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Mathematik abgewickelt/eingestellt?

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soeben ist mir folgende Information zugegangen.

Aus dem Struktur- und Entwicklungsplan:

"Die Studiengänge B.Sc. ,Mathematik" und M.Sc. "Mathematik" stellen trotz bereits mehrjähriger Laufzeit zum WS 2006/07 lediglich insgesamt 368 Studierende. Sie werden eingestellt und abgewickelt. Die Einschreibung ist zum SS 2008 nicht mehr möglich. An ihre Stelle tritt ein neuer M.Sc. "Angewandte Mathematik"."

Was bedeutet das für Studiengangszweithörer, die jetzt beginnen?

Comments

Zunächst einmal ist das nur ein Plan, kein Beschluss. Was das bedeutet, ist noch unklar – aber 368 Studenten ist schon arg wenig.

Mich störts auch, weil ich Mathe in der engeren Auswahl für mein nächstes Studium hatte. Ich fürchte, wir müssen abwarten & Bier trinken... Der AStA will sich für den Erhalt der bedrohten Studiengänge einsetzen, aber das geringe Interesse spricht natürlich schon eine deutlich Sprache.

Dann würde mich mal interessieren, ob ich mich für das kommende Semester wieder exmatrikulieren kann und damit auch die Kosten einsparen könnte (Semestergebühren), denn es ist ja doch ziemlich unsicher!

Ich finde diese ziemlich knappe Planung auch eher grenzwertig, ähnlich wie die Steuergesetzgebung unserer Bundesregierung :mad::mad

Bedeutet "werden abgewickelt" eigentlich, dass die, die bereits mitten im Studium sind, noch fertig studieren können oder habe ich das falsch verstanden? *nur zur Sicherheit nochmal nachfrag*

viele dieser Fragen wurden bereits in feu.mathematik.diskussion eroertert. (z.B. Studienzahlen muessen mit Diplom verglichen werden, es gibt Bestandsschutz nur wer ist de facto nach 2010 noch zur Betreuung da, kurzfristigkeit der Infopolitik etc..) Da ich nicht alles wiederholen moechte, kann ich den Interessierten einen Blick in die newsgroup anraten.

LG
doppelpi

panikmobil wrote:


Aus dem Struktur- und Entwicklungsplan:

"Die Studiengänge B.Sc. ,Mathematik" und M.Sc. "Mathematik" stellen trotz bereits mehrjähriger Laufzeit zum WS 2006/07 lediglich insgesamt 368 Studierende. Sie werden eingestellt und abgewickelt. Die Einschreibung ist zum SS 2008 nicht mehr möglich. An ihre Stelle tritt ein neuer M.Sc. "Angewandte Mathematik"."\

Betrifft das auch den M^3?:eek: Wenn ja, müßte ich mich sicherheitshalber bereits jetzt einschreiben.....

Grüßle, Piri

Es soll einen neuen Master geben, aber das ist irgendwie zurzeit alles unklar.

Tatsache ist, dass es wohl ziemlich viele Neueinschreibungen im Diplom und im BSc gegeben hat – und die Leute haben Bestandsschutz (die Diplomstudis bis 2017, für BScler wird es wohl was ähnliches geben, die Auskunft des PA ist da aber etwas kryptisch). Andererseits hören eine ganze Reihe von Profs auf und mit Neubesetzungen der Stellen sieht es mau aus...

Wer sich für einen der Studiengänge interessiert, sollte sich am Besten einfach einschreiben.

Mehr Informationen gibt es in der Newsgroup mathematik.diskussion.

Danke, werd ich gleich mal machen - denn wer weiß, ob es entsprechenden Ersatz für den Lehramts-Dingens-Master für Absolventen nicht-affiner Studiengänge bei der FU geben wird....

Ich bleibe auch eingeschrieben und ich wage zu behaupten, dass schon allein wegen des Bestandsschutzes die zu besetzenden Stellen auch besetzt werden müssen. Und das könnte zur Folge haben, dass die Mathematik auch weiter im Angebot bleibt. Alles andere wäre Verschwendung und dem Bürger nur schlecht begründbar.

panikmobil wrote:

... Alles andere wäre Verschwendung und dem Bürger nur schlecht begründbar.


Ich befürchte das wird bei dieser Entscheidung nicht überzeugen.

Allerdings soll der Master Methoden und Modelle als Master of Education erhalten bleiben. Die Schnittmenge mit dem Bachelor ist so groß, dass es wohl keinen Sinn ergibt einen zu erhalten und den anderen einzustellen.

Man darf bei der Diskussion nicht vergessen, dass die Vorschläge so noch nicht verabschiedet sind. Wie das Ergebniss aussieht ist noch offen, allerdings ist die Verunsicherung verdammt nervig.

Grüße
Stefan

Stefan Obermaier wrote:

Hallo,

(...)
Allerdings soll der Master Methoden und Modelle als Master of Education erhalten bleiben. Die Schnittmenge mit dem Bachelor ist so groß, dass es wohl keinen Sinn ergibt einen zu erhalten und den anderen einzustellen.
(...)

...ich dachte in der Diskussion geht's auch um die Abschaffung des Bachelor....??????
Hab mich mal noch schnell für den M^3 als Zeithörer eingeschrieben, hoffe die akzeptieren das noch..... (Meine Wiwi-Rückmeldung/Belegung hab ich bereits fristgerecht gemacht).....

Grüßle, Piri

ja es geht in der Diskussion auch um die Abschaffung des Bachelors. Es ist aber noch nichts entschieden und (ich habe eine Aussage von Prof. Hochstättler wiederholt) es ist durch die Überschneidung nicht sinnvoll den einen Studiengang zu erhalten und den anderen abzuschaffen.

Um nocheinmal Prof. Hochstättler zu zitieren: "... die Planung des HEP wird mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit nicht 1-1 umgesetzt werden ... Der Entwurf des HEP ist so sicherlich eine Bedrohung, die allerdings nicht woertlich genommen werden darf."

Ich mache mir um den Bachelor einfach weniger Sorgen als um den Master, aber das kann sich auch als großer Irtum herausstellen.

Grüße
Stefan

Mit großen Schrecken habe ich die Nachricht vernommen, dass der Bachelor in Mathematik eingestellt werden soll. Ich wollte mich eigentlich erst in den Akademiestudien versuchen, bevor ich mich richtig einschreibe. Da aber dieses Semester nun ANGEBLICH die letzte Möglichkeit zum Einschreiben besteht, bin ich nun wohl doch gezwungen ins kalte Wasser zu springen und mich als Zweitstudienhörer anzumelden.

Ist die Uni Hagen eigentlich öfter so spontan in ihren Entschlüssen? Man hätte die Einstellung ja zumindest mal ein Semester vorher ankündigen können. Zudem habe ich diese Information nur durch Zufall im Forum gefunden und nicht, wie man es erwarten könnte, als große Ankündigung auf den Seiten der Uni bzw. des Fachbereichs.

Meint ihr, dass trotz des Bestandschutzes das Kursangebot IM FALLE DER ABWICKLUNG stetig zusammengestrichen wird, so dass den Leuten, die jetzt erst beginnen, am Ende ihres Studiums nur 2 oder 3 Wahlpflichtkurse zur Verfügung stehen?

Beste Grüße

Gorbi

P.s. Wie erhalte ich Zugang zur oben genannten Newsgroup mathematik.diskussion. ?

Das ist eine von den FernUni-Newsgroups, in die Du Dich entweder aus Deinem Browser mit Passwort einloggen kannst ([url=https://www.fernuni-hagen.de/www2news/thread.php?cluster=mathematik-kurse.txt&group=feu.mathematik.diskussion]LINK[/url]) oder mit einem NG-Client über den VPN-Zugang.

Bitte beachtet: das ist alles bisher nur ein PLAN der Unileitung! Es ist noch NICHTS beschlossen.

Ich habe allerdings gerade eben auch meinen Antrag auf Immatrikulation in ein zweites Studium fertig gemacht – nur zur Sicherheit... :rolleyes

kridbonn wrote:


Ich habe allerdings gerade eben auch meinen Antrag auf Immatrikulation in ein zweites Studium fertig gemacht – nur zur Sicherheit... :rolleyes:

Hi Kridbonn,

ich will's heut auch zur Post bringen, bin mir aber unsicher ob ich alles richtig gemacht hab....:

1.) für mein TZ-Wiwi_Studium war ich bereits fristgerecht zurückgemeldet und auch die Belegung war bereits fristgerecht (online) durchgeführt

2.) habe deshalb ein Immatrikulationsformular als "Studiengangszweithörer" ausgefüllt und beglaubigte Abitur-, Diplom- und Namensänderungsurkunden beigefügt

3.) hoffe nun, dass das Studierendensekretariat mich im Rahmen der verlängerten Einschreibefrist noch immatrikuliert...

Ist das Deiner Meinung nach der richtige Weg?

DANKE im Voraus für Deine Meinung.
Grüßle, Piri

Ich hab mit der Service-Stelle telefoniert und die sagten mir, ein formloses Schreiben ans Studiensekretariat würde ausreichen. Die ganzen Unterlagen, dass Du studienberechtigt bist, sind ja bereits vorhanden...

Studiengangszweithörer bist Du denmach dann, wenn Du sonst an einer anderen Uni eingeschrieben bist. Wenn Du aber ohnehin an der FeU studierst, kannst Du das zweite Studium einfach so beantragen (so die Servicestelle).

Wie dem auch sei – Fristgerecht ist es in jedem Falle (wg. Verlängerung bis 16.8.) – aber 25 Euro werden fällig.

kridbonn wrote:

Die ganzen Unterlagen, dass Du studienberechtigt bist, sind ja bereits vorhanden... \

In meinem Fall nicht ganz, denn für den M^3 brauchen die wahrscheinl. noch wenigstens die Diplomurkunde meines Erststudiums. Außerdem hat sich im Mai mein Name geändert und ich hatte das damals nur per E-Mail mitgeteilt (und die haben das komischerweise akzeptiert :).

kridbonn wrote:


Wie dem auch sei – Fristgerecht ist es in jedem Falle (wg. Verlängerung bis 16.8.) – aber 25 Euro werden fällig.

Na, lieber 25 Euronen, als nicht Mathelehrer werden zu können :o
An der Präsenzuni könnt ich mir den Spass ja (finanziell) nicht mal träumen.....

DANKE für die prompte Antwort!
Grüßle, Piri

Wobei der M^3 ja zurzeit gar nicht zur Disposition steht. Aber wer weiß, was am Ende rauskommt... :confused

kridbonn wrote:

Das ist eine von den FernUni-Newsgroups, in die Du Dich entweder aus Deinem Browser mit Passwort einloggen kannst ([URL="https://www.fernuni-hagen.de/www2news/thread.php?cluster=mathematik-kurse.txt&group=feu.mathematik.diskussion"]LINK[/URL]) oder mit einem NG-Client über den VPN-Zugang.

Danke für die Info!

kridbonn wrote:

Bitte beachtet: das ist alles bisher nur ein PLAN der Unileitung! Es ist noch NICHTS beschlossen.

Du hast recht. Ich bin z.Z. durch die Erfahrungen an meiner Präsenzuni etwas schreckhaft. Dort sind nämlich die schlechtesten Nachrichten meist die, die sich letztendlich bewahrheiten. :rolleyes:

kridbonn wrote:

Ich habe allerdings gerade eben auch meinen Antrag auf Immatrikulation in ein zweites Studium fertig gemacht – nur zur Sicherheit... :rolleyes:

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste...

Stefan Obermaier wrote:


Allerdings soll der Master Methoden und Modelle als Master of Education erhalten bleiben. Die Schnittmenge mit dem Bachelor ist so groß, dass es wohl keinen Sinn ergibt einen zu erhalten und den anderen einzustellen.\


Ich wollte aber keinen Lehrermaster machen sondern den kleinen Mathemaster. Was ist hier eigentlich schon wieder los? Zuerst baut man alles auf Bachelor- und Masterstudiengänge um, die irgendwie aber auch keiner wirklich haben will, und jetzt basteln sie sogar diese neue Studiengänge in den Grund und Boden.\

panikmobil wrote:


.......... An ihre Stelle tritt ein neuer M.Sc. "Angewandte Mathematik"."\


Hoffentlich mit etwas mehr Tiefgang in den technischen oder naturwissenschaftlichen Fächern. Die momentan angebotenen Mathe-Bachelor's mit ihrer wirtschaftlichen Ausrichtung schrecken doch auch viele von einem Mathestudium ab. Davon einmal abgesehen, haben wir doch schon eine Überpräsentation an Wirtschaftsleuten. Warum müssen die auch noch Wirtschaftsmathematiker werden? Reichen nicht schon die arbeitslosen normalen Wirtschaftsleute?

So, ich hsb heute mit der Post meine neuen Studienbescheinigungen bekommen und bin nun also auch offiziell im Studiengang Bachelor Mathematik eingeschrieben. Nebenfach: BWL (da waren die Noten nämlich besser als in VWL... :feiff

Ich gratuliere! Welche Mathe-Vorlesungen hast du fürs erste gewählt?

Lineare Algebra. Und noch irgendwas, das mir nix sagt. :rolleyes: Halt das, was die FeU für's erste Semester TZ empfiehlt...

LinA hab ich auch gewählt. Na gut, wollen wir hoffen, dass wir nicht die letzten sind, die am Ende das Licht ausmachen.

panikmobil wrote:

Ich gratuliere! Welche Mathe-Vorlesungen hast du fürs erste gewählt?

kridbonn wrote:

Lineare Algebra. Und noch irgendwas, das mir nix sagt. :rolleyes: Halt das, was die FeU für's erste Semester TZ empfiehlt...

Jetzt weiß ich, was das andere war: Die Einführung in die imperative Programmierung. War nämlich gestern schon in der Post. :eek::eek:

Menno! Wenn ich programmieren lernen wollte, würde ich Informatik wählen! :mad::mad:

Und wenn ich Gefrickel mit dem Computer wollte, würde ich einen Windows-Rechner haben. :mad::mad::mad: Für einen Pascal-Compiler müsste ich erstmal XCode auf meinem Mac installieren (ein Developer Tool, was auch immer das sein mag). XCode müllt mir aber die gerade erst halbwegs aufgeräumte interne Festplatte mit 50.000 Dateien voll. :mad::mad::mad: Und auf der riesigen externen Platte lässt es sich nicht installieren. Also wieder ab in den Mülleimer damit... :cool:

Naja – immerhin noch ein Argument, demnächst mal einen neuen iMac mit schöner großer interner Festplatte zu kaufen... :feiff: :rolleyes:

Jaja, das habe ich ja versucht zu installieren. Nur braucht man da die Developer Tools von Mac OS X für (gehört wohl zum Betriebssystem). Und die müllen einem die Festplatte so richtig voll – auch mit unsichtbaren Dateien.

Naja, im Oktober setzt es wohl den neuen Mac, dann versuche ich es nochmal. Und für die EAs brauche ich das ja wohl nicht auf meinem Rechner...

Pascal in einer DOS-Umgebung? Erinnert mich an den Informatik-Unterricht in der Oberstufe :rolleyes::rolleyes

elise wrote:

ps:

der think pascal sieht auch gut aus

[url]https://www.informatik.fernuni-hagen.de/studium/pc-tutorial/pascal.html#3[/url]

Ach wie niedlich. Das ist für OS 8.5. Das hatte ich glaube ich auf meinem Mac Centris so vor 10 Jahren. *gutealteZeiten* Der steht jetzt auf dem Speicher bei meinen Eltern. Wenn ich den hier aufstelle, killt mich meine Frau... :rolleyes: Die ärgert sich ohnehin über mein kleines privates Mac-Museum hier... :D:D

Andererseits hat man damals noch Programme geschrieben, die nicht gleich fast 2 Gigabyte Festplattenspeicher fressen. :rolleyes: Ich habe gelesen, die neuen iMacs können Festplatten steuern, die ein Terabyte Speicher haben.

Ach, das ist ja noch nichts gegen [url=https://www.jeremymehrle.com/jeremymehrle/apple/apple.html]diesen Typen hier[/url]. (Einfach mit dem Mauszeiger auf das Bild oben links, dann startet eine Slideshow) Der sammelt alte Macs. :D

Ich hab hier halt nur die alten Rechnerleichen rumstehen, von denen ich mich aber auch irgendwie nicht trennen kann: einen [url=https://www.oldmac.de/maclc01.html]MacLC[/url] (ein Klassiker: Super Design für Anfang der 90er, dazu gab es einen passenden Bildschirm.), den [url=https://www.macgalerie.de/macc610.html]Centris[/url], einen [url=https://members.chello.at/theodor.lauppert/apple/perf6400.htm]PowerMac6400[/url] (der Name Performa steht da nicht drauf) und meinen jetzigen, einen [url=https://www.cupertino.de/pages/models/g4_uma2.html]G4 Mac[/url]. (Das war jetzt sehr schön, mal die Bilder der guten alten Geräte zu sehen. Bis auf den Mac LC funktionieren die auch alle noch.)

Der Kauf des neuen Rechners ist schon beschlossene Sache. Ich will nur bis Oktober warten: dann gibt's das neue MacOS X Leopard. Und ich habe keine Lust, das irgendwann für 130 Euro extra zu kaufen.... Und auf den IntelMacs kann ich im äußersten Notfall auch Windows installieren :eek::eek

Um mal dieses Thema wieder hervorzukramen: Wie es scheint, wird es auch weiterhin Mathematik-Studiengänge an der FernUni zu geben. Der Alternativvorschlag eines Bachelor Angewandte Mathematik ist bei der Unileitung offenbar auf offene Ohren gestoßen. Mittelfristig könnte sogar eine weitere Professorenstelle dazukommen.

Wie es aussieht, gibt es den im HEP vorgesehene Neueinschreibungsstopp schon zum Sommersemester nicht. Der Studiengang wird auch weiterhin beworben und eine Neueinschreibung ist möglich (wenn auch nicht besonders sinnvoll).

Woher weißt du das?

chris* wrote:

Woher weißt du das?

Das war auf dem Studientag LinA zu hören.

Hast du auch was über die neue Professorenstelle erfahren? Ich würde ja erstmal sagen, dass man sich erstmal wieder Gedanken über die Neubesetzung bestehender, vakanter Stellen machen sollte (Stochastik z.B.). Andererseits schwebt dem Rektor aber auch, soweit ich weiß, ein Lehrstuhl in Finanzmathematik oder ähnlichem vor.

Das mit der Besetzung soll wohl auch so sein. Aber detaillierte Planungen gibt es noch nicht. Zu dem Paket gehört wohl eine (engere) Kooperation mit den Informatikern, weswegen sich die Struktur des Studiengangs deutlich verändern wird.

Es gibt wohl einen hohen Bedarf bei Naturwissenschaftlern an einer mathematischen Zusatzausbildung, insb. bei Physikern, aber auch bei Ökonomen, die in ihrer Lehre mathematisch oft nicht auf der Höhe der Zeit sind.

Nah das hört sich ja schon mal nicht so schlecht an!! *erleichtert bin* Gegen eine engere Kooperation mit Informatik (wie das dann auch immer aussieht) hätte ich jetzt nicht soooo viel.

Übrigens habe ich gehört, dass die Entscheidung über den Mathe-Studiengang auf der "Nikolaus"-Senatssitzung offiziell bekannt gegeben werden soll.

Ich denke mal, dass sich für Leute im BSc Mathe sowieso nichts ändert.

Also ich bin ja auch mal gespannt was nun daraus wird...Ich selbst habe mit Diplom angefangen und bin dann auf den Bachelor umgestiegen, weil ich mir mit dem Studium ne Menge Zeit lasse ;)
Jetzt schon wieder was aendern....naja mal sehen...solange es einen Bachelor in Mathe gibt und die Kurse interessant sind...wer weiss...vielleicht wechsele ich ja nochmal....angewandte Mathematik...klingt ja eigentlich ganz spannend...

Wollen wir mal abwarten was passiert, im Moment kann man sich ja noch fuer den BSc einschreiben, also kann es noch nicht so schlecht aussehen.

mircohering wrote:

Jetzt schon wieder was aendern....naja mal sehen...solange es einen Bachelor in Mathe gibt und die Kurse interessant sind...wer weiss...vielleicht wechsele ich ja nochmal....angewandte Mathematik...klingt ja eigentlich ganz spannend...

Ich Frage mich, was daran spannend sein soll. Dieses Studium ist sowieso schon sehr anwendungsorientiert, was soll da noch kommen?


Wollen wir mal abwarten was passiert, im Moment kann man sich ja noch fuer den BSc einschreiben, also kann es noch nicht so schlecht aussehen.

Das liegt wohl in erster Linie daran, dass man so eine Entscheidung nicht in 2 Wochen durchdrücken kann. Nach der nächsten Senatssitzung wissen wir mehr. Die Einschreibefrist hat aber inzwischen schon angefangen, man kann dann nicht mehr rückwirkend alle Neueinschreiber rausschmeißen.

Was mir gerade auffällt: Die ganzen Kurse, die man ab WS 08/09 im Grundstudium des M³ belegen kann, bekommen den Zusatz "(Bachelor)". Wurde bisher zum Beispiel

01102 Lineare Algebra I

gemacht darf man jetzt

01104 Lineare Algebra I (Bachelor)

belegen.

Siehe: [URL="https://www.fernuni-hagen.de/mathinf/studium/studiengaenge/weitere/mathematik/studienplan.shtml"]Studienplan - Mathematik - Methoden und Modelle - Fakultät Mathematik und Informatik - FernUniversitt in Hagen[/URL]

Das gilt für alle Kurse im M³-Grundstudium:
[URL="https://www.fernuni-hagen.de/mathinf/studium/studiengaenge/weitere/mathematik/studienablauf.shtml"]Ablauf des Studiums - Mathematik - Methoden und Modelle - Fakultät Mathematik und Informatik - FernUniversitt in Hagen[/URL]\

Ab dem Studienjahr 2008/09 lösen die Module (Kurse) 01104, 01105, 01134, 01135, 01261, 01270 die bisherigen Kurse 01102, 01103, 01132, 01133, 01271 aus dem auslaufenden Diplomstudiengang und den Kurs 01260 ab. Bereits erworbene Leistungsnachweise zu den bisherigen Kursen behalten ihre Gültigkeit.


Also ich finde es sehr blöd, dass man einen Master macht und wenn man das Zeugnis genauer anscheut steht überall die Ergänzung "Bachelor". Also so offensichtlich braucht man diesen Master nun auch nicht wieder abzuwerten.

Ist jetzt eigentlich schon irgendwas bekannt zu einem anwendungsbezogenen Master (Finanzmathematik oder so)?

Zumindest bei LA und Analysis ist das wurscht, weil die Kurse genau gleich sind (bei den anderen ist das vermutlich auch so). Im übrigen muss Dir klar kein, dass der M3 kein Master im eigentlichen Sinne ist (aber das haben wir Dir ja schon anderswo erklärt ;)).

Der Studiengang ist nicht akkreditiert, und er eröffnet auch keinen Zugang zu einer Promotion.

Wenn Du Wert auf einen "richtigen" Master legst (also einen MSc), musst Du wohl oder übel zuerst den Bätschelohr und dann den Masterstudiengang absolvieren.

kridbonn wrote:

Der Studiengang ist nicht akkreditiert, ...


Unterliegst du etwa dem weit verbreiteten Irrtum, dass Studiengänge (egal ob Master oder Bachelor) unbedingt akkreditiert sein müssen?\

kridbonn wrote:

Wenn Du Wert auf einen "richtigen" Master legst (also einen MSc), ...


Mit Verlaub, der M³ wird als M.Sc. verliehen! Siehe § 3 der PO: [URL]https://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/fakultaetfuermathematikundinformatik/studiengaenge/zusatzstudiengangmastermathematik/pozsgmmm_07_01.pdf[/URL]

Fratz wrote:

Mit Verlaub, der M³ wird als M.Sc. verliehen! Siehe § 3 der PO: [URL]https://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/fakultaetfuermathematikundinformatik/studiengaenge/zusatzstudiengangmastermathematik/pozsgmmm_07_01.pdf[/URL]

Das wusste ich tatsächlich nicht. Dieser Titelwirrwarr ist einigermaßen ärgerlich, denn wie soll ein Personaler noch beurteilen können, ob man einen konsekutiven Master oder einfach einen Weiterbildungsmaster wie den M3 durchlaufen hat? :mad: Wer den M3 gemacht hat, hat eine ähnlichen Wissensstand wie ein Bakkalaureus (der allerdings noch ein NF hatte). Insofern finde ich es gut, dass die Kurse alle "Bätschelohr" im Namen tragen :p

Fratz wrote:


Unterliegst du etwa dem weit verbreiteten Irrtum, dass Studiengänge (egal ob Master oder Bachelor) unbedingt akkreditiert sein müssen?

Nein, das müssen sie nicht. Das Fehlen einer Akkreditierung lässt aber auch Rückschlüsse zu. Tatsächlich geht man an der Uni wohl davon aus, dass der M3 nicht akkreditierungsfähig ist. Das Wissenschaftsministerium hätte aber wohl gerne, dass alle Studiengänge auch ein Siegel haben, weswegen man sich derzeit über diese Angelegenheit Gedanken macht...

Ergänzung: Das so genannte Hochschulfreiheitsgesetz des Landes NRW schreibt vor, dass Studiengänge akkreditiert sein müssen. Insofern besteht hierzulande doch eine Pflicht, und deshalb hat das Ministerium den M3 wohl auch auf dem Kiecker... ([url=https://www.innovation.nrw.de/Hochschulen_in_NRW/Recht/HFG.pdf]Link zum HFG[/url], siehe §7)

kridbonn wrote:

Dieser Titelwirrwarr ist einigermaßen ärgerlich, denn wie soll ein Personaler noch beurteilen können, ob man einen konsekutiven Master oder einfach einen Weiterbildungsmaster wie den M3 durchlaufen hat?


Der gebildete Personaler lässt sich die zugehörige Bachelor-Urkunde zeigen, wenn er lesen kann kommt er auch ohne fremde Hilfe selber drauf. :)

BTW: Ich finde es gut, dass es nicht-konsekutive Master gibt, aber etwas mehr als "nur" den Lehrinhalt eines Bachelor sollten sie schon bieten. Hier wäre dann zum Beispiel auch ein Finanzmathematik-Master interessant. BWL-Bachelor (oder jeden anderen Studiengang mit "Wirtschafts..." im Name oder mit Nebenfach BWL, so dass man mit der BWL-Einführung nicht bei Adam & Eva anfangen muss) und oben drauf den Finanzmathe-Master. Aber ich glaube das ist der Fernuni Hagen (oder den Mächten die dahinter stehen) zu anwendungsbezogen.

Wie man hört, fährt der Rektor total darauf ab, wenn irgendwo "anwedungsbezogen" draufsteht. Deshalb heißt der Bakkalaureus in Mathematik ja demnächst auch "Angewandte Mathematik". :rolleyes:

kridbonn wrote:

Deshalb heißt der Bakkalaureus in Mathematik ja demnächst auch "Angewandte Mathematik".


Ist das beschlossene Sache, ironisch oder Wunschdenken?

Das ist beschlossene Sache. Vorbehaltlich der Akkreditierung natürlich

Zumindest bei LA und Analysis ist das wurscht, weil die Kurse genau gleich sind (bei den anderen ist das vermutlich auch so).

Bei Numerik I, gab's wohl ein Kapitelchen, dass unterschiedlich war.

Wie man hört, fährt der Rektor total darauf ab, wenn irgendwo "anwedungsbezogen" draufsteht. Deshalb heißt der Bakkalaureus in Mathematik ja demnächst auch "Angewandte Mathematik".

Ja der Rektor schon, aber viele der Mathematiker nicht.:p

Am Studientag zu Analysis 2 gab es mal wieder ein paar Kommentare von Herrn Prof. Boos zum Thema Zukunft des BSc Mathematik. Ich will sie mal hier sinngemäß wiedergeben :)

Der Bachelor in Angewandte Mathematik scheint wohl tatsächlich zu kommen. Zu Beginn ist ein so genannter "Einführungskurs Mathematik" geplant, der jedes Semester angeboten werden soll und für Mathematiker und Informatiker gleichermaßen verwendet werden. Dadurch soll es möglich sein sowohl im WS als auch im SS mit dem BSc zu beginnen. Auf diesen Einführungskurs folgt dann jeweils ein Kurs zu Lineare Algebra und einer zu Analysis, die weiterhin abwechselnd im SS bzw. im WS angeboten werden sollen. Danach folgen die weiterführenden Kurse wie z.B. Wahrscheinlichkeitstheorie 1.

Die Grundphase wird also um 1 Kurs verkürzt, was Herrn Prof. Boos nicht besonders glücklich stimmt. Mal sehen, ob es dann wirklich so kommt, es scheint jedenfalls schon fleißig an dem neuen Studiengang gearbeitet zu werden.

Für die Studenten des aktuellen BScs, die bereits die 4 Grundkurse geschafft haben, wird sich vermutlich nicht viel ändern, da die weiteren Kurse weiterhin angeboten werden sollen bzw. neue Kurse, die dann auch für die "alten" BScs belegbar sind, sollen hinzukommen. Was mit denen passiert, die die Grundkurse noch nicht abgeschlossen haben, wird sich zeigen, vor allem da Herr Prof. Boos ja bald nicht mehr lehren wird und noch kein Nachfolger für das Lehrgebiet Analysis in Sicht ist (ich weiß auch nicht genau, ob einer geplant ist)

Diese Angaben sind natürlich ganz unverbindlich und geben nur meine Eindrücke von dem wieder, was am Studientag gesagt wurde. Wie es dann wirklich kommt, werden wir erst wissen, wenn der neue Studiengang da ist.

ist denn eigentlich schon geplant, wann der neue Studiengang angeboten werden soll?

Ich plane naemlich, ab Sommersemester 2009 mein Studium der Mathematik aufzunehmen und bin sehr daran interessiert, dass ich noch in den jetzigen Bachelor-Studiengang reinkomme. Ich bin naemlich eher an der reinen Mathematik interessiert.

Da ich noch nicht eingeschrieben bin, habe ich auf eventuelle interne Diskussionsfora keinen Zugriff. Falls also jemand auf neueren Infos sitzt, immer her damit!

Gruss,
Nussknacker

Soweit ich weiß, gibt es da nichts Neues. Wenn ich mal schätzen sollte, würde ich sagen, dass die sicher keine Umstellung im Sommersemester machen, da das Mathe-Studium bisher stets auf einen Start im Wintersemester ausgelegt war.

Ich persönlich glaube nicht, dass man am Bachelor so viel ändern wird. Um die Klassiker Analysis I/ II, Lineare Algebra I/ II, Wahrscheinlichkeitstheorie, Numerische Mathematik und gewöhnliche Differentialgleichungen wird man kaum herumkommen. Der Rest besteht ja quasi nur aus Nebenfächern und Wahlmodulen.

Die mathematischen Wahlpflichtmodule könnte man gegebenenfalls um mehr anwendungsbezogene Wahlmodule ergänzen, aber sonst ist der Bachelor aus meiner Sicht doch ganz harmonisch und flexibel.

Also zumindest die Lineare Algebra wird – wie man hört – auf einen Kurs eingedampft, was auch Sinn ergibt, weil in der LA II nicht viel Anwendungsbezogenes zu finden ist.

kridbonn wrote:

Also zumindest die Lineare Algebra wird – wie man hört – auf einen Kurs eingedampft, ...


Beim Master Methoden und Modelle dann wohl auch?

Womit werden die freien 10 ECTS denn vielleicht ersetzt werden?

kridbonn wrote:

Also zumindest die Lineare Algebra wird – wie man hört – auf einen Kurs eingedampft, was auch Sinn ergibt, weil in der LA II nicht viel Anwendungsbezogenes zu finden ist.

So wie man hoert (ich weiss es auch nicht genau) - wohl nicht wegen der Anwendungsbezogenheit, sondern weil in der Analysis keiner mehr da ist. 4 Anfaengerkurse AnaI+II und LinA I+II scheinen in Hagen wohl nicht mehr machbar und die Analysis wird wohl ebenso eingedampft.

Wirklich schade, denn was besser geschriebenes als die beiden LinA Skripte gibt es wohl kaum....

kridbonn wrote:

weil in der LA II nicht viel Anwendungsbezogenes zu finden ist.

Wie bitte? Die ersten drei Kurseinheiten sind das Fundament für eine systematische Untersuchung linearer dynamischer Systeme, das braucht man z.B. in der Elektrotechnik (ja auch die Jordansche Normalform). Skalarprodukte und orthogonale Abbildungen sind für die meisten die erste anschauliche Anwendung der linearen Algebra überhaupt, weil man damit aus diesem abstrakten Vektorgedöns wieder in die geometrische, aus der Schule bekannte Sicht zurückkommt. Anwendungen liegen offensichtlich in der Computergraphik.
Bei Sesquilinearformen kann ich zumindest erstmal nicht widersprechen, weil mir dafür keine Anwendung bekannt ist.

doppelpi wrote:

So wie man hoert (ich weiss es auch nicht genau) - wohl nicht wegen der Anwendungsbezogenheit, sondern weil in der Analysis keiner mehr da ist.


Wie "keiner mehr da"? Was möchtest du damit sagen?

BTW: Wenn es um technisch orientierte Praxis geht (z.B. Elektrotechnik, Physik) geht ohne Analysis gar nichts. Nicht jeder Mathematiker will in einer Bank oder Versicherung enden!

Fratz wrote:

Wie "keiner mehr da"? Was möchtest du damit sagen?

Alle Professoren, die sich mit Analysis beschäftigen, sind entweder pensioniert oder kurz davor.

chris* wrote:

Alle Professoren, die sich mit Analysis beschäftigen, sind entweder pensioniert oder kurz davor.


Und die Professuren wurden noch nicht neu ausgeschrieben?

Hier steht jedenfalls nix:

[url=https://www.fernuni-hagen.de/arbeiten/stellenangebote/professuren/index.shtml]Professuren / Juniorprofessuren - Professuren - Uni Intern - FernUniversitt in Hagen[/url]

Fratz wrote:

Und die Professuren wurden noch nicht neu ausgeschrieben?

Nein. (Und wenn es nach dem Willen des Rektors geht bleibt das auch so, aber wer weiss was Planungen noch alles bringen. Seitdem Anfang dieses Threads ist auch das ein oder ander verändert bzw. unsicher.)

ich bin neu (1. Semester). Was passiert, wenn das Studium tatsächlich umgekrempelt wird? Dann gibts keine Übergangsfrist und nichts? Und wenn schon, bei wem macht man dann Analysis 1, wenns keinen mehr gibt?

Ich hab bisher nur das Skript von LinA1 vor mir. Bei dem sieht man wirklich, wieviel Arbeit da reingegangen ist und wieviel Gedanken sich Prof. Unger gemacht hat. Schade, dass man diese Grundlagen komprimieren will.

bg
Volkmar

Dass Skalarprodukte durchaus anwendungsbezogen sind, sehe ich ein... ;) Dass man sowas wie die JNF tatsächlich brauchen kann, überrascht mich allerdings tatsächlich. Aber ich bin von Haus aus eben "nur" Wirtschaftswissenschaftler – da sieht man es mal wieder. :feiff: :D Mir ist bisher nur in irgendeiner abseitigen Statistikanwendung das Orthonormalisierungsverfahren von Gram-Schmidt begegnet.

Für die Sprinter gab es ja eine spezielle Version von LA I, in der die KE 7 durch einen Kurs mit praxisrelevanten (=Schulunterrichtsbezogenen) Inhalten ersetzt wurde. Womöglich sieht der neue LA-Kurs dann ja ähnlich aus. *spekulier*

Trustmes Beitrag unterstreichend Frage ich noch etwas allgemeiner: Wie sieht es denn dann mit dem "Bestandsschutz" aus? Wenn ich noch im SS2009 anfange und mich noch in den jetzigen Studiengang einschreibe, habe ich denn dann noch die Moeglichkeit, in den vollen Genuss der derzeit angebotenen Grundlagenvorlesungen LA I+II sowie Ana I+ II zu kommen?

Wenn diese teilweise "eingedampft" werden, dann waeren ja auch viele Wahlvorlesungen obsolet, die auf diesen Grundlagen aufbauen? Was bleibt dann eigentlich uebrig? Auch ich will definitiv nicht in einer Bank oder Versicherung landen, sondern bin eher an der Grundlagenforschung (Mathematik und theoretische Physik) interessiert ...

Die Fernuni Hagen ist ja zur Zeit das einzige Angebot in Europa, das ein vollwertiges Mathematikstudium als Fernstudium ermoeglicht?

Gruss,
Nussknacker

kridbonn wrote:

Mir ist bisher nur in irgendeiner abseitigen Statistikanwendung das Orthonormalisierungsverfahren von Gram-Schmidt begegnet. \

Das Gram-Schmidtsche Orthonormalisierungsverfahren findet z.B. in der Quantenmechanik Anwendung, wenn es zu einem Eigenwert (einer der moeglichen Messwerte einer Observablen eines Quantensystemes) mehrere Eigenzustaende (Eigenvektoren) gibt. Die Eigenzustaende bilden dann keine Orthogonalbasis, aus denen man sich beliebige Quantenzustaende zusammengesetzt denken kann. Mit Hilfe des Gram-Schmidtschen Orthogonalisierungsverfahrens kann man sich aber eine solche Orthonormalbasis aus den Eigenzustaenden konstruieren.

Gruss,
Nussknacker

Nussknacker wrote:

Trustmes Beitrag unterstreichend Frage ich noch etwas allgemeiner: Wie sieht es denn dann mit dem "Bestandsschutz" aus? Wenn ich noch im SS2009 anfange und mich noch in den jetzigen Studiengang einschreibe, habe ich denn dann noch die Moeglichkeit, in den vollen Genuss der derzeit angebotenen Grundlagenvorlesungen LA I+II sowie Ana I+ II zu kommen?\

Lehne mich hier nochmal nachweislich unwissend aus dem Fenster: Der Bestandschutz garantiert, dass es möglich ist den BSc (evt. mit Übergangsfristen) abzuschliessen. Ob es eine Garantie auf bestimmte Fächer gibt wage ich zu bezweifeln. (Denke aber auch, dass wenn da was verändert wird die Grundlagen schon noch alle da sein werden.)

PS: Hm, KE 7 von LinA1 war wirklich meine LieblingsKE. Doch schon sehr interessant und lehrreich mal drüber nach zu denken in was für Probleme man kommt wenn man die Vektorräume ins unendliche übertragen will. (Warum sie also ausgerechnet die weggelassen haben??)

Nussknacker wrote:



Die Fernuni Hagen ist ja zur Zeit das einzige Angebot in Europa, das ein vollwertiges Mathematikstudium als Fernstudium ermoeglicht?
\

Die Open University bietet noch Mathematik an, halt mit allen Nachteilen (Kosten, Klausuren vor Ort etc.)

[url=https://www3.open.ac.uk/study/undergraduate/mathematics-and-statistics/index.htm#product-degrees]Mathematics and Statistics | Undergraduate Courses, Degrees, Diplomas, Certificates and Qualifications - Open University[/url]

Ein Arbeitskollege von mir studiert Statistik an einer Präsenzuni. Da muss man zeitlich ungleich flexibler sein, zusätzlich zu dem ohnehin beträchtlichen Arbeitsaufwand um den Stoff zu verstehen. Das ist mit einem Vollzeitjob fast unmöglich

Ich hatte mich bei meiner Einschreibung in den Bätschelohr Mathe beim PA erkundigt – zu einer zeit, als der Studiengang noch vor der kompletten Schließung stand. Demnach genießt man Bestandsschutz, so dass man den Studiengang in angemessener Zeit abschließen kann. Das ist hinreichend butterweich, um nix garantieren zu müssen (z.B. dass man die gewünschten Wahlfächer belegen kann), kann aber als Anhaltspunkt dienen.

doppelpi wrote:

Lehne mich hier nochmal nachweislich unwissend aus dem Fenster: Der Bestandschutz garantiert, dass es möglich ist den BSc (evt. mit Übergangsfristen) abzuschliessen. Ob es eine Garantie auf bestimmte Fächer gibt wage ich zu bezweifeln. (Denke aber auch, dass wenn da was verändert wird die Grundlagen schon noch alle da sein werden.)

Na, ich schreibe mich einfach mal ein und hoffe, dass es noch etwas dauert, bis der neue Studiengang beschlossene Sache ist, fertig ausgearbeitet ist und das Faecherangebot tatsaechlich entsprechend geaendert (reduziert) wird. \

doppelpi wrote:

PS: Hm, KE 7 von LinA1 war wirklich meine LieblingsKE. Doch schon sehr interessant und lehrreich mal drüber nach zu denken in was für Probleme man kommt wenn man die Vektorräume ins unendliche übertragen will. (Warum sie also ausgerechnet die weggelassen haben??)

In der Quantenmechanik sind unendlich-dimensionale Hilbertraeume das normalste vom normalsten. Diese sind noch nicht einmal unbedingt abzaehlbar. Aber alles das ist angewandte Mathematik vom feinsten!

Gruss,
Nussknacker

Trustme wrote:

Die Open University bietet noch Mathematik an, halt mit allen Nachteilen (Kosten, Klausuren vor Ort etc.)

[URL="https://www3.open.ac.uk/study/undergraduate/mathematics-and-statistics/index.htm#product-degrees"]Mathematics and Statistics | Undergraduate Courses, Degrees, Diplomas, Certificates and Qualifications - Open University[/URL]
\

Ja, die OU ist mir bekannt. Allerdings kann Mathematik nicht in allen Laendern studiert werden. In Norwegen etwa, wo ich dauerhaft lebe, ist das Angebot an Studiengaengen stark eingeschraenkt. Ansonsten waere die OU eine klare Alternative, wenn auch eine sehr teuere.

Aber wie gesagt, ich schreib mich jetzt einfach mal ein. Nur fuer diejenigen, die spaeter ihr Studium beginnen, ist es schade, wenn die Mathematik nur amputiert ueberlebt ... :(

Gruss,
Nussknacker

Nussknacker wrote:

In der Quantenmechanik sind unendlich-dimensionale Hilbertraeume das normalste vom normalsten. Diese sind noch nicht einmal unbedingt abzaehlbar. Aber alles das ist angewandte Mathematik vom feinsten!

Ich meine mich zu erinnern, dass sie in KE 7 irgendwann feststellt, dass ihre Definition von Linearkombination (dass dabei nur endlich viele Vektoren kombiniert werden) nicht sehr praktisch ist und in der Analysis (unendlich-dimensionale Hilberträume sind Gegenstand der Funktionalanalysis, wenn ich mich nicht irre?) andere Begriffe benutzt werden.

Interessant - es gab ein paar Probleme beim Versand der Unterlagen für LinAI und Prof. Unger hat in der NG nebenbei erwähnt, dass mehr als 800 Leute den Kurs belegen. Vielleicht war das ein Tippfehler, aber wenn die Zahl stimmt, wundert mich schon, dass man gewisse Basisprofessuren nicht nachbesetzt :confused

Wieso? Viele Studenten sind doch gut, das gibt mehr Einnahmen und mehr Landesmittel.

Na eben
mir kam 800 auch recht gut vor - das heißt mehr Geld, mehr Landesmittel, mehr Stellenwert des Faches - dazu den Gegensatz, dass man das Angebot reduzieren will. Das erschien mir ein Widerspruch.

Sorry, falsch gelesen :(

Es gibt leider ziemlich viel Schwund in der Mathematik, die Prüfung Analysis II im letzten Semester haben nur irgendwas unter 50 Leute mitgeschrieben. Ich glaube die meisten brechen schon in den ersten 3 Monaten des ersten Semesters ab.

Die LA I haben im vergangenen Jahr so viele Leute belegt, dass sie mit dem korrigieren der EAen nicht hinterher kamen und zusätzliche Korrektoren einstellen mussten. Der Studenten-Schwund ist allerdings tatsächlich ziemlich hoch – schon in Wiwi liegt er bei 2/3, in Mathe dürfte er vielleicht noch höher sein. Mathe ist mit großem Abstand das kleinste Fach an der FeU.

Zwei Faktoren sind bestimmend fuer die Zukunft der Mathematik an der FU:

1) Die Anzahl der eingeschriebenen Studenten
2) Der Stellenwert der Mathematik bei der Universitaetsleitung.

zu 1) muss man sich natuerlich fragen, wieso Mathematik so unpopulaer ist. War das schon immer so, oder ging die Anzahl der Studenten, die ihr Studium auch mit Abschluss beenden, kontinuierlich zurueck? Zu Anfang muss sich die Einrichtung des Studiengangs ja schliesslich gelohnt haben? Warum dann also dieser Rueckgang? Und was kann man dagegen tun (ausser Teile des Angebots "einzudampfen")?

zu 2) Wieso soll die Mathematik auf "angewandte Mathematik" reduziert werden? Hat das nur mit der geringen Anzahl Studierender zu tun, oder ist das eine klare Zielsetzung der Universitaetsleitung (z.B. um der FU ein klares Profil, generell an den Beduerfnissen der Wirtschaft ausgerichtet zu sein, zu verleihen)?

Und wie gross ist das Risiko, dass viele potentielle neue Kommilitonen durch diese Beschneidung das Interesse wieder verlieren?

Gruss,
Nussknacker

Nussknacker wrote:

zu 2) Wieso soll die Mathematik auf "angewandte Mathematik" reduziert werden?


Warum erweitert man die Mathematik nicht einfach um angewandte Mathematik? Soll der Student doch entscheiden können, ob er eher theoretisch, finanzmathematisch oder ingenieurmathematisch studieren will.\

Nussknacker wrote:

Und wie gross ist das Risiko, dass viele potentielle neue Kommilitonen durch diese Beschneidung das Interesse wieder verlieren?


Ich befürchte eher, dass es viele (neue Studenten) attraktiv finden, wenn man im Gegenzug die Anwendung (speziell der Finanzmathematik) in den Vordergrund stellt.

Ich habe keine Ahnung, wie umfangreich Finanzmathe. ist.
Aber falls der Stoff nicht ausreicht für ca. 100SWS, was macht man nun?
Dann packt man 50 BWL/VWL SWS dazu oder wie?
Dann würde das wieder nach einem stinknormalen Wiwi Studiengang aussehen, oder?

Fratz wrote:


Ich befürchte eher, dass es viele (neue Studenten) attraktiv finden, wenn man im Gegenzug die Anwendung (speziell der Finanzmathematik) in den Vordergrund stellt.

Oje, wenn Mathematik in Zukunft nur noch mit Hinsicht auf finanz- und wirtschaftsbezogene Anwendungen gelehrt wird, waere der Studiengang fuer mich uninteressant. Koennte man denn nicht eher auf die Anwendung der Mathematik in den Naturwissenschaften setzen? So unpopulaer kann das doch nicht sein?

Ich weiss nicht, aber Sinn und Zweck einer Universitaet ist doch Grundlagenforschung und -vermittlung? Ein anwendungsbezogenes Studium liegt doch eher in der Domaene der FHs?

Naja, durch diese Diskussion hier bin ich jetzt schon ziemlich verwirrt bis verunsichert. Viel Information seitens der FU scheint es ja auch nicht zu geben, zumindest fuer diejenigen, die nicht bereits eingeschrieben sind.

Ich habe ziemlich lange nach einer Moeglichkeit gesucht, Mathematik oder theoretische Physik zu studieren und trotzdem weiterhin Vollzeit zu arbeiten. Ich habe mich sehr gefreut, als ich von der FU und dem Studiengang Mathematik erfahren habe, und es waere sehr schade, wenn sich diese Moeglichkeit wieder in Luft aufloesen wuerde ...

Gruss,
Nussknacker

Der Grund, weswegen sich die Fakultät auf Angewandte Mathematik spezialisiert, ist in diesen Fred schonmal angesprochen worden. Die Mathematik hat nur fünf Professorenstellen, die zusätzlich zum eigenen Lehrbetrieb auch noch die Informatiker verarzten müssen. Fünf Leute können einfach nicht das gesamte Spektrum der Mathematik abdecken. Deshalb scheint es tatsächlich sinnvoll zu sein, sich zu spezialisieren.

kridbonn wrote:

Deshalb scheint es tatsächlich sinnvoll zu sein, sich zu spezialisieren.


Sinnvoller wäre es eine oder mehrere zusätzliche Professuren zu vergeben!

Man kann nicht unendlich viel einsparen, irgendwann spart man alles kaputt.

Jaja, das wäre natürlich schöner. Aber bleibt mal realistisch. Die Mathematik stand faktisch vor der Abwicklung. Die beiden Profs, die nicht bis 2010 in Rente gehen, hätten dann nur noch die Informatiker betreut. Das wurde mit dem Kompromiss mit der Angewandten Mathematik verhindert – die freiwerdenden Stellen werden wieder besetzt (eine wurde ja schon vergeben).

Tatsache ist: die Unis müssen mit ihren Mitteln selbst wirtschaften. Die Fakultät Mathe+Info hat rund 7.500 Studenten (in Info und Mathe – im Hochschulentwickungsplan steht auch die Zahl von 647 Studenten im BSc Mathe, aber die ist aus einer Zeit, als man sich auch noch in das Diplom einschreiben konnte. Ich würde aber schätzen, dass die überwiegende Mehrzahl der 7.500 Informatik studieren), die von 27 Profs betreut werden. Die Wiwi-Fakultät hat mehr als doppelt so viele Studenten (rd. 18.000) und nur 17 Lehrstühle. Die Betreuungsrelation ist bei den Wiwis also erheblich schlechter als in Mathe und Info. Es ist aus Sich der Uni also verständlich, dass man sich auf dieses Feld konzentriert.

(Zur Info: die überarbeitete Version des Hochschulentwicklungsplans (Stand Februar 2008) können eingeschriebene Studenten [url=https://www.stud.fernuni-hagen.de/ASTA/protected/docs/aktuelles/hep_2010_stand_20080205_ohne_anhang.pdf]hier[/url] herunterladen (Passwort erforderlich).)

Die Fakultät könnte natürlich versuchen, zusätzliche Stellen über Stiftungsprofessuren zu erlangen, aber die Erfahrung der Privatunis zeigt, dass das ein extrem schwieriges Geschäft ist.

kridbonn wrote:

Soweit ich weiß, gibt es da nichts Neues. Wenn ich mal schätzen sollte, würde ich sagen, dass die sicher keine Umstellung im Sommersemester machen, da das Mathe-Studium bisher stets auf einen Start im Wintersemester ausgelegt war.

Hier muss ich mich offenbar korrigieren, was eine schlechte Nachricht für Nussknacker ist: laut der angesprochenen überarbeiteten Version des HEP ist der nahtlose Übergang zum BSc Angewandte Mathematik zum SoSe 09 geplant.

Mein Tipp: setz Dich doch mal mit dem [url=https://www.stud.fernuni-hagen.de/fachschaft-mathe/]Fachschaftsrat Mathe[/url] in Verbindung, vielleicht wissen die schon mehr.

Interessant - wenn ich das richtig verstehe, fallen BSc und Msc komplett, der BSc wird durch den angesprochenen "angewandten" BSc ersetzt, die Einführung eines "angewandten" MSc wird davon abhängig gemacht, ob Nachfrage besteht.

Verstehe ich das richtig, dass sich Leute, die grundsätzlich vorhaben nach dem BSc weiterzumachen, in eine Sackgasse bewegen, weil sie mit ihrem "angewandten" BSc eventuell nirgends weitermachen können (in Hagen nicht, weils den MSc dann doch nicht gibt und an einer Präsenzuni nicht, weil der angewandte BSc nicht anerkannt wird als "richtiger" Mathe-BSc)?

:confused

kridbonn wrote:

Hier muss ich mich offenbar korrigieren, was eine schlechte Nachricht für Nussknacker ist: laut der angesprochenen überarbeiteten Version des HEP ist der nahtlose Übergang zum BSc Angewandte Mathematik zum SoSe 09 geplant.

Mein Tipp: setz Dich doch mal mit dem [URL="https://www.stud.fernuni-hagen.de/fachschaft-mathe/"]Fachschaftsrat Mathe[/URL] in Verbindung, vielleicht wissen die schon mehr.


Danke fuer die Info, kridbonn! Ich wende mich mal an den Fachschafsrat.

Also, ich finde es schon einen [U]Hammer[/U], dass solche Informationen nicht oeffentlich zugaenglich sind, sondern nur fuer bereits eingeschriebene Studenten! Das wirft ja u.U. meine ganzen Plaene durcheinander! Vor allem interessiert mich, ob ich mit einem Bachelor Angewandte Mathematik denn spaeter an einer Praesenzuni zu einem Masterstudiengang zugelassen werde. Wenn das eher unwahrscheinlich ist, dann war's das fuer mich hier.

Gruss
Nussknacker

kridbonn wrote:

(Zur Info: die überarbeitete Version des Hochschulentwicklungsplans (Stand Februar 2008) können eingeschriebene Studenten [URL="https://www.stud.fernuni-hagen.de/ASTA/protected/docs/aktuelles/hep_2010_stand_20080205_ohne_anhang.pdf"][COLOR=#810081]hier[/COLOR][/URL] herunterladen (Passwort erforderlich).)


Ach du heilige Schei**e! Da steht ja drin, dass der Bachelor und der Master im SS 2009 wegfallen und es dann einen Bachelor "angewandte Mathematik" geben soll. Der Master steht in den Sternen.

Wo kann ich mich beschweren?

Und was wird mit dem M³-Master (Master Mathematik Methoden und Modelle) passieren? Der wird ja im Vergleich zum "richtigen" Master deutlich besser besucht und in den möchte ich zum WS 2008/09 wechseln (weil ich erst im April 2009 meinen ersten Bachelor-Abschluss fertig habe).\

Trustme wrote:

Verstehe ich das richtig, dass sich Leute, die grundsätzlich vorhaben nach dem BSc weiterzumachen, in eine Sackgasse bewegen, ...


Nein, ich denke eher, dass diese Studenten den üblichen Bestandsschutz haben und sie ihr Studium zu Ende bringen können. Sicher bin ich mir da ber nicht. Gibt es hier Erfahrungswerte?

Es ist schon schlimm genug dass man überhaupt so eine Änderung vornimmt, aber man wird doch wohl nicht Bestandsstudenten in verkorkste Studiengänge zwingen!? Das wäre ja der Hammer!

Nussknacker wrote:


Also, ich finde es schon einen [U]Hammer[/U], dass solche Informationen nicht oeffentlich zugaenglich sind, sondern nur fuer bereits eingeschriebene Studenten!

Das musst Du verstehen: der HEP ist ein Plan, keine Beschlusslage. Die Uni kann aber nur Sachen nach außen kommunizieren, die von den Gremien abgesegnet sind. Stell Dir vor, die würden sagen: soundso, und der Senat lehnt das dann ab und beschließt was anderes. Dann ständest Du mit Deiner Planung genauso auf dem Schlauch.

Trustme wrote:


Verstehe ich das richtig, dass sich Leute, die grundsätzlich vorhaben nach dem BSc weiterzumachen, in eine Sackgasse bewegen, weil sie mit ihrem "angewandten" BSc eventuell nirgends weitermachen können (in Hagen nicht, weils den MSc dann doch nicht gibt und an einer Präsenzuni nicht, weil der angewandte BSc nicht anerkannt wird als "richtiger" Mathe-BSc)?\

Naja, der Bologna-Prozess soll ja eine größere Mobilität zwischen Unis ermöglichen. Wenn der Studiengang also akkreditiert ist, wird kaum eine deutsche Uni sagen: das ist aber kein richtiger Abschluss.

Fratz wrote:


Und was wird mit dem M³-Master (Master Mathematik Methoden und Modelle) passieren?

Das haben wir nun doch schon geklärt. Der M^3 ist nicht akkreditiert (was er aber sein muss) und wird sich ebenfalls ändern müssen. Hier ist wohl ein Master of Education geplant, denn der M^3 war ja ursprünglich auch für die Lehrerfortbildung gedacht. (Das war übrigens auch ein starkes Argument für den Fortbestand der Mathematik an der FeU: das Land braucht dringend Mathelehrer, und in Hagen gibt es die Möglichkeit, Lehrer anderer Fächer entsprechend weiterzubilden.)

kridbonn wrote:

Das musst Du verstehen: der HEP ist ein Plan, keine Beschlusslage. Die Uni kann aber nur Sachen nach außen kommunizieren, die von den Gremien abgesegnet sind. Stell Dir vor, die würden sagen: soundso, und der Senat lehnt das dann ab und beschließt was anderes. Dann ständest Du mit Deiner Planung genauso auf dem Schlauch.


Kann ich ja verstehen. Aber sollte nicht eine Uebergangszeit bestehen zwischen der Bekanntgabe und der Durchfuehrung einer solchen Aenderung? Es war ja schliesslich auch eine Zeit lang moeglich, sich entweder in den Diplom- oder in den Bachelorstudiengang einzuschreiben.

Insbesondere wuerde es mich schon interessieren, was denn mit "anwendungsbezogen" gemeint sein soll.

- Finanz- / Wirtschaftsmathematik: ==> daran bin ich definitiv nicht interessiert

- Verschiedene Anwendungsbereiche, u.a. naturwissenschaftliche: dann koennte das wieder interessant werden. Langfristig will ich naemlich den MSc machen entweder in reiner Mathematik oder aber in einer naturwissenschaftlich orientierten Vertiefungsrichtung (Physik).

Sowas muss ich aber doch vorher wissen, bevor ich mich einschreibe. :(

Hoert man in den Medien nicht staendig das Klagelied ueber das mangelnde Interesse des Nachwuchses an der Mathematik und den Naturwissenschaften?

Gruss,
Nussknacker

kridbonn wrote:

Naja, der Bologna-Prozess soll ja eine größere Mobilität zwischen Unis ermöglichen. Wenn der Studiengang also akkreditiert ist, wird kaum eine deutsche Uni sagen: das ist aber kein richtiger Abschluss.


Die Fernuni Hagen ist doch das beste Beispiel für solches Rumgezicke und Rumgemäkel am Wort "angewandt"! Nur wer "Informatik" als Bachelor oder Diplom studiert hat darf sich an der Fernuni Hagen im "Master of Science Informatik" einschreiben. Wer dagegen NUR "Angewandte Informatik" studiert hat dem wird der Zugang in diesen Master verwehrt.

Wenn sich die Fernuni Hagen solche Selektierungen erlaubt, warum sollten das andere Universitäten nicht auch machen? Also wer NUR "Angewandte Mathematik" studiert darf dann keinen Master in Mathematik machen.\

kridbonn wrote:


Das haben wir nun doch schon geklärt.


Nee, bis jetzt gibt es nur Spekulationen!\

kridbonn wrote:

Der M^3 ist nicht akkreditiert (was er aber sein muss)


Ist bekannt.\

kridbonn wrote:

und wird sich ebenfalls ändern müssen. Hier ist wohl ein Master of Education geplant,


Warum steht davon nix in dem Strategiepapier?\

kridbonn wrote:

denn der M^3 war ja ursprünglich auch für die Lehrerfortbildung gedacht.


Hat jemals jemand nachgezählt, wieviele der M³-Studenten vorher Lehramt studiert haben? Ich vermute schwer, dass da lauter andere in dem Studiengang sind und da nur ein verschwindend kleiner Anteil wegen des Lehrer-Berufs dort ist.\

kridbonn wrote:

(Das war übrigens auch ein starkes Argument für den Fortbestand der Mathematik an der FeU: das Land braucht dringend Mathelehrer, und in Hagen gibt es die Möglichkeit, Lehrer anderer Fächer entsprechend weiterzubilden.)


Das Land braucht auch dringend Ingenieure, aber das scheint ja auch niemanden zu interessieren, denn einen ersten Hochschulabschluss in Elektro- und Informationstechnik kann man ja auch nicht mehr machen, weil man darin keine Notwendigkeit mehr sah und man deshalb diesen Bereich bis 2019 einstampfen will. Warum sollte das bei Lehrern anders sein?

Nussknacker wrote:

Insbesondere wuerde es mich schon interessieren, was denn mit "anwendungsbezogen" gemeint sein soll.

- Finanz- / Wirtschaftsmathematik: ==> daran bin ich definitiv nicht interessiert

- Verschiedene Anwendungsbereiche, u.a. naturwissenschaftliche: dann koennte das wieder interessant werden. Langfristig will ich naemlich den MSc machen entweder in reiner Mathematik oder aber in einer naturwissenschaftlich orientierten Vertiefungsrichtung (Physik).


Mir geht es genauso. Ich bin zwar ehemaliger Bänker, aber zu dieser Gier-frisst-Hirn-Fraktion (die aktuelle Finanzkrise würden meiner Meinung nach eher Volkswirte als Wirtschaftsmathematiker lösen können) will ich unter keinen Umständen zurück. Mich interessiert dagegen ebenso die Mathematik für die Naturwissenschaften, speziell Richtung Physik und Elektrotechnik.

ich bin nicht der Presesprecher der FernUni. Mir wäre es auch lieber, wenn es einen großen Fachbereich Mathematik gäbe und wenn der viele Schnittstellen zur Ökonomie hätte...

Natürlich gibt es immer wieder allgemeine Klagen über zu wenig Mathematiker. Aber ihr dürft nicht aus Sonntagsreden schließen, dass das auch in konkrete Politik gegossen wird. Es nutzt also nichts, auf Allgemeinplätze zu verweisen, wenn die konkrete Situation der Uni nichts anders hergibt.

Die fünf Mathe-Professuren heißen Algebra, Numerik, Diskrete Mathematik und Optimierung, Stochastik und Weißnochnichtmalsehenwaskommt. Daraus können sich jetzt Leute, die sich damit ein bisschen auskennen, ja ungefähr ableiten, wohin der Hase läuft.

Wartet also doch erstmal ab, wie der Studiengang nachher aussieht. Ich bin sicher, das "Angewandt" nicht der Untergang des Abendlandes sein wird und dass die FeU da einen vernünftigen Studiengang auf die Beine stellt.

also mal ein praktisches Beispiel. Ich bearbeite z.Zt eine DA II in mathematischer Biologie im Bereich Numerik bei Prof. Skrzipek. Da gibts Anwendung genug, auch für Chemie und Physik.
Gruss Detlef.

Neuigkeiten

Hallo,
habe gestern mit der Studienfachberatung telefoniert und einige Infos über den "neuen" Studiengang erhalten (natürlich alles noch inoffiziell, da noch nichts verabschiedet ;) ) und dachte mir, dass es einige hier vielleicht interessieren könnte.
Also, der momentane Stand sieht wohl so aus (ab SS09):
Der Studiengang heißt weiterhin "nur" Mathematik (ohne "Angewandte"); dafür entfällt der Zusatz "Modellstudiengang". Die Kurse Analysis 1+2, Lineare Algebra 1+2 und Wahrscheinlichkeitstheorie (bei NuMa bin ich mir nicht sicher) werden ersetzt durch folgende Kurse (wobei der Inhalt weitestgehend erhalten bleibt, die Zusammensetzung sich aber ändert): Mathematische Grundlagen (teils Analysis, teils Lin.Alg.), Lineare Algebra, Analysis, Integration und Stochastik. Schlagt mich bitte nicht, wenn ich es jetzt nicht zu 100% widergegeben habe, aber das war so ziemlich der inhaltliche Wortlaut des Fachberaters. Ansonsten werden die Kurse Analysis 1+2 und LinAlg. 1+2 für diejenigen, die noch im "alten" Bachelor eingeschrieben sind letztmalig im WS 09/10 angeboten (Prüfungen können wohl auch danach noch geschrieben werden).
Ich dachte mir, dass diese Infos einige hier vielleicht interessieren würde, da ich auch bezüglich der Zukunft des Mathestudiums an der FU etwas unsicher war. Wie bereits gesagt, sind diese Infos noch inoffiziell, da sie noch verabschiedet werden müssen; aber es werden wohl keine weiteren großen Änderungen stattfinden.
Gruß
S.

obei der Inhalt weitestgehend erhalten bleibt, die Zusammensetzung sich aber ändert

Das habe ich mir gedacht...
Und wozu ist das gut? Wahrscheinlich würden die Kurse 2 mal im Jahr angeboten, schätze ich mal, wenn das in SS anfangen würde.
Und was meinst du mit "Modellstudiengang"? Diese ganzen Wahlpflichtkurse? sozusagen, es werden wenige Kurse angeboten aber alles wird Pflichtbereich, so etwa?

Und was meinst du mit "Modellstudiengang"?

Es ging lediglich um die Bezeichnung; hatte also mit dem Inhalt nichts zu tun.
Wahrscheinlich wurde der bisherige Bachelor so genannt... Aber die Bezeichnung "Modellstudiengang" wäre wohl früher oder später sowieso weggefallen (laut Studienberatung).

Der jetzige Bachelor heißt offiziell "Modellstudiengang BSc Mathematik", das ist alles.

fireball2611,

vielen Dank an den Ueberbringer dieser guten Nachricht! :)

Gruss,
Nussknacker

vielen Dank an den Ueberbringer dieser guten Nachricht! :)

Kein Problem ;)! Auch ich war nach dem Gespräch erleichtert, dass es keine "Angewandte" Mathematik wird... auch wenn wohl einige Bereiche drastisch zurückgefahren wurden (z.B Topologie etc.)

fireball2611 wrote:

Die Kurse Analysis 1+2, Lineare Algebra 1+2 und Wahrscheinlichkeitstheorie (bei NuMa bin ich mir nicht sicher) werden ersetzt durch folgende Kurse (wobei der Inhalt weitestgehend erhalten bleibt, die Zusammensetzung sich aber ändert): Mathematische Grundlagen (teils Analysis, teils Lin.Alg.), Lineare Algebra, Analysis, Integration und Stochastik. ...


Wenn dem so ist: Was sollte das effektiv bringen?

Ich ärger mich schon: Ich habe im Mathe-Bachelor gerade 01134 und 01104 belegt, wollte im Sommersemester 01105 und 01135 machen und im Sommer, wenn ich meinen Bachelor (nicht Mathe) habe dann in den M³-Master wechseln (unter Anrechnung der 4 LN). Den M³ wird man ja auch von der Kursbelegung ändern, wenn es 01134 & Co. nicht mehr gibt. Na hoffentlich wird wenigstens ein Teil als gleichwertig betrachtet!

Andererseits, schaden tut es nix die "falschen" Kurse belegt zu haben, nur Geld kostet es.

Die Zielsetzung war wohl u.a., einen "leichteren" Zugang zum Mathematik-Studium zu finden. Es war wohl so, dass viele bereits in den ersten zwei Semestern (An1+2, LinA1+2) das Studium abgebrochen haben, da es irgendwie zu schwer/viel? erschien. Nun hofft man aber, mit dieser neuen Zusammensetzung (insbes. dem Kurs "Mathematische Grundlagen") den Studenten einen vielleicht etwas angenehmeren Zugang zu ermöglichen.
Ob dem so ist, wird sich ja dann herausstellen :).
Gruß
S.