nach dem Wiedereinstieg äußerst fraglich. Ich weiß, ich werde weder in einem Jahr, noch in 3 Jahren das Studium absolvieren (bin ja froh, wenn ich jetzt den Mathe Grundkurs im WS schaffe), vielleicht auch nie, aber was soll's. Und natürlich weiß ich auch nicht, ob ich in einem Jahr nicht einfach nur froh sein werde, "irgendeinen" Job, trotz Ekelpaket von Chef, zu haben, aber was soll's.

Und so kommt's, dass sich seit ein paar Wochen Mathe-Bücher zum Auffrischen bzw. Vorarbeiten in der Bahn lese (natürlich ist Verstehen das Ziel), auch wenn ich mir dabei blöd vorkomme, aber ich habe Spaß dabei.
Nun, mit dem Näherkommen des Geburtstermins, kommen auch immer mehr die Zweifel, ob ich in den ersten Wochen nach der Entbindung überhaupt nur irgendwas zu Stande bringe und deshalb hab ich nun von Bücher zu Skript gewechselt und muss sagen: ich bin begeistert! Ich hab heute die vollständige Induktion verstanden (vor 5 Jahren hab ich nicht mal ansatzweise folgen können) und freu mich wie ein Kind an Weihnachten :)
Schön wär's jetzt nur noch, wenn der Elan und die Erfolgserlebnisse anhalten würden und ein bisschen was von meinem Vorhaben - auch meiner Tochter ein gutes Vorbild zu sein - wahr werden würde.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal.
banzai

Comments

Milenka wrote:

Ich glaube, Du hättest es nicht weit bis zu mir. Wenn es hier mal wieder die PN-Funktion gibt, gern näheres.

Ansonsten lässt sich das Problem überschüssiger Tagesfreizeit super mit dem Kauf einer Süddeutschen Zeitung lösen. Ich habe mir vorgenommen, sie zu abonnieren. Wenn ich Rentner bin, vorher schaffe ich das nicht. Probeabos enden regelmäßig mit riesigen Papierbergen und schlechtem Gewissen.

Wochenendabo heißt das Zauberwort

Milenka wrote:

Ich glaube, Du hättest es nicht weit bis zu mir. Wenn es hier mal wieder die PN-Funktion gibt, gern näheres.

So wird das natürlich nix ;) Kannst ja das KFZ-Kennzeichen (oder sonst eins aus der näheren Umgebung) angeben, da dürfte dann selbst für ein Forum genügend Spielraum für den wirklichen Wohnort drin sein.

An sich würde ich immer noch gerne puzzeln, aber wie schon vermutet, ist mein Mann dagegen, dass ich den Esstisch belege :(
Süddeutsche lesen ist nix für mich. Meine Geduld reicht gerade mal für's Durchblättern der örtlichen Käseblätter.

Dann werd ich mich jetzt vor's Kochbuch setzen und hoffen, ein Gericht zu finden, dass wir heute Abend für Freunde kochen können und das nicht zu anspruchsvoll für meine kleinen Kochkünste ist.

In diesem Sinne: Euch allen ein schönes und erholsames Wochenende!

Krankenhausserie? Emergency Room! House MD.

Gute andere Serien? Mad Men. Downton Abbey. How I Met Your Mother.\

Milenka wrote:


Ansonsten lässt sich das Problem überschüssiger Tagesfreizeit super mit dem Kauf einer Süddeutschen Zeitung lösen. Ich habe mir vorgenommen, sie zu abonnieren. Wenn ich Rentner bin, vorher schaffe ich das nicht. Probeabos enden regelmäßig mit riesigen Papierbergen und schlechtem Gewissen.


Gegen die Papierberge hilft das iPad-Abo. ;) Ist für Studenten auch billiger (die gedruckte Ausgabe auch).

krid wrote:

Krankenhausserie? Emergency Room! House MD.

Gute andere Serien? Mad Men. Downton Abbey. How I Met Your Mother.\

Momentan bin ich einfach Fan sämtlicher Kochshows. Ich weiß nicht warum, aber die haben auch so etwas meditatives bzw. je nach Gast auch einfach was von bester Unterhaltung. Bis gestern hatte ich noch nie was von Marge Kinski gehört und nun kann ich nicht genug von ihr hören :) [url]https://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1776542/Lafer%2521Lichter%2521Lecker%2521-vom-17.-November#/beitrag/video/1776542/Lafer!Lichter!Lecker!-vom-17-November[/url]

Koch-Shows scheinen aber auch eine wahnsinnige Faszination auszuüben. Meine Schwiegermutter, die sonst nur (Kultur-)Radio hört und Zeitung liest und den Fernseher höchstens für Nachrichten und Spiele der deutschen Nationalelf einschaltet, liebt die Küchenschlacht und die Topfgeldjäger :p

banzai wrote:

hmmmm Plätzchen - hatte ich schon drüber nachgedacht, aber dann ist mir eingefallen, dass das ja Schwiegermutti schon in großem Maße macht und wenn ich dann auch noch welche mache, werd ich wohl ewig meine Schwangerschaftsklamotten tragen müssen

Nee, wie ich oben schon geschrieben habe, würden wir uns ja als Esser zur Verfügung stellen.

Genau. Für das Zusenden der Plätzchen würde ich sogar meine Adresse hier im Forum veröffentlichen :) Man muss Prioritäten setzen.

So, war irgendwie klar, dass es so kommen musste: hab seit letzter Woche nix mehr für's Studium gemacht und zur Zeit auch ehrlich gesagt keine Lust mehr dazu. Weiß nicht, warum ich auf einmal in so ein Loch gefallen bin :oops:

Jetzt versuch ich einfach noch die letzten Tage "in Freiheit" zu genießen und bspw. auch einfach mal nur den ganzen Tag vor'm Fernseher zu sitzen und nix zu tun bzw. das 3000-Teile Puzzle zu machen.

Fast eine Woche später muss ich nun gestehen, dass ich mich nicht mehr mit Mathe befasst hab. Ich weiß nicht warum, aber scheinbar hab ich das Faulheitsgen und versuche nun noch einfach nur faul zu sein, denn mir ist klar, dass das mit unserer kleinen Maus nicht mehr so einfach sein wird. Und die Mathematik hat da derzeit leider keinen Platz mehr. Vielleicht kommt der Enthusiasmus irgendwann wieder und ich freu mich, mein Gehirn wieder mit anderen Dingen, als Windeln, Stillen usw. zu füttern. Aber bis dahin, wird es wohl dabei bleiben, dass ich mal wieder nicht durchgehalten habe und das Semester für die Katz war

sei doch nicht so streng mit Dir! Dass Du jetzt keine Lust hast, ist ein sicheres Zeichen dafür, dass sich Dein Körper auf die Geburt einstellt. Kopfmäßig wird da erstmal alles runtergefahren und das ist auch gut so. Unsere auf Effizienz ausgerichtete Welt vermittelt manchmal das Gefühl, dass man auch im Mutterschutz mal eben noch ein paar Projekte runterreißen könnte. Schließlich hat man ja frei. Aber das ist Quatsch. Genieße die Zeit, die Dir noch bleibt, um Deine Akkus aufzuladen.

Ich bin schon ganz gespannt, wann es soweit ist!

Ich finde, banzai muss sich jetzt jeden Tag einmal melden und Bescheid sagen, dass sie noch da ist und Baby noch im Bauch, damit wir dann beim Ausbleiben dieser Meldung wissen, dass es losgeht.

Genau! Ich habe mir schon Gedanken gemacht, weil sie so lange nichts von sich hat hören lassen.

Nein, wir sind überhaupt nicht neugierig :oops

@ Milenka: Danke für deine aufmunternden Worte. Leider schleicht sich aber auch ein bisserl die Panik ein, dass ich genauso wenig Durchhaltevermögen bei meiner Tochter haben werde, denn für ein paar Tage/Wochen ja ganz nett, aber für immer? Ich weiß, ein bisserl spät drüber nachzudenken, aber ist halt so.

@ Birdy: kann ich nicht versprechen, denn mir ist momentan nicht jeden Tag nach schreiben. Aber ich denke, ich werde mich melden, wenn sie da ist und ich wieder klar denken kann. Für was gibt es denn die moderne Technik, mit der man auch im Krankenhaus ins Internet gehen kann ;)

Das schlimmste ist nun, die Warterei auf die Geburt. Eigentlich kann es jeden Moment losgehen und ich sollte mich auch freuen, aber irgendwie bin ich für jeden Tag dankbar, der noch "nur mir" gehört. Und die Angst vor der Geburt wird natürlich auch nicht geringer.
Ich weiß nicht warum, aber jetzt so kurz vor Beginn meines neuen Lebens kommen immense Zweifel in mir hoch, ob es wirklich die richtige Entscheidung war und ich nicht doch besser kinderlos geblieben wäre, denn eigentlich liebe ich meine Freiheit, das Faulsein usw.. Allein die Vorstellung, dass es heute Nachmittag/Abend losgehen könnte und ich heute Abend nicht mehr faul vor der Glotze hängen kann, ärgert mich. Ärgern ist vielleicht der falsche Ausdruck, aber irgendwie empfinde ich die nahende Geburt derzeit eher als Belastung, als als Entlastung und dafür schäme ich mich :( und das nicht zu knapp. TV wichtiger als Kind - ich fühl mich wirklich armselig und hab meiner Tochter gegenüber jetzt schon ein total schlechtes Gewissen, dass ich überhaupt so denken kann.
Leider gibt es in meinem Umfeld auch niemanden, mit dem ich drüber reden kann, denn entweder sind es alles Mädels, die, seit ich sie kenne immer nur schon Kinder wollten oder eben die Familie, die sich auf den Nachwuchs freut und sicherlich für meine Gefühle keinerlei Verständnis hätte.

Und so harre ich der Dinge und verabscheue mich selbst für meinen Egoismus

Alles ganz normal. Zeigt eigentrlich nur, dass Dein Körper anfängt, die Hormonlage auf Geburt einzustellen und damit alles gründlich durcheinanderzuwirbeln. Das bleibt natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die Psyche, ist aber eigentlich ein gutes Zeichen.
Und was das Gerede von den anderen angeht: Beim Thema Baby sollte man niemandem irgendetwas glauben außer dem eigenen Bauchgefühl. Und vielleicht der Hebamme, wenn da die Chemie gut stimmt.
Wenn man nämlich danach geht, wie nach Aussage anderer das Leben mit Baby direkt nach der Geburt ist und wie toll man im Hormonrausch die SChmerzen vergisst etc. müssten alle Kinder direkt nach der Geburt sprechen, laufen, durchschlafen und mit Messer und Gabel essen (unsere konnte sogar schon lesen :p) Das macht einen bloß wuschig, vor allem, weil dazu jeder eine Meinung hat und alle was anderes erzählen. Und genau wie bei Lehrern, denen auch viele Eltern meinen, ihren Job erklären zu können, weil sie ja selbst mal Schüler waren, fühlen sich auch beim Thema Baby und Kindererziehung alle als Experten, weil sie ja selbst mal ein klein waren :rolleyes:
FAZIT: rechtzeitig üben, die Ohren auf Durchzug zu stellen. Oder wie es jemand mal so schön sagte: Man hat zwei Ohren, damit die Ratschläge auf der anderen Seite wieder rauskönnen.

Nachtrag: So wie in der Schwangerschaft der Bauch mit dem Kind wächst, wächst man als Eltern mit den Erziehungsaufgaben mit.

Ich kann mich Birdy nur anschließen. Und ein schlechtes Gewissen oder gar Sich-Selbst-Verabscheuen sind schlechte Ratgeber. Auf die Gefahr hin, dass das jetzt pathetisch und wie in einem Esoterik-Forum klingt: Nimm Dich so an, wie Du bist, mit allen Deinen Stimmungen und Ängsten. Das ist normal und bleibt doch nicht so. Und selbst wenn. Das kannst Du den anderen dann ruhig vor die Füße kotzen. Ausgeglichene, strahlende Mütter kurz nach der Geburt sind doch was für Zeitschriftencover. Dein Mann und Deine Familie werden Dich auch lieben, wenn Du heulst und den Baby-Blues hast. Alles ist erlaubt. Sollen die anderen doch selbst das Kind zur Welt bringen, wenn die meinen, die können das besser.

Birdy, hast Du inzwischen den James Bond gesehen?

Neee, leider nicht. Ich war letzte Woche krank, mein Mann hat eine Projektdeadline und hat sogar das WE durchgearbeitet und bei unseren Freunden, mit denen wir standardmäßig einmal im Monat gegenseitig die Kinder für lau hüten, ist es gerade krankheitsbedingt auch schwierig, einen Termin zu finden. Da muss wohl mal der Onkel ran, aber der ist als kinderloser Doktorand abends natürlich immer schwer beschäftigt und unabkömmlich (wann war ich eigentlich das letzte Mal in einer Kneipe?)

Milenka wrote:

Ich kann mich Birdy nur anschließen. Und ein schlechtes Gewissen oder gar Sich-Selbst-Verabscheuen sind schlechte Ratgeber. Auf die Gefahr hin, dass das jetzt pathetisch und wie in einem Esoterik-Forum klingt: Nimm Dich so an, wie Du bist, mit allen Deinen Stimmungen und Ängsten. Das ist normal und bleibt doch nicht so. Und selbst wenn. Das kannst Du den anderen dann ruhig vor die Füße kotzen. Ausgeglichene, strahlende Mütter kurz nach der Geburt sind doch was für Zeitschriftencover. Dein Mann und Deine Familie werden Dich auch lieben, wenn Du heulst und den Baby-Blues hast. Alles ist erlaubt. Sollen die anderen doch selbst das Kind zur Welt bringen, wenn die meinen, die können das besser.


Genau!! Alles normal, wird alles gut! Ganz bestimmt! Du wirst Deine Tochter nicht wieder hergeben wollen, wenn sie auf der Welt ist, Fernsehen ist Dir dann sicher auch egal und selbst wenn nicht: Alle Kinder schlafen irgendwann einmal und dann kann man immer noch faulenzen ;)
Ich wünsche Dir viel Glück für die nächsten Tage und hoffe, dass Deine Maus ganz gesund und munter auf die Welt kommt!
Alles Gute!
Lilly

vielen lieben Dank für Eure aufmunternden Worte! Es tut gut sowas zu lesen und nicht gleich dafür verurteilt zu werden.

Ich melde mich wieder.
banzai

Aaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhh, seit gestern morgen weiß ich nun, dass mein Mumu bereits 3 cm offen ist/war (für die Männer: bei 10 ist Schluss und das Baby kommt; man rechnet 1 cm pro Stunde, bei Erstgebärdenden - ich bin eine - kann's aber auch länger dauern) und ich solle mich lt. Ärztin auf die Geburt in den nächsten 36 Stunden einstellen. Und nu? Nach wie vor keine Wehen, nix und ich fühle mich, wie bestellt und nicht abgeholt.

Das ist so bescheuert! Auf der einen Seite ist alles normal, denn ich hab ja keine Schmerzen und denke daher nicht wirklich daran, dass sich so ziemlich bald mein ganzes Leben auf den Kopf stellen wird und auf der anderen Seite ist da das Warten auf die höllischen Schmerzen, die ja auch irgendwann mal bei mir einsetzen müssen. Ich habe nicht den Glauben, dass es bei mir mal eben plöpp macht und die Maus da ist. So sitze ich nun zu Hause und trau mich allein nicht mehr vor die Tür :confused:
Das ist irgendwie genauso schlimm, wie das Warten auf den Zahnarzttermin, von dem man auch weiß, dass es einfach nur weh tun wird, nur mit dem kleinen Unterschied, dass die Behandlung beim Zahnarzt ja meist nach 20-30 Minuten vorbei ist und so eine Geburt dann doch gut und gerne x Stunden in Anspruch nehmen wird und ich keinerlei Vorstellung davon habe, wie schlimm es wirklich wird - diese Ungewissheit ist einfach unerträglich.

Ich verstehe Deine Angst. Aber eine Geburt beginnt doch sicher nicht mit höllischen Schmerzen wie auf Knopfdruck, die dann stundenlang dauern. Das beginnt (wenn es nicht mit Wehentropf gestartet wird) ganz sanft. Bei mir war nur die letzte Stunde heftig, davor bin ich noch herumgelaufen. Wenn auch mit Schmerzen, aber erträglich. Klar, das ist bei jedem anders, aber versuch, Dir nicht so viele Sorgen zu machen. Das kann übrigens trotz Öffnung nach meiner Erfahrung noch länger dauern.

Danke Milenka. Aber meine Hoffnung nach einer erträglichen Geburt schwindet von Webseite zu Webseite :(
1. Wenn meine Maus bis Dienstag nicht auf die Welt möchte, wird eingeleitet und 2. Lt. FA liegt sie momentan in Sterngucker-Position, was die Sache scheinbar auch nicht verbessert.

Ich habe es damals mit warmem Apfelsaft und Treppen runterspringen versucht. Hat leider nicht geholfen.

Ich drücke die Daumen! Das klappt schon alles und wenn deine kleine Maus da ist sind die Strapazen sowieso vergessen

Ich wünsche Dir auch alles Gute! Ist zwar ein blöder Spruch, aber: "Raus kommen sie alle". Du schaffst das und wirst - wie Sally schon sagt - die Strapazen kurz darauf vergessen haben.

Ganz liebe Grüße
Milenka

Ich drück mal ganz fest die Daumen, dass bei euch beiden alles gut geht! Letztendlich ist es mit den Wehen wie bei allm im Leben, man muss dafür bereit sein. Hört sich bescheuert an, aber meine Tochter (bzw. die Wehen) kamen erst, als ich mich entspannt habe. Da war auch mit viermaligem Einleiten nichts zu machen, das wurde erst was, als die mich mit Beruhigungsmittel schlafen gelegt haben...

sorry erst mal, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet hab, aber vor den Computer setzen ist derzeit leider noch eine sehr schmerzhafte Angelegenheit :(

Aaaaaalso: unsere kleine Maus ist am 03.12. gesund und munter auf die Welt gekommen :):):)

Wen's interessiert: es war keine schöne Geburt. Weder Schmerzmittel noch 3 PDAs (von 3 verschiedenen Anästhesisten gelegt) haben irgendwie geholfen, die Wehen kamen auch direkt von Anfang an schon im 1, 2, 3 Minuten-Abstand (nix da von wegen 20 min, 10 min usw.), so dass ich 12 Stunden leiden musste. Leider wollte sich meine Maus 11 Stunden lang auch nicht drehen und dann am Ende auch nicht raus, so dass sie per Saugglocke geholt werden musste. Und glaubt mir: eine Sterngucker-Geburt tut weh und zwar verdammt weh - so ganz ohne Betäubung. Und es ist auch nicht so, dass ich diese Schmerzen jemals vergessen werde :confused: Und schon gleich gar nicht die, die mir jetzt das Leben zur Hölle machen.
Da mein Becken und Steißbein bei der Geburt sehr gelitten haben, ist jetzt erst mal Schluss mit Studieren, denn länger als 10 Minuten kann ich mich auf keinem Stuhl halten :(
Außerdem hoffe ich, dass ich bis zum nächsten Semester wieder genug Elan und Schlaf hab, damit ich das wieder in Angriff nehmen kann. Aber bis dahin bleiben die Unterlagen erst einmal im Schrank. Was aber nicht heißen muss, dass ich nicht von Zeit zu Zeit hier vorbei schau und euch an meinem Leben als Mama teilhaben lasse.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

LG
banzai

Banzai,

ich freue mich zu hören, dass Deine Maus gesund auf die Welt gekommen ist, auch wenn die Geburt alles andere als angenehm war! Lass Dir Zeit mit allem und genieß das Wochenbett mit viel Ruhe und Pflege und freu Dich an Deiner Kleinen! Das Studium wartet auf Dich, läuft nicht weg, und die Kleinen werden sooo schnell groß... Genieß die Zeit als junge Familie!

Ganz viele liebe Grüße und alles, alles Gute,
Lilly

Ich wünsche Dir und deiner Familie alles Gute! Schön, dass es der Kleinen und dir - trotz der blöden Geburt - gut geht!

LG, Sally

Banzai,
auch von mir ganz herzliche Glückwünsche!! Tut mir leid, wenn das Ganze für Dich so schmerzhaft war. Aber die Hauptsache ist, dass die Kleine gesund ist! Lass Dich schön im Wochenbett verwöhnen, ruh Dich gut aus, damit Du bald wieder gesund wirst. Hat Dein Mann Urlaub oder steht Dir eine (Schwieger-)Mutter zur Seite?
Vergiss das Studium einfach für die nächsten Wochen, der Rest ist anstrengend genug.
Ich freue mich immer, hier von Dir zu lesen!
Bis bald,
Milenka

Banzai,
alles Gute zu der Kleinen :) Erhole dich erst einmal von der Geburt

Banzai,

geht doch :p - nee, im Ernst: lass Deine Wunde gut ausheilen, geh' damit auch besser noch einmal zum Frauenarzt oder hol' Dir eine Hebamme zur regelmäßigen Nachkontrolle, damit sich nichts entzündet *autsch*!
Und zu Deinem kleinen Mäuschen gratuliere ich natürlich herzlich :) :) :) und lass Dich bloß nicht stressen, dass alle anderen angeblich Wunderkinder von perfekten Müttern sind :rolleyes

Herzlich willkommen und alles Gute!

entschuldigt bitte, dass ich so lange nicht mehr hier war, aber die letzten Wochen waren einfach nur anstrengend. Da mein Mann - wenn es um seinen wohlverdienten Schlaf geht - leider nicht so hart im Nehmen ist, hab ich die Ehre nachts alles allein machen zu müssen, obwohl ich nicht stille. Und das führt zu einem sehr unrythmischen Leben.

Die letzten 2 Monate waren für mich sehr frustrierend bzw. war ich unzufrieden und hab mich enorm gelangweilt. Nichts gegen meine Tochter, aber füttern, wickeln und kuscheln sind nicht so wahnsinnig befriedigend für mich :oops: Für mich war das Highlight jede Woche das Einkaufen am WE, wirklich - endlich mal was anderes tun.
Sagt mir nicht, ich solle mich mit Freunden treffen: hab ich ja auch. Unter der Woche haben aber auch nur die Muttis Zeit und das sind allerdings Muttis, deren Lebensinhalt wirklich aus Hausfrau- und Mutterdasein besteht. Und entsprechend "tiefgründig" waren diese Gespräche dann auch... Und der andere Teil des Freundeskreises geht arbeiten und hat folglich nicht die Zeit, die man hat, wenn man den ganzen Tag zu Hause ist.

Und dann kam mir vor ein paar Tagen die Erkenntnis, warum mir langweilig ist, ich unzufrieden bin usw.. Die Lösung: MEIN GEHIRN BRAUCHT WAS ZU TUN!!!
Und so hab ich mich als Wiederholer in den Mathe Grundkurs eingeschrieben und hoffe, dass ich das mit Kind geregelt krieg.

Nun könnte ich ja schon mit dem Lernen anfangen - die Unterlagen hab ich ja - aber, ich hab da so ein schönes Buch in meinem Schrank gefunden: "Wie man mathematisch denkt". Ich weiß noch, dass ich es mal irgendwann angefangen hab zu lesen, dann aber grundlos aufgehört. Und jetzt fang ich wieder an, in der Hoffnung, dass ich all das Beherzigen kann.

Was anderes. Eine Frage an euch Mütter: was habt ihr mit euren Kindern so gemacht, als sie so 2-6 Monate alt waren? Davor fand ich's ja noch einfach: Füttern, Wickeln, Schlafen legen. Aber nun ist meine Tochter immer längere Zeit am Stück wach. An sich versuche ich ja auch mit ihr zu Spielen, aber Grimassen schneiden und stundenlang das gleiche Stofftier vor die Nase halten, ist mir zu langweilig und meiner Tochter wahrscheinlich auch. Spazierengehen ist klar, aber da schläft sie dann in aller Regel auch sofort ein. Ist also, mal abgesehen von der frischen Luft, für sie unspannend.
Wir haben ihr ein Mobile gekauft, das sie wirklich heiß und innig liebt - wenn sie es sieht, lächelt sie sofort. Aber ich kann sie ja nicht nur die ganze Zeit da allein liegen lassen. Und wenn ich das doch mal für 15 Minuten mache, hab ich gleich wieder ein schlechtes Gewissen.
Hab letztens so nebenbei von einer Freunding gesagt bekommen: "...fütterst dein Kind ja nur, spielst wahrscheinlich nicht mit ihr und der Fernseher läuft doch eh die ganze Zeit...". Irgendwo hat sie ja auch Recht gehabt. Der Fernseher läuft die ganze Zeit, denn sonst wäre mir unendlich langweilig. Und ein Buch lesen bei 10-minütigem Aufstehen wg. Schnuller, Hunger, Wickeln oder was auch immer, lässt mich keinen Spaß am Lesen haben. Das mit dem Spielen hab ich erstmal nicht ernst genommen, denn soll ich meine Maus künstlich wach halten, nur damit ich sagen kann, ich spiele auch mit ihr?
Aber nun ist die Zeit gekommen, wo sie eben immer länger wach ist und da kann ich sie ja dann schlecht "ignorieren". Passt natürlich auch gar nicht zum Vorhaben jetzt das Buch^^ zu lesen bzw. zu bearbeiten, aber mit dem Studium selbst wird es ja dann auch nicht besser.
Nun: wie und was habt ihr gemacht, damit das alles funktioniert und eure Zwerge nicht zu kurz gekommen sind? Nur ständig die Großeltern bitten möchte ich ehrlich gesagt nicht, auch wenn es sehr angenehm ist, mal ein paar Stunden kein Weinen, Jaulen, Winseln oder was auch immer zu hören (selbst der Lärm im übervollen Einkaufscenter war Balsam für meine Seele :oops:). Denn deren Geduld brauchen wir zur Zeit schon für einige Abende unter der Woche, wo mein Mann und ich gleichzeitig nicht da sind.

In diesem Sinne, muss ich jetzt - glaub ich - meine Maus mal füttern. Ich bin soooooooooo stolz auf sie: sie hat heute Nacht 7 Stunden am Stück geschlafen

Banzai,
7 Stunden Schlaf am Stück sind ein Highlight! Das weiß man erst zu schätzen nachdem man alle 3 Stunden zum füttern aufstehen musste......
Meine Tochter ist jetzt 6 Monate alt. Ich war mit ihr bei der Babymassage (mit ca. 8 Wochen) und aktuell machen wir Babyschwimmen.
Wenn sie irgendwann krabbeln kann gehen wir zur Krabbelgruppe.
LG,
Sally

habe natürlich über's WE nix gemacht, da ständig etwas anderes war :(
Dennoch hab ich gestern angefangen und sogar schon ein kleines Erfolgserlebnis gehabt. Mal schauen, wie lang meine Maus jetzt noch schläft und ich was tun kann, denn der Rest des Tages ist schon wieder verplant :oops

Ach, noch eine Frage an die Mamis hier: was habt ihr mit Euren Zwergen denn daheim so gemacht?
Babymassage wird hier nirgendwo angeboten und Babyschwimmen, meinte die Ärztin, würde sie jetzt in der Winterzeit nicht machen, denn das Ansteckungsrisiko ist einfach zu groß. Mit der Aussage kann ich leben, denn ob sie jetzt 3 oder 6 Monate alt ist, ist wirklich egal.

Das blöde hier ist halt, dass ich im Vorort wohne und das Familienangebot sehr eingeschränkt ist. Und wenn es etwas gibt, dann ist das häufig nur mi'm Auto erreichbar, denn der Ort hier (20.000 EW sind es schon) ist sehr lang gezogen, dafür aber noch nicht mal einen Kilometer breit. Und da ich nicht Auto fahren darf...
In der Stadt gibt es sicher einiges, da werd ich dann mal schauen. Aber schöner wäre es natürlich schon, wenn unser Zwerg mit Kindern aus der Umgebung spielen könnte.

Im Frühling wird es besser. Einfach auf den Spielplatz gehen und die Kleine mit der Matschhose durch den Sand robben lassen. Dann lernst Du auch andere Mütter mit ihren Kindern kennen und Deine Kleine kann sich austoben. Jetzt ist sie dafür noch ein bisschen zu klein. Wenn Euer Ort 20.000 EW hat, dann habt Ihr doch sicher eine Krabbelgruppe.

Zu Hause habe ich mit meiner Tochter manchmal getanzt, Lieblingsmusik an und das Baby fest in den Arm genommen. Sie hat sich immer sehr gefreut. Ansonsten sind wir viel spazieren gegangen, am liebsten mit Tragetuch. Aber die Durststrecken, die Du beschreibst, kenne ich auch. Beim zweiten Kind ist alles leichter, weil das erste dann den Tagesablauf vorgibt und das zweite (meist) einfach mitläuft.

Zum Thema Stofftier vor der Nase ist auch für das Kind langweilig zitiere ich hier mal unseren Kinderarzt:
"Wissen Sie, für Säuglinge < 6 Monate kann es eigentlich gar nicht stumpf genug sein. Wenn es nach denen ginge, sollten sie am besten auch jeden Tag dasselbe anhaben, für Ihr Kind ist die Tatsache an sich, dass es draußen und nicht mehr drinnen (im Bauch)ist, mit der Schwerkraft kämpfen muss, überhaupt existiert und irgendwas absichtlich mit den komischen Sachen machen kann, die nah an ihm dranhängen (Hände und Füße) aufregend genug.
Bloß müssen Sie als Eltern natürlich schauen, welches Maß an Stumpfheit Ihnen bekommt."
Sprich immer das gleiche Stofftier ist für Deinen Nachwuchs wahrscheinlich überhaupt nicht oede. Vor allem nicht, wenn Du dabei bist, denn Mama und Papa sind bei uns eigentlich immer spannend gewesen.
Ansonsten ist die Aussage bezüglich Anregungen für Unternehmungen zugegebenermaßen nicht sehr hilfreich, aber ich fand sie sehr erheiternd.


Wir waren tatsächlich im tiefsten Winter (ab Dezember) beim Babyschwimmen und sind dabei nicht krank geworden. Bei 20.000 Einwohnern würde ich auch mal tippen, dass es noch so etwas wie PEKIP oder Krabbelgruppen, Müttertreffs oä. geben sollte. Eventuell mit Fahrrad gut erreichbar, wenn zu Fuß gehen zu weit ist? Geht bis ca. 10/12 Monate natürlich nur mit Fahrradanhänger, die Investition würde sich angesichts der von Dir beschriebenen Ortsstruktur aber wohl lohnen, zumal ich das Teil bis heute (kindergartenkind) für viele Anlässe praktischer finde als Fahrradsitz. Von der Wetterfestigkeit mal ganz zu schweigen. Wir machen eigentlich alle innerstädtischen Wege damit, weil wir gar kein Auto haben.
Tragetuch oder Manduca kann ich auch sehr empfehlen, vor allem bei der nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, die gerne mal ohne barrierefreie Zugänge daherkommen, sehr angenehm.

Bei uns war es so, dass Töchterlein die ersten 6 Monate ohnehin nur im Tragetuch oder direkt neben mir oder Papa geschlafen hat. Das hat dazu geführt, dass ich mir für tagsüber ein "Stehpult" konstruiert habe (sitzen mochte sie nicht), an dem ich mit schlafendem Nachwuchs im Tuch fürs Studium gearbeitet habe. Selbst Hausarbeit (inklusive Boden wischen auf allen Vieren) habe ich nach einigen WOchen mit Tragetuch vor dem Bauch beherrscht (klingt jetzt deutlich lustiger als ich das damals fand...)
Allerdings gibt es auch Kinder, die Tragen überhaupt nicht prall finden (unsere Freunde hatten so eins).

Wir haben den ErgoCarrier für unsere Maus gekauft. Sie ist immer super zufrieden darin. Am Anfang haben wir ihn auch als Einschlafhilfe benutzt. Kaum saß das Kind im Ergo konnte man fast von 10 auf 0 runterzählen, dann war sie schon eingeschlafen und konnte ins Bett gelegt werden.
Was Birdy schreibt kann ich nur bestätigen, auch mit quengelndem Kind kann man die Hausarbeit wunderbar erledigen, weil man die Arme frei hat :) Ob Tragetuch, Manduca oder Ergo, das kommt auf die individuelle Vorliebe an.
Ich gehe auch gerne damit einkaufen. Zwar gibt es die Einkaufswagen, die eine Vorrichtung für den Maxi Cosi besitzen, aber damit fährt man fast blind durch den Laden....(zumindest wenn man nicht sooo groß ist...)

Ich werfe noch den Bondolino zu den bisher genannten Tüchern und Tragehilfen in den Raum ;) Hat hier auch weit über das ganze erste Jahr hinweg sehr gute Dienste geleistet und es ist alles sooo viel praktischer (und schöner), als mit Kinderwagen. Vielleicht kannst Du ja irgendwo einmal austesten, was Dir und Deiner Maus liegen würde (da muss nämlich meiner Meinung nach jeder das richtige "System" für sich herausfinden...)?
Ansonsten weiterhin alles Gute für Euch zwei!!! (Hier hat Rausgehen immer geholfen, die Laune von Mama und Kind zu steigern... Kurse haben wir nicht so viele gemacht (eigentlich nur einen Babymassagekurs), aber sich draußen mit anderen Treffen oder zu zweit die Welt erkunden hat immer viel Spaß gemacht).

vielen Dank für Eure Tipps. Das mit dem Tragetuch werde ich mal ausprobieren - mal sehen, was sie dazu "sagen" wird ;)
Gestern war meine Mama so nett und hat die Kleine mal den ganzen Tag lang behütet und ich muss sagen, ich hab seitdem ein enorm schlechtes Gewissen meinem Kind gegenüber. Meine Mama hat wirklich ununterbrochen mit der Kleinen gesprochen (sie hat noch ein bisserl auf sie aufgepasst, als ich schon da war), sie rumgetragen, gestreichelt, gespielt und was auch immer. Und ich? Ich schaffe es gerade mal, meiner Tochter immer das gleiche zu erzählen, wenn wir miteinander spielen. Und auch das Spielen sieht immer gleich aus. Irgendwie bin ich nicht kreativ genug dafür.

Jetzt habe ich vom Rückbildungskurs ein paar Mamis gefunden, mit denen ich zumindest schon mal Pizza essen war und morgen werden wir ein Kaffeekränzchen mit Kindern halten. Bin ja mal gespannt, wie das mit einem Haufen Babys wird, die noch nicht einmal krabbeln können. Positiv überrascht war ich aber, als ich feststellen musste, dass von denen die meisten studiert haben, auch an ihrem Job hängen und sich nicht als Hausfrau und Mutti forever sehen. Von daher hoffe ich, dass man mit denen auch mal über was anderes reden können wird. Und seien es nur die versprochenen Krippenplätze ab 1. August.
War gestern bei meinen Freundinnen mit Kids und da war wirklich fast den ganzen Tag nur das Thema "Kinder". Selbst die Krippenplatz-Geschichte ist für die Meisten uninteressant, denn sie brauchen/wollen alle keinen, weil sie lieber daheim bleiben. Und das obwohl die meisten von denen wohl mit einem 2. Gehalt deutlich besser dran wären.
Ich sag jetzt mal, dass wir wohl leer ausgehen werden, denn hier im Kaff (sorry, aber vorher hab ich in München gewohnt) gibt es sagenhafte 80 Krippenplätze für alle 1-3-jährigen und KEINE einzige Tagesmutter. Und selbst wenn: drei Krippen sind so weit weg, sodass wir künftig mind. 1 Stunde Fahrtweg in die Arbeit haben würden - bisher sind es nur 30 Minuten (mind. und das auch nur, wenn die Bahn pünktlich ist) und das ist schon ganz schön nervtötend. Außerdem haben zwei von diesen Krippen auch nur von 8-13 Uhr geöffnet - wie zur Hölle soll ich denn dann noch vernünftig in meinem alten Job arbeiten können? Also werde ich gespannt den 1. August abwarten und mich dann evtl. schon mal nach einem Rechtsanwalt umsehen...

Aber zurück zum Studium: momentan bin ich wieder in der "macht es denn überhaupt Sinn"-Phase. Auf der einen Seite würde ich wirklich gerne studieren, auf der anderen Seite befürchte ich halt, dass ich geschätzte 24 Semester und mehr brauchen werde, bis ich überhaupt damit fertig sein könnte und dann brauch ich das aus beruflicher Sicht wohl auch nicht mehr :( Und ohne dieses Ziel vor Augen, werde ich mich wohl nicht aufraffen können, auch nur für eine einzige Prüfung zu lernen -> Teufelskreis. Denn - machen wir uns nichts vor - kann ich schon froh sein, wenn ich auch nur 1 KE pro 14 Tage bearbeiten kann. So begabt bin ich halt einfach nicht, dass nur einmal lesen ausreichen würde, um die Einsendeaufgaben zu lösen und recht viel mehr Zeit sehe ich gerade nicht. Schließlich wollen Mann und Kind nach wie vor bespaßt werden und dann hab ich ja auch noch ein paar andere Dinge, wie z.B. Hobbies oder Freunde treffen. Wie macht ihr das denn alles? Sind Eure Männer so genügsam, dass sie nicht das Gesicht verziehen, wenn man sich abends an den Schreibtisch verdrückt und ihnen wenig/keine Aufmerksamkeit schenkt? Meiner findet das nicht so toll, auch wenn er's nicht zugibt :rolleyes:, wohl eben weil ich dann nicht mehr so viel Zeit für ihn hab und er mit Mathe an sich schon gar nichts anfangen kann und es für ihn völlig unverständlich ist, dass man sich damit überhaupt beschäftigen möchte.

So, und nun bitte ich vielmals um Entschuldigung für diesen langen Text, aber - ihr seht - ich hab doch ein wahnsinniges Mitteilungsbedürfnis, denn außer meinem Mann weiß keiner von diesem Studium. Ich will nicht ständig gefragt werden, wie's denn so geht und warum ich mir das antu usw..

Bis demnächst
banzai

Banzai,
das mit den Krippenplätzen kenne ich. Die Dame von der Stadt hat mir gesagt, dass sie definitiv zuwenig U3-Plätze haben. Ich hätte dann halt einfach Pech... Super Aussage. Habe aber glücklicherweise eine Tagesmutter gefunden.

Mein Kind bespaße ich auch nicht den ganzen Tag. Bei den Großeltern ist das was anderes. Sie sehen ihre Enkelin nicht so oft und wenn doch, dann wird sich nur noch um die kleine Maus gekümmert.

Außerdem tust du doch etwas mit deiner Tochter. Du triffst dich mit anderen Müttern + Babys aus der Rückbildung. Für mich fällt das auch unter Kinderbespaßung.

Sally,

das Treffen gestern war echt nett - natürlich ging es in erster Linie um die Schwangerschaften/Kinder usw., aber man kennt sich halt noch nicht wirklich und das ist halt erstmal der gemeinsame Nenner. Dennoch war es sehr angenehm mit diesen Mädels, denn bei allen ist es das erste Kind und sie verstehen einen einfach besser, dass man hier/da noch unsicher ist usw..

Thema Krippe: hier gibt es noch nicht mal eine Tagesmutter im Ort (Angabe auf der Homepage des Kaffs), bei wohlgemerkt 20.000 Einwohnern :eek:
Der AG von meinem Mann ist Partner einer Krippen-Kette, allerdings haben die auch nur 70 Plätze für 20 Partnerfirmen zu vergeben, also auch eher chancenlos :(
Das ist mit ein Grund, warum ich an diesem Studium doch festhalten möchte - ich sehe mich derzeit mangels Krippenplatz nicht wieder im Job. Ich will aber auch nicht den ganzen Tag nur Duzzi, duzzi usw. machen. Ich brauch Nahrung für's Gehirn. Aber wie das dann gehen soll, wenn die Kleine den ganzen Tag da ist, weiß ich auch nicht. Klar, Spielgruppen usw. gibt es hier schon, aber ob die Zeit reicht, dass ich genügend Zeit für Mathe habe, wage ich zu bezweifeln.
Außerdem ist da ja noch die Sache, mit dem 2. Einkommen... In Armut werden wir deswegen nicht verfallen, aber ich will nicht von meinem Mann abhängig sein und jedes Mal um Erlaubnis fragen müssen, ob ich dies, das oder jenes kaufen darf. Klingt jetzt schlimmer, als es ist, aber mit einem eigenen Einkommen, kann man doch deutlich freier umgehen ;)

Bis denne,
banzai

banzai,
also ich mag Deine langen Beiträge, auch wenn ich bisher nur so mitgelesen habe! Bitte weiter so...:)
Habe dieses Forum gerade für mich entdeckt, als Du Dein Tagebuch anfingst.
Ich kann es bestens verstehen, dass Du "Gehirnfutter" brauchst zwischen dem ganzen "Duzzi, duzzi", wie Du so schön sagst, denn ich habe das auch umso nötiger, je kleiner das Kind...;)
Ich war schon ganz jung Mutter, mit 22, da sind wir auch in die Pampa gezogen. Hätte gern eine Ausbildung gemacht, aber mein Sohn hielt nix von Tagesmutter & Co., und der Kindergarten (ab 3) war auch so einer von 8-12, haha... Da hab ich mit 25 die FernUni entdeckt, und am Anfang auch fleißig studiert, auch noch mit Tochter dazu (3 Jahre später).
Im Hauptstudium (BWL auf Diplom) wurden die Fächer dann jedoch so umfangreich, dass ich kein Land mehr gesehen habe... Unterstützung zuhause war nämlich auch nicht so dicke, ich kenne das (und mein Mann hätte das auch nie zugegeben).
Zwischendurch gab´s dann private Krise, und ich hab erstmal viel gearbeitet, hab ´nen spannnenden Laden mit aufgebaut, der aber leider auf Dauer keine feste Stelle für mich abwarf, und durch die ganzen "Förderprogramme" sind wir auch immer durchgerutscht. Dann kam mit 37 ganz unerwartet noch mal ein "Kleines" (die ist jetzt 2), und da war er wieder: der dringende Wunsch nach "Gehirnfutter"! Da stellte ich mich der Realität: in diesem Laden, so sehr ich auch dran hänge, gibt´s finanziell keine Zukunft für mich - und intellektuell fordert er mich eigentlich auch nicht mehr. Inzwischen gibt´s die handlichen Module - statt der Riesen-Diplomklausuren - da habe ich eine Chance, den Abschluss zu packen, und auch einige Ideen, was man "in meinem Alter" noch damit anfangen könnte... ;)

Deshalb kann ich Dir nur zustimmen: gib´s nicht auf, Dein Studium, bevor Du richtig angefangen hast! Deine Kleine ist jetzt noch SEHR klein, das wird mit jedem Monat ein wenig besser, dass Du nicht mehr unter totalem Schlafmangel leidest, und vielleicht Lust kriegst, während ihrem Mittagsschlaf bequem auf dem Sofa bei einer Tasse Kaffee Mathe zu "lesen"... Und wenn Deine Mama gern mal auf die Kleine aufpasst, vielleicht kannst Du Dir da 2-3 Studienzeiten in der Woche fest vereinbaren? Dann musst Du nicht alles auf den Abend verlegen, auch wenn Du natürlich mal Zeit für Dich & Dein Studium einfordern darfst, wo Du schließlich den ganzen Tag über zuhause alles am Laufen hälst.
Im übrigen gebe ich Sally recht: bei Großeltern ist das was anderes... Du musst Deine Tochter nicht komplett bespaßen, die fordert sich das schon ein, was sie braucht. Auch das wird mit der Zeit immer mehr, macht aber auch immer mehr Spaß! Viel geredet hab ich mit meinen Babys aber auch immer - war ja auch sonst keiner da den ganzen Tag...über den Einkaufszettel, das Wetter, die neuste Schlagzeile etc. Kannst ihr auch aus Deinem neusten Krimi oder dem Mathebuch vorlesen - sie liebt Deine Stimme, der Inhalt ist noch zweitrangig ;)

Und wer weiß, wann man den Job nochmal wechseln will oder muss - da macht so ein Studienabschluss auch später noch Sinn (wenn man´s mal unter diesem Aspekt betrachten will)...
Also: mach weiter! Ohne Druck. Es tut Dir offensichtlich gut!

Vorsicht extrem lang!

Was soll ich sagen: gestern hab ich mal wieder über mein Leben nachgedacht. Auslöser ist das Lied "Leb Deine Träume", das ich erst jetzt für mich entdeckt hab, und ein Frühstück mit Freunden in der Münchner City. Dies war in einer Gegend, die schon irgendwie kultig ist - aber nicht in Schwabing - lauter Altbauten, mitten in der City, viele kleine Kneipen, nicht weit zur Isar usw.. Ihr werdet Euch nun fragen, warum das ein Auslöser für einen Rückblick ist? Ganz einfach: als ich Teenie war, war mein Wunsch/Ziel immer, mal in dieser Gegend zu wohnen. Woran es nun gescheitert ist und was ich noch damit verbinde, will ich euch mitteilen - ihr wisst, mein Mitteilungsbedürfnis ;)

Wo soll ich nur anfangen - es könnte jetzt ein bisserl Durcheinander werden, aber eine richtig Reihenfolge bekomme ich nicht hin.

Mein Traum war es immer zu studieren und dann auch ein typisches Studentenleben zu führen. Also in einer WG in der Innenstadt wohnen, mi'm Fahrrad zur Uni fahren, sich richtig ins Zeug legen, mit Kommilitonen und fleißig lernen, nebenbei jobben und das alles hätte noch nicht mal in M sein müssen usw. <- das alles war der Traum.
Warum hab ich das dann nicht einfach gemacht? Weil ich es bei Mama einfacher hatte und auch total Schiss vor'm Ausziehen hatte. Der Grund dürfte wohl darin liegen, dass ich zum Einen Angst vor'm Alleinsein hab (auch jetzt noch) und zum Anderen, dass ich keine Freunde hätte finden können (hab fast nur schlechte Erfahrungen in Kindheit und Jugend gemacht). Außerdem gab es keinen Grund M zu verlassen, denn hier gibt es ja fast jeden erdenklichen Studiengang. Und das, was ich nun effektiv studiert hab (würde ich heute nicht mehr machen, nur so am Rande), gab es hier und somit keinen Grund, sich das Leben "unnötig schwer zu machen". Außerdem war Wirt.Ing. von FH zu FH so unterschiedlich wie Tag und Nacht. An der FHM lag der Schwerpunkt auf Technik, an anderen FHs mehr auf Wirtschaft und das wollte ich nicht. Also warum sich den A*** aufreißen und mühselig die Infos anderer FHs zusammensuchen - damals, 1997 war Internet bzw. die paar Webseiten, die es überhaupt gab, noch nicht so informativ wie heute - und da waren ja nun noch die beiden Ängste. Also, bin ich bei Mama geblieben und hab in M studiert.
OK, gibt Schlimmeres.

Allerdings hatte bei Mama wohnen zur Folge, dass ich eben kein richtiges Studentenleben (also das, was ich mir darunter vorstelle) geführt hab und das macht mich im Nachhinein sehr traurig. Ich kann die Zeit nicht mehr zurückdrehen, das ist klar, dennoch werde ich diese Gedanken einfach nicht los und deshalb muss ich sie einfach mal niederschreiben, denn erzählen kann/will ich das Niemandem den ich persönlich kenne. Gefahr des Auslachens ist mir zu groß. Das ist übrigens eine meiner Jugenderfahrungen :-(
Warum der Wohnort für "kein richtiges Studentenleben" entscheidend war, lag wohl daran, dass ich z.B. daheim die nötige Ruhe hatte zum Lernen, also nie in die Bib dazu musste. Außerdem hatte ich ja bereits ein Sozialleben in dieser Stadt und war nicht zwingend darauf angewiesen, mich mit meinen Kommilitonen anzufreunden bzw. Leute suchen, mit denen man mal weggehen konnte usw.. Ich hatte wirklich wenig mit meinen Kommilitonen außerhalb der Vorlesungen zu tun. Ausziehen in M ist auch nicht so die super Idee, denn Bafög hätte ich eh nicht bekommen und außerdem sind WG-Zimmer hier schon verdammt teuer. Und nebenbei jobben wäre mir bei einem 40-Stunden-Vorlesungsplan (kein Scherz!) in den ersten beiden Semestern zu anstrengend gewesen. Und außerdem war es ja nicht notwendig, denn schlie0lich hatte ich ja ein Dach über dem Kopf und Hotel Mama noch direkt dazu. Mal abgesehen davon, hätte ich wohl eh kein WG-Zimmer bekommen, eben weil ich aus der Stadt bin. Und selbst wenn, dann am Ende mit Leuten zusammen zu wohnen, mit denen ich nicht kann, hätte wahrscheinlich über Kurz oder Lang nur dazu geführt, dass ich doch wieder bei Mama gelandet wäre.

Tja, da ich mir auch nur einen Studiengang ausgesucht hab, der eigentlich eher eine Kompromisslösung war, da ich für nichts, was ich an einer FH hätte studieren können (hab nur Fachhochschulreife) Feuer und Flamme war. Selbst am der Uni gibt es eigentlich nichts, was mich wirklich so wahnsinnig interessiert hat. Auch gibt es keinen Ausbildungsberuf, den ich hätte machen wollen. Ich weiß, klingt blöd und man, auch ich, stellt sich die Frage, warum ich nun Mathe an der FU studiere?

Thema Wahl des Studiengangs.
Irgendwie gab es nie etwas, was mich wirklich brennend interessiert hat bzw. wo ich ein Talent hätte - weder Ausbildung, noch Studium. Also musste eine Kompromisslösung her. Und das war in meinen damaligen Augen Wirtschaftsingenieurwesen - ich hatte nur Fachhochschulreife und von daher kamen auch nur Studiengänge an der FH in Frage. So, dann hab ich mich durch das Studium gequält - ok, so schlimm war's jetzt auch nicht - aber so wirklich glücklich war ich damit nicht. Denn Technik-Schwerpunkt war Maschinenbau und während meines Studiums hat in München aber die IT-Branche zugenommen, während die Schnittstellen-Jobs von Masch.bau und Wirtschaft außerhalb von BMW und Linde deutlich zurückgegangen sind. Außerdem habe ich mir während meiner Werkstudenten-Jobs html, php und sql beigebracht, da ich recht früh schon in die Internet-Ecke gerutscht bin. Klingt jetzt nach Software-Entwickler, ist aber nicht so. Es reicht für den Hausgebrauch, aber ernsthaft für den Job - never ever.
Natürlich hätte ich nach meinem FH-Studium (damit hab ich endlich die allg. Hochschulreife nach bayrischem Gesetz erlangt) ein Studium an der Uni beginnen können, denn im Nachhinein muss ich sagen, dass ich 3,5 Jahre in der Generation Praktikum hängen geblieben bin und damit hätte sinnvoller nutzen können. Aber das kann ja keiner wissen :-/ Auf den Trichter mit der FU bin ich erst gekommen, als ich Studiengebühren hier hätte zahlen sollen. Außerdem dachte ich mir damals, dass ich evtl. mit Mathe mehr anfangen kann, ohne wirklich eine Vorstellung davon zu haben, was man alles lernt und wofür man es gebrauchen kann. Das einzige, was mir klar war, dass ich gut kombinieren kann. Aber was studiert man mit dieser Fähigkeit denn sonst, außer Mathe? Ich weiß es nicht. Also an der FU für Mathe eingeschrieben und relativ schnell gemerkt, dass ich nicht mit Linearer Algebra klar komme, denn ich wusste zwar, dass Uni-Mathe nicht FH-Mathe ist, aber das es so schlimm ist... Egal, ich musste ja keine Prüfung schreiben.
Und wie es der Teufel so will, hab ich dann am Ende des Semesters den lang ersehnten ersten vernünftigen Job gefunden und somit war das Stuium ad acta gelegt.

Ihr fragt euch jetzt sicherlich, warum ich jetzt dann wieder mit Mathe angefangen hab? Ganz einfach: es reizt mich schon zu sehr, einfach mal diese Beweis-Logik zu verstehen und anwenden zu können. Ich kann jetzt nicht sagen, ob ich das Studium jemals absolvieren werde, denn da ist ja noch der Job und die Familie, aber einen erneuten Versuch ist es alle Mal wert.

Bis demnächst.

Ich bin heute erstsmals so richtig an Deinem Tagebuch "kleben" gebleiben, aber da ich im Büro bin konnte ich deine Beiträge bei einem leckeren Milchkaffee nur "überfliegen". Aber ich verspreche hoch und heilig, dass ich jetzt dran bleibe :p.

So wie das klingt, hast Du ja doch eine recht entspannte Tochter, was mich sehr freut und mit steigendem Alter machen die immer mehr Freude (wobei meine Jüngste bald vier wird und die "Freude-Kurve" irgendwie nicht mehr so einen rasanten Anstieg hat, weil diese kleine Geschöpf mir echt graue Haare verursacht :D). Bleib auf jeden Fall am Studium dran!

banzai,

so so, da hast Du auch ein kleines Baby zu Hause... :)
Mein Kleiner ist jetzt etwa fünf Monate und ich habe noch eine Maus von drei Jahren, die gerade im Kindergarten angefangen hat.

Mich fordern beide Kinder schon sehr stark.
Zum Lernen komme ich in der Regel während des Mittagsschlafs, sofern ihn jemand hält heißt das, hahaha. Oder dann wieder spät am Abend, ab etwa 22 Uhr, wenn die zwei Mäuse eingeschlafen sind und dann halbwegs zuverlässig mal die eine oder andere Stunde in Ruhe ratzen.
Ich komme nur zurecht, indem ich wirklich zu Beginn des Semester anfange konzentriert zu pauken, bereits mit Blick auf die Klausur. Dann bin ich zum Prüfungstag mit dem Lernstoff tatsächlich auch endlich mal fertig, die durch Übermüdung und Still-Demenz geschwundenen geistigen Fähigkeiten lassen sich nur leider nicht exakt taggenau herbeizaubern. :rolleyes:

Hm, was mache ich mit dem Kleinen?
Er läßt sich viel herumtragen, auf dem Arm oder im Bondolino, und schaut sich dabei alles genau an. So erledigen wir meist dann auch gleich den Haushalt, also Staubsaugen, Wischen, Wäsche machen usw. Wir spielen hier unter seinem Spieltrapez oder da auf seiner Krabbeldecke, er übt dabei mit verschiedenen Greiflingen das Greifen oder in Bauchlage für ein paar Minuten den Unterarmstütz. Beim Kochen mittags liegt er in seiner Babyschale neben mir und sieht interessiert zu, ich rede dann auch viel mit ihm oder singe halt die meiste Zeit.
Und wir gehen mind. ein Mal pro Tag an die frische Luft. Wenn er dabei einschläft, umso besser, dann genieße ich nämlich die unverhoffte Pause... :)
Durch die große Schwester ist hier natürlich auch einfach mehr Trubel. Für gewöhnlich ist der Spatz ganz froh, wenn er mal seine Ruhe hat, besonders abends.

Kommst Du mit Deinem Baby wirklich tagsüber ernsthaft zum Lernen?

nachdem ich letzte Woche ein ziemliches Tief hatte und dadurch wertvolle Zeit hab verstreichen lassen, könnt ich mich schon wieder in den A**** beißen :mad:

Na egal. Ich hab ein wirklich gutes Buch gefunden, dass mir beim Einstieg helfen soll. Es ist so anders, als alle anderen, dass es sich wirklich gelohnt hat, erst einmal damit eine Zeit lang zu verbringen. Nun hab ich dann gedacht, hast wirklich viel außenrum gelernt (nicht im negativen Sinn), dann kannste ja mit KE 1 anfangen. Gesagt, getan. Bis zu den Aufgaben, wo man nur etwas "machen" musste, sind jetzt die Beweise dran und siehe da, ich hab die erste Aufgabe dazu schon nicht mal machen können, obwohl ich das Prinzip der verschiedenen Beweise nun halbwegs verstanden hab. Mein Problem ist vor allem, dass ich nicht auf diese Ideen komme, wie man das beweisen kann. Damit meine ich nicht die Beweisart, sondern den Einstieg, dass man von dem oder dem ausgeht. Ich raff das einfach nicht :(

So frustriert versuch ich gleich noch mal die Aufgaben zu machen, da meine Maus gerade schläft:D aber vorher muss ich wieder mal mein Herz ausschütten.

Die drei Horror-Monate scheinen vorbei zu sein und meine Maus endlich halbwegs friedlich. Sie schimpft nur noch sehr selten und schläft jetzt sogar halbwegs regelmäßig :) Mein Problem mit dem schlechten Gewissen meinem Baby gegenüber wird aber dennoch nicht besser. Ich versuche wirklich mich eine Zeit lang mit ihr zu beschäftigen, wenn sie wach ist, aber ich kann ja nicht die ganze Zeit den Pausenclown machen und so muss sie sich halt auch mal ein bisserl alleine beschäftigen und schon ist es wieder da, das schlechte Gewissen.

Letztens war ich mit meinen Freundinnen mal wieder essen und hab mich den ganzen Abend gefragt, ob ich denn nicht doch noch ein zweites Kind will - alle Anwesenden haben zwei. Drei von diesen Mamis wollen noch mind. ein weiteres Kind. Aber irgendwie bin ich so hin und her gerissen. Zum einen, weil einem ja keiner garantieren kann, dass die Ssw auch wieder so easy verlaufen wird und noch viel wichtiger, dass das Baby gesund ist. Auf der anderen Seite ist da dieses Etwas in mir, dass sich schon zu Jugendzeiten gesagt hat, wenn Kinder, dann zwei. Ich hab zwar zwei Halbgeschwister, bin aber effektiv als Einzelkind aufgewachsen und hätte immer gern einen Bruder gehabt. Aber gut, war halt nicht. Und daher kommt eben der Gedanke, dass ich diesen evtl. Wunsch nach einem Geschwisterchen meiner Maus erfüllen möchte, bevor es definitiv zu spät ist. Außerdem finde ich es schon toll, wie und was die anderen für ein Familienleben haben. Ich weiß, es ist mit Abstand der schlechteste Grund, ein weiteres Kind zu bekommen, aber der Gedanke an ein zweites Kind überhaupt ist halt einfach da, wenn ich meine Freundinnen so sehe und das Familienleben, das sie haben. Außerdem wird unsere Maus, wenn wir nicht mehr sind, keinerlei Familie mehr haben. Auf der Seite meines Mannes gibt es niemanden und meine beiden Halbgeschwister gibt es zwar auf dem Papier, aber wirklcihen Kontakt nicht. Klar, wird sie später wahrscheinlich ihre eigene Familie haben, dennoch finde ich es schade bzw. macht es mich sogar verdammt traurig, wenn da sonst so gar keiner mehr ist.

Und nachdem man ja mittlerweile alles googelt, bin ich beim Antworten suchen auf dieses hier gestoßen:

"Paare mit einem Kind deutlich weniger zufrieden sind als Paare, die zwei oder mehr Kinder haben: Befragte mit nur einem Kind sind häufiger der Ansicht, daß Kinder nur wenig Zeit für eigene Interessen lassen und stimmen weniger der Aussage zu, daß Kinder etwas sind, wofür es sich lohnt zu leben. Sie erleben ihr Kind auch häufiger als Belastung für die Partnerschaft. In der Summe bewerten die Eltern mit zwei oder mehr Kindern das Leben mit Kindern positiver als Befragte mit einem Kind. Außerdem hatten sich Eltern mit zwei oder mehr Kindern meist völlig auf Familienleben eingestellt, das Familienleben kollidiert daher weniger mit ihren Freizeitinteressen. Dazu kommt, daß sich die Geschwister viel miteinander beschäftigen, voneinander lernen und dadurch die Eltern tatsächlich entlasten."

Am meisten gibt mir der Satz zu denken, dass ein Einzelkind eher als Belastung für die Eltern angesehen wird. Und da war sie dann auf einmal, die Erkenntnis: genauso ist das bei uns. Nicht, dass ich meine Maus nicht lieben würde oder so, aber ich bin schon (noch?) sehr egoistisch und hätte gerne hier meine Ruhe oder da mehr Zeit für was auch immer, aber es geht halt nicht und das macht mich innerlich schon stinkig. Das Verhalten meines Mannes macht es auch nicht besser, denn - auch wenn er es nicht zugeben möchte - er tickt genauso. Ich hab ihm den Artikel gezeigt und er hat natürlich alles abgestritten. Aber siehe da, seither beschäftigt er sich brav abends mit ihr. Vorher hat er eine Ausrede nach der anderen gehabt, warum er nun dies oder das noch machen muss und nicht mit ihr spielen kann :mad:

Ich weiß, es gibt natürlich auch keine Garantie, dass ein zweites Kind aus unserem Single-mit-Kind-Dasein wirklich eine Familie machen würde, aber...

Ich finde es wirklich bewunderswert (oder wie auch immer ich es nennen soll), dass meine Freundinnen schon immer wussten, dass sie mal mind. zwei Kinder wollen und jetzt auch wie selbstverständlich ihr eigenes Leben hintenan stellen. Ich wünsche mir mittlerweile so sehr, dass ich auch so wäre, aber ich bin es eben nicht und frage mich die ganze Zeit, was in meinem Leben wohl falsch gelaufen ist, dass ich so eine Egoistin geworden bin :(

Nachdem ich ein Scheidungskind bin, hab ich mir früher auch immer gewünscht, dass meine Eltern doch noch verheiratet wären und ich auch einen Papa habe und eben auch ein Geschwisterchen, das bei uns lebt. War halt nicht.
Und jetzt hätte ich die Möglichkeit solch ein Familienleben zu haben, wenn auch aus Elternsicht, aber ich hab Angst, ob ich das überhaupt auf die Reihe kriegen würde. Ich bin ja jetzt mit einem Kind schon überfordert bzw. nicht bereit auf meine Freizeit zu verzichten. Wie ist es dann erst mit zwei Kindern? Legt man dann wirklich diesen Egoismus ab oder ist das reine Illusion?
Noch dazu kommt, dass mein Mann und ich wirklich sehr lange Hotel-Mama genossen haben und entsprechend in Sachen Haushalt schon verdammt faul sind. Wir machen wirklich nur das Nötigste und das hilft natürlich auch nicht gerade dabei, sich für ein zweites Kind zu entscheiden, denn die Angst bleibt, dass es hier dann noch chaotischer/unkoordinierter, oder wie auch immer, zugeht. Oder - worst case - das erhoffte Familienleben doch nicht eintritt. Wenn ich mir da meine Freundinnen anschau, dann bewunder ich sie schon, dass sie das alles mit links auf die Reihe kriegen, während wir mit unserer Maus schon genug zu tun haben. Auf der anderen Seite frag ich mich aber auch, warum sie das so gut können, während sie beruflich so gut wie nix erreicht haben bzw. erreichen wollen. Irgendwie widerspricht sich das bei mir schon ein bisserl, denn warum haben sie so viel Energie für ihre Familien, während beruflich nur das Nötigste getan wird. Bei uns ist das andersrum und mittlerweile merke ich, dass mir Familie haben immer wichtiger wird, aber die Zeit davon rennt, dadrüber noch ein paar Jahre nachzudenken, bis ich weiß, was ich wirklich will: Kind oder Karriere?

Aber das derzeit wohl größte Problem ist mein Mann. Selbst wenn ich sicher ein zweites Kind wollte, möchte er kein weiteres. Er ist ein Einzelkind und ich schätze mal, dass diese Haltung zum Teil daher kommt. Er kennt es nicht anders. Außerdem nehme ich mal an, dass ihm die letzten drei Monate noch mehr zugesetzt haben als mir und er, wie gesagt, nicht wirklich bereit ist, die verbliebenen Freiheiten aufzugeben. Was ihm jetzt am meisten zu schaffen macht, ist, dass er nicht durchschlafen darf/kann. Ich wusste, dass er sehr an seinem Schlaf hängt, aber dass es so schlimm werden würde, hab ich nicht gedacht: Unsere Maus hat halt nun mal einmal pro Nacht Hunger, na und? Wir können ja wirlich froh sein, dass es nur einmal ist, aber ihm ist das schon zu viel und er reagiert fast jede Nacht mega genervt. Die Kleine macht das ja nicht mit Absicht, aber er ist dann wirklich stocksauer auf sie. Das führt sogar so weit, dass ich jetzt immer aufstehe (ich stille nicht), weil ich Angst um mein Baby hab, dass er nicht doch mal Blödsinn macht, obwohl er sonst eigentlich ein wirklich äußerst liebevoller Mensch ist. Das spricht natürlich überhaupt nicht für ein zweites Kind, aber ich hoffe ja immer noch, dass er endlich mal erwachsen wird und auch mal die ein oder andere kleine Einschränkung in Kauf nehmen kann. Wenn er nächste Nacht wieder so genervt reagiert wie diese, dann ist aber was los - das versprech ich euch! Man kann nicht erst ein Kind wollen und dann so ein Affentheater aufführen, wegen 10 Minuten mehr oder weniger Schlaf. Und er hat zur Zeit sogar Urlaub.
Mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass er gedacht hat, dass es wie bei seinen Eltern laufen wird: Vater macht was er will und Mama ist das Heimchen am Herd. Aber das hab ich ihm von Vornherein gesagt, wird es mit mir nicht geben. Ich werde nicht, wie seine Mutter, nur noch Haushalt und Kind machen. Sie hat wirklich nichts mehr, außer eben Mann und Sohn. Und das will ich nicht, in 18 Jahren ohne jegliche soziale Kontakte dastehen.

Ich weiß, alles was ihr jetzt gelesen habt, spricht überhaupt nicht für ein zweites Kind, dennoch denke ich jeden Tag drüber nach...

Bevor mich jemand fragt: Nein, ich habe leider keine beste Freundin / besten Freund, dem ich all das anvertrauen kann. Bzw. selbst wenn ich es denken würde, dass die ein oder andere es sein könnte - ich bin in der Vergangenheit damit auf die Schnauze gefallen und habe keinerlei Vertrauen mehr. Somit nutze ich die Anonymität des www und bin sehr froh, dass hier nur FUler lesen können und es nicht einfach gegoogelt werden kann.

In diesem Sinne.
banzai

Ich habe deinen langen Beitrag gerade überflogen und kann Dir nur einen Tipp geben: gib nie dein Leben für ein Kind auf, lass es an Deinem Leben einfach teilhaben.

Das hört sich nach einem guten Tipp an! :)
Warte einfach noch ein klein wenig mit der Entscheidung, ob Kind Nr 2 oder nicht. Vielleicht entdeckt dein Mann ja doch noch die andere Seite an sich

Deine kleine Maus ist doch erst ganz frisch geschlüpft. Es ist eine riesige Umstellung für Euer Leben. Manchmal denke ich, dass die erste Zeit für Männer noch schwieriger ist, weil sie sind ja nicht schon 10 Monate vorher mit Baby im Bauch herumgelaufen. Und es wird besser, jeden Tag :).

banzai wrote:

Mein Problem ist vor allem, dass ich nicht auf diese Ideen komme, wie man das beweisen kann. Damit meine ich nicht die Beweisart, sondern den Einstieg, dass man von dem oder dem ausgeht. Ich raff das einfach nicht :(


Das ist ganz normal. Die Aufgaben sind nicht ganz einfach, und die Lösung selbst zu finden, scheint gerade am Anfang fast unmöglich. Versuch es weiter - und selbst wenn Du auf die Lösung zurückgreifen musst, lernst Du ja was dabei.\

banzai wrote:


Dazu kommt, daß sich die Geschwister viel miteinander beschäftigen, voneinander lernen und dadurch die Eltern tatsächlich entlasten.


Naja. Klar, mein Sohn Nummer 2 lernt viel von seinem großen Bruder. Aber auch viel Unsinn. Und sehr oft müssen wir regulierend eingreifen. Wirklich entspannend ist das nicht.

Welt,

wer hätte das gedacht - über Ostern hab ich es doch tatsächlich geschafft, LinAlg endlich mal soweit zu verstehen, dass meine Beweisansätze sogar schon richtig sind, nur die Formulierungen lassen noch zu wünschen übrig :oops:
Dennoch bin ich echt happy und freu mich schon auf die EAs, die ich nach dem letzten noch verbleibenden Kapitel beginnen kann.\

LuluCat wrote:

Ich habe deinen langen Beitrag gerade überflogen und kann Dir nur einen Tipp geben: gib nie dein Leben für ein Kind auf, lass es an Deinem Leben einfach teilhaben.

Das ist ein schöner Tipp, Danke! Ich versuche auch schon, ihn zu leben.
Ich hab meiner Tochter sogar die geänderten Datenschutzbestimmungen, die mir mein AG geschickt hat, vorgelesen. Wenn ich in der Küche bin, ist sie immer neben mir und muss sich entweder sinnfreies Gerede über Küchengeräte oder Essen anhören oder wie schief Mama singt. Das einzige, was ich wirklich halbwegs singen kann, ist von Bon Jovi und meine Tochter freut sich wie Bolle, wenn ich ihr das vorsinge. Sie wird wahrscheinlich das erste Kind im Kindergarten sein, dass nicht "Alle meine Entchen" kann, sondern "You were born to be my baby" :D Den ganzen anderen Haushaltskram teile ich mir mit meinem Mann brüderlich und da er unter der Woche auch keinen Bock hat, vertagen wir das auf's WE.

Meine Tochter ist echt toll! Mittlerweile schreit sie gar nicht mehr, wenn sie was will. Sie quietscht zwar in einer Lautstärke, dass es nicht mehr schön ist, aber dann weiß ich, es ist Zeit für Hunger, wickeln, kuscheln oder schlafen. (Das Weinen empfand ich immer als schlimm, denn so richtig wusste man ja doch nicht, ob's nur ein Grundbedürfnis ist oder doch was Schlimmeres.) Kein Witz: meine Tochter macht sich bemerkbar, wenn sie schlafen möchte. Gestern Abend z.B. sie war bei uns im Wohnzimmer und putzmunter. Ich hab gesagt, sie soll ins Bett - mein Mann dagegen. Dann musste ich leider wieder etwas unfreundlich werden, denn er glaubt nach wie vor, je länger sie abends wach ist, desto länger schläft sie in der Nacht :confused: Sie wacht ja nicht auf, weil sie ausgeschlafen hat, sondern weil sie Hunger hat - ich hoffe, das hat er jetzt endlich kapiert. Egal, sie war putzmunter, hat aber gejammert ohne Ende. Dann hab ich ein Machtwort gesprochen und sie ins Bett gebracht: Kaum lag sie da, gab's keinen Mux mehr - ehrlich!
Heute hatte ich sie im Laufstall liegen und sie hat wieder gejammert. Nachdem sie aber gefüttert, gewickelt und gekuschelt war, blieb ja nur noch schlafen. Aber sie wollte partout nicht einschlafen. Und da kam mir dann die Idee, dass sie vielleicht vom Radio genervt ist, das noch an war. Das ausgemacht und siehe da: meine Tochter ist sofort ruhig und schläft auch relativ schnell ein. Ich bin sooooooooo STOLZ auf sie :)

Da nun ja scheinbar die Horror-Zeit vorbei ist, werden die Gedanken an ein zweites Kind bei mir nicht weniger. Ich hab's ja schon "erwähnt" ;) . Der Punkt, der mich noch stark zweifeln lässt, ist, ob ich/wir die Mehrbelastung überhaupt auf die Reihe kriegen. Wie gesagt, wir beide haben lange Hotel Mama genossen und genauso geht es hier auch zu. Es werden nur die nötigsten Dinge im Haushalt erledigt, wir sind doch sehr egoistisch, was unsere "eigene" Freizeit-Gestaltung angeht und irgendwo kann ich zur Zeit noch kein richtiges Familienleben finden und habe daher etwas Angst, dass das mit einem zweiten Kind nicht besser werden würde. Ja, wir haben eine Tochter und sind eine Familie, aber was kann man denn in ihrem Alter mit ihr zusammen machen? Mit zusammen meine ich meinen Mann und mich. In den Tierpark gehen ist wohl ein bisserl verfrüht. Gleichzeitig mit ihr spielen ist auch nicht so der Burner - haben letztes WE beide Großmütter versucht und da herrschte dann nur noch Buffer overflow bei ihr. Gemeinsam spazieren gehen ist ja ganz nett, aber auch nicht so dolle. Und ich denke, daran hapert's zur Zeit einfach, dass ich das Familienleben noch nicht finden kann.
Viel trauriger macht mich allerdings die Vermutung, dass mein Mann kein zweites Kind mehr möchte, weil er Angst um unsere Beziehung hat. Es ist halt momentan nicht wie früher und mein Hormonhaushalt wohl noch nicht vollständig regeneriert und daher fühlt er sich vernachlässigt und trauert nur der Zeit nach, als noch alles normal war. Ich hab mir das doch nicht ausgesucht? Meint er etwa, mir macht das Spaß? Egal was ich sage oder mache, er glaubt es eh nicht. Und das schätze ich mal, ist mittlerweile der Hauptgrund für ihn, kein zweites Kind zu wollen, weil er die kleine Maus dafür verantwortlich macht :(
Manchmal frage ich mich, was andere anders machen, sodass ihre Männer nicht so egoistisch sind. Denn wenn ich das www nach unserem "Problem" durchsuche, scheint es ja völlig normal zu sein.
Außerdem spricht die Zeit gegen uns, denn wir beide sind nicht mehr die jüngsten. Er ist einige Jahre älter und ich will - mal abgsehen von einer Risikoschwangerschaft - nicht, dass mein Kind, wenn es 20 ist, einen Vater mit Ende 60 hat. Von daher will ich die Entscheidung für ein zweites Kind nicht noch ein paar Jahre aufschieben. Zudem denke ich, dass die Kids mehr Spaß miteinander haben, wenn der Altersunterschied nicht so enorm ist.

Tja, und da sind sie wieder, die Gedanken, was ich in meinem Leben im Nachhinein vielleicht doch anders gemacht hätte. Und jetzt ist es eben der Gedanke, doch schon früher Kinder bekommen zu haben.
Mein Mann und ich sind seit über 10 Jahren ein Paar, allerdings war Kinder/Familie nie so wirklich ein Thema und jetzt rennt uns die Zeit davon. Ich schaue neidisch (nicht im negativen Sinn - ich gönne es allen) auf die Familien, die mit Ende 20 schon das erste Kind haben und von Vornherein klar war, dass da noch mind. ein oder zwei weitere kommen werden oder eben nicht.
Manchmal frag ich mich aber auch, ob ich nur deshalb ein zweites Kind will, weil es alle um mich herum haben oder weil ich gerne ein Geschwisterchen gehabt hätte oder weil ich endlich eine richtige Familie möchte?
Warum habt ihr denn mehrere Kinder? Bitte jetzt nicht antworten, weil Babys so süß sind oder Kinder die Welt bereichern und Ähnliches - nüchtern betrachtet stimmt das alles, aber was geht/ging in Eurem Herzen vor. Hattet ihr etwa nie Schiss vor der Mehrbelastung, die mit jedem weiteren Kind auf Euch zukommt? War euch euer Job so egal (Mit einem 2. Kind muss ich damit rechnen, dass ich relativ zeitnah nach dem Comeback meine Kündigung erhalten werde - mein AG ist leider etwas unsozial eingestellt. Außerdem sieht es hier nicht nach Krippenplatz aus...)? Konntet ihr wirklich ohne mit der Wimper zu zucken auf noch mehr Freiheiten verzichten?

Erzählt mal, es würde mich wirklich interessieren.

So, meine Maus wacht gerade auf und ich muss wieder ran. Bis demnächst.

So dann will ich doch mal einige Zeilen dazu schreiben. Mein Empfinden ist, dass Du Dir einfach viel zu viele Gedanken machst. Ist vielleicht leichter gesagt als getan, aber in Deinem Fall bestimmt total hilfreich.

Ich bin in deinen Augen die Frau, die alles anders gemacht hat und will mich mal dazu äußern. Ich habe mein erstes Kind mit 24, also mitten in meinem ersten Studium, bekommen. Meine Große wird dieses Jahr 10 und meine Kleine im Sommer vier und ich habe mich für das zweite sehr bewusst entschieden, allerdings auch erst 6 Jahre nach der Geburt der Großen. Ich hatte das "Glück", dass beide Schreikinder waren und Schlafen für vollkommen überbewertet hielten. Das erste halbe Jahr war mehr Hölle als alles andere. Aber wir haben uns in dieser Zeit auch keine großen Ansprüche an uns selber gestellt. Klar mussten wir uns einschränken, aber auf Freiheiten haben wir nie verzichtet. Wie gesagt die Kinder müssen bei allem mitmachen - sie nehmen an unserem Leben teil. An ihren können wir dann teilnehmen, wenn sie ausgezogen sind :D.

Musste ich auf Karriere verzichten? Nein, ich habe das erste Studium durchgezogen, war sogar so wahnsinnig und habe mich für ein zweites an der Fernuni entschieden und das obwohl ich Vollzeit arbeite. Für mich ist das alles eine Frage der Organisation und der inneren Einstellung, denn für mich stand schon immer fest, dass ich keine "Vollzeitmutti" bin. Ich brauche auch berufliche Herausforderungen, nur dann bin ich glücklich und ausgelastet und das kommt dann meinen Töchtern zugute.
...und ich habe sogar Hobbys, mache regelmäßig Sport, bin viel unterwegs. Dafür muss mein Mann aber auch öfter ran. Aber das wusste er von Anfang an.

Ihr müsst eueren eigenen Weg finden. Ich würde mich wegen dem zweiten Kindes nicht unter Druck setzen lassen, nur weil alle das in deinem Umfeld haben. Also überstürze nicht. Genießt die Zeit und mache einfach das worauf Du Lust hast. Glaub mir, wenn Du entspannter wirst, entspannt sich auch die ganze Situation.

Was das Entspannen angeht, kann ich bei Lulucat nur unterschreiben. Allerdings weiß ich auch aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, sich von dem (gefühlten oder tatsächlichen) Druck der Umgebung frei zu machen und herauszufinden, was das Richtige für einen ist. Wenn Du keine Lust hast, Dein Kind den ganzen Tag zu bespielen, macht das sicher auch nichts. Wenn sie bespielt werden möchte, lässt sie Dich das merken und wenn Deine Ideen ihr zu langweilig werden, auch. Es dauert eh nicht mehr lange, bis sie ein bißchen mobiler wird und dann ohnehin dahin geht, wo es ihr interessant erscheint (z.B. ans CD- und Bücherregal- die kann man so schön ausräumen :rolleyes:). Meine Erfahrung mit unserer Tochter und auch in unserem Freundeskreis ist, dass Kinder im Allgemeinen sehr wohl in der Lage sind, sich das zu holen, was sie brauchen, wenn ihre Eltern einigermaßen gesund sind und bereit sind, sich auf die Signale einzulassen. Und das gilt nicht nur für die Befriedigung von physischen Bedürfnissen wie Essen, saubere Windel etc. sondern auch für die anderen, wie Lernbegierde, Kuscheln, Zuwendung...

Hinsichtlich der Frage nach einem zweiten Kind würde ich Lulucat ebenfalls zustimmen. Es hilft sicher nicht, wenn Du Dich jetzt mit Grübelei beschäftigst, wie es hätte sein können, wenn...
Stattdessen ist es vermutlich deutlich hilfreicher, sich darauf zu konzentrieren, was mit den jetzt geltenden Umständen möglich ist. Klingt hart und ist auch schwer umsetzbar (ich bin selber Weltmeisterin in "hätte, hätte"), aber dadurch, dass Du Dich z.B. für das Fernunistudium entschieden hast, hast Du ja schon mal eine weitere Möglichkeit ins Auge gefasst. Und wenn Dein Arbeitgeber so unsozial ist und Du außerdem eh keine Lust mehr auf die STelle hast (so habe ich den Tenor Deiner Posts in Erinnerung) ist das ja vielleicht auch ein guter Anlass, mal nach etwas anderem zu schauen.

Und zum Thema Krippe kann ich nur empfehlen, Kontakt zum zuständigen Jugendamt aufzunehmen. Mit Blick auf den Rechtsanspruch für u3 Kinder ab 01.08.2013 ist zwar nicht davon auszugehen, dass es plötzlich aus heiterem Himmel Berge von Plätzen gibt. Allerdings sind die meisten Kommunen sehr bemüht, für jeden eine Lösung zu finden, weil sie Angst vor einer ggf. kostspieligen Klagewelle haben.

Also,

wir haben uns ganz bewußt für ein weiteres Kind entschieden, weil wir gerade kein Einzelkind großziehen wollten. Ich habe zwar wirklich noch nie gehört, dass Einzelkind angeblich eine Belastung für die Eltern sein sollen :confused:, aber wir wollten, dass unsere Tochter später noch jemand hat. Eltern leben nunmal nicht ewig und Rückhalt durch eine Familie zu haben ist sehr wichtig.
Einzelkinder kenne ich übrigens genau gegensätzlich zu Deinem Post, sie werden zumindest in unserem Bekanntenkreis, liebevoll großgezogen und verwöhnt. Man müßte wohl auch den Hintergrund der Familien mit beleuchten, denn manches Einzelkind bleibt z.B. ja nicht gewollt ein Einzelkind, und genießt dann die volle Aufmerksamkeit der Eltern, die gerne weitere Kinder gehabt hätten. Wenn ein Kind als Belastung angesehen wird, ist es vielleicht dagegen gar nicht geplant entstanden und hat deswegen ein eher negatives Umfeld.

Meine Schwangerschaften verlaufen leider immer horrend, trotzdem waren wir uns als Paar bzgl. eines weiteren Kindes absolut sicher. Bei Dir empfinde ich offen gestanden als Ausschlußgrund, dass Dein Mann kein anderes Kind mehr will. Es ist zwar in meinen Augen eh noch viel, viel zu früh überhaupt darüber nachzudenken oder zu theoretisieren, Dein Baby ist doch noch so klein! Aber wenn er bei seiner Haltung bleibt, würde ich persönlich auch kein weiteres Kind planen. Damit werdet Ihr nicht glücklich werden.

Egoistisch finde ich das nicht, es ist halt seine Vorstellung von Ehe & Familie. Habt Ihr Euer Idealbild denn nicht schon früher abgeglichen? Einen gewissen Konsens muss man als Paar ja nunmal finden, sonst gibt es früher oder später ernste Schwierigkeiten in der Beziehung.
Karrieretechnisch kann ich nur sagen, dass ich ein Fernstudium neben Kind und Haushalt durchaus als Karriere betrachte. Bei uns ist es so gedacht, dass ich drei Jahre zu Hause bleibe, damit die Kinder nicht zu früh aus dem Haus müssen. Allerdings bin ich dann tagsüber auch möglichst nur für die Kinder und den Haushalt da, sonst könnte ich sie natürlich tatsächlich früher abgeben. Gelernt wird in den wenigen Pausen, die es z.B. während des Mittagsschlafs gibt oder dann eben abends, nachts. Wenn der Kleine mit drei Jahren ebenfalls in den Kiga geht, möchte ich wieder anfangen zu arbeiten und bis dahin habe ich den ein oder anderen Schein an der FernUni gemacht, den ich dann gleich vorlegen kann. Insofern sehe ich die Elternzeit tatsächlich als Karriereschritt an.

Ich muss dazu aber sagen, dass ich im Grunde auch gerne zu Hause bin und es nicht als Belastung empfinde, mich um die Kids zu kümmern. Klar, es gibt solche und solche Tage, und mir reißt auch manchmal der Geduldsfaden. Aber wenn ich hier lesen, das erste halbe Jahr sei die Hölle gewesen... Nein, so habe ich meine Kinder nie wahrgenommen.
Es gibt einfach unterschiedliche Frauentypen, da musst Du Deinen Weg für Dich finden. Es ist nicht jederfrau´s Sache, mit Farben zu kleckern, beim Backen die Küche zu verwüsten, stundenlang Bücher vorzulesen usw., das übernehmen in den öffentlichen Einrichtungen die Erzieherinnen. Und man hat dann etwas mehr Ruhe & Zeit für sich selbst. Das ist absolut nicht verwerflich, man muss ich selbst gegenüber einfach ehrlich sein; falscher Ehrgeiz nützt niemand etwas.

Deine Beschäftigungsstrategie mit dem Baby finde ich gar nicht schlimm, hast Du denn so ein schlechtes Gewissen? Außer Singen, Reden, Spielen etc. mache ich auch nicht so viel mit dem Kleinen, es ist halt ein Baby. Das Actionprogramm kommt noch. :)

Dass Männer nachts nicht unbedingt aus dem Bett springen oder nicht d i e Geduld für die Kinder aufbringen ist glaube ich auch ziemlich normal. Das muss man vielleicht einfach gelassen sehen, ich würde es nicht egoistisch nennen. Mein Mann hat z.B. einen ganz anderen Rhythmus als ich. Wenn er nachts um drei Uhr nach den Kindern sehen müßte, oje. Besser, er schläft einfach weiter... :)
Laß´ Dich nicht von den Meinungen Bekannter beeinflussen. Es ist DEINE Familie, DEIN Leben und DEIN MANN & DU, Ihr müßt Euren Weg finden und gemeinsam glücklich werden. Was für andere Paare richtig ist, kann für Euch völlig falsch sein.

Was mir ergänzend zu Pegasus Ausführungen noch einfällt: es ist auf keinen Fall hilfreich, sich zu stark auf die Beeinflussung / Vorbilder im Umfeld zu verlassen. Schon allein deswegen, weil es alle möglichen Modelle gibt und es immer jemanden gibt, der das von Dir gewählte absolut daneben findet. Ich kenne da auch beide Varianten: sowohl die Mütter, die sich aus den von Pegasus genannten Gründen sinnvoller- und berechtigterweise für das Daheimbleiben entscheiden. Oder meine Version, relativ früh wieder mit dem (teilzeit) arbeiten anzufangen, weil ich am Kleckern, Backen und stundenlangem Vorlesen wenig Spaß habe.

Letzlich ist das Entscheidende, dass DU/IHR mit EURER Wahl zufrieden seid. Denn wie sagt unser Kinderarzt so schön:

Die Chancen zufriedener und entspannter Eltern auf ebensolche Kinder sind signifikant höher als die von unzufriedenen und gestressten Vätern und Müttern.

Dazu kann auch gehören, sich z.B. einmal oder zweimal pro Woche einen Babysitter zu leisten, wenn die finanziellen Voraussetzungen stimmen, so dass frau tagsüber ein paar Stunden für sich hat oder einen Abend allein mit dem Partner.
Oder eine Haushaltshilfe

pegasus2004 wrote:



Aber wenn ich hier lesen, das erste halbe Jahr sei die Hölle gewesen... Nein, so habe ich meine Kinder nie wahrgenommen.
\


Dann solltest Du dich glücklich schätzen.

Auch ich habe die Hölle überstanden (anders kann man das Zusammenleben mit "richtigen" Schreikindern nicht nennen). Aber es handelt sich ja um einen überschaubareren Zeitrahmen. Danach hatten wir das Glück auf Erden.

@LuluCat.
Hey, das war doch nicht böse gemeint. Mich hat nur die Wortwahl überrascht/schockiert/verwundert... ;) Dass die Anfangszeit nicht leicht ist, das weiß doch jede Mama.

@Birdy:
Gut gebrüllt Löwe.
Ergänzt bemerkt sollte man später auch hinter seiner Entscheidung stehen, denn sowohl die Frau, die zu Hause bleibt wird Kritik von Außenstehenden ertragen müssen als auch die Frau, die sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlt.
Gerade mit Kindern gilt die Regel, dass immer irgendjemand meckert. Sei es, dass es um´s Stillen geht, um Beikost, die Anzahl der Kinder oder eben um die weitere Lebensgestaltung.

Die Wortwahl war aber sehr bewusst getroffen.

So blöd es klingt, in der Zeit konnte ich jedes Elternteil verstehen, was aus Verzweiflung sein Baby schüttelt.
Uns blieb letzlich auch nur der Weg in die Schreiambulanz.

und trotzdem haben wir uns für ein zweites entschieden :p (auch wenn meine Hebamme das nie verstanden hat).

Lulu Du hast meinen vollen Respekt. Unser Kind hat zwar nicht geschrieen, aber in den ersten 6 Monaten nur auf mir drauf, direkt an mir dran oder bei mir oder papa im Tragetuch geschlafen ( da war dann immer recht schnell Ruhe, aber wehe, ich wollte mich aus dem Bett wieder wegschleichen). An besonderen Feiertagen gabs auch mal ein kurzes Nickerchen im fahrenden Kinderwagen. Das noch garniert mit ewigem Gebrüll mag ich mir echt nicht vorstellen, ich glaube, da hätte ich sie auch schütteln mögen.

Was Pegasus schon schrieb und ich vergessen hatte:

es ist tatsächlich hilfreich, wenn man hinter seiner Entscheidung stehen kann und die für sich selber selbst sehr klar hat. Beispielsweise plage ich mich schon des öfteren mit einem schlechten Gewissen, ob es wirklich gut für mein Kind ist, dass es so früh so viel betreut wurde (seit sie 14 Monate ist 36 Stunden/Woche + einen halben Tag durch die Oma). In solchen Situationen hilft es mir immer, mir vor Augen zu führen, wie ich mich wohl fühlen würde, wenn ich statt dessen zu Hause geblieben wäre. Und ob die daraus resultierende übellaunige entnervte Vollzeitmutter für unseren nachwuchs tatsächlich eine sinnige alternative zur liebevollen und kompetenten Betreuung außer Haus gewesen wäre.
Wenn dann noch jemand, der sich für einen anderen Weg entschieden hat, oder jemand (das sind meine besonderen Lieblinge) der noch kinderlos ist, etwas ala "was, Du lässt Dein noch so kleines Kind so viel betreuen" vom Stapel lässt, schlagen die Selbstzweifel gleich mehrfach zu.
Umgekehrt ist man als Mutter, die sich für das bei den Kindern bleiben entscheidet, genau so der Gefahr ausgesetzt, als "Nur-Hausfrau" bemitleidet und belächelt zu werden. (Bitte nicht falsch verstehen, ich sehe das anders und habe großen Respekt vor dieser Entscheidung).

Wie auch immer, es wird immer Leute geben, die Deinen Weg für falsch halten und Dich das auch mehr oder weniger subtil spüren lassen. Meiner Erfahrung nach oft solche, die z.B. durch den Weg der anderen ihre eigene Entscheidung in Frage gestellt sehen und dabei vergessen, dass es individuell verschieden ist, welche Variante richtig ist. Ich kenne auch Eltern, bei denen die Mutter beim ersten Kind voll daheim geblieben ist und beim zweiten gesagt hat: Mache ich nie wieder. Umgekehrt aber genau so. Kommt auch viel auf das Kind an, glaube ich- die sind halt auch verschieden, genau wie Erwachsene.

Im Kleinen wirst Du das übrigens, falls nicht schon geschehen, bei genau den Themen, die Pegasus schon angedeutet hat, feststellen:

Brei selber kochen oder nicht, wenn ja, warum nicht
Brei mit 4 Monaten oder mit 6 Monate oder nie oder was weiß ich
Tragen ja oder nein
im Familienbett schlafen oder nicht
Schnuller sind böse oder die Rettung gestresster Eltern
weite Reisen mti Kind gehen gut, gehen gar nicht
Kinder abends zu anderen leuten mitnehmen und auch mal mit in eine inzwischen ja komplett rauchfreie Kneipe geht gar nicht (Der Lärm!die anderen Leute!) oder ist cool (unsere kinderlosen Freunde)
mit Baby im Tragetuch auf dem Weihnachtsmarkt abhängen (viel zu kalt, könnte jemand Glühwein draufschütten..), mit Baby im Sommer an den kiesteich gehen (zu heiß, zu kalt, könnte nass werden),...

Diese liste ließe sich echt beliebig fortsetzen.

Von daher hilft es wirklich nur, sich einen guten eigenen Weg zu überlegen, von dem man überzeugt ist. Wobei überlegen nur an manchen Stellen angebracht ist- ich habe die Erfahrung gemacht, dass es in Bezug auf die Bedürfnisse des Kindes (Hunger, Schlafen, Spielen, Kuscheln,...) echt hilfreich ist, sich einfach auf sein Bauchgefühl zu verlassen, statt irgendwelchen Erziehungstheorien nachzueifern...

Ja, ich würde da auch ganz nach dem Bauchgefühl gehen (wie überhaupt beim Thema "was braucht mein Kind")!
Bei meinen Großen (inzwischen 17 und 13) bin ich gezwungenermaßen erstmal zuhause geblieben - an U3-Betreuung war am Niederrhein damals nicht zu denken... hab aber immer ein paar Stunden in der Woche als Aushilfe gearbeitet, das hab ich gebraucht, und es war auch vom studierenden Papa und den relativ nah wohnenden Omas zu leisten. Zusätzlich hab ich das FernUni-Studium angefangen...
Beim dritten (2) hab ich ziemlich früh einen Rappel gekriegt - alle kamen mit guten Ratschlägen, was ich Entspannendes für mich tun solle, aber ich wollte nur eins: wieder arbeiten... 3 Tage/Woche, gleich nach 3 Monaten, konnte Papa aber auffangen, da er z.Zt. auch nur für 3 Tage Arbeit hat. Hat mir auch sehr gut getan, nur stellte sich endgültig heraus, dass ich in den Laden nie werde so einsteigen können, dass ich davon leben kann, und da mein (getrennt lebender) Mann das nicht auffangen kann, und ich auch einfach noch eine Perspektive für mich will, hab ich mich entschlossen, statt dem schlecht bezahlten Job in der Elternzeit mein Studium endlich abzuschließen. Wie pegasus sehe ich das durchaus als eine Art "Karriere-Schritt", aber es ist halt einsamer am eigenen Schreibtisch, und ich hab viel weniger positives Feedback (nur nach der Klausur, wenn überhaupt :D)...deshalb bin ich immer froh, wenn hier im Forum was los ist! :)
Aber die 3-4 Tage mit meiner Tochter kann ich dann auch immer voll genießen - klar, sie hat so Ihre Launen, trotzt gerade heftig herum und dazu haben auch alle möglichen Leute einen blöden Kommentar, aber ich mag die Intensität mit ihr, und muss mich an den Schreibtisch freitags dann immer erst wieder gewöhnen...und manchmal auch einfach Schlaf & Entspannung nachholen, wie heute.
Mein Haushalt ist übrigens auch nie perfekt. Der Tag hat nur 24 Stunden, und meist gibt es Wichtigeres zu tun, als mehr als das Nötigste zu schaffen. Ab und an hol ich das dann in einer Putzaktion nach, aber falls ich mal ordentlich Geld verdienen sollte, würde ich tatsächlich eine Haushaltshilfe in Erwägung ziehen. Ich koche gerne gut, ich bin ein "Arbeitstier", ich verbringe gern Zeit mit den Kindern (sofern sie das noch wollen; ich bin ja zum Teil schon beim Loslassen ;)), und weiter studieren möchte ich auch... Hoffe, der Plan geht auf!

Ach ja, was die Familienplanung betrifft... Ich wollte auch kein Einzelkind, ich fahr aber auch voll auf Kinder ab! Für mich war das tatsächlich wichtiger als Karriere, auch wenn ich das so früh (mit 22, ohne Ausbildung) nicht geplant hatte, und auch manchmal im "Ach hätte ich doch" schwelge...andersrum halt.
Allerdings habe ich nach den Geburten immer 2 Jahre lang NIE WIEDER gedacht, bis der "Stresspegel" etwas runter war. Ich verstehe schon, dass Du das Gefühl hast, Dir laufe die Zeit davon, aber auf ein Jahr hin oder her kommt es vielleicht doch nicht an? Und ein Jahr wäre für Euch viel...
Zur grundsätzlichen Überlegung: Es ist nicht so, dass Du mit einem 2.Kind doppelt so viel Arbeit hast wie mit einem... Der Clou ist, sein Leben auf Kind(er) einzustellen - und wenn es keine speziellen Komplikationen gibt, fügt sich das Zweite schön ein und ist nur "ein bisschen" mehr Arbeit.
Klar, beim Dritten mit elf Jahren Altersunterschied hab ich meine berufliche "Freiheit" nochmal um ein Jahrzehnt verschoben - aber ich möchte diese Lebensfreude durch sie nicht wieder hergeben! Wahrscheinlich würde ich auch noch immer in diesem Laden sitzen, hoffen, und hätte meine Zukunft gar nicht erst in die Hand genommen.

um nochmal auf das Thema Studium, mathematische Beweise und Erkenntnisgewinne zurückzukommen:
Ich kenne ja nun wirklich viiiele Naturwissenschaftler und Mathematiker. Und alle, selbst die Überflieger, sagen ohne Ausnahme, dass das Grundstudium in Mathe die absolute Hölle war, vor allem die ersten Semester. Und alle hatten in den ersten Vorlesungen das Gefühl, dass sie das nie verstehen. Erst beim Lernen für die Vordiplomsprüfungen haben sich die ersten Mosaiksteinchen zu einem verständlichen Muster gefügt und im Hauptstudium war es dann plötzlich ganz easy. Von daher "scheiterst" Du im Moment glaube ich an den ganz natürlichen Denkblockaden, die jeden Matheanfänger frusten und an die Grenze zum Aufgeben bringen...

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Hier hat gerade eine gute Fee angerufen und gefragt, ob wir den Krippenplatz noch haben möchten :) Ich hab natürlich nein gesagt, gibt ja hier im Kaff so wahnsinnig viel Auswahl, dass ich mir das erst noch überlegen muss :rolleyes: ;)

So Mädels + krid,
jetzt zu Euch: vielen lieben Dank für Eure tröstenden und aufmunternden Worte!!! Es tut gut, dass einem jemand "zuhört" und auch Ratschläge gibt ohne dabei das Gesicht zu verziehen oder sich sonst was zu denken. Ich nehme stark an, dass ihr euch sonst nicht hier regelmäßig blicken lassen würdet.

Zum Thema zweites Kind. Ich weiß nicht, ob ich's schon geschrieben habe, deshalb tu ich's nochmal. Ich muss Medikamente nehmen und daher galt diese Schwangerschaft schon als Risikoschwangerschaft, wenn gleich das Risiko sehr gering war. Und wie gesagt, ich werde nicht jünger und in ein paar Monaten wäre ich mit 35 eh schon Risikoschwanger per Definition. Und das dann gapaart mit meiner Vorbelastung, macht das Risiko nicht geringer - ihr versteht?
Tja, und jetzt, wo ich wieder in den Job zurückkehren kann, kann ich nicht beschwören, dass sich am Ende das Thema zweites Kind nicht von alleine erledigt hat. Allerdings - und da bin ich ehrlich - liegt das auch maßgeblich an meinem Vorgesetzten. Wenn er sich nach wie vor wie ein A**** verhält und ich auch keinen neuen Job finden sollte (ist ja in D nicht so easy, wenn man Frau ist und ein Kind hat), wäre ein zweites Kind der Anfang vom Ausstieg. Ich würde das dann zum Anlass nehmen und meinen Job an den Nagel hängen (natürlich erst nach 3 Jahren Elternzeit;) ) und versuchen nebenbei hier fertig zu studieren und mir dann auf dieser Grundlage etwas Neues suchen. Ich entnehme der öffentlichen Diskussion, dass man als Mathematiker eher offene Türen einrennt, als vor verschlossenen zu stehen, von daher...

Thema Mathe: irgendwie hat es auch sein gutes, dass ich nachts aufstehe und meine Maus füttere. Denn ich kann dann nicht mehr einschlafen und hocke mich deshalb an den Schreibtisch und lerne. Was soll ich sagen: es scheint sogar was gebracht zu haben! Ich kann jetzt behaupten, dass ich KE 1 wirklich verstanden habe - was ja nicht heißen muss, dass ich nun schlagartig Beweise selbst formulieren kann - dennoch freut es mich tierisch. Jetzt muss ich nur noch gucken, dass ich die EAs bis zum WE weg hab, damit ich mit KE 2 nicht erst nächsten Dienstag anfange.

Also ran an den Speck, denn meine Maus schläft gerade.
Bis zum nächsten Mal.

Herzlichen Glückwunsch zum Kita-Platz! Wann geht´s los?

Ich hab mich heute Nacht auch dabei ertappt, Umweltökonomie zu lesen...nach nur 2 Stunden Schlaf war ich erstaunlich wach und aufnahmefähig. Mehr als ein paar Seiten hielt der Zustand aber leider nicht an...

Da bin ich wieder und diesmal mit einer schönen Sinnkrise :(

Irgendetwas hat gestern mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Ich frage mich seitdem, warum ich das überhaupt mache. Wenn ich ehrlich bin, dann reicht meine Motivation einfach nicht, dieses Studium zu absolvieren. Ich hab Spaß daran, mich von Zeit zu Zeit mit den Aufgaben zu befassen, aber der Gedanke, für eine Prüfung zu lernen, motiviert mich nicht gerade. Ich bewundere euch wirklich, dass ihr alle so viel Ehrgeiz und Elan habt - bei mir ist das leider nicht so. Eigentlich habe ich bisher alles in meinem Leben nur aus Vernunft gemacht, nicht weil ich dafür brenne. Was motiviert euch denn für Euer Studium? Denn mal ehrlich: mit einem Kurs pro Semester wäre ich im best case - also jede Prüfung sofort bestanden - in 10 Jahren fertig. Was soll ich denn dann noch damit? Ich bin dann Mitte 40 und hätte erst mal den Bachelor - dafür aber schön viel Stress gehabt die letzten Jahre. Wie macht ihr das überhaupt, dass ihr neben eurem "normalen" Leben überhaupt mehr als einen Kurs belegt? Ihr habt doch auch Job, Familie und Freunde - bei mir kommt definitiv etwas davon zu kurz. Wenn ich mir meinen jetzigen Tagesablauf anschau, dann hab ich echt viel Zeit für das Studium, aber selbst da reicht die Zeit nicht, weil mein Gehirn es einfach nicht so schnell kapiert. Ich beneide - blödes Wort, denn es wirkt immer so, als ob man es den anderen nicht gönnt - andere, die sich etwas nur ein-/zweimal durchlesen und es dann verstanden haben und auch anwenden können. Ich hingegen brauch x Anläufe, um so einen schöden Beweis von KE 1 überhaupt zu verstehen - von Transferleistung aber noch keine Spur.
Dann kommt auch noch dazu, dass ich wegen der Medikamente, die ich nehmen muss, vergesslich geworden bin. Das ist so besch****. Wenn mich jetzt jemand fragt, ob ich auf der Geburtstagsfeier dieses Jahr von xy war - ich weiß es nicht mehr. Ich musste gestern schon massiv überlegen, was wir am Samstag gemacht haben. Und dieser Effekt lässt meine Motivation für dieses Studium nicht gerade wachsen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass ich mir für die Prüfung kaum was merken kann, ist hoch :(

Was mich aber wirklich gewundert hat, ist, das Wetter! Ich war schlagartig demotiviert, als ich den blauen Himmel gesehen hab. Ich weiß, klingt doof, aber ich muss mich im Frühjahr/Sommer echt zusammenreißen, damit ich überhaupt etwas geregelt bekomme. Im Herbst/Winter alles kein Problem, aber sobald das Thermometer über 20° steigt, bin ich faul, lasch, demotiviert und sonst was. Es liegt nicht daran, dass ich lieber draußen bin - bin ich nicht, denn ich bekomme von zu viel Sonne sofort Kopfweh - und demnach zu viel Ablenkung habe. Nein, ich werde dann wirklich regelrecht faul und demotiviert.

Ich bewunder euch wirklich um euren Elan, euer Durchhaltevermögen. Ob's bei mir reichen wird - ich weiß es nicht :oops

Kann es sein, dass die Vergesslichkeit vom Stillen kommt? Meine Frau litt auch an Still-Demenz. Und ich auch. Merkwürdig...

;)

Mach Dir doch keine Gedanken darüber, wann Du mal fertig sein wirst. Das ist ein sooo fernes Ziel. Mach einfach soviel, wie Du Dir zumuten kannst/willst. In diesem Falle gilt: der Weg ist das Ziel. Und wenn Du erst in 10 Jahren fertig bist. Na und? Dann bist Du eben erst in zehn Jahren fertig. Dann bist Du wenigstens die beste Mama der Welt, weil Du bei den Mathehausaufgaben helfen kannst...

Ich weiß ja, dass Du nicht stillst, aber krid hat trotzdem recht! Dein Baby ist noch so klein, dass ist nicht die Phase der großen Aufnahmefähigkeit... nimm´s jetzt als Gehirnjogging, dass Dir gut tut, und wenn Du überhaupt eine Klausur im September schaffst, ist das schon irre viel! Später mehr...
Ich bin auch schlecht darin, kontinuierlich zu lernen, obwohl ich dann auch wieder nicht der Typ bin, auf den letzten Drücker alles zu packen - ich hab so meine Phasen...das frustriert mich schon auch, letztendlich geht´s aber doch voran. Was mich da immer sehr motiviert sind Mentoriate, vor allem so Wochenend-Veranstaltungen, da nehm ich viel mit und komm dann wieder voll in Lern-Stimmung. Sehr angenehm auch, einen Grund zu haben, mal aus dem Familien-Alltag zu fliehen ;)
Ansonsten würde ich Birdy Glauben schenken: das sind jetzt mathematische Anfangsschwierigkeiten... und wenn Du noch nie für was gebrannt hast: zumindest bei Mathe klang es so, als würdest Du es.
Ach ja, meine Cousine hat diese Wärme-Abneigung auch...da hilft wohl nur: in den Norden ziehen (hat sie gemacht, kam auch aus Bayern) oder vielleicht eine Klimaanlage?!

wer sagt, dass hier alle FernstudentInnen mit Elan bei der Sache sind? ;)
Ich tue mich zur Zeit auch wieder sehr schwer und komme nicht wirklich voran... :rolleyes:

Wie meine VorschreiberInnen schon ebenfalls gepostet haben, ein kleines Baby regt das Denkvermögen nicht unbedingt an. Ich bin z.B. daran gewöhnt, alle benötigten Telefonnummern problemlos aus dem Gedächtnis abrufen zu können. Tja, und statt im Kindergarten habe ich heute halt in der Apotheke angerufen. :)
Sowas passiert mir ständig seit ich Kinder habe, ich versuch´s mit Humor zu nehmen. ;)
In den letzten Semestern habe ich auch immer nur eine Klausur geschrieben und ich war jedes Mal heilfroh, wenn die Prüfung vorbei und immerhin bestanden war. Eine Glanzleistung war zugegeben nie dabei, trotzdem bin ich stolz darauf.

Genauso wird´s Dir bestimmt auch gehen!
Ich würde mich jetzt auch nicht verzetteln, sondern vielleicht einfach ein Stück im Skript weiterlesen. Oft dämmern einem viele Punkte doch im Nachhinein plötzlich.
Hast Du Dir schon einen groben Überblick über den Lehrstoff verschafft? Ist es nicht möglich, dass Du Dir erstmal ein anderes Kapitel vornimmst?
Nach einer kleinen Pause kommst Du an dieser hakeligen Stelle vielleicht leichter wieder voran...

Bei warmem Wetter mache ich auch oft schlapp. Wie ist denn Dein Blutdruck?
Mir hilft nur Wasser trinken, Wasser trinken, Wasser trinken und ab & zu auch eine Tasse Kaffee.

Nicht aufgeben!
Das wird schon wieder.
Ich denke mal, solche Phasen haben wir alle...

vielen lieben Dank für Eure aufmunternden Worte :)

Was die Vergesslichkeit betrifft, so ist es leider nicht so lustig, wie ihr denkt. Es liegt an einem Medikament, das ich wohl die nächsten 30 / 40 Jahre nehmen muss - außer es kommt was anderes auf den Markt - und dieses führt zu enormer Vergesslichkeit. Ich habe sogar von einem Fall gelesen, wo ein Kind vor dem Medikament ein sehr guter Schüler war. Seit der Einnahme aber so schlecht geworden ist, dass es fast durchgefallen wäre. Für die Eltern begann dann ein Spießroutenlauf von Pontius zu Pilatus, bis sie endlich eine Sonderregelung für ihr Kind hatten, denn offiziell ist Vergesslichkeit leider noch keine Nebenwirkung dieses Präparats.
Seltsam nur, dass man im Netz ziemlich viele, ziemlich schnell findet, denen es genauso geht, wie mir :(

ABER: gestern ist meine Motivation wieder gewachsen. Ich hab zum ersten Mal verstanden, was in einem Beweis vor sich gegangen ist :D:D:D Ich konnte nachvollziehen, woher das alles kommt und wieso das hier und das da dort und überhaupt - ich bin so mega stolz :)
Blöd nur: diese Woche ist bei mir der Voll-Horror. Jeden Tag/Abend was anderes und deshalb leider kaum bis gar keine Zeit vorwärts zu kommen - und das, wo ich jetzt unbedingt doch mal einen Beweis selbst schreiben will, der dann auch korrigiert wird :mad:

Wie auch immer, ich schau, dass ich jetzt vorwärts komme, denn meine kleine süße Maus schläft gerade.

Bis demnächst.

Sorgen...

Egal, was ich die letzten 2 Tage versucht hab, ich bin einfach nicht so schnell, wie ich es sein müsste, damit ich noch vor Montag zu den EAs komme :( Ich leg mich ja nachts noch nicht mal mehr hin, nachdem ich meine Tochter gefüttert habe. Heute heißt das, dass ich bereits seit 4.00 Uhr wach bin und was ist? Ich hab gerade mal 7 Seiten im Skript geschafft und ca. 30 liegen noch vor mir. Selbst wenn ich die noch schaffen sollte - was sehr unwahrscheinlich ist, denn die nächsten 4 Tage hab ich keine Zeit, da wir Besuch bekommen - bleibt keine Zeit mehr für die EAs.
Das frustriert mich schon ein bisserl, denn die sind ja die beste Möglichkeit, herauszufinden, ob man's kapiert hat, oder nicht.

Na mal sehen, wie lange meine Maus jetzt noch schläft - klingt gerade nach nicht mehr lange - und ich zumindest noch ein zwei Beweise durchackern kann.

Man liest sich
Eure banzai

So, da bin ich wieder.
Wie vermutet, hab ich es letzte Woche gerade mal so geschafft, am Dienstag - ja, ich weiß, Montag ist Abgabe, aber einen Versuch ist es wert - nur einen Teil der Aufgaben weggeschickt. Und selbst das hätte ich mir sparen können, denn es waren nur die "Rechenaufgaben". Und mehr als Verrechnen ist da nicht drin...

Dann am Mittwoch voller Elan auf die nächste KE gestürzt und mit Bestürzung festgestellt, dass ich das letzte Kapitel aus KE 2 mal besser verstanden, als nur überflogen hätte :rolleyes: Also erst mal damit beschäftigt und schwupps war der Mittwoch auch vorbei. Tja und dann hab ich es wirklich geschafft, mich seit Donnerstag mit ein und dem selben Beweis aus dem ersten! Kapitel der aktuellen KE zu beschäftigen, weil ich es bis heute Mittag einfach nicht gerafft hab :mad:
Wie geht's nun weiter? Ganz klar, so gut wie gar nicht. Denn die nächsten beiden Tage bin ich auf einem Lehrgang, am Freitag ist der 70. meiner Mama und am Samstag haben wir auch schon wieder was vor. Und so kann ich glücklich sein, wenn ich vielleicht - wenn und überhaupt - noch das nächste Kapitel bis Sonntag Abend schaffe. Von der nächsten Kurseinheit bin ich dann aber noch meilenweit entfernt. Und was die EAs für dieses Mal betrifft, hab ich den Versuch allein schon ad acta gelegt.

Es klingt doof, aber am liebsten würde ich mich wirklich zur Zeit nur mit dem Mathe-Kram beschäftigen, aber es geht leider nicht. Seit ich das Fernstudium hier mache, läuft der Fernseher nur noch enorm selten tagsüber und halt dann abends mal zur Entspannung und zum Einschlafen. Vorher war ich der totale Fernseh-Junkie. Ist jetzt nicht so, dass ich den ganzen Trash-TV-Kram geguckt hab, aber halt irgendwas geguckt, weil ich zu faul für was anderes war :oops:
Und jetzt: kaum den Elan wieder gefunden, kommt mir eins nach dem anderen in die Quere. Wenn das so weiter geht, kann ich in einem Monat gleich wieder mit KE 1 anfangen, in der Hoffnung, dass ich dann im WS vielleicht zum ersten Mal die Prüfung mitschreiben kann, weil ich mal zeitnah mit allen KEs fertig geworden bin. Aber noch hab ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass ich das ein oder andere vielleicht doch mal schneller verstehen kann.

Nun muss ich wieder los noch was besorgen, bevor mich alle in U- und S-Bahn wieder schief anschauen, weil ich mich traue mit Kind und vor allem Kinderwagen in der Rush-hour unterwegs zu sein :mad:
Als ob man tagsüber nix anderes zu tun hätte - was ich mir bei Rentnern aber immer noch denke :D

Man liest sich.
Eure banzai

Schon wieder eine Woche vorbei und ich hab genau 2 Seiten im Skript weiter geschafft :(

Es ist nicht so, dass ich nicht mehr wollen würde, aber ich werde ständig abgehalten. Entweder will mein Kind was oder mein Mann meint, dass seine Hobbys zur Zeit wichtiger wären und ich bin die Dumme. Als ob ich nicht auch mal etwas Freizeit verdient hab. Wenn meine Mama nicht wäre, dann hätte ich noch nicht mal die Möglichkeit 1 x pro Woche einen Nachmittag für mich zu haben, aber da muss ich mich dann zwischen Schlaf nachholen oder Mathe entscheiden.
Allerdings hat mein Mann mittlerweile verstanden, dass man mit Kind nicht den ganzen Tag nur seinen Hobbies nachgeht. Er dachte wirklich, dass ich hier nur das tu, was mir Spaß macht und mich von den Nächten erhole. Aber dann kam die letzte Woche: er hätte nur 2 Tage mit unserer Tochter alleine verbringen müssen und seitdem ist er geläutert. Ja, müssen. Nach einem halben Tag hat er sie schon zu seinen Eltern gefahren, weil er zu nichts mehr gekommen ist, was ihm Spaß gemacht hätte. Was ein Wunder...:rolleyes:
Außerdem weiß er nun, warum mich das Gequieke und Geweine nur noch nervt. Ich hab sie wirklich lieb, meine kleine Maus, aber es nervt einfach tierisch, wenn man sich das 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag anhören muss. Ich zucke mittlerweile schon bei jedem kleinsten Ton zusammen und könnte jedes mal ausrasten. Keine Angst, es passiert ihr nix, aber innerlich explodiere ich mind. 20 x am Tag.

Tja, und so kam es, wie es kommen musste: ich hab seit einer Woche nix mehr getan, denn ständig war was anderes. Und selbst, wenn da mal eine freie halbe Stunde war, hab ich es gelassen, denn bis ich mich dann wieder hineingedacht hab, hab ich schon wieder aufhören können. Also hänge ich jetzt schon so weit hinterher (am Montag ist Abgabe für KE 4 und ich bin noch nicht mal mi'm ersten Drittel von KE 3 fertig), dass ich überlege, es für dieses Semester ganz sein zu lassen. Scheinbar bin ich auch nicht so eine Mathe-Leuchte, die alles auf's erste oder zweite Mal versteht. Ganz im Gegenteil: ich muss jeden Furz x mal lesen bzw. durchgehen, damit ich auch nur ansatzweise eine Ahnung davon bekomme. Bei den Diskussionen in der NG zum Kurs verstehe ich nur noch gerade mal die Betreffe...
Außerdem hab ich immer noch keinen richtigen Plan, wie ich die KEs gründlich, aber doch zügig durcharbeiten kann. Ich hab zwar ein total geniales Buch gelesen, dass mir die richtige Arbeitsweise mit mathematischen Texten näher gebracht hat, aber nun bin ich für diesen 14-tägigen Rhythmus zu langsam damit. Selbst wenn ich die KE in 14 Tagen schaffe, hab ich noch lange keine einzige EA gelöst. Klar, kein Weltuntergang, denn ich muss ja keine Mindestpunktzahl erreichen, aber so ganz ohne Feedback in die Prüfung gehen ist auch nicht besonders helle.

Und da ist sie nun, meine Überlegung, das Semester sausen zu lassen und jetzt sofort noch mal mit KE 1 zu beginnen. Dann wirklich alles bis ins letzte Detail zu verstehen und mit diesem Vorsprung dann nächstes Semester hauptsächlich die EAs bearbeiten, denn meine freie Zeit wird ja nicht mehr, wenn ich ab Dezember wieder arbeiten gehe.
Aber wenn ich das mache - ich weiß es jetzt schon - wird der Elan ziemlich schnell abnehmen und in Nichtstun übergehen, denn das Ziel dazu ist enorm weit weg... Mal sehen.

Man liest sich.
Eure banzai

P.S.: ich hatte für den langen Text Zeit, weil meine Tochter quiekend hinter mir saß.

Kaum vier Stunden später hab ich auch heute wieder nix gemacht. Aber immerhin läuft mein Rechner jetzt wieder.
Außerdem bin ich mittlerweile soweit, dass ich jetzt wieder bei KE 1 anfange und dann einfach schaue, wie es mir bis zur Klausur damit geht. Denn mal ganz ehrlich: ich hätte es sowieso nicht mehr aufholen können, um noch irgendeine vernünftige EA abzugeben. Schade drum, aber was soll's.

Man liest sich.
Eure banzai

Fast eine weitere Woche später und ich hab immer noch nix geschafft :(
So langsam aber sicher frag ich mich, ob ich es in dem Tempo überhaupt bis zur Klausur im WS, ja, Wintersemester, schaffe. Mein Problem ist jetzt, dass ich mit diesem Semester wohl innerlich schon abgeschlossen habe und mich daher nachts nicht mehr aufraffen kann, mich an den Schreibtisch zu setzen und tagsüber bleibt kaum Zeit.

Außerdem gehöre ich zu denen, die immer alles immer ordentlich haben müssen. D.h. ich kann mich nicht dazu durchringen, einfach Anmerkungen ins Skript zu machen, denn es könnte ja "unhübsch" werden bzw. ich bei nochmaligem Lesen nicht mehr zum Denken gezwungen werde. Also hab ich bisher alle Definitionen, Sätze, Propositionen usw. und auch alle Beweise abgeschrieben, um mir zu allem möglichen Notizen zu machen. Vor allem bei den Beweisen für mich extrem wichtig. So hab ich auch endlich alles halbwegs verstanden. Aber das dauert einfach vieeeeeel zu lange!!! CnP aus dem Skript und dann ausdrucken funktioniert auch nicht. Also, was mach ich nun?
Bleibt eigentlich nur noch, nur das wichtigste aus den einzelnen Kapiteln raus zu schreiben und dann zusammenhangslos in einen Ordner heften. Aber das widerspricht meinem Ordnungs-/Systematik-Verlangen.
Ich glaub, ich versuche es mal mit einer Übersicht der Titel der Sätze, Definitionen usw. mit Kapitel und Seitenzahl. Und falls ich bei einem Beweis nicht vorwärts komme, kann ich alles relevante aufschreiben.

Man liest sich.
banzai

FC Bayern, Stern des Südens, du wirst niemals untergeh'n... Yeah, sie haben es geschafft und ganz München steht Kopf :D:D:D

Nachdem also gestern Abend Party war, und ich dafür den ganzen Tag in der Küche gestanden bin, ist wieder nix passiert. Das soll sich aber heute bessern.
Mittlerweile bin ich soweit, dass ich mir schon gar keine Illusionen mehr mache, denn ich habe seit Mittwoch gerade mal 20 Seiten geschafft. Wenn das so weiter geht, dann bin ich vielleicht erst Ende des nächsten Wintersemesters mit den KEs durch ohne dabei nur eine einzige EA bearbeitet zu haben :mad:
Was soll's, ich brauch die Herausforderung für mein Logikzentrum, denn mir ist nur Baby den ganzen Tag einfach zu fad.

Also ran an den Speck, so lange meine Maus noch schläft ;)

Man liest sich.
banzai

Maximale Kampferfolge!!!

Nachdem ich jetzt endlich das Tagebuch "des Wahnsinnigen" komplett gelesen hab, hab ich irgendwie wieder - ich weiß gar nicht, wie ich's ausdrücken soll - Mut/Elan, oder was auch immer, gewonnen und mir einen Plan gemacht, um dieses Semester doch noch nicht aufzugeben.
Mein Ziel ist es nun, die EA 6 spätestens am 25.06. zur Post zu bringen. Und das obwohl ich nochmal ganz von vorne angefangen hatte am WE. Mal schauen.

Man liest sich.
banzai

Ich drücke Dir für Dein Vorhaben die Daumen. Ich hänge dieses Semester leider auch voll hinterher. Habe am 6. Juni Abgabetermin für eine EA und habe noch nichts dafür gemacht. Die zweite hat am 8. Juli Termin und wir wollen ab 30. Juni in Urlaub fahren. Ich habe also auch noch ein richtig straffes Programm vor mir :(.

31.05. und was ist: ich hänge meinem Zeitplan schon 2 Tage hinterher. auch wenn ich eigentlich gerade so richtig Couch-schwer bin, will ich mich jetzt doch an den Schreibtisch setzen und versuchen, zumdest einen tag wieder gut zu machen.

Man liest sich.
banzai

01.06., 0:30 und ich bin nur noch einen Tag hinterher :)
Und wisst ihr, was das beste daran ist: ich hab alles restlos verstanden :):):)

Man liest sich.
Eure banzai

Das klingt doch gut! Weiter so!

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich (wieder) unbeliebt mache...
FC Bayern, Stern des Südens, du wirst niemals untergeh'n, weil wir in guten wie in schlechten Zeiten zueinander steh'n!!!
Yippeeeeeh - das Triple ist geschafft, einfach sensationell

Und was heißt das nun für meinen Zeitplan? Chaos und Verzug. Ich will es gleich versuchen, noch ein oder zwei klare Gedanken zu fassen, aber ob das klappt? Mal sehen.

Man liest sich.
Eure banzai

1,5 Wochen und einen epileptischen Anfall später, hab ich mich zumindest soweit wieder erholt, dass ich nicht mehr Dauerpanik vor einem weiteren habe, wenn ich mit meiner Tochter allein bin.
Leider ist meine Motivation für dieses Studium dadurch aber nicht gerade gestiegen, denn ein möglicher Auslöser für den Anfall könnte Schlafmangel gewesen sein. Und da ich ja meist nur noch 3-5 Stunden pro Tag geschlafen hatte, damit ich mich ausreichend um's Studium kümmern kann, will ich dieses Risiko nun nicht mehr eingehen. Ergo, ich habe max. nur noch ein/zwei Stunden pro Tag Zeit und das reicht mir einfach nicht - dafür bin ich nun mal zu unbegabt/schwer von Begriff und hänge nun mehr als drei Wochen zurück. Die Unterstützung meines Mannes hält sich auch mehr als in Grenzen. Er versteht nicht, dass man an Mathe Spaß haben kann und nimmt das leider auch nicht ernst, dass mich das interessiert und ich dafür einen Teil meiner Freizeit opfern möchte :( Tja, und somit ist dieses Semester für mich gelaufen, denn ich bräuchte schon das Feedback von den Einsendeaufgaben, um mich überhaupt zur Klausur zu trauen. Ich werde verdammt wehmütig, wenn ich im Büro die Sachen liegen sehe und genau weiß, dass es mir Spaß macht, aber es keinen Sinn mehr macht.

Ob das Studium nun überhaupt jemals was wird, steht mehr als in den Sternen, denn mit einem Fach pro Semester, wäre ich wohl erst in 15 Jahren fertig und dann, kurz vor'm Renteneintritt, brauch ich das auch nicht mehr.
Es macht mich unheimlich traurig, dass ich von Seiten meines Mannes 0 Unterstützung bekomme und zum anderen so schwer von Begriff bin, dass es zu mehr als einem Fach pro Semester nicht reicht. Zu guter letzt sorgen die Medikamente meiner besch****** Krankheit dafür, dass ich nahezu alles vergesse. Es geht sogar soweit, dass ich manchmal nicht mehr weiß, was wir gestern gemacht haben. Andere Medikamente haben noch mehr Nebenwirkungen, so dass ich mir aussuchen kann, was ich besser finden soll.

Vielleicht find ich über den Sommer meinen Elan wieder, so dass ich es nächstes Semester noch mal probieren werde - man wird sehen

Ach lass den Kopf nicht hängen. Vor allem wirf die Flinte nicht vorschnell ins Korn. Wenn das Studium Dir Spaß macht bleibe dran und wenn es nur ein Fach pro Semester ist. Ich studiere jetzt glaube ich auch schon 8 Jahre oder so. Na und? Wir machen das nebenbei. Mathe fasziniert mich auch und ich erwäge ernsthaft, das noch als "Spaßstudium" hinten dran zu hängen :p.

Danke für deine auf munter den Worte :)

Und weil ich gerade Zeit hatte, hab ich drüber nachgedacht evtl. zum nächsten Semester zu Wirtschaftsinformatik zu wechseln. Ich denke nämlich mittlerweile (nicht erst seit heute) drüber nach, was ich mit einem Mathe-Bachelor überhaupt anfangen könnte. Meiner Meinung nach, nicht besonders viel, während ein Wirt.Inf. in meiner beruflichen Situation einiges verändern, vielleicht sogar verbessern könnte. Warum fiel mir das nicht früher ein? Weiß nicht, ich wollte halt versuchen, in der abgedrehten Welt der Mathematiker Fuß zu fassen, aber dafür scheine ich nicht gemacht zu sein :(

Na ja, ich denke, ich werde mich jetzt einfach mal mit dem Brückenkurs beschäftigen, um meine anwendungsbezogenen Mathe-Kenntnisse über den Sommer aufzufrischen.
Bis wann kann man eigentlich den Studiengang wechseln? Zurückgemeldet hab ich mich schon, aber eben für Mathe.

Hey banzai,
LuLu hat recht: solange es Spaß macht, solltest Du es tun! Für irgendwas ist es immer gut...wofür, weiß man nicht immer vorher :)
Aber manchmal braucht man auch den totalen Frust, um auf neue Ideen zu kommen und herauszufinden, was man wirklich will...herzlichen Glückwunsch! Frag doch mal beim Prüfungsamt, ob Du Dich noch ummelden kannst, die Einschreibefrist ist ja noch nicht um. Ich hatte mir in diesem Semester überlegt, vom WiWi-Bachelor in´s Diplom zurückzuwechseln und bekam die kompetente Antwort, dass ich mich zum nächsten Semester ummelden könne, aber schonmal entsprechende Kurse um-belegen dürfe, die dann anerkannt werden.

Auch auf die Gefahr hin, dass mich jetzt viele für total Plemplem halten werden... Ich hab mich jetzt noch mal ausführlich mit Wirt.Inf. vs. Inf. auseinander gesetzt, und was soll ich sagen, es wird doch Inf. werden. Auch wenn das heißt, dass ich dann durch einige Mathe-Fächer durch muss, obwohl ich mir verdammt schwer damit tu, wie ich mittlerweile weiß.
Einer der Hauptgründe ist einfach, dass ich bereits einen Wirtschaftstitel im Titel (allerdings FH) hab und damals nicht so viel Spaß am Auswendiglernen hatte - das verbinde ich leider mit BWL. Außerdem liegen meine Interessen dann doch eher bei rein informatik-typischen Themen, wie ich beim Durchschauen der Modulpläne feststellen musste.

Also werde ich mich jetzt wieder an den Schreibtisch setzen und Grundlagen der Mathematik lernen, auch wenn es für dieses Semester wahrscheinlich nicht mehr reichen wird, denn meine Tochter ist immer länger wach und somit hab ich immer weniger Zeit tagsüber und das macht die Sache nicht wirklich besser. Außerdem dürfte ein Wechsel von Mathe zu Inf. deutlich leichter sein ;)

Man liest sich.
banzai

Das klingt doch gut.
Du hattest doch das Mathe-Studium angefangen, weil Du Spaß an Mathe hast. So gesehen finde ich Inf. wirklich besser als WiInf. Und wenn Du schon eine WiWi/BWL hast, dann musst Du es ja nicht doppelt lernen. Ich habe gemerkt, dass manche Wirtschafts-Themen hier wieder anders behandelt werden als ich sie aus meinem ersten Abschluss kenne, und das hat mir doch erhebliche Verständnis-Probleme gemacht. Das war/ist bei den Mathe-Themen nicht so.
Setze Dich bitte nicht so unter Druck bzgl. einer täglichen Lernmenge oder bzgl. der Anzahl der Module pro Semester. Jetzt stellt sich Deine Tochter um, da musst Du auch deinen Tagesplan umstellen. Das gibt sich wieder. Und es wird immer Phasen geben, in denen Du weniger Zeit fürs Studium hast, weil das Kind Dich braucht.
Mein Mann unterstützt mich auch erst, seit er sieht, dass "Fremde" mein Studium schätzen.

Kannst du dir ggf. etwas aus dem FH-Abschluss anrechnen lassen? Ich würde einfach mal beim Prüfungsamt nachfragen, vielleicht brauchst du dann nicht alle Module zu machen.

Unsortiert wrote:


Mein Mann unterstützt mich auch erst, seit er sieht, dass "Fremde" mein Studium schätzen.

Mein Mann ist derzeit der einzige, der von diesem Vorhaben weiß. Bei allen anderen würde ich auf noch mehr Unverständnis treffen, bzw. mich dauernd fragen lassen müssen, ob's denn was wird oder wie weit ich schon bin oder, oder, oder. Und darauf hab ich irgendwie keinen Bock. Sollte das Vorhaben doch scheitern, will ich auch von niemandem hören "hab ich doch gleich gesagt" o.ä.. In meinem Freundeskreis gibt es außer mir niemanden der gut Freund mit Mathe oder Computern (ich weiß, != Informatik) ist und von daher konnte es auch bisher schon niemand verstehen, warum ich mich freiwillig mit Programmieren oder der Arbeit am PC beschäftigt hab.

Wie hat denn eigentlich euer Umfeld so auf das Fernstudium reagiert?\

Sally30 wrote:

Kannst du dir ggf. etwas aus dem FH-Abschluss anrechnen lassen? Ich würde einfach mal beim Prüfungsamt nachfragen, vielleicht brauchst du dann nicht alle Module zu machen.

Daran hab ich auch schon gedacht, aber da ich mich dann doch eher im Logik-Bereich später sehe und weniger in der SAP-Verwaltung, glaub ich, ist Informatik doch die bessere Lösung. Und den BWL-Teil hab ich ja schon ;)

Man liest sich.
banzai

banzai wrote:


Wie hat denn eigentlich euer Umfeld so auf das Fernstudium reagiert?\

Fast alle (bis auf zwei) haben positiv reagiert: Ein Bekannter meinte er kenne jemanden, der schon seit 20 Semestern an der FU studiert und das bringe doch gar nichts. Eine andere Freundin hat sich erst einmal höflich mit ihrer Meinung zurückgehalten. Die meisten in meinem Umfeld wissen aber was es heißt mit Kind(ern) jobmäßig am Ball bleiben zu wollen.

Bei mir haben auch alle positiv reagiert. Die einzigen die anfangs skeptisch waren, waren meine Eltern. Und jetzt sind Sie stolz Wie Bolle Allerdings
Habe ich mich bei den meisten auch erst nach der ersten Klausur geoutet.u

Bei mir haben alle Verständnis dafür und unterstützen mich. Bis auf meine Mutter (mein Vater ja)... von da kommt kein Verständnis.

Also meine Eltern sind stolz wie Bolle, dass ihre beiden Kinder studieren. Auf Arbeit wissen es auch die Meisten. Die halten mich für durchgeknallt, haben aber auch Respekt davor...wissen halt, dass ich ein Duracell-Männchen bin

Uih,

da habt Ihr aber ein positives Umfeld!

Ich erzähle für gewöhnlich gar nichts von meinem Fernstudium, von meiner Arbeit allerdings auch nicht, weil die Kommentare in der Regel wenig freundlich ausfallen.
Da wird dann mit zweifelndem Blick auf mich gefragt wie lange mein Studium denn noch dauert, ob ich denn nicht zu alt dafür sei, wofür ich die Strapaze denn überhaupt auf mich nehme und, und, und.
Meine eigene Mutter hat mir neulich noch geraten, doch alles abzubrechen. Mit zwei kleinen Kindern würde ich eh nie mehr aus dem Haus kommen... :rolleyes:

Aufmunterung zu erfahren, das muss ja toll sein!