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Philosophie - schon mal einer gemacht?

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Philosophie - schon mal einer gemacht?

Hi zusammen!

Philosophie scheint ja das absolute Orchideen-Wahlfach zu sein. Ist hier einer dieser seltenen Spezies vertreten, der das Fach belegt hat?

Wie ist die Betreuung, die Klausur, alles andere?

Wars die richtige Entscheidung oder nachher bereut?

Studiere VWL und finde, dass Philosophie dazu gut passt (würd auch gern Ökonometrie nehmen, ist aber uralter Stoff(>20 Jahren - sic) und die Klausur fällt immer super schlecht aus...

Comments

OekonomieIstAlles wrote:

Heute hat Dr. Bedorf geantwortet:

Man muss ein Referat und eine Hausarbeit für den Seminarschein machen, also ganz wie bei den WiWis, nur dass die Hausarbeit nach dem Seminar abzugeben ist (mal was anderes....)


Und das coole ist, dass man die schriftliche Arbeit auch später ncah dem Seminar beginnen kann! Ich werde jetzt also zum Seminar fahren, danach mach ich die Klausur im SPF am 19.09., dann mach ich die Seminararbeit fertig, in der Korrekturphase lern ich schon mal nen bissel ABWL und wenn die Seminararbeit fertig korrigiert ist, mache ich die DA...:jagenauso

.. ein perfekter Fahrplan für den Studienabschluss - ich bin begeistert!!:freu: :trink

OekonomieIstAlles wrote:



.. ein perfekter Fahrplan für den Studienabschluss - ich bin begeistert!!:freu: :trink:

hey hey...gesoffen wird erst wenns vorbei ist :D:p

StefanK wrote:

hey hey...gesoffen wird erst wenns vorbei ist :D:p


Hast' Recht - wird nicht wieder vorkommen ....

sagt mal, hat jemand von Euch ein paar gute Tips, wie man für die Übungsklausur am besten lernen kann. In meinem ersten Versuch bin ihc ja meilenweit an einer philosophischen Arbeit vorbeigesegelt, wie mir der nette Prof unmißverständlich druntergeschrieben hat. :(

Irgendwie kann ich mit den Fragestellungen nicht soo viel anfangen. Wenn da steht, "Erläutern Sie den Begriff die Aufgaben der Wissenschaftstheorie allgemein und speziell angewandt auf die Wirtschaftswissenschaften", dann steht mir erstmal ein Fragezeichen ins Gesischt geschrieben. :confused:
So ähnlich war meine Aufgabenstellung.

Nachdem ich eine halbe Stunde rumgerätselt hab, was ich da nun 4h lang zu schreiben sollen, habe ich mal losgelegt und alles aufgeschrieben, was mir so einfiel. Na und das war dann alles andere, als der Prof hören wollte :eek: Wie aber soll ich dazu was schreiben und vor allem was??

Wenn jemand von Euch die Ü-Klausur also schon bestanden hat, könnte er mir vielleicht den ein oder anderen Tip geben. Im September muss ich die Klausur unbedingt bestehen, da ich sonst nicht in die Hauptklausur mehr kann, weil es das Fach ja dann irgendwann nicht mehr gibt.
Im Großen und Ganzen macht mir Philo echt Spaß, wobei ich mich privat nicht unbedingt mit Wirtschaftsphilosophie befasse.

Hülfe...:o

Viele Grüße
Sabrina

Bin zurück vom Philo-Seminar und ich muss sagen: Ein Erlebnis der anderen Art, aber nach Gewöhnung durchaus reizvoll. Tja, ich weiß gar nicht so genau, wie ich anfangen soll.

Erstmal 7 Stunden Bahnfahrt bis kurz vor Tschechien, das Seminar war in Bautzen (könnte man auch wieder ne Diplomarbeit drüber schreiben, ob Deutschland wirklich einen so großes Freilichtmuseum braucht oder obs nen paar Ruinen nicht auch getan hätten ....)

Na ja, Start um 16 Uhr straffer Zeitplan, den ersten Tag 16 bis 21 Uhr, zweiter Tag 9 bis 19 Uhr und Abschlusstag 9 bis 12 Uhr Philosophieren, das war selbst für mich Hardcore... die Truppe sehr heterogen, fast alles (bis auf ein oder zwei) Zweit-Studiumsleute. Das is schon mal ne echte Besonderheit, die man so wohl nicht bei den WIWIs findet: Alles gestandene Leute, die ein Philo-Studium drauf satteln. Vom Schauspieler über den Staatsschützer, ein Arzt ein promovierter Politologe und die Diplomatin war irgendwie alles dabei.

Nachdem ich vor dem Seminar geglaubt hatte, schon nen bissel Philosophie gelesen zu haben, war nach den ersten zwei Stunden klar: Meine Philo-Fähigkeiten reichen bisher nicht weiter wie die Ökonomiekenntnisse von Michael Glos. Da wurde munter auf griechisch und Latein parliert, sämtliche Philosophen der Geschichte rauf und runter zitiert und abgegrenzt und über Falten und Blättrigkeiten der Immanenzebene bis aufs Blut gefochten. Mindestens so anstrengend wie anregend.

Samstag morgen hatte ich schon gar keine Lust mehr, weil’s mir irgendwie zu abgehoben war und nicht meine Welt. Und dann kam im Laufe des Tages das AHA-Erlebnis. Mein Vortrag ging leidlich durch und wurde nachher sogar gelobt. Und es zeigte sich, wie Philosophen arbeiten: Nämlich hart am Text zu arbeiten und sich diskursiv mit Hilfe der Professoren die Gedankenwelt des Philosophen erschließen. das war dann noch richtig gut und ich gehe mit echten Erkenntnissen über die Abgrenzung zwischen Immanenz- und Transzendenzphilosophie, den Neo-Strukturalismus und Existenzialismus aus dem Seminar.

Themenabstimmung mit dem Dozenten zur Hausarbeit muss noch kommen endgültig Abklärung der DA mit dem Prof auch.

Echtes Highlight waren aber die Bierabende: Am ersten Abend mit Prof. Röttgers über Kapitalismus diskutiert. Da sacht der doch allen Ernstes zu mir: „Die jetzt einsetzende Globalisierung ist die notwendige und hinreichende Voraussetzung für die sich anschließende Weltrevolution!“ War nen bisschen wie im Zoo, weil ich noch nie nen echten Trotzkisten in freier Wildbahn gesehen hab. Aber witzig zu diskutieren mit ihm. Allerdings wollte er partout nicht skizzieren, wie die Welt nach der Revolution aussieht ... Da sprang ihm dann am zweiter Abend Herr Bedorf vom Lehrstuhl bei und erklärte im lockeren Umgangston, wie man unter besonderer Berücksichtigung der Frankfurter Schule und Adornos „Dialektik der Aufklärung“ kapitalismuskritische Philosophen zu verstehen habe – genial.

Überhaupt, das Team Röttgers / Bedorf war einfach genial. Röttgers mit Marx-Bart (und in ähnlichen Alter) aber total offen und jederzeit ansprechbar, Bedorf kaum älter als ich, aber mit der Fähigkeit in druckreifen Sätzen das Kauerwelsch unserer Diskussionen im Seminar wieder auf den wesentlichen Punkt unter Einbeziehung diverser Philosophierichtungen zu leiten und neue Richtungshinweise zu geben.

Gibt noch ne Menge zu erzählen, wens interessiert kann hier ja weiter fragen ...

Jedenfalls wars ne geniale Sache, ich war ja nun auch der Exot dort und alle bemühte sich mit Kräften, mich von der ekligen Ökonomie zu den echten Philosophen rüber zu ziehen. Wäre ihnen auch fast gelungen, aber man muss vernünftig bleiben und so werde ich nun erstmal das VWL-Diplom ins Ziel bringen, danach sieht man weiter.

Fazit: Wieder mal ist Einstein Bestätigt worden, wenn er empfahl, sich jeden Tag mit etwas zu beschäftigen, was nicht der eigenen Meinung entspricht. Ich bedaure aufrichtig jeden, der jetzt nicht mehr die Möglichkeit hat, sein VWL/ BWL-Studium durch das Wahlfach Philosophie aufzupeppen. Ein intensiverer Austausch zwischen den beiden Lagern ist für alle fruchtbar, am meisten aber für die Wiwis – meine Meinung.

Ich werde dran bleiben, die Hausarbeit werde ich wohl ganz bewusst etwas von dem anvisierten Kapitalismus-Thema lösen und noch tiefer in die „echte“ Philosophie einsteigen. Die DA wird mich entweder über Gerechtigkeit oder Anarchokapitalismus (Stefan – ich setz ggf. auf Deine Unterstützung [FONT=Wingdings][FONT=Wingdings]J) wieder in bekanntere Gewässer zurückführen.

Klar – Philo ist nen „Luxusstudium“, wenn mans nicht zu Leben braucht, dann aber ne geniale Sache, die unheimlich tief gehen kann und echte neue Horizonte erschließt......

PS: Die Philos machen auch andere echt interessante Seminare, bspw. Philosophie und Fußball mit einem FU-Studenten vom VFL Bochum, oder eins über Jaques Derrida (haben beiden Dozenten zwar noch nicht gelesen – beide hatten bei der Ausschreibung drauf vertraut, dass der andere wüsste worums ging, meinen aber beide, der Typ sei völlig unverständlich – ich sag ja, die beiden Dozenten sind echt cool drauf) in einem Schweizer Berghotel (sic!). Jedenfalls machen sie unter gar keinen Umstände ein Seminar in Hagen .....

fates96 wrote:

Halli Hallo,

sagt mal, hat jemand von Euch ein paar gute Tips, wie man für die Übungsklausur am besten lernen kann. In meinem ersten Versuch bin ihc ja meilenweit an einer philosophischen Arbeit vorbeigesegelt, wie mir der nette Prof unmißverständlich druntergeschrieben hat. :(

Irgendwie kann ich mit den Fragestellungen nicht soo viel anfangen. Wenn da steht, "Erläutern Sie den Begriff die Aufgaben der Wissenschaftstheorie allgemein und speziell angewandt auf die Wirtschaftswissenschaften", dann steht mir erstmal ein Fragezeichen ins Gesischt geschrieben. :confused:
So ähnlich war meine Aufgabenstellung.

Nachdem ich eine halbe Stunde rumgerätselt hab, was ich da nun 4h lang zu schreiben sollen, habe ich mal losgelegt und alles aufgeschrieben, was mir so einfiel. Na und das war dann alles andere, als der Prof hören wollte :eek: Wie aber soll ich dazu was schreiben und vor allem was??

Wenn jemand von Euch die Ü-Klausur also schon bestanden hat, könnte er mir vielleicht den ein oder anderen Tip geben. Im September muss ich die Klausur unbedingt bestehen, da ich sonst nicht in die Hauptklausur mehr kann, weil es das Fach ja dann irgendwann nicht mehr gibt.
Im Großen und Ganzen macht mir Philo echt Spaß, wobei ich mich privat nicht unbedingt mit Wirtschaftsphilosophie befasse.

Hülfe...:o

Viele Grüße
Sabrina


Sorry fates - ich hatte Deinen Thread nicht gesehen (manchmal klappt das nicht mit den Benachrichtigungen bei Antworten ....)

Tja - was du falsch gemacht hast weiß ich natürlich auch nicht, nur mal son paar Hinweise:

Ich denke der erste Fehler war, dass Du die Wissenschaftstheoriefrage genommen hats. Die macht die Gethmann-Siefert, die sowieso schwer berechenbar sein soll und außerdem ist Röttgers unserer Zunft näher verbunden (auch wenn er Trotzkist ist...). Möglichkeit wäre somit, dass du dich für die nächste Klausur intensiver mit Wirtschaftphilo beschäftigst und dann dort loslegst.

Zweiter Fehler (möglicherweise): Die Philos hassen es, wenn man schreibt " XY meint dazu, währen WZ dazu meint, dass ... usw.) Hat Röttgers auch mehrfach auf dem seminar gesagt, weil die Philosophie von Deleuze teilweise so abgedreht ist, dass man geneigt ist zu sagen "Deleuze sieht das so und so....".

Darauf Röttgers immer. "Wir philosophieren hier und tauschen nicht nur Meinungen aus!" Deleuze selbst hat auch die meinung als schlimmster Feind der Philosophie angesehen.

Also das darfst Du halt nicht schreiben - stattdessen hat das Fach aber den reizvollen Vorteil, dass du eigentlich alles schreiben darfst, wenn du durchblicken lässt, dass du ne echte konsistente Linie hast und weißt, wovon du schreibst (sprich: Deine Meinung sauber in die Ideengeschichte einreihen kannst, dich abgrenzen zu anderen Ideen) und deine Linie sauber durchhälst - Ergebnis ist dann egal.

Ich habs so gemacht in der Klausur, (was ich mich wahrscheinlich nicht getraut hätte, wenn ich die politische Richtung des Profs gekannt hätte), fands beim Schreiben gewagt, hab aber damit nen Volltreffer gelandet.

OekonomieIstAlles wrote:



Ich werde dran bleiben, die Hausarbeit werde ich wohl ganz bewusst etwas von dem anvisierten Kapitalismus-Thema lösen und noch tiefer in die „echte“ Philosophie einsteigen. Die DA wird mich entweder über Gerechtigkeit oder Anarchokapitalismus (Stefan – ich setz ggf. auf Deine Unterstützung [FONT=Wingdings][FONT=Wingdings]J) wieder in bekanntere Gewässer zurückführen.
\


ich glaub da kann ich dir gar nicht so viel weiterhelfen. Magst mal die mail vom Philipp haben? Das ist der, der in Madrid bei Jesus Huerta de Soto promoviert. Der kann dir bestimmt mehr Tips geben als ich ;). Der ist sehr hilfsbereit und kennt dich auch schon ein bischen

OekonomieIstAlles wrote:

Meine Philo-Fähigkeiten reichen bisher nicht weiter wie die Ökonomiekenntnisse von Michael Glos.

:lol::lol:

OekonomieIstAlles wrote:


Da wurde munter auf griechisch und Latein parliert

Genossest Du in Deiner weiterführenden Bielefelder Lehranstalt etwa keinen altsprachlichen Unterricht??? :eek:

OekonomieIstAlles wrote:

Da sacht der doch allen Ernstes zu mir: „Die jetzt einsetzende Globalisierung ist die notwendige und hinreichende Voraussetzung für die sich anschließende Weltrevolution!“

...und das in Bautzen, wo man besichtigen kann, wie die früheren Vertreter der Weltrevolution mit Andersdenkenden umgingen. Ehrlich gesagt finde ich sowas einigermaßen unwitzig :(

OekonomieIstAlles wrote:

Röttgers mit Marx-Bart (und in ähnlichen Alter)

Der Mann ist 189 Jahre alt??? :respekt:

OekonomieIstAlles wrote:

Jedenfalls wars ne geniale Sache, ich war ja nun auch der Exot dort und alle bemühte sich mit Kräften, mich von der ekligen Ökonomie zu den echten Philosophen rüber zu ziehen.

Vorsicht, René – lasse Dich nicht in Versuchung führen. Wir Ökonomen brauchen jeden, der gegen den Umverteilungs-Unsinn kämpft :D:D

OekonomieIstAlles wrote:

Die Philos machen auch andere echt interessante Seminare (...) in einem Schweizer Berghotel (sic!).

Ich seh schon, Du wirst noch zu einem modernen Hans Castorp. :)

Bedauerlicherweise kann man Philo auch sonst nur noch in Verbindung mit anderen Sachen in KuWi studieren. Aber der interdisziplinäre Blick ist vielleicht auch nicht ganz uninteressant.

StefanK wrote:

ich glaub da kann ich dir gar nicht so viel weiterhelfen. Magst mal die mail vom Philipp haben? Das ist der, der in Madrid bei Jesus Huerta de Soto promoviert. Der kann dir bestimmt mehr Tips geben als ich ;). Der ist sehr hilfsbereit und kennt dich auch schon ein bischen :D


Ja klar, gib her. Ist Philipp auch hier im Forum? Kann der deutsch?

kridbonn wrote:

Genossest Du in Deiner weiterführenden Bielefelder Lehranstalt etwa keinen altsprachlichen Unterricht??? :eek:


Ich genaß noch nicht einmal den Unterricht einer weiter führenden Lehranstalt, erst Recht nicht in Bielefeld. Meine bescheidensten Latein- und Griechischkenntnisse ergeben sich allein aus dem Selbststudium.

Wir hatten allerdings einen Kommilitonen, der Latein und Grichisch studiert hatte und gerne immer wieder mal Deleuze mit Orignalzitaten von Platon und Aristoteles widerlegte. Das war schon beeindruckend, wenn auch auf die dauer etwas einseitig, weil er nämlich die Namen Nozick, Friedmann, Buchanan usw. noch nie gehört hatte... kochen halt alle auch nur mit Wasser resp. griechischem Wein.\

kridbonn wrote:

...und das in Bautzen, wo man besichtigen kann, wie die früheren Vertreter der Weltrevolution mit Andersdenkenden umgingen. Ehrlich gesagt finde ich sowas einigermaßen unwitzig :(

Tja, man muss weiter denken: Erstens kann man die Auswirkungen dieser Revolution nicht in Bautzen besichtigen (zumindest nicht dort, wo ich war). Was man dort besichtigen kann, ist, wie es aussieht, wenn eine reiche Volkswirtschaft sich ein Freilichtmuseum durch Aufkauf einer armen Volkswirtschaft baut.

Im Übrigen sind Trotzlisten der dort vorgefundenen Art ganz friedlich. Die trinken Riesling und reden über Kunst und lassen die Ökonomen in aller Ruhe die Revollution vorbereiten - weil nach ihrer Ansicht nur abgewartet werden muss, dass sich der Kapitalismus sein eigenes Grab geschaufelt hat. Allenfalls fehlt dann noch der kleines Schubser von ihnen, hinein ins Grab ...

Wie gesagt, was fehlte war das Konzept für die Zeit danach. Ich hab aber gelernt, dass man sich als Philosoph auch damit zufrieden geben kann, Bestehendes zu kritisieren ohne einen Gegenentwurf zu haben. Das schlimmste ist halt, mit dem Kritisieren aufzuhören.

Ob das destruktiv ist? Weiß ich nicht mehr so richtig, jedenfalls hat es seinen Reiz....\

kridbonn wrote:

Der Mann ist 189 Jahre alt??? :respekt:

Ja , das kommt optisch ungefähr hin....\

kridbonn wrote:

Vorsicht, René – lasse Dich nicht in Versuchung führen. Wir Ökonomen brauchen jeden, der gegen den Umverteilungs-Unsinn kämpft :D:D


Schon klar, man muss den Gegner aber mit den eigenen Waffen schlagen, sonst hat man keine Chance. \

kridbonn wrote:

Bedauerlicherweise kann man Philo auch sonst nur noch in Verbindung mit anderen Sachen in KuWi studieren. Aber der interdisziplinäre Blick ist vielleicht auch nicht ganz uninteressant.


siehe oben

OekonomieIstAlles wrote:

Ja klar, gib her. Ist Philipp auch hier im Forum? Kann der deutsch?


Ich hab ihm mal meinen Benutzer mit Passwort gegeben und er hat mit großem Interesse im Kapitalismus-Thread mitgelesen. Aber er hat sich noch nicht hier angemeldet.

Der Philipp ist Deutscher und hat auch in Deutschland sein (neoklassisches) Ökonomiestudium absolviert. War dann aber 2 Semester in Madrid bei HdS und promoviert jetzt dort :). Schreibt auch fleißig Studien [URL]https://www.mises.org/story/2537[/URL]

OekonomieIstAlles wrote:


Wir hatten allerdings einen Kommilitonen, der Latein und Grichisch studiert hatte und gerne immer wieder mal Deleuze mit Orignalzitaten von Platon und Aristoteles widerlegte.

Tiefgründige Gedanken schützen eben nicht vor schlechter Übersetzung...

OekonomieIstAlles wrote:

kochen halt alle auch nur mit Wasser resp. griechischem Wein.

Griechischer Wein ist wirklich fies (sowohl das Getränk, als auch das Lied)...\

OekonomieIstAlles wrote:


Tja, man muss weiter denken: Erstens kann man die Auswirkungen dieser Revolution nicht in Bautzen besichtigen (zumindest nicht dort, wo ich war).

Ich bezog mich auf den Stasi-Knast... Hier ein paar schöne Bilder:
[url]https://www.cocoa.de/news/2004_06/25/gefaengnis1.htm[/url]

OekonomieIstAlles wrote:


Die trinken Riesling und reden über Kunst

Aaaah, Salonkommunisten. So ist Recht! :D Klar, mit einer stattlichen Professorenbesoldung lässt sich gut Kommunist sein und auf die Weltrevolution warten. Ich vermute aber, dass das die Bewohner Kubas anders sehen...

OekonomieIstAlles wrote:


und lassen die Ökonomen in aller Ruhe die Revollution vorbereiten - weil nach ihrer Ansicht nur abgewartet werden muss, dass sich der Kapitalismus sein eigenes Grab geschaufelt hat. Allenfalls fehlt dann noch der kleines Schubser von ihnen, hinein ins Grab ...

Was mich daran etwas irritiert, ist, dass es bisher nur Sozialistische Länder waren, die sich Gräber schaufelten, um dann in der Versenkung zu verschwinden, nicht aber kapitalistische...\

OekonomieIstAlles wrote:


Das schlimmste ist halt, mit dem Kritisieren aufzuhören.

Das stimmt allerdings, sonst wäre auch meine Zunft künftig eine brotlose...

kridbonn wrote:

Was mich daran etwas irritiert, ist, dass es bisher nur Sozialistische Länder waren, die sich Gräber schaufelten, um dann in der Versenkung zu verschwinden, nicht aber kapitalistische...


Alles eine Frage der Interpretation .... nach dem zweiten Schwarzbierliter waren wir uns dann auch dahin gehend einig, dass die beiden rivalisierenden System derzeit gerade versuchen, sich gegenseitig zu unterwandern - die Kommunisten lassen die Kapitalisten gewähren und verraten ihnen nicht (außer beim Bier auf Philo-Seminaren), dass sie gerade an der eigenen Sollbruchstelle rumbrechen, während die Kapitalisten glauben, nachdem Kuba und Venuzuela von China aufgekauft worden sind, das System endgültig gesiegt haben wird ....

StefanK wrote:

Ich hab ihm mal meinen Benutzer mit Passwort gegeben und er hat mit großem Interesse im Kapitalismus-Thread mitgelesen. Aber er hat sich noch nicht hier angemeldet.


Ja - da drüben mach ich mal weiter ....

OekonomieIstAlles wrote:

nach dem zweiten Schwarzbierliter waren wir uns dann auch dahin gehend einig, dass die beiden rivalisierenden System derzeit gerade versuchen, sich gegenseitig zu unterwandern

Es ist wie mit der Ausländerfeindlichkeit: die ist in den Teilen Deutschlands am höchsten, wo es die wenigsten Ausländer gibt. Die Marktwirtschaft wird in den Ländern am kritischsten gesehen, wo es die stärksten Markteingriffe gibt: Deutschland und Frankreich. Da wo die Marktwirtschaft Chancen eröffnet, in GB oder Irland z.B. ist die Zustimmung viel höher. Und da kann man sich dann auch einen Mindestlohn von 7,50 Euro leisten – weil die meisten Leute eh mehr verdienen...

OekonomieIstAlles wrote:

während die Kapitalisten glauben, nachdem Kuba und Venuzuela von China aufgekauft worden sind, das System endgültig gesiegt haben wird ....

Aber Kapitalismus ist doch kein Wert an sich. Was Du doch eigentlich anstrebst ist Freiheit (und die Wirtschaftsform dazu ist der Kapitalismus). China und Venezuela wirtschaften zwar kapitalistisch, aber den Rest ist Käse!

kridbonn wrote:

Aber Kapitalismus ist doch kein Wert an sich. Was Du doch eigentlich anstrebst ist Freiheit (und die Wirtschaftsform dazu ist der Kapitalismus). China und Venezuela wirtschaften zwar kapitalistisch, aber den Rest ist Käse!


Mensch Dirk - wie kann ein studierter Politologe so wenig Ironieverständnis entfalten?? :p

Im Übrigen strebe ich derzeit das VWL-Diplom an, alles andere ist - sagen wir - zweitrangig .... :D

Dass Venuzuela kapitalistisch wirtschaftet, seit der dicke Hugo dort lange Fernsehansprachen hält, wär' mir allerdings wiederum neu

OekonomieIstAlles wrote:

Mensch Dirk - wie kann ein studierter Politologe so wenig Ironieverständnis entfalten?? :p

Ich bin kein Politologe, jedenfalls kein fertiger, und das hat u.a. damit zu tun, dass die da alle völlig ironiefrei waren... Aber gelegentlich bekomme ich halt einfach meinen moralischen... :o

OekonomieIstAlles wrote:

Dass Venuzuela kapitalistisch wirtschaftet, seit der dicke Hugo dort lange Fernsehansprachen hält, wär' mir allerdings wiederum neu

Naja, was der dicke Mann im Fernsehen sagt und was er tut sind sicher zwei unterschiedliche Paar Stiefel. Aber das Öl seines Landes verkauft er in ganz kapitalistischer Manier auf dem Weltmarkt...

kridbonn wrote:

Ich bin kein Politologe, jedenfalls kein fertiger, und das hat u.a. damit zu tun, ...


Och, echt? Na ja egal...\

kridbonn wrote:

Naja, was der dicke Mann im Fernsehen sagt und was er tut sind sicher zwei unterschiedliche Paar Stiefel. Aber das Öl seines Landes verkauft er in ganz kapitalistischer Manier auf dem Weltmarkt...


... woraufhin er die Erlöse in ganz sozialistischer Weise zwischen sich, seiner Familie, seinen Oligarchen und - ach ja - dem Volk aufteilt, bis nix mehr da ist. Das Letzteres dann ganz zufällig mit seinem Exil in der Schweiz und der nächsten Entwicklungshilfekonferenz für Südamerika zeitlich zusammen fällt, kann derzeit allerdings noch als böswillige Vermutung gelten....:cool

OekonomieIstAlles wrote:

Och, echt?

Größere Ansammlungen von Journalisten oder – wie im Politikstudium – Möchtegernjournalisten sind im Allgemeinen unerträglich.
\

OekonomieIstAlles wrote:


... woraufhin er die Erlöse in ganz sozialistischer Weise zwischen sich, seiner Familie, seinen Oligarchen und - ach ja - dem Volk aufteilt

Das ist dann ja wieder Privateigentum – und insofern wieder kapitalistisch... :p

kridbonn wrote:

Das ist dann ja wieder Privateigentum – und insofern wieder kapitalistisch... :p


Das war's wieder: Die Gleichsetzung von Privateigentum und Kapitalismus .....

- hab grad meine Anmeldung zur Diplomarbeit abgesandt. Am 1.12. soll's losgehen, ist nen tolles gefühl, so langsam in die Zielgerade einzubiegen....

Fehlt nun nur noch das exakte Thema. Arbeitstitel derzeit für mich:

[COLOR=darkred][B]Freiheit vs. Solidarität - vergleichende Analyse der Nowendigkeitsbedingungen einer gesellschaftlich akzeptierten Wirtschaftsordnung[/B][/COLOR]

[COLOR=darkred]Schwerpunkte:[/COLOR]
[COLOR=darkred]a) 'Gerechtigkeit' ==> John Rawls[/COLOR]
[COLOR=darkred]b) 'Freiheit' ==> Milton und David Friedman[/COLOR]
[COLOR=darkred]c) 'Gibt es einen dritten Weg?' ==> (Hier suche ich noch einen möglichst modernen Vertreter einer Dritter-Weg-Konzeption)[/COLOR]

Würde mich freuen, wenn Ihr mal nene bisschen kommentiert, was Ihr über das Thema denkt. Zu grob? Zu flach? Zu groß?

Sagt mal was - ich saug's alles auf...

Es gibt nen Ökonomen namens "Corneo". Der hat erst vor kurzem ein Buch namens "New Deal" veröffentlicht. Ist auch so ne Sache mit nem "dritten Weg". Aber eher mehr aufs ökonomische und weniger aufs philosophische denke ich mal (hab das Buch nicht gelesen).
zu b, ist M. und D. Friedmann etwas eng gefasst oder? Gibt ja noch mehrere philosophische Denker in der Richtung.
zu c, kann ich dir - wie bereits angesprochen - neben Corneo (New Deal) auch Hoppe, von Mises und Murray Rothbard empfehlen (hab ich bei weitem noch nicht alles von denen gelesen - Zeitmangel :o). Die sind ja der Meinung, dass es einen "dritten" Weg nicht geben kann.

außerdem impliziert ja der Titel deiner Arbeit bereits einen Widerspruch von Freiheit und Solidarität. Ist das Absicht? Soll das provokativ wirken? Oder soll dieser zunächst angenommene Widerspruch in der ARbeit untersucht werden?

StefanK wrote:

es gibt nen Ökonomen namens "Corneo". Der hat erst vor kurzem ein Buch namens "New Deal" veröffentlicht. Ist auch so ne Sache mit nem "dritten Weg". Aber eher mehr aufs ökonomische und weniger aufs philosophische denke ich mal (hab das Buch nicht gelesen).
zu b, ist M. und D. Friedmann etwas eng gefasst oder? Gibt ja noch mehrere philosophische Denker in der Richtung.
zu c, kann ich dir - wie bereits angesprochen - neben Corneo (New Deal) auch Hoppe, von Mises und Murray Rothbard empfehlen (hab ich bei weitem noch nicht alles von denen gelesen - Zeitmangel :o). Die sind ja der Meinung, dass es einen "dritten" Weg nicht geben kann.

außerdem impliziert ja der Titel deiner Arbeit bereits einen Widerspruch von Freiheit und Solidarität. Ist das Absicht? Soll das provokativ wirken? Oder soll dieser zunächst angenommene Widerspruch in der ARbeit untersucht werden?


Danke für die Tipps, Stefan!

Ja sicher, der Titel soll provozieren bzw. herausstellen, dass es eben die beiden großen "Randlösungen" gibt und ganz viel dazwischen.

Natürlich sind die Namen jeweils nur exemplarisch für eine Denkrichtung. Ist zwar ne DA, aber es ist wohl nicht leistbar, noch mehr Leute eingehend zu durchdenken auf 50 Seiten.

Oder man wählt dann die Form einer Überblicksarbeit (hab so was mal als Diss. zu Rawls gesehen "Die deutschsprachige Literatur zu Rawls im Überblick" - war als Nachschlagewerk ganz übersichtlich, hab mich nur gewundert, dass man für so was nen Dr. verliehen bekommt....). Das hatte ich eigentlich nicht vor.

Also M.+D. Friedman sollen exemplarisch für die Freiheitsdenker stehen, Rawls für die Paternalisten.

Dritter Spiegelstrich dann die Suche nach dem Kompromiss. Hoppe, Mises und Rothbard taugen da wohl eher nicht, weil sie ja nun auch klar in die freiheitliche Richtung gehen. Hat nicht gerade Hoppe in einem der Artikel, die Du mir geschickt hast, gerade die Suche nach dem Dritten Weg für gescheitert erklärt? (Oder wars schon Mises...?)

Notfalls müsste man vielleicht Eucken oder Müller-Armack nehmen, ich fänd aber nen zeitgenössischen "Sucher" spannender. Hat jemand ne Idee?

Ich hatte schon mal Paul Nolte überlegt, der ist aber wohl dann zu weit von der Ökonomie entfernt....

Das mit der Unmöglichkeit eines dritten Weges kam meines Wissens das erste mal bei von Mises!
Wobei ich als Freiheitsdenker jemand anderes nehmen würde als M. Friedman. Immerhin hat er doch die Forderung aus dem kommunistischen Manifest - die Implementierung einer Zentralbank, welche das gesamte Geldwesen regelt - haushoch unterstützt :D

Ansonsten ist mir noch nciht so ganz klar, worauf du hinauswillst. Ist es bei deiner Arbeit von vorne herein "klar", dass Freiheit und Solidarität ein unüberwindbarer Widerspruch ist und untersuchst du nur, für was man sich entscheiden sollte (möglicherweise für irgendeinen "new deal")? Oder ist es gerade das Anliegen deiner Arbeit herauszufinden, ob Freiheit und Solidarität sogar komplementär sind?

Tja, ich fürchte mit den Herren Eucken, Müller-Armack und Erhard biste beim dritten Weg. Der Rest ist reales durchwurschteln. Vielleicht findest Du ja ein Buch von Helmut Schmidt ("Weltökonomie für Anfänger"). Oder Norbert Blüm ("Herzjesukapitalismus"). Oder Deng Xiao Ping... :D:D

Scherzle beiseite: Hat vielleicht einer der Großökonomen was zum Thema geschrieben? So Bofinger oder Sinn – die Preislage...

kridbonn wrote:

Scherzle beiseite: Hat vielleicht einer der Großökonomen was zum Thema geschrieben? So Bofinger oder Sinn – die Preislage...


Ja das meinte ich - hat einer?\

kridbonn wrote:

Oder Deng Xiao Ping... :D:D


Klingt vielleicht auf Anhieb lustig - aber Du bringst mich grad zum Nachdenken, ob das nicht was wäre:

Die Chinesen proben ja nun gerade den Kapitalismus als Schaf im Wolfspeklz des Kommunismus' (resp. Sozialismus, soviel Zeit muss sein...). Wäre in der tat mal ne Recherche wert, ob sich da finden ließe. Gewisse Affinität meinerseits zu China besteht ja durchaus...

StefanK wrote:

Wobei ich als Freiheitsdenker jemand anderes nehmen würde als M. Friedman. Immerhin hat er doch die Forderung aus dem kommunistischen Manifest - die Implementierung einer Zentralbank, welche das gesamte Geldwesen regelt - haushoch unterstützt


Deshalb will ich ja den Sohnemann mit ins Boot nehmen, der ja des Vaters Ansinnen zu Ende gedacht hat.\

StefanK wrote:

Ansonsten ist mir noch nciht so ganz klar, worauf du hinauswillst. Ist es bei deiner Arbeit von vorne herein "klar", dass Freiheit und Solidarität ein unüberwindbarer Widerspruch ist und untersuchst du nur, für was man sich entscheiden sollte (möglicherweise für irgendeinen "new deal")? Oder ist es gerade das Anliegen deiner Arbeit herauszufinden, ob Freiheit und Solidarität sogar komplementär sind?


Tja, worauf will ich hinaus? Vielleicht darauf, dass die Ökonomie seit 250 Jahren (oder wenn wir Deinen Vorschlag mit den mittelalterlichen Scholastikern aufgreifen, eben seit 500 Jahren) auf der Suche nach dem richtigen Weg ist.

"Richtig" ist allerdings abhängig von den dichotomischen ideologischen Grundannahmen an den Menschen (daher die Stichworte Freiheit/Solidarität - wobei ich mit "Solidarität" als Gegenpol noch nicht zufrieden bin, das trifft'S irgendwie nicht 100%ig, "Gerechtigkeit" aber auch nicht, "Unfreiheit" erst Recht nicht, "Paternalismus" ist zu negativ....).

Die Suche nach dem Dritten Weg als Symptom für das Sich-Nicht-Entscheiden-Können.

Ich weiß (noch?) gar nicht, ob ich am Schluss werten will. Muss ich das?

OekonomieIstAlles wrote:


Ich weiß (noch?) gar nicht, ob ich am Schluss werten will. Muss ich das?



Das weiß nur der allmächtige Prof, der dir dann die Note geben wird :D.

Meiner Meinung nach ist es nicht immer erforderlich, die Dinge normativ zu betrachten.

Da ist er, der dritte Weg: oder was könnten [url=https://www.diw.de/programme/jsp/presse.jsp?pcode=602&language=de]Linkskeynesianer[/url] wohl sonst sein...:)

Gibt es eigentlich auch Rechtskeynesianer???:confused:

Linke Sozis oder rechte Sozis. Ist doch eigentlich wurscht ;):rolleyes

kridbonn wrote:

Da ist er, der dritte Weg: oder was könnten [url=https://www.diw.de/programme/jsp/presse.jsp?pcode=602&language=de]Linkskeynesianer[/url] wohl sonst sein...:)

Oh, das war sicher ein Schlag für die DIWler. Bei denen könnte ich ja mal nach Literaturangaben nachfragen, die haben jetzt sicher gute Ideen ....

OekonomieIstAlles wrote:

Oh, das war sicher ein Schlag für die DIWler.

Vor allem, weil sie von dem Institut ausgestochen wurden, das ihr früherer Chefvolkswirt leitet (den sie wg. keynesianischer Umtriebe gefeuert haben... :D)

OekonomieIstAlles wrote:

Sorry fates - ich hatte Deinen Thread nicht gesehen (manchmal klappt das nicht mit den Benachrichtigungen bei Antworten ....)

Tja - was du falsch gemacht hast weiß ich natürlich auch nicht, nur mal son paar Hinweise:

Ich denke der erste Fehler war, dass Du die Wissenschaftstheoriefrage genommen hats. Die macht die Gethmann-Siefert, die sowieso schwer berechenbar sein soll und außerdem ist Röttgers unserer Zunft näher verbunden (auch wenn er Trotzkist ist...). Möglichkeit wäre somit, dass du dich für die nächste Klausur intensiver mit Wirtschaftphilo beschäftigst und dann dort loslegst.

Zweiter Fehler (möglicherweise): Die Philos hassen es, wenn man schreibt " XY meint dazu, währen WZ dazu meint, dass ... usw.) Hat Röttgers auch mehrfach auf dem seminar gesagt, weil die Philosophie von Deleuze teilweise so abgedreht ist, dass man geneigt ist zu sagen "Deleuze sieht das so und so....".

Darauf Röttgers immer. "Wir philosophieren hier und tauschen nicht nur Meinungen aus!" Deleuze selbst hat auch die meinung als schlimmster Feind der Philosophie angesehen.

Also das darfst Du halt nicht schreiben - stattdessen hat das Fach aber den reizvollen Vorteil, dass du eigentlich alles schreiben darfst, wenn du durchblicken lässt, dass du ne echte konsistente Linie hast und weißt, wovon du schreibst (sprich: Deine Meinung sauber in die Ideengeschichte einreihen kannst, dich abgrenzen zu anderen Ideen) und deine Linie sauber durchhälst - Ergebnis ist dann egal.

Ich habs so gemacht in der Klausur, (was ich mich wahrscheinlich nicht getraut hätte, wenn ich die politische Richtung des Profs gekannt hätte), fands beim Schreiben gewagt, hab aber damit nen Volltreffer gelandet.



Hi,

nach Wochen hab ichs mal wieder geschafft mich hier einzuloggen.
Danke für den Tip. Ich wusste nicht, daß eine Frage aus jedem Bereich gestellt wird...Werde mich dann an Deinen Tip mit der Wirtschaftsphilo halten. Ich glaube und hoffe, daß mir das Thema auch eher liegt, als die Wissenschaftstheorie. Ich dachte ja eigentlich auch, daß ich mich in Philo austoben kann und meine eigene Meinugn mit einbringen kann, aber das ist wie gesagt, gewaltig schief gelaufen. Nu heißtst Augen zu und durch. Letzte Chance für die Ü-Klausur ist ja im September. Wenn ich es dann vermassel muss oich mir ein langweiliges Fach aussuchen


Vielen Dank nochmal und weiterhin frohes Philosophieren.
Viele Grüße
Sabrina

Mensch, war lange nicht hier und hab statt dessen mal ordentlich am Stoff gearbeitet (ja, 16 SWS sind ne Menge für nen Nebenbei-Studium...)

Wollte nur mal kurz berichten, dass ich jetzt mein Hausarbeitsthema dingfest habe:

Immanenz - Transzendenz - Konsistenz?
Zur Frage, ob sich ein immanentes Philosophiekonzept widerspruchsfrei errichten lässt

Werde nach der SPF-Klausur und anschließendem Urlaub die Arbeit angehen und damit die letzte Hürde vor der DA genommen haben.

Zwischendurch muss ich noch mein DA-Thema weiter entwickeln, das finde ich echt schwierig, sich da was Gecheites einfalles zu lassen.

So wird der Vorteil der Philosophie auch schnell zu einem Nachteil: Freiheit = Verantwortung, man ist sehr frei in der Themenwahl, hat dafür aber auch die Qual der Wahl und die Pflicht, sich selbst was dolles auszudenken, das ne DA tragen kann.

Was macht der Rest der kleine Philosophen-Gemeinde hier denn grad so?

Hast du schon ein DA-Thema ausgewählt?

hätte noch nen Themenvorschlag: Wie wärs wenn du über verschiedene Methodologien in den Sozialwissenschaften schreibst? Also z.B. empiristisch-positivistische Methodologie vs. praxeologischer deduktiver und a prioristischer Ansatz??

wäre bestimmt nicht ganz uninteressant. LIteraturhinweise könnt ich dir da auch geben.

StefanK wrote:

hast du schon ein DA-Thema ausgewählt?

hätte noch nen Themenvorschlag: Wie wärs wenn du über verschiedene Methodologien in den Sozialwissenschaften schreibst? Also z.B. empiristisch-positivistische Methodologie vs. praxeologischer deduktiver und a prioristischer Ansatz??

wäre bestimmt nicht ganz uninteressant. LIteraturhinweise könnt ich dir da auch geben.


Hi stefan - lange nichts gehört.

nein, hab das Thema noch nicht eingekreist, hab zu viel im Kopf mit der Klausurvorbeitung und dann war ja noch das Hausarbeitsthema zu fixieren.

Ich muss in der Richtung bleiben, die ich mir schon ausgeguckt habe: Freiheit / Solidarität .. hatte gestern auch wieder ne neue Idee (Interdependenzen der Entwicklung des Rationalitätsbegriffs in der Philosophie und der Ökonomie) .... aber man wird echt wuschig, wenn einem 7 Thema dieser Güte durch den Kopf gehen...

Spätestens nach der Klausur am 19.9. muss ich ganz konkret mit Prof. Röttgers ins Gespäch kommen

- in einem Anflug philosophischen Größenwahns habe ich heute meine ersten Ideen auf die reise zm betreuenden Philo-Prof. geschickt, wen's interessiert:

*[U]1. David vs. Milton Friedmann - Wieviel Freiheit ist 'genug'?[/U]
Milton Friedmann als Hauptvertreter der Chicagoer Schule hat neben dem Monetarismus zusammen mit seiner Frau Rose den Freiheitsbegriff immer als zentral für seine Wirtschaftsphilosophie betrachtet. Seinem Sohn David (Prof. für VWL und Jura) gingen die Gedanken des Vaters nicht weit genug. Er hat den Gedanken des Anarchokapitalismus weiter entwickelt und für völlige Freiheit von jeglichen staatlichen Eingriffen und Beschränkungen plädiert. Dem Vater Milton gingen wiederum diese Überlegungen zu weit, obwohl er selbst schon im Brennpunkt der Liberalismuskritik steht.

In einer DA zu diesem Thema könnte ich mir vorstellen, zunächst die Leitlinien der Philosophie M. Friedmans (unter Bezügen zu anderen Vertretern der Chicago Boys) herauszuarbeiten. Dann könnte der Grundgedanke des Anarchokapitalismus erarbeitet werden und die Stellen deutlich gemacht werden, an denen Miltons Gedanken für David noch nicht weit gehend oder konsequent zu Ende gedacht waren. Dies könnte insgesamt in den Kontext der Philosophie zum Begriff der Freiheit gestellt werden.

Schließlich könnte ich mir hier vorstellen, an den beiden Protagonisten und einer Darstellung der Rezeption ihrer Gedanken versuchen einzugrenzen, ob und wenn ja wo es eine Grenze zwischen Philosophie und Wirtschaftswissenschaft gibt und was der eine von dem anderen erwarten darf.

Den Abschluss könnte der Versuch einer Antwort auf die Frage des DA-Themas sein, rekurriert auf die beiden Autoren.

[U][B]2. Implizite Philosophie der aktuellen Kapitalismuskritik - Naomi Klein[/B][/U]
In diesen Tagen ist das neue Buch von Naomi Klein erschienen (sie hat ja selbst Philosophie studiert, allerdings ohne Abschluss - kommt sie überhaupt für einen Auseinandersetzung im Rahmen einer DA in Betracht?). Darin wird der Neo-Liberalismus wieder als Ursache allen Weltübels angegriffen und das Buch steht damit aus meiner Sicht stellvertretend für den aktuellen Stand der Kapitalismuskritik. Klein setzt selbst Milton Friedmann in den Fokus der Kritik.

Im Rahmen der DA würde ich hier zunächst wieder die Grundgedanken der Chicagoer Schule darstellen wollen. Hier würde ich auch gerne weiter analysieren, von welchen Erwartungen an die Wirkungen ihrer Lehre sich die Neo-Klassiker selbst leiten ließen. Was motivierte sie zu ihrer Philosophie und wo sahen sie selbst Grenzen? Hatten sie überhaupt den Anspruch, eine bessere Welt begründen zu können bzw. normativ prägend zu sein?

Daran anschließend würde ich dann das Werk von Klein analysieren; hier allerdings nicht die einzelnen Beispiele des Versagens des Kapitalismus, sondern mit Blick auf die Fragestellung, welches implizite Weltbild in ihrer Darstellung zum Ausdruck kommt und welche Erwartungen sie wiederum an eine Wirtschaftstheorie mitbringt.

Hier könnte auch eine generellere Auseinandersetzung mit der Frage folgen, welche Berechtigung eine alternativlose Kritik hat bzw. haben kann. Dieser Frage würde ich evtl. mit weiteren Autoren nachgehen wollen, die sich ihrerseits weigerten oder weigern, auf die Frage nach Alternativen eine Antwort zu geben. Ist eine solche Haltung berechtigt und was nützt sie wem?

**[U]3. Egoismus vs. Solidarität - vergleichende Analyse der Notwendigkeitsbedingungen einer gesellschaftlich akzeptierten Wirtschaftsordnung
[/U]**Der Begriff der Freiheit wird mit Kälte und Egoismus gleichgesetzt, der der Solidarität mit Gerechtigkeit. Mich würde hier ein Vergleich zwischen Vertretern der jeweiligen Pole interessieren: Rawls als Gerechtigkeitstheoretiker, Friedman als Freiheitsverteidiger.

Hier könnte auch die Frage bearbeitet werden, warum es Rawls und seinen Befürwortern nicht gelungen ist, ein auf seinem Denken aufbauendes Wirtschaftssystem theoretisch zu erarbeiten, während die Grundgedanken Friedmans die ökonomische Entwicklung maßgeblich beeinflusst haben. Liegt die Ursache in politischen Rahmenbedingungen, Machtfragen oder grundsätzlicher in der egoistischen Motivation aller Akteuere.

Ich würde weiter dann in den Vergleich einen dritten Theoretiker einbauen, der als Mittelweg interpretiert werden kann. Hierzu habe ich noch keine abschließende Idee, wer dafür in Frage kommt - die Vertreter der sozialen Marktwirtschaft (Freiburger Schule / Ordoliberalismus) erscheinen mir als nicht mehr wirklich zeitgemäß. Hätten Sie einen Vorschlag für einen zeitgenössischen Theoretiker eines "Dritten Weges"? Evtl. könnte auch die Neue Institutionenökonomie so interpretiert werden - hier wäre noch zu hinterfragen, wie tief der philosophische Unterbau dieser Richtung wirklich reicht.

[U][B]4. Die Bedeutung Freiheitsbegriffs in der Wirtschaftswissenschaft[/B][/U]
Dies könnte eine eher philosphiegeschichtliche Auseinandersetzung mit dem Freiheitsbegriff, begrenzt auf ökonomische Denker, werden. Meine These, die mich seit einiger Zeit bewegt, ist, dass es eine Wechselwirkung zwischen dem Stellenwert der Freiheit in der Gesellschaft und dem in der ökonomische Literatur gibt. Die ersten Ökonomen (Mill, Smith, Mandeville) vertraten ihren Liberalismus in einer Zeit, die von allgemeiner Unfreiheit geprägt war. Die Kapitalismuskritik von heute ruft nach Begrenzungen in einer Zeit, die ihrerseits von einem außerordentlichen Freiheitsgrad geformt ist.

Ich würde versuchen wollen, dieses Wechselspiel zu analysieren bzw. zu erarbeiten, ob solche Interdependenzen greifbar sind. Anschließend könnte analysiert werden, was eine solche Wechselwirkung für die Aussagekraft der jeweiligen Wirtschaftsphilosophie bedeutet: Ist sie Motor der weiteren Entwicklung gewesen? Oder war sie nur Reflex des Denkers auf seine Umgebung?

Die Reihenfolge der Themen spiegelt meine persönlichen Präferenzen wider.*

Sagt was dazu, wenn Ihr Lust habt!

Wow, ganz schon viel für eine DA, oder? Da könnte ja schon fast die ein oder andere Doktorarbeit bei rausspringen.

Deine Zweifel bezüglich der Klein zeugen von einem gewissen akademischen Dünkel :verdaecht Auch wer keinen Uniabschluss hat, kann durchaus diskussionswürdige Gedanken zu formulieren. Es scheint aber, dass das in diesem speziellen Fall nicht so ist, so jedenfalls mein Eindruck nachdem ich ein paar Buchbesprechungen gelesen habe...

kridbonn wrote:

Wow, ganz schon viel für eine DA, oder? Da könnte ja schon fast die ein oder andere Doktorarbeit bei rausspringen..

Hey - da fehlt der Ironie-Smiley...:eek:

Der Prof. hat sich auch noch nicht gemeldet, weiß nicht, ob mir das was sagen soll...

Mit der Klein solte kein Dünkel sein, aber ich hab mir von Prof. Röttgers schon einmal sagen lassen müssen: "Das Thema ist mir nicht theoretisch genug!"
Beim 4. Themenvorschlag hab ich mich auch nen bisschen weit aus dem Fenster gelehnt - wenn er das haben will, wird's ernst für mich ..:eek::eek:

Das erste wär mir am liebsten - es ist halt echt ne Crux: Man soll ein Thema selbstständig vorschlagen, aber woher nehmen? Bislang hat man halt die KEs bearbeitet und nen bissel was nebenbei gelesen, woher soll man ne anständige Fragestellung kriegen? Wie soll man wissen, welches Thema nicht schon tausendmal ausgelutscht ist, und bei welchem man sich dermaßen reinreitet, dass man in den paar 18 Wochen nicht durchkommt.

Allein auch die 18 Wochen: Braucht man gelgentlich ne Fernleihe, gehen locker auch mal 2 Wochen verloren....

.. ich darf nicht zu lange drüber nachdenken..

[QUOTE="OekonomieIstAlles, post: 64539"]Hi Leute - in einem Anflug philosophischen Größenwahns habe ich heute meine ersten Ideen auf die reise zm betreuenden Philo-Prof. geschickt, wen's interessiert:

[I][B][U]1. David vs. Milton Friedmann - Wieviel Freiheit ist 'genug'?[/U][/B]
Milton Friedmann als Hauptvertreter der Chicagoer Schule hat neben dem Monetarismus zusammen mit seiner Frau Rose den Freiheitsbegriff immer als zentral für seine Wirtschaftsphilosophie betrachtet. Seinem Sohn David (Prof. für VWL und Jura) gingen die Gedanken des Vaters nicht weit genug. Er hat den Gedanken des Anarchokapitalismus weiter entwickelt und für völlige Freiheit von jeglichen staatlichen Eingriffen und Beschränkungen plädiert. Dem Vater Milton gingen wiederum diese Überlegungen zu weit, obwohl er selbst schon im Brennpunkt der Liberalismuskritik steht.

Sagt was dazu, wenn Ihr Lust habt![/QUOTE]

Hi René

Das erste Thema hört sich ganz gut an, hat auch eine gewisse praxisrelevante Brisanz. Allerdings kann ich mich dunkel erinnern, in einer Zeitschrift einen Artikel gelesen zu haben, der sich genau damit auseinander setzte. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gelesen habe, es war auf jeden Fall eine englichsprachige Zeitschrift...und der Titel hatte nicht direkt mit den Friedmans zu tun...

Grüsse
Rolf

OekonomieIstAlles wrote:

Hey - da fehlt der Ironie-Smiley...:eek:\

Ja, der fehlt wohl.

Das erste Thema scheint mir auch das Interessanteste zu sein. Aber letztlich ist das so weit gefasst, dass das wirklich eine Doktorarbeit ergibt, meinst Du nicht? Was willst Du machen? Sämtliche Werke der Friedman-Familie lesen und verarbeiten? Auf 50 Seiten? :eek: Wenn Du das schaffst, kannst Du bei Reader's Digest anfangen :fiesgrins

Das zweite Thema ist auch sehr interessant, aber IMHO so auch nicht auf 50 Seiten abzuhandeln. Aber ich fände eine Auseinandersetzung mit Naomi Klein nicht unwichtig. Sie regt sich furchtbar darüber auf, dass die Chicago Boys Wirtschaftsberatung für Diktatoren gemacht haben. So kommt wohl das Bild vom Monster Friedman zu Stande, das sie verwendet. Andererseits (und das verschweigt sie wohl) sind das die Länder, denen es heute wirtschaftlich relativ gut geht, Chile zum Beispiel. Die Frage, ob sich Wirtschaftsreformen besonders gut in Diktaturen durchsetzen lassen, ist in der Wirtschaftswissenschaft durchaus schon diskutiert worden. Es gibt einige Argumente dafür und einige dagegen. Vielleicht wäre das ein Drive, der das Thema handhabbar macht...?

Rolf1234 wrote:

Hi René

Das erste Thema hört sich ganz gut an, hat auch eine gewisse praxisrelevante Brisanz. Allerdings kann ich mich dunkel erinnern, in einer Zeitschrift einen Artikel gelesen zu haben, der sich genau damit auseinander setzte. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gelesen habe, es war auf jeden Fall eine englichsprachige Zeitschrift...und der Titel hatte nicht direkt mit den Friedmans zu tun...

Grüsse
Rolf

Na toll Rolf, ist das noch einen Nebenbedingung für ne DA, dass noch kein Artikel jemals drüber geschrieben wurde?:erstaunt:

Wenn ja, dann mach ich halt gleich den Sprung zur Habilitation und spar mir die lästigen zwei Zwischenschritte :wut:

Ich will doch wohl sehr hoffen, dass es zu allen genannten Themen reichlich Artikel, Bücher und Aufsätze gibt, sonst steh ich nämlich genau so reichlich auf dem Schlauch beim Schreiben binnen 18 Wochen:eek

kridbonn wrote:

Ja, der fehlt wohl.

Das erste Thema scheint mir auch das Interessanteste zu sein. Aber letztlich ist das so weit gefasst, dass das wirklich eine Doktorarbeit ergibt, meinst Du nicht? Was willst Du machen? Sämtliche Werke der Friedman-Familie lesen und verarbeiten? Auf 50 Seiten? :eek: Wenn Du das schaffst, kannst Du bei Reader's Digest anfangen :fiesgrins

Das zweite Thema ist auch sehr interessant, aber IMHO so auch nicht auf 50 Seiten abzuhandeln. Aber ich fände eine Auseinandersetzung mit Naomi Klein nicht unwichtig. Sie regt sich furchtbar darüber auf, dass die Chicago Boys Wirtschaftsberatung für Diktatoren gemacht haben. So kommt wohl das Bild vom Monster Friedman zu Stande, das sie verwendet. Andererseits (und das verschweigt sie wohl) sind das die Länder, denen es heute wirtschaftlich relativ gut geht, Chile zum Beispiel. Die Frage, ob sich Wirtschaftsreformen besonders gut in Diktaturen durchsetzen lassen, ist in der Wirtschaftswissenschaft durchaus schon diskutiert worden. Es gibt einige Argumente dafür und einige dagegen. Vielleicht wäre das ein Drive, der das Thema handhabbar macht...?

Wenn ich jetzt noch mal so richtig größenwahnsinnig werde, könnte ich ja sagen, dass die DA eine erste Vorbereitungsarbeit für die Diss. sein könnte, wer weiß? Man braucht ja Ziele für nach dem Studium... :tuedelue:

Ja - man muss die Themen noch weiter einfangen:
Beim Friedman-Thema würde ich versuchen, mich wirklich nur auf die Abweichungen in der Haupt-Argumentationslinie zwischen Vater und Sohn festzulegen und dies mit Bezügen jeweils zur Chicago-Schule und Anarchokapitalismuslehre zu stützen.

Beim Naomi-Klein-Thema sehe ich meine Einschränkung in der Begrenzung nur auf dieses eine Buch. daraus allgmeine Linie ableiten und vergleichen. Der politische Bezug würde den Rahmen meines Erachtens schon sprengen, wobei das einen interessante Anregung ist.

Wie habt Ihr eigentlich Euer DA-Thema gefunden?

OekonomieIstAlles wrote:

Na toll Rolf, ist das noch einen Nebenbedingung für ne DA, dass noch kein Artikel jemals drüber geschrieben wurde?:erstaunt:

Das habe ich so nicht gesagt und schon gar nicht gemeint. Klar ist es gut, wenn man zu einem Thema viel Lektüre hat, aus der man auswählen kann. Aber wenn irgendwo ein Artikel existiert, der im Grunde genau dasselbe untersucht, was Du in der DA untersuchen willst, dann kannste die DA vergessen, es sei denn, Du erweiterst das Ganze durch zusätzliche Erkenntnisse....
;)
Übrigens scheint das gar nicht so selten vorzukommen, dass ein Thema beackert wird, welches in einer anderen Arbeit schon mal analog durchgezogen wurde. Wenn dann der Korrektor denselbigen findet, und man "zu viele" Parallelen drin hat, siehts schlecht aus, auch wenn die DA auf dem eigenen Mist gewachsen ist...

Rolf1234 wrote:

Das habe ich so nicht gesagt und schon gar nicht gemeint. Klar ist es gut, wenn man zu einem Thema viel Lektüre hat, aus der man auswählen kann. Aber wenn irgendwo ein Artikel existiert, der im Grunde genau dasselbe untersucht, was Du in der DA untersuchen willst, dann kannste die DA vergessen, es sei denn, Du erweiterst das Ganze durch zusätzliche Erkenntnisse....
;)
Übrigens scheint das gar nicht so selten vorzukommen, dass ein Thema beackert wird, welches in einer anderen Arbeit schon mal analog durchgezogen wurde. Wenn dann der Korrektor denselbigen findet, und man "zu viele" Parallelen drin hat, siehts schlecht aus, auch wenn die DA auf dem eigenen Mist gewachsen ist...

Ich will doch sehr hoffen, dass diese Art von Problemen mich über diesen Thread hinaus nicht beschäftigen werden .... :eek::o

OekonomieIstAlles wrote:

Ich will doch sehr hoffen, dass diese Art von Problemen mich über diesen Thread hinaus nicht beschäftigen werden .... :eek::o

Da wärst Du aber eine Ausnahme...
:rolleyes:
Ich würde zuerst sämtliche Zeitschriftendatenbanken durchgrasen, bevor ich ein Thema vorschlagen würde. Einfach um sicher zu gehen, ob nicht schon dasselbe ausreichend bearbeitet wurde. ZU den Friedmans wurde ja schon soviel geschrieben, man hat ja fast den Eindruck, die wären beliebter als Knut

Mal ganz klar gesagt: in einer DA wird keine neue Forschungsleistung erwartet. Insofern ist eine umfangreiche Literaturlage also kein Hinderungsgrund. Sie kann allerdings lästig sein, wenn erwartet wird, dass man das alles kennt und verarbeitet... :rolleyes:

Die Literaturlage wird erst bei einer Diss. oder Habil. zum Risiko, wenn man während der Arbeit merkt, dass das Thema schon durch ist. Da wird nämlich Neues erwartet.

OekonomieIstAlles wrote:


Wie habt Ihr eigentlich Euer DA-Thema gefunden?

Meins ist mir zugelaufen.... :D War ein Angebot des Lehrstuhls.

Sehr oft kann man in der DA das Thema aus der Seminararbeit vertiefen. Gelegentlich bekommt man Themen zur Auswahl. Das macht es für den Lehrstuhl einfacher. Die geben die Richtung vor und kennen die Literaturlage, was die Bewertung vereinfacht.

Rolf1234 wrote:

Ich würde zuerst sämtliche Zeitschriftendatenbanken durchgrasen,

Was heißt, Du "würdest"? Du hast Deine DA doch schon fertig... Wie hast Du's gemacht?

... ich habe den Eindruck, dass es unter WiWis nicht unbedingt üblich ist, ganz ohne Hinweise des Lehrstuhls ein Thema vorzuschlagen. :(

.. aber ich bin ja selbst Schuld, ich wollte ja unbedingt Philo machen

OekonomieIstAlles wrote:

Was heißt, Du "würdest"? Du hast Deine DA doch schon fertig... Wie hast Du's gemacht?\

Ich hatte meine liebe Müh´mit dem DA-Thema. Bedingt durch die Seminararbeit bin ich auf ein Verfahren gestoßen, dass zwar immer wieder erwähnt wurde, aber nicht weiter ausgeführt wurde. Dann habe ich mit meinem Betreuer (vom Seminar) gesprochen, der war super begeistert. Ich natürlich dann auch...
Also dachte ich mir, ich besorge mir schonmal ordentlich Literatur, jede Menge TANs geordert und haufenweise Zeitschriftenartikel bestellt. Die habe ich dann schön sauber durchgeackert und mich schon innerlich auf die Lobeshymnen des Betreuers und dessen Chef gefreut. Daraus wurde aber nix...

Durch Zufall stieß ich auf einen Artikel, in dem auf ca. 19 Seiten recht komprimiert das stand, was ich auf 50 Seiten so ungefähr wieder geben wollte. Als die erste Panik verflogen war, rief ich meinen Betreuer an: "Nee, das können sie dann als Thema nicht mehr wählen..."

Warum?
Entweder ich unterschlage diesen Artikel in der Arbeit und tue so, als hätte ich ihn nicht gefunden. Folge: Wenn der Prof. den Beitrag kennt, wird er mgl. monieren, dass ich abgeschrieben habe, und nur deswegen das Thema vorgeschlagen habe. Auch wenn ich das nicht getan hätte, so ließe sich das nur schwer beweisen...

Oder ich gebe den Artikel an, zitiere daraus und verwende ihn. Problem dann: Die Arbeit wird "zu leicht" für eine DA, was ebenfalls zu deutlichen Punktabzügen führen würde...

Also stand ich da, hatte jede Menge Kohle weg für Porto, TAN´s und subito-doc, und war dennoch kein Stückchen weiter.

es kann also ein Problem werden, wenn Du selbst ein Thema vorschlägst. Das muss es aber nicht, wenn Du schon vorher gründlich nachguckst, ob nicht schon identische bzw. sehr ähnliche Artikel existieren.

Nimmt man ein Thema des Lehrstuhls, so hat man diese Probleme nicht. Man kann getrost alles verwenden, was man findet, auch wenn man auf einen Beitrag stößt, der nahezu identisch mit dem gegebenen Thema ist (was aber wohl seltenst vorkommen dürfte).

Rolf1234 wrote:

es kann also ein Problem werden, wenn Du selbst ein Thema vorschlägst. .... Nimmt man ein Thema des Lehrstuhls, so hat man diese Probleme nicht. Man kann getrost alles verwenden, was man findet, auch wenn man auf einen Beitrag stößt, der nahezu identisch mit dem gegebenen Thema ist (was aber wohl seltenst vorkommen dürfte).

OK, das habe ich jetzt verstanden. Wobei immer noch das Problem bleibt, was man machen soll, wenn der Lehrstuhl eben kein Thema vorschlägt? (O-Ton Prof. Röttgers: "Wenn Sie noch keinen Idee haben, schlage ich Ihnen vor, erst einmal weiter darüber nachzudenken!")

Und es bleibt die Frage, wann man das machen soll? Soll ich ein Semester für Themensuche einplanen?
Ich halte es für ziemlich ausgeschlossen, als Studi auf ein anständiges, eingrenzbares Thema zu kommen, dass noch keiner hatte. Denn wie Dirk schon schrieb, muss man dafür die Literaturlage kennen. Woher aber kennt man die? Was man allerdings aus dem bisherigen studienstoff kennt, ist ja dementsprechend auch schon ausreichend behandelt worden...:mad

Das ist eigentlich eine klassische Situation. Soll man selbst ein Thema vorschlagen (falls das möglich ist) oder soll man ein Thema z.B. aus einer vorgegebenen Liste des Lehstuhls wählen? Die erste Alternative ist vermutlich reizvoller (zumindest am Anfang), aber auch riskanter. Die zweite ist vermutlich sicherer, da sich wohl jemand beim Lehrstuhl etwas dabei gedacht hat und man eine Ansprechperson hat, die entsprechende Kentnisse hat bzw. Interesse an dem Thema zeigt. Das hat natürlich Vorteile für jemanden, der möglicherweise noch nicht einmal ein Ziel hat.

Offensichtlich ist mein Beitrag mittlerweile etwas überholt. :)

Naja, falls man natürlich keine Vorschläge von anderen bekommt und auch den Betreuer nicht wechseln will, dann muss natürlich selbst aktiv werden. Dann würde ich vermultich hergehen und versuchen, die aktuellste (!) Literatur (insbesondere amerikanische Journals) mal etwas genauer durchzusehen. Vielleicht kennst du bereits vom Namen her einige (aktuelle) Autoren, die dir wichtig erscheinen. Da könnte man z.B. deren Publikationen (bzw. noch nicht publizierte Working papers). Abstract, introduction und insbesondere conclusions anschauen. Letztere enthalten oft interessante Anregungen.

Wenn du aktuelle Literatur verwendest bzw. diese als Aufhänger verwendest, ist das Risiko, etwas zu machen, was bereits durchgekaut worden ist sicher geringer. Insbesondere, wenn du dich vor allem an renommierte Journals hältst.

Na ja, die Mail an den prof. ist ja raus, er wird sich ja hoffentlich doch noch eines tages dazu melden - dann werde ich weiter sehen...

René,

such doch mal nach dem "Journal of libertarian Studies". Dort, könnte ich mir vorstellen, wirst du in Sachen Anarcho relativ schnell fündig werden. Vielleicht findest du den ein oder anderen Artikel, der dich Themenmäßig evtl. etwas "festigt".

So - nun ist es raus und das Thema ist vereinbart. Hier die Mail vom Prof auszugsweise:

Letztendlich weiß ich natürlich nicht, was daraus werden wird. Aber ich habe den Eindruck, daß die Chancen, daß etwas Gutes daraus werden könnte, beim ersten Thema (und Ihnen als Bearbeiter!) am größten sein dürften. Aspekte des vierten Themas ließen sich ohne weiteres damit verknüpfen. Denn wenn die Differenzen zwischen den Friedmans, wie geplant, am Freiheitsbegriff festgemacht werden, dann ergibt sich der Ausblick auf philosophiehistorische Legitimationen fast von selbst. Denn was unter einem Begriff verstanden wird, hängt ja ganz eng mit seiner Genese zusammen. Dann bricht nicht nur die Frage auf, ob es einen Sinn macht, zwischen Willensfreiheit und politischer Freiheit zu unterscheiden (mit der Konsequenz, daß man auch in Ketten frei sei) oder gerade nicht (so vor allem John Locke). Da Sie sich ja vor allem auf die englische, bzw. schottische Tradition beziehen, ist Locke unverzichtbar zur Klärung des Freiheitsbegriffs, den ja wegen seines Eigentumsbegriffs Macpherson den Theoretiker des "possessiven Individualismus" genannt hat. Kann ich Ihnen also ein Thema des Sinnes stellen: "Wieviel Freiheit ist 'genug'?- Die Auseinandersetzung David vs. Milton Friedman vor dem Hintergrund des philosophischen Freiheitsbegriffs" ?
Das zweite Thema wird - ich habe Ihr Temperament kennengelernt - wahrscheinlich zu leicht zu einem Anlaß zu einer Polemik werden. Im dritten Thema haben Sie zu große Unsicherheiten selbst formuliert. Homann versteht sich ja als ein Vertreter eines solchen "dritten Weges", mit der provokant zugespitzten These, daß Wettbewerb solidarischer ist als Teilen. Das beruht bei ihm auf der geschichtsmetaphysischen These, daß wir seit der Neuzeit in einer grundsätzlichen win/win-Situation sind. Empirisch mag das für begrenzte Systeme oft nachweisbar sein, aber es als geschichtsmetaphysische These zu akzeptieren, dafür gibt es keinen Grund. Insbesondere wenn man betrachtet, daß ein wachsender Großteil unserer "Produktion" heute in der Beseitigung von unerwünschten Nebenfolgen von Produktion besteht, besteht nach meiner Ansicht kein Grund zu einem generellen Optimismus, aber das nur nebenbei. Insgesamt scheint mir die vorgeschlagene Kombination von 1+4 mit Schwergewicht auf 1 die erfolgsträchtigste Lösung zu sein (Hinzunahme von 4, denn es soll ja eine Arbeit in Philosophie sein).

Das ist nun mein Thema - ich bin selbst sehr gespannt, was das werden wird ...

Klingt doch gut.
Als Literatur würde ich dir aber auch was von Hoppe oder Rothbard empfehlen. Ich glaube die Herren könnten dir durchaus behilftlich sein, da auch recht philosophisch bzw. wissenschaftstheoretisch an die Sache rangegangen wird.

Soso. Du alter Polemiker darfst Dich also argumentativ nicht mit Frau Klein auseinandersetzen. Schade. Hätte ich gern gelesen... :rolleyes:

Aber wenn ich Zeit hab, les ich auch gern die andere durch, wenn Du willst.

kridbonn wrote:

Soso. Du alter Polemiker darfst Dich also argumentativ nicht mit Frau Klein auseinandersetzen. Schade. Hätte ich gern gelesen... :rolleyes:

Aber wenn ich Zeit hab, les ich auch gern die andere durch, wenn Du willst.

Es gibt noch ne zweite Mail vom Prof., in der er mich warnt, mich nicht in der DA ins Schwadronieren zu verlieren, nur um die strenge Argumentationsform der WiWis zu umgehen...

Aber Dein Angebot nehme ich sicher gerne an, die Arbeit lesen zu lassen; das kann ich gut gebrauchen. Bearbeitungsbeginn ist aber erst der 1.1. - vorher muss ich noch die Deleuze-Hausarbeit ins Ziel bringen.

Ich biete mich auch mal als Korrekturleser an. Wie lange geht denn die DA?
3 Monate oder?

18 Wochen als TZ-Student für eine D-II-Arbeit (ich liebe Abkürzungen....) Wir dürfen also im März oder April damit rechnen. Aber nicht während der Klausuren, René, bittschön...

Das klingt doch gut. Ich hab mitte Februar bis Anfang März KLausuren.

Anschl. halt noch Hausarbeiten und ich muss noch Zeit aufwenden, um das Geld-Buch von dem Prof. de Soto korrekturzulesen (@René: der Philipp übersetzt es gerade vom Spanischen ins Deutsche. Wenns rauskommt, geb ich dir mal bescheid. [URL]https://www.jesushuertadesoto.com/madre2.htm[/URL] hier gibts die spanische Version unter "libros" und dann "dinero").
Aber ich denke, für so ein spannendes DA-Thema werd ich die Zeit auf jeden Fall haben

Damit habt Ihr Aufnahme gefunden in den Kreis der liebsten Kommillitonen (bis jetzt gibt es erst 2 Mitgliedern dieses elitären Zirkels...!)

Im Ernst: Echt Vielen Dank für die Angebote, ich komme sicher im Laufe des Aprils darauf zurück. Vorher hören wir uns hier aber sicher noch.

...wobei: vielleicht habt Ihr ja sogar Lust, Euch durchs Lesen der Deleuze-Arbeit mal ein bissel aufs Philo-Schwadronieren einzustellen...?:) (Da ist der 8.11. Abgabetermin)

OekonomieIstAlles wrote:

Damit habt Ihr Aufnahme gefunden in den Kreis der liebsten Kommillitonen (bis jetzt gibt es erst 2 Mitgliedern dieses elitären Zirkels...!)

I

Also René....tztztz! Ich dachte Dirk und ich wären schon deine absoluten Spitzenlieblingskommillitonen :D;)!
Die Seminararbeit kannst mir gerne auch zuschicken.

StefanK wrote:

Also René....tztztz! Ich dachte Dirk und ich wären schon deine absoluten Spitzenlieblingskommillitonen :D;)!
Die Seminararbeit kannst mir gerne auch zuschicken. :)

Stefan - setze für jeden von Euch 1, addiere und ziehe die Zahl vom derzeitigen Endbestand der Gruppe ab ....

Nachdem ich nun die U&IO-Klausur bestanden habe, kann ich mich nun voll in meine Philo-Arbeiten stürzen.

Deleuze geht gut voran, was bei diesem Typen heißt, dass ich nun endlich eine Struktur für die Erörterung des Themas habe, die ich konkret angehen kann.

Ich finde allerdings nicht so di richtige Ruhe, weil mir seit ein paar Tagen ein spleeniger Gedanke durch den Kopf geht:

Ich überlege, mich mit David Friedman zu treffen und ihn ein bissel zu meinem DA-Thema zu interviewen..:eek:

Meint Ihr, das könnte klappen? Ist ja nen normaler Prof, wie andere auch, den Nobel-Preis hat sein Daddy gekriegt. Ich würde ihn gerne fragen, was denn aus der Plattform für Anarchokapitalisten im Antlantik geworden ist, und noch so einiges mehr (wie waren denn wohl so die Vater-Sohn-Gespräche am Küchentisch??).

Ich werde jedenfalls in der Richtung weiter recherchieren, mal sehen, was der im Moment so macht. Ich könnte auch prof. Röttgers um ne Empfehlung bitten, vll. kann ja auch Prof. Wagner mit seinen Princeton-Verbindungen helfen??

Alles noch nicht spruchreif, aber iregndwie total motivationsfördernd, die Idee.....:trink

Soll ich mal den Philipp fragen, ob ein Treffen mit Jesus Huerta de Soto möglich ist? Der ist bekanntlich auch für die totale Entstaatlichung.

StefanK wrote:

Soll ich mal den Philipp fragen, ob ein Treffen mit Jesus Huerta de Soto möglich ist? Der ist bekanntlich auch für die totale Entstaatlichung.

Ne lass mal im Moment noch. Ich muss mich erst weiter einlesen und dann werde ich mal versuchen, mit D. Friedman Kontakt aufzunehmen. Vielleicht kann dabei aber Dein Draht nach Madrid noch hilfreich sein, wenn ich darf, komme ich ggf. drauf zurück.

Ich habe mal ein bisschen weiter recherchiert:

David Friedman lehrt an der Uni SantaClara im Silicon valley, das könnte auch aus andere Gründen reizvoll sein, da mal vorbeizuschauen .....:urlaub:

Im Übrigen finde ich bei - noch sehr oberflächlicher Internet-Recherche - bislang keine Arbeit, die sich konkret mit Vater und Sohn beschäftigt. Das lässt ja hoffen.

Jedenfalls habe ich als nächsten Schritt gerade nen Karton Bücher bei capitalista bestellt (Toqueville, Rothbarth und Friedman)

Du möchtest also doch gleich eine Doktorarbeit schreiben...?

kridbonn wrote:

Du möchtest also doch gleich eine Doktorarbeit schreiben...?


Ne, nicht gleich. Ich habe aber neulich die Biografie von Hayek gelesen. Die hat der Autor auch als Diss. geschrieben und dann die Fußnoten rausgenommen, damit es auch allgemein verkäuflich wurde.

David Friedman würde mich auch wirklich mal persönlich interessieren. ef magazin bezeichnet ihn als "Führenden Denker der Anarchokapitalisten" und enfant terrible des Liberalismus.

Neuerdings schreibt er Fantasy-Romane, hat nen Law-Lehrstuhl unter Palmen, Papa ist Nobel-Laureat - ich denk', der Typ ist ziemlich crazy drauf...

.. vielleicht mach ich dann mit nem Ph.D. weiter (wobei ich derzeit nicht glaube, dass ich noch ne 2 als Gesamtendnote hinbekommen werde ...:()

OekonomieIstAlles wrote:


.. vielleicht mach ich dann mit nem Ph.D. weiter (wobei ich derzeit nicht glaube, dass ich noch ne 2 als Gesamtendnote hinbekommen werde ...:()

Naja, das ist nicht unbedingt ein ko-Kriterium, wenn Du einen Prof. findest, der Dich betreuen will. In der Promotionsordnung steht das zwar drin mit der 2, aber das ist so formuliert, dass es auch Ausnahmen geben kann...

kridbonn wrote:

Naja, das ist nicht unbedingt ein ko-Kriterium, wenn Du einen Prof. findest, der Dich betreuen will. In der Promotionsordnung steht das zwar drin mit der 2, aber das ist so formuliert, dass es auch Ausnahmen geben kann...


Ja, ich weiß. Für den Fall einer 3 hätte ich dann aber zwei Probleme:

1. das vom Mainstream abwegige Thema, für das es noch nicht mal klare Ansprechpartner gibt (ist es Philo oder ist es WiWi?)

2. die Note, die erst wegdiskutiert werden muss

Prof. Friedman wird aber wahrscheinlich auch keine Ph.D.-Arbeit zu seiner Person betreuen wollen / können.

Na ja, der Weg ist noch weit, erstmal die DA ins Ziel bringen.

René

wenns dir recht ist, könnt ich mal den Philipp fragen, ob er irgendwelche "heißen" Literaturtips für dich hat??

StefanK wrote:

Hi René

wenns dir recht ist, könnt ich mal den Philipp fragen, ob er irgendwelche "heißen" Literaturtips für dich hat??

ja klar, das wäre toll. Man muss zwar immer aufpassen, dass man sich nicht verzettelt, aber vor allem zur Frage, ob man genau die beiden schon mal untersucht hat, habe ich bis jetzt nichts gefunden.

Habt Ihr Euch mal die Homepage von David angesehen? Besonders die Familienfotos sind recht bizarr...., weiß nicht genau, was ich davon halten soll...

OekonomieIstAlles wrote:


Habt Ihr Euch mal die Homepage von David angesehen? Besonders die Familienfotos sind recht bizarr...., weiß nicht genau, was ich davon halten soll...

Auch die Ausführungen über Badewannentechnik sind sehr interessant... :rolleyes:

kridbonn wrote:

Auch die Ausführungen über Badewannentechnik sind sehr interessant... :rolleyes::D

Mal im Ernst: Was hält man von so einem Prof.? Ich meine von einem mit so einer Öffentlichkeitsdarstellung?

Will er bewusst nicht ernst genommen werden, damit seine Thesen nicht zur Diskussion gestellt werden? .... vielleicht wird es nachher eher ne Arbeit über Freud und den Ödipus-Effekt bei David F. wegen des Übervaters :cool:

Mir zeigt sich jedenfalls so langsam, dass aus der Aufgaben/Themenstellung von Prof. Röttgers eine gewisse Weisheit spricht: Sollte sich David Friedman bei eingehender Beschäftigung doch als zu sehr neben der Spur rausstellen, kann ich thematisch immer noch in die Richtung der philosophiegeschichtlichen Entwicklung des freiheitsbegriffs ausweichen.

... Wo bin ich da bloß reingeraten: Ich schreibe bei einem Alt-Trotzkisten , der immer noch auf die Weltrevolution wartet, aber keine Vorstellung von dem Danach hat, meine Diplomarbeit über einen völligen zauseligen Anarcho unter der Sonne Californiens...:eek:

... und so einer will sich mal Dipl.-Volkswirt nennen...

OekonomieIstAlles wrote:


... Wo bin ich da bloß reingeraten: Ich schreibe bei einem Alt-Trotzkisten , der immer noch auf die Weltrevolution wartet, aber keine Vorstellung von dem Danach hat, meine Diplomarbeit über einen völligen zauseligen Anarcho unter der Sonne Californiens...:eek:

Tja, wie konnte das passieren? :D:D Muss Stefano eine schnelle Eingreiftruppe anfordern, die Dich auf den orthodoxen Weg der deuten Volkswirtschafts-Mafia zurück bringen??? :D:D

Naja, und was den Kollegen Friedman Jr. angeht, so sollen ja viele Profs ziemlich schratig sein, vor allem im Privatleben. Und wahrscheinlich findet er die Nummern mit den Badewannen und den Klos lustig. Man muss so eine Art Humor ja nicht teilen... (kann man aber ;))

kridbonn wrote:

Tja, wie konnte das passieren? :D:D Muss Stefano eine schnelle Eingreiftruppe anfordern, die Dich auf den orthodoxen Weg der deuten Volkswirtschafts-Mafia zurück bringen??? :D:D

Eines Tages werden Stefano und ich als die wahren VWL-Relauncher im deutschen Sprachraum biografiert werden, die die VWL endlich von dem mathematischen Irrweg des 20. Jahrhunderts zurück auf den rechten Weg gefürht haben - schade nur, dass man nach seinem Tode keinen Nobelpreis mehr kriegen kann, vorher werden wir das aber wohl nicht mehr schaffen ... :D

Im Ernst: Ich bin eigentlich doch wirklich glücklich mit der Entwicklung des Themas - jetzt ist mein VWL-Studium nämlich nach fünf harten Jahren wieder das, was es ursprünglich sein sollte: ein Spaß machenden Hobby:); und der Titel ist nachher auch für alle gleich!

Das finde ich die Hauptsache: das es Spaß macht.

Ich finde Mathematik ja bekanntlich gar nicht sooo unspaßig, insofern habe ich da weniger Probleme mit der derzeitigen Situation. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass irgendwann in den nächsten Jahren nicht die Mathematiker beim Ökonomie-Nobelpreis wildern werden, sondern die Mediziner und Psychologen. Ich hab über Experimente von Zürcher Ökonomen gelesen (und gestern abend war auch im DLF eine Geschichte über die), die das ökonomische Handeln von Menschen im Kernspintomographen analysieren.

kridbonn wrote:

Ich finde Mathematik ja bekanntlich gar nicht sooo unspaßig, ....

Ich habs letztens erst wieder beim lernen für die InstiÖko-Klausur im Skript selbst gelesen (und vorher soweiso schon gedacht):

Eine 150-Seiten KE widmet sich rein mathematisch der P-A-Theorie, eine 70-Seiten-KE widmet sich dem heuristischen Modell der Transaktionskostentheorie. Am Ende von beiden Ausführungen steht, dass das Ergebnis trivial ist, eine realitätsnähere mathematische Analyse allerdings wegen der daraus folgenden Kompliziertheit nicht mehr zu bewältigen ist. Will heißen: Wir können mit gerade noch vertretbaren mathematischen Aufwand nur das matghematisch darstellen, was wir auch schon vorher wissen und genauso gut verbal darstellen können.

Warum also dieser Kotau vor der Mathematik?

Naja, klar! Du kannst natürlich verbal postulieren: Ein Restaurant, in dem schon Kunden sitzen, zieht weitere Kunden an. Das weiß jeder auch nicht studierte Ladenbesitzer aus Erfahrung: Kunden ziehen Kunden.

Aber das ist eben nur eine Alltagsweißheit, gefühltes Wissen sozusagen.

Mit Hilfe der Mathematik kann man (die rigide Annahme des homo oeconomicus vorausgesetzt) zeigen, dass das auch stimmt. Du hast also eine Alltagsbeobachtung (unter Einschränkungen) bewiesen. Die Alternative wäre eine statistische Analyse – aber auch diese Erkenntnis wäre nur eingeschränkt gültig (nämlich mit den Einschränkungen, die die Statistik so hat.)

Und natürlich ist manche mathematische Erkenntnis der Mikro-Forschung auch für die Mülltonne, oder sagen wir für den Elfenbeinturm. Das ist (gerade bei den Sozialwisssenschaften) auch ihr Recht.

Man muss sich nur stets klar machen, welchen Beschränkungen die wissenschaftlichen Erkenntnisse unterliegen, wenn man sie in der Praxis anwenden will. Das ist doch das, was ich immer schon am Neoklassischen Modell kritisiert habe: es ist zwar mathematisch rigide und elegant, hat aber nix mit der Wirklichkeit zu tun.

kridbonn wrote:

Mit Hilfe der Mathematik kann man (die rigide Annahme des homo oeconomicus vorausgesetzt) zeigen, dass das auch stimmt. Du hast also eine Alltagsbeobachtung (unter Einschränkungen) bewiesen.


Dazu empfehle ich die Lektüre der Kurt Gödel-Biografie, die ich im letzten Urlaub gelesen hab.

Ziemlich spannende Einführung in die Diskussion, ob die Mathematik objektive Wahrheiten im platonischen Sinne "enddeckt" (so die Meinung von Gödel) oder ob sie nur ein menschliches Konstrukt ist, das zwar konsistent, aber trotzdem nur "erfunden" ist (so Gödels erzfeind Wittgenstein - "Worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen!").

hmmm: Ich lese eben in der Süddeutschen ein Interview mit Gregory Clark, einem Historiker aus Kalifornien (ob da die Sonne zu heiß brennt?).

Der vertritt die These, das wirtschaftlicher Wohlstand mit den Genen zusammenhängt. Die industrielle Revolution sei Folge einer Ausbreitung des Bürgerstands mit seinen ökonomischen Bedürfnissen. Dieser Bürgerstand zeichne sich durch Fleiß, Sparsamkeit, Tüchtigkeit usw. aus. So weit, so Weber.

Aber er behauptet nun, das sei auf ein "kapitalisitisches Gen" zurückzuführen, das manche Menschen eben haben. Das sorge auch für die kulturellen Voraussetzungen für erfolgreiches wirtschaftliches Handeln. Und deswegen sei Indien im 19. Jh. auch arm geblieben, obwohl es stabile Institutionen gab, die eigentlich für einen wirtschaftlichen Take-off gesprochen hätten.

Das Interview endet mit der lustigen Bemerkung: "[Die Wirtschaftswissenschaft] gleicht einer Kultdisziplin wie die Medizin im Mittelalter. Sie verschreibt ständig Aderlass. Wenn das nicht hilft, gibt es einfach mehr vom selben Rezept."

OekonomieIstAlles wrote:

die die VWL endlich von dem mathematischen Irrweg des 20. Jahrhunderts zurück auf den rechten Weg gefürht haben -
\

ich glaube da sind wir etwas spät dran. Das hier

[url]https://www.hanshoppe.com/publications/Kritik_kaus.pdf[/url]

ist nämlich von 1983 oder so

kridbonn wrote:

Aber er behauptet nun, das sei auf ein "kapitalisitisches Gen" zurückzuführen, das manche Menschen eben haben. Das sorge auch für die kulturellen Voraussetzungen für erfolgreiches wirtschaftliches Handeln. Und deswegen sei Indien im 19. Jh. auch arm geblieben, obwohl es stabile Institutionen gab, die eigentlich für einen wirtschaftlichen Take-off gesprochen hätten.

Das klingt doch logisch, vor allem, wenn man das Erklärungskonzept mal weiter denkt:

Die Chinesen hatten ja dann offensichtlich bis vor Kurzem kein Kapitalismusgen. Dafür hatten sie aber schon immer mindestens zwei Anti-Moral-Gene. Diese nutzen sie in den letzten Jahren nun dazu, um 1. den arglosen Europäern auf noch zu erforschenden Wege das Kapitalismusgen zu stiebizen (oder vielleicht doch nur rauszuklonen - auch das muss noch geklärt werden) und dann 2. per staatlicher geheimer Verordnung jedem Chinesen beim nächsten Zahnarztbesuch eins von den Kapitalismusgenen ganz stickum unterzujubeln. Davon profitierten nur deshalb nicht die Bauern auf dem Land, weil dort die Menschen nicht mehr genug Zähne hatten - was an dem fehlenden Kapitalismusgen lag, was ja wiederum zwangsläufig zur wirtschaftlichen Degradierung führen musste - damit sich der Gang zum Zahnarzt überhaupt gelohnt hätte.

.. ich habs immer geahnt: alles hängt dann doch wohl mit allem zusammen....

StefanK wrote:

ich glaube da sind wir etwas spät dran. Das hier

[url]https://www.hanshoppe.com/publications/Kritik_kaus.pdf[/url]

ist nämlich von 1983 oder so ;)

Ja schon, unsere Chance ist nur, dass Hoppe eher stirbt ....

Das was dieser Gregory Clark behauptet (meiner Meinung nach absolut logisch und konsisten) ist im übrigen nichts anderes, als eine eher medizinische Erklärung des Phänomens der Zeitpräferenzrate. Diese Argumente konnte man schon vor zig Jahren bei Ludwig von Mises finden.

StefanK wrote:

Das was dieser Gregory Clark behauptet (meiner Meinung nach absolut logisch und konsisten) ist im übrigen nichts anderes, als eine eher medizinische Erklärung des Phänomens der Zeitpräferenzrate. Diese Argumente konnte man schon vor zig Jahren bei Ludwig von Mises finden.

Stefan, wenn du so weiter machst, musst du bald die österreicherische Staatsbürgerschaft beantragen

StefanK wrote:

Das was dieser Gregory Clark behauptet (meiner Meinung nach absolut logisch und konsisten)

Ich halte das tendenziell eher für Firlefanz. Es mag sein, dass es kulturelle/religiöse/erzieherische Gründe für bestimmte Verhaltensweisen gibt. Aber das die Gene schuld sein sollen...? :confused: Dann machen wir uns bald wieder auf die Suche nach dem Gen, das kriminell oder kreativ oder kapitalistisch macht. Ik weeß nich...

OekonomieIstAlles wrote:

Stefan, wenn du so weiter machst, musst du bald die österreicherische Staatsbürgerschaft beantragen:D


von Mises war Jude :p!

@Dirk: mag sein, dass die Erklärung, dass die Gene daran "schuld" sind, firlefanz ist. Ich bin kein Mediziner und kann so etwas wirklich nicht beurteilen. Mir ging es mehr um den Faktor "Zeitpräferenzrate"! Und das hier:

*Dieser Bürgerstand zeichne sich durch Fleiß, Sparsamkeit, Tüchtigkeit usw. aus. So weit, so Weber.*
sind eindeutig Faktoren, die eine niedrige Zeitpräferenzrate ausdrücken.

StefanK wrote:

von Mises war Jude :p!

Stefan, auch Dir sollte klar sein, dass sich österreichische Staatsbürgerschaft und jüdische Religionszugehörigkeit nicht gegenseitig ausschließen.

kridbonn wrote:

Es mag sein, dass es kulturelle/religiöse/erzieherische Gründe für bestimmte Verhaltensweisen gibt.

Du hast Dich mit diesem Satz qualifiziert, meine SA Korrektur zu lesen.:p

StefanK wrote:

von Mises war Jude :p!


.. und hatte keine Staatsangehörigkeit?

OekonomieIstAlles wrote:

.. und hatte keine Staatsangehörigkeit?

Ja sicher, der war Ösi... (jedenfalls laut Wikipedia)

sunshine06 wrote:

Du hast Dich mit diesem Satz qualifiziert, meine SA Korrektur zu lesen.:p:D

.... und wenn man mal echt sinnlose Sätze braucht, dann konsultiert den [url=https://lorem-ipsum.info/generator3-de]Blindtext-Generator[/url].

Solche so genannten Lorem-Ipsum-Texte werden verwendet, um die Wirkung eines Layouts zu beurteilen... DIE WELT hatte vor zwei Jahren allerdings mal aus versehen eine ganze Seite damit... :rolleyes

Ich will hier mal die Diskussion ein Stück in die Richtung eines Aspektes meiner DA bringen:

Bei dem Hinweis von Prof. Röttgers auf Locke als unverzichtbaren Theoretiker meines Themas fehlte ja nicht der reflexhafte Verweis auf Macphersons Kritik an Locke (Locke als Theoretiker des possisiven Individualimus).

Ich habe Macpherson noch nicht gelesen, aber die Richtung dürfte klar sein: Kritikpunkt am Freiheitsverständnis Lockes - und damit auch der Friedmans - wird sein, dass die drei Herren nur auf Freiheit vor Übergriffen auf mein Eigentum meinen.

Wir haben schon verschiedentlich in diese Richtung diskutiert, ich würd's hier aber gerne noch einmal zusammeführen und Eure Ideen dazu haben: Was sagen wir dazu?

Wie weit geht das Recht des Besitzenden gegenüber dem Besitzlosen? Wie sieht es in unserer geleibten Robinson-Wirtschaft aus - R hat alles, F hat nix und wird verhungern, wenn R ihm nichts gibt - was nun?

Woran macht R sein Recht auf sein Eigentum eigentlich fest? Wie verhält sich Fs Recht auf Leben dazu? (Locke spricht jedem beide Rechte zu.)

... mal als Einstieg...

kridbonn wrote:

.... und wenn man mal echt sinnlose Sätze braucht, dann konsultiert den [URL="https://lorem-ipsum.info/generator3-de"]Blindtext-Generator[/URL].

Damit kann ich meine SA einfach auf arabisch schreiben. Kann dann eh keiner entziffern.

OekonomieIstAlles wrote:

.. und hatte keine Staatsangehörigkeit?


anscheinend war er doch Ösi. K.A. mit der Staatsangehörigkeit von ihm hab ich mich nie beschäftigt. Ist auch relativ uninterssant finde ich.

StefanK wrote:

anscheinend war er doch Ösi. K.A. mit der Staatsangehörigkeit von ihm hab ich mich nie beschäftigt. Ist auch relativ uninterssant finde ich.


Mann - cih meinte, dass Du Österreicher werden solltest, weil Du so vehement für die gleichnamige ökonomische Schule eintrittst - und das war ein Witz !:D

Sag mal was zum Robinson-Freitag-Streit - würde man nicht doch eine gewisse Rangordnung der Rechte auf Leben und Eigentum aufstellen müssen, und wäre es nicht doch sinnvoll (und wohl von keinem widersprochen), dass bei einer Ordnung das Recht auf Leben vor dem auf Eigentum steht?

Weiß jemand, ob in der Literatur so eine Robinson-Frage schon einmal diskutiert wurde?